Mein Diskussionspartner Dr. Nathan Warszawski (siehe letzten Beitrag zum Thema) hat auf meinen letzten Beitrag geantwortet und er führt einige neue Argumente an. In der Antwort geht es einerseits um die Frage, warum das Judentum als Kultur, Religion und Ethnie erhaltenswert ist und am Rande geht es wieder um Schächten und Beschneidung. Read the rest of this entry »
Archiv der Kategorie: Wissenschaft
Einstein über ethischen Realismus
Falls meine Ethik wirklich nichts taugen sollte, kann ich mich immerhin damit rühmen, dass Albert Einstein genauso dumm war wie ich (Ad hominem! Ja, ich weiß. Aber es beweist trotzdem, dass ich so schlau war wie Einstein). In seinem Buch Aus meinen späteren Jahren schrieb er:
Aus Sicht der reinen Logik sind alle Axiome willkürlich, inklusive der ethischen Axiome. Aber sie sind keineswegs willkürlich aus psychologischer und genetischer Sicht. Sie sind abgeleitet aus unseren angeborenen Neigungen, Schmerz und Vernichtung zu vermeiden und aus den gesammelten emotionalen Reaktionen von Individuen auf das Verhalten ihrer Nachbarn.
Es ist das Privileg des moralischen Genies des Menschen, der durch inspirierte Individuen personifiziert wird, ethische Axiome weiterzuentwickeln, die so umfassend und so gut fundiert sind, dass Menschen sie als auf der großen Masse ihrer individuellen emotionalen Erfahrungen beruhend akzeptieren werden. Ethische Axiome werden auf nicht sehr verschiedene Art gefunden und überprüft wie die Axiome der Wissenschaft. Die Wahrheit ist es, die den Test der Erfahrung bestehen wird.
Quelle: Sam Harris
Literatur
Die Unmöglichkeit des Wissenschaftsjournalismus
Mein letzter Beitrag demonstriert recht gut das Dilemma, dem mich das Schicksal ausgeliefert hat, seit ich Aufklärer bin (oder mir obskurerweise einbilde, einer zu sein). Das Problem besteht darin, dass Wissenschaftsjournalismus normalerweise etwa so aussehen müsste wie dieser Beitrag, eher noch vorsichtiger formuliert, noch umfangreicher und detaillierter. Um wirklich viele Menschen zu erreichen und zugleich wissenschaftlich exakt zu sein, hätte ich einen etwa so langen Text verfassen müssen, wie es die besprochene Studie selbst ist. Alleine die veranschaulichenden Beispiele und Anekdoten hätten die Hälfte des Platzes eingenommen. Read the rest of this entry »
Woher kommt die Ablehnung des Kapitalismus?
Eine umfassende neue Studie befasst sich mit der Frage, welche Einstellungen diejenigen teilen, die das Einkommen möglichst “gerecht” verteilen wollen und wie im Gegensatz die Einstellungen derjenigen aussehen, die eher auf Seiten des klassischen Liberalismus stehen und von Umverteilung nichts halten. Read the rest of this entry »
Wer mag die Evolution?
Nun, Kreationisten mögen sie schon einmal nicht, oder? Am ehesten werden die atheistischen Campus-Eliten die Evolution anerkennen.
Wie sich nun herausgestellt hat, ist es in der Praxis genau umgekehrt. Eine neue Studie (eigentlich zwei) haben nämlich gezeigt, dass die Anerkennung der Evolution und die Anerkennung der aus ihr abgeleiteten Erkenntnisse der Evolutionären Psychologie nicht von den selben Leuten ausgeht.
Wer nicht an die Evolution glaubt, der glaubt mit höherer Wahrscheinlichkeit an das, was sie über den Menschen aussagt. Viele Evolutionisten leugnen derweil die Erkenntnisse der Evolutionären Psychologie. Read the rest of this entry »
Hasswoche: Pornos
Da hat er auch wieder recht, sowieso. In letzter Zeit habe ich viel über Pornos philosophiert (erspart euch eure Kommentare) und bin zu einer gespaltenen Beurteilung gekommen: Read the rest of this entry »
Psychoanalyse
Ein freundlicher Kommentator wies mich darauf hin, dass ich “unter Berufung auf den Antisemiten Onfray die Psychoanalyse als Pseudowissenschaft” diffamiere. Es ist so erstaunlich logisch: Sigmund Freud war ein Jude und wer ihn kritisiert, tut das also nur, weil er etwas gegen Juden hat. Welchen Grund sollte es auch geben, das Werk individueller Menschen, die zufällig Juden waren, zu kritisieren, außer jenem, dass man Juden hasst?
Auch Karl Marx stammte aus einer Rabbinerfamilie – und auch den Marxismus kritisiere ich verdächtig häufig. Und in der Giordano Bruno Stiftung war ich auch einmal und von der hieß es, sie wäre antisemitisch, weil diese religionskritische Stiftung neben anderen Religionen auch das Judentum gelegentlich kritisiert.
Es passt alles zusammen! (Abgesehen von der militanten Verteidigung Israels auf diesem Blog und den wütenden Beiträgen gegen Antisemitismus und der Tatsache, dass der Hauptcharakter eines meiner Bücher jüdisch ist – aber das ist alles nur Ablenkung!). Sollte sich jemand für eine Kritik an der Psychoanalyse interessieren und dabei auf Michel Onfray verzichten wollen, so gibt es allerdings haufenweise Alternativen. Hier ein paar der Bücher, die ich gelesen habe und empfehlen kann: Read the rest of this entry »
Ist Armut eine Ursache von Kriminalität?
