Gott, Moral, Philosophie – alles Quatsch!

Der Wissenschaftsphilosoph Michael Ruse hat es endlich fertig gebracht, was bislang noch keinem allversöhnlichen Kuschelatheisten vor ihm gelungen ist: Er hat einen antireligiösen Artikel im Stil der fiesen Neoatheisten à la Dawkins geschrieben, der alles übertrifft, was bislang da gewesen ist – und in dem er sich scharf von eben diesen Neuen Atheisten abgrenzt. Es ist, als wohnten zwei Seelen in seiner Brust – und sie mögen sich nicht.

Außerdem hält er Moral und Philosophie für Illusionen.

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Erkenne dich selbst

In welchen Forschungsbereichen lassen sich Evolutionsmechanismen aufspüren? War die Entstehung des Lebens wirklich so unwahrscheinlich? Sind unsere Bewegungen vorhersagbar? Neben Fragen gibt es auch neue Antworten: Rot ist die erotische Farbe schlechthin, Forscher basteln an einer 3D-Karte des Gehirns und das Hirn schläft von innen nach außen ein. Aber bestimmt nicht bei der Lektüre der neuen Presseschau!

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Strahlende Helden – gibt es sie wirklich?

Strahlende Helden (hier: Super Sonic) - gibt es sie wirklich? (Foto: Sonic Unleashed, Sega)

Echte Altruisten sind Menschen, die sich zu ihrem eigenen Schaden für andere einsetzen. Im Extremfall opfern sie ihr Leben für Fremde auf, wie es Passagiere der Titanic und Feuerwehrmänner bei dem Anschlägen vom 11.9. getan haben. Im Gegensatz zu den Familien von islamistischen Märtyrern bekamen ihre Familien dafür keine Entschädigungen und wenn doch, konnten die Altruisten nicht mit diesen rechnen. Echte Altruisten nennen wir gemeinhin „Helden“. (weiterlesen…)

Veröffentlicht in:  on 30. Januar 2010 at 01:11 Kommentare (5)

Ein Schritt in Richtung Gedankenlesen

Mit Hilfe von funktioneller Magnetresonanz-tomographie (Hirnscanner) ist es Forschern gelungen, neuronale Aktivitätsmuster bestimmten Wörtern zuzuordnen. Untersucht wurden sechzig Substantive, aber nur greifbare, zählbare und konkrete Objekte wie „Schloss“ oder „Hammer“. Das Gehirn unterscheidet die Wörter nach vier Kategorien, die bestimmten Hirnarealen zugeordnet werden können:

Manipulierbarkeit (was man mit dem Objekt tut, z.B. drehen, schütteln), Essen (kann man es essen oder dient es zum Essen, etc.), Unterkunft (kann man sich darin verstecken oder erhält man damit Zugriff auf eine Unterkunft, etc.) und die Wortlänge, die einzige Kategorie, bei denen visuelle Eigenschaften des Objektes eine Rolle spielten. Wörter und Bilder werden also von unterschiedlichen Hirnarealen verarbeitet.

Am Ende konnten die Forscher mit 72%iger Wahrscheinlichkeit vorhersagen, an welches der 60 Wörter die Versuchspersonen dachten. Mit einem Computerprogramm erstellten die Forscher außerdem eine Vorhersage, welche neuronalen Aktivitätsmuster man 58 neuen Wörtern zurechnen müsse. Zu 80,1% lag das Programm richtig.

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Willensfreiheit: Worum geht es?

Die Debatte um die Willensfreiheit zwischen Michael Schmidt-Salomon und Andreas Müller hat größere Ausmaße angenommen, darum lohnt sich ein Überblick über die inhaltlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Diskussionsteilnehmer. Worum geht es eigentlich und wer ist schuld daran?

P.S. Es gibt Punsch und Kuchen!

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Veröffentlicht in:  on 16. Januar 2010 at 21:50 Kommentare (35)

Warum bestrafen wir uns selbst?

Buße ist ein merkwürdiges Phänomen. Es geht darum, sich für begangene Fehler selbst zu bestrafen. Studien zeigen, dass Buße zum gewöhnlichen menschlichen Verhalten gehört. (weiterlesen…)

Das Darwin-Jahr wird niemals enden!

Uahaha! Zumindest verlängern wir es noch eine ganze Weile. Und es gibt mehr Themen in unserem Sortiment als jemals zuvor! (weiterlesen…)

Neue Spezies entdeckt

Forscher fragen: Dient diese Geste dem Homo religiosus zur Kontaktaufnahme mit seinem Heimatplaneten?

Am letzten Freitag wurde ein neuer Hominid entdeckt. Diese faszinierende Art weist viele Ähnlichkeiten mit dem Homo sapiens auf, aber ihr Verhalten lässt darauf schließen, dass es sich um eine andere, bislang unbekannte Art handeln muss.

Der Wissenschaftler und Mitentdecker der Art, Dr. Michael Blume, taufte die neue Spezies auf den Namen “Homo religiosus”. Im Vergleich zum Homo sapiens zeichnet sich die Art durch ein besonders unterwürfiges und irrationales Verhalten aus. (weiterlesen…)

Veröffentlicht in:  on 2. Januar 2010 at 23:34 Kommentare (5)

Stehen Frauen auf Atheisten?

Atheisten sind beim Online-Dating sehr beliebt, wie die Auswertung von einer halben Million erster Kontaktaufnahmen bei der Kontaktbörse Ok-Cupid ergab. Allerdings gilt das auch für Jungs, die auf Metal stehen, die in einer Band spielen, die Vegetarier sind und die sich Zombiefilme ansehen. Zu diesem Charakterprofil passt der Atheismus wie die Faust aufs Auge von Bischof Mixa (aber bitte testet diese Hypothese nicht).

Mit anderen Worten scheint Online-Dating eine spezielle Sorte Frau anzuziehen, nämlich junge Frauen mit Metal-T-shirt und PETA-Button, die weibliche Version von Nerds (gibts echt, hab ich schon mal gesehen, leider bin ich zu nerdig für die). Allerdings gibt es andere Untersuchungen, die nahelegen, dass Atheisten tatsächlich gute Chancen haben beim anderen Geschlecht.

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Warum Menschen glauben

So das lautet Titelthema der brandneuen Ausgabe von bild der wissenschaft (01/2010). Und die drei Artikel zum Thema sind exorbitant. Ihr werdet die wichtigsten Studien wiederentdecken, über die ich hier und beim hpd schon berichtet habe – wobei die nur ein Teil des aufschlussreichen (und für Adaptionisten wie meinen Erznemesis Dr. Blume vernichtenden) Angebots sind. Sogar mein bescheidener Blog wird in diesem Wissenschaftsmagazin zum Thema empfohlen. Ihr findet ihn unter der Kategorie “Blogs, die so schlecht sind, dass Ihr Kopf anschwillt und nach Himbeere schmeckt, wenn Sie sie lesen”. Na gut, eigentlich heißt die Kategorie anders. Und auf S. 68 ist ein kleines Interview mit mir. (weiterlesen…)

Ehe dient der Genreplikation

Zufällig bin ich auf einen Leserkommentar im „Südkurier“ gestoßen, wo christlich-konservative Ideale von der monogamen, heterosexuellen Ehe mit der Evolutionstheorie begründet werden. Das geht nicht und wer es versucht, hat keine Ahnung von der Evolutionstheorie, aber viel Ahnung davon, was es heißt, sich in der Mission Gottes zu wähnen. (weiterlesen…)

Veröffentlicht in:  on 11. Dezember 2009 at 23:55 Kommentare (6)

Im Labyrinth der Willensfreiheit

Freiheit evolