Gut sein ohne Gott

Vor Ewigkeiten hatte ich angekündigt, ich würde einen Artikel schreiben über eine Ethik ohne Gott. Da ich Atheist bin, hatte ich bislang aber keine Ethik. Zum Glück hat sich das geändert und endlich habe ich den ersten Teil einer revolutionären Artikelreihe fertiggestellt.

Die zentrale Aussage: Es gibt doch eine objektive Ethik. Der naturalistische Fehlschluss (kein „Sollen“ vom „Sein“ ableitbar) ist ein Irrtum.

Im ersten Teil kommt vor allem Sam Harris zu Wort. Den zweiten Teil widme ich Richard Carrier – denn er hat bereits eine objektive Ethik ausgearbeitet. Im dritten Teil bringe ich die empirischen Belege, dass wir recht haben. Und der letzte Teil befasst sich mit dem neuen Buch von Sam Harris, „The Moral Landscape“, in dem er seine Ethik formuliert und begründet.

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Veröffentlicht in: on 15. Mai 2010 at 15:09  Kommentare (34)  

Ein Schritt in Richtung Gedankenlesen

Mit Hilfe von funktioneller Magnetresonanz-tomographie (Hirnscanner) ist es Forschern gelungen, neuronale Aktivitätsmuster bestimmten Wörtern zuzuordnen. Untersucht wurden sechzig Substantive, aber nur greifbare, zählbare und konkrete Objekte wie „Schloss“ oder „Hammer“. Das Gehirn unterscheidet die Wörter nach vier Kategorien, die bestimmten Hirnarealen zugeordnet werden können:

Manipulierbarkeit (was man mit dem Objekt tut, z.B. drehen, schütteln), Essen (kann man es essen oder dient es zum Essen, etc.), Unterkunft (kann man sich darin verstecken oder erhält man damit Zugriff auf eine Unterkunft, etc.) und die Wortlänge, die einzige Kategorie, bei denen visuelle Eigenschaften des Objektes eine Rolle spielten. Wörter und Bilder werden also von unterschiedlichen Hirnarealen verarbeitet.

Am Ende konnten die Forscher mit 72%iger Wahrscheinlichkeit vorhersagen, an welches der 60 Wörter die Versuchspersonen dachten. Mit einem Computerprogramm erstellten die Forscher außerdem eine Vorhersage, welche neuronalen Aktivitätsmuster man 58 neuen Wörtern zurechnen müsse. Zu 80,1% lag das Programm richtig.

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Duden für Alternativmedizin

Duden: Was jeder wissen mussDie Duden-Redaktion behandelt Alternativmedizin in ihrem neuen Allgemeinwissensbuch gleichwertig mit „Schulmedizin“, wenn nicht sogar bevorzugt. Der Band „Was jeder wissen muss“ führt alternativmedizinische Methoden auf, ohne die Frage zu stellen, wie es mit der Wirksamkeit aussieht. Der Leser könnte sogar schlussfolgern, dass Alternativmedizin die Schulmedizin ablösen wird. (weiterlesen…)

Veröffentlicht in: on 25. November 2009 at 21:10  Kommentare (4)  

Sprache in der Politik

Obama-Fans: Sie sind überall

Endlich der krönende Abschluss meiner berühmt-berüchtigten Reihe über Politik aus sprachwissenschaftlicher Perspektive. Mit diesem Teil sollten meine Leser einen wirklich brauchbaren Überblick über das Verhältnis von Sprache und Politik haben. Jetzt wisst ihr also, wie man euch zu manipulieren versucht.

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Veröffentlicht in: on 20. Juli 2009 at 21:53  Hinterlasse einen Kommentar  

Der Kampf um Wörter

Snob. Das ist eine elitistische Sache. Würdest du nicht verstehen.Politiker investieren viel Zeit und Aufwand in ein Unterfangen, dass sich „Begriffe Besetzen“ oder „Kampf um Wörter“ nennt. Sie besetzen Wörter für ihre Partei, sie bewerten Wörter und sie etablieren Begriffe, die Referenzobjekte in ihrem Sinne beschreiben. Zum Beispiel assoziieren wir aufgrund dieser Strategie die CSU mit „sozialer Marktwirtschaft“ und die SPD mit „sozialer Gerechtigkeit“. (weiterlesen…)

Veröffentlicht in: on 20. Juli 2009 at 01:36  Kommentare (2)  

NS-Deutsch

Gott mit uns?Mein ungemein spannendes Projekt, das Zeug zu bloggen, das ich lernen muss, geht in die zweite Runde! Diesmal könnt ihr etwas erfahren über die Sprache des Totalitarismus anhand der Nazis. Es geht auch um den grauseligen „Atheismus“ des Führers, um seinen „felsenfesten Glauben“, „Herrgott“ und um den „Schicksalskampf“… (weiterlesen…)

Sprache und Ideologie

Bushiges Neusprech

Da ich gerade eine Menge Sprachwissenschaft zu lernen habe und mir die Zeit zum Bloggen fehlen würde, habe ich mir einen grandiosen Kompromiss ausgedacht: Ich blogge einfach das Zeug, was ich lerne und lerne es zu selben Zeit und ihr lernt auch noch was dazu! Diesmal geht es um Sprache, Ideologie, sowie das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit. Ich schreibe es auch allgemeinverständlich und unterhaltsam… (weiterlesen…)

Der Unterschied zwischen menschlicher und tierischer Moral

Tier und Mensch

Die Grenzen zwischen tierischer und menschlicher Moral werden zunehmend von Philosophen eingerissen. Die Evolutionstheorie dient dabei als Grundlage, da sie den Menschen im Tierreich verankert und Unterschiede zwischen ihm und anderen Tieren nur mehr graduell erscheinen lässt. Dies könnte jedoch zu weit geht, wie der Wissenschaftsjournalist Tim Dean argumentiert(weiterlesen…)

Kann man Gläubige überzeugen?

Kann man Gläubige gegebenenfalls von ihrer Meinung abbringen? Wo liegen die Probleme und wie kann man sie lösen? Oder kann man das nicht?

Vernünftiges Reden, so heißt es in einem meiner Lehrbücher, liegt dann vor, wenn die Kommunikationspartner mittels Argumentation einen Konsens über ihre handlungsleitenden Ziele anstreben. (weiterlesen…)