Warum begehen Menschen Verbrechen? Dieser Frage widme ich eine Beitragsreihe. Der erste Beitrag untersucht mit Hilfe von Statistiken, ob Armut eine Ursache von Kriminalität ist.
Update: Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit und Kriminalität überprüft.
Update 2: Kommentar zu Studien, die eine Korrelation zwischen Einkommensungleichheit, Armut und Kriminalität finden. Außerdem Formulierungen klarifiziert.
Studien: Stehen Frauen auf Psychopathen?
Meine Beiträge über die Frage, ob sich Frauen mit Chauvinisten einlassen sollten, sind nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern stehen auf solider wissenschaftlicher Basis, welche darin besteht, dass viele Frauen aus evolutionären Gründen auf Psychopathen stehen. Insbesondere haben es Psychopathen sehr einfach, Frauen ins Bett zu kriegen.
Vorsicht: Dieser Beitrag ist alles andere als politisch korrekt. Read the rest of this entry »
Ist Wissenschaft eigentlich Wissenschaft?
Eine Reihe von Studien belegt, dass amerikanische Forscher stark überwiegend eine linke Ausrichtung haben, nicht nur in den Geisteswissenschaften, sondern auch in den Naturwissenschaften und in der Mathematik. Dies begründet sich nicht durch die unterschiedliche Qualifikation von Linken und Konservativen, sondern durch eine politische Selektion an Universitäten, die mit dem “Marsch durch die Institutionen” der 68er-Generation begonnen hat. Read the rest of this entry »
Denn sie glauben, dass sie gut wären
Ich habe schon ein paar Mal geschrieben, dass Humanisten aufhören sollten, sich für ihre Humanität gegenseitig zu beglückwünschen und stattdessen sollten sie lieber etwas Humanitäres tun. Christen sind weltweit humanitär aktiv, in jedem Gemeindebrief geht es um die Bekämpfung der Armut. Oftmals ist das sogar das Hauptthema dieser Gemeindebriefe.
Derweil definieren sich viele Humanisten über die Kritik der Gegenseite und ihre eigenen Anliegen wie Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Umweltschutz, Tierschutz, Drogen, neue Technologien (säkulare Humanisten sind eher Befürworter als Gegner von neuen Technologien), Wissenschaftsvermittlung und Trennung von Kirche und Staat – das sind reguläre Themen in säkular-humanistischen Magazinen wie Free Inquiry – liegen zwischen “Unsinn” und “gerechtfertigt, aber relativ unwichtig im Vergleich zu Themen wie Bekämpfung von Armut, Krieg und Frieden, etc.”. Read the rest of this entry »
Leugnung kommt vor der Leugnung
Grafik zu einer Studie des US-Gesundheitsminsteriums von Januar 2010 namens National Incidence Study of Child Abuse and Neglect.
Unter anderem aus dieser Studie geht hervor, dass verheiratete biologische Eltern ihre Kinder am besten behandeln. Am größten ist die Gefahr für Kinder, die von alleinerziehenden Müttern und ihrem Freund aufgezogen werden.
Ich habe erneut Bekanntschaft gemacht mit den Phänomenen “Wenn ein Detail an deinen Ausführungen (vermeintlich) zweifelhaft ist, dann stimmt gar nichts daran” und “Wenn du am politischen Gegner rumnörgelst, dann ist deine gesamte Wissenschaft keine echte Wissenschaft, sondern Ideologie” und “Es können auch Korrelationen und keine Kausalitäten sein.”
Es handle sich angeblich nur um Korrelationen, dass verheiratete biologische Eltern in der großen Mehrzahl der Studien als die besten Eltern abschneiden; nun, das müsste man wenigstens plausibel machen, indem man die alternativen Kausalitäten benennt. Vor dem Hintergrund unserer soziobiologischen Kenntnisse – wir sind vor allem am Wohl unserer Genkopien interessiert – erscheint mir sehr abwegig.
Weitere Sci-Fi-Technologien verwirklicht
Die Handys aus Star Trek gibt es schon, auch Exo-Skelette aus Terminator, Flachbildschirme sind die Norm. Jetzt gibt es auch die 3D-Hologramme aus Star Wars, die “Sechste-Sinn-Technologie” aus Minority Report und weitere realisierte Science-Fiction. Read the rest of this entry »
Heirate und bleibe verheiratet
Auch auf die Gefahr hin, politisch inkorrekt zu klingen, aber: Wer ein glückliches und sicheres Leben führen möchte, sollte heiraten und verheiratet bleiben.
Es gibt sogar gute Gründe, die traditionelle Ehe gegenüber anderen Partnerschaftsformen zu privilegieren.
So lautet nicht etwa mein neuentdeckter evangelikaler Glaube, sondern die logische Schlussfolgerung von geschätzten einer Million soziologischen, psychologischen und soziobiologischen Studien.
Insofern man eine grundlegende evolutionäre Tatsache akzeptiert, kann man den Rest des folgenden Beitrags logisch daraus ableiten: Wir sind Genverbreitungsmaschinen. Read the rest of this entry »
Doku über Homöopathie
“Es ist nicht einmal fehlerhafte Wissenschaft, es ist fehlerhafte Alchemie.”
Wo wir schon dabei sind: Read the rest of this entry »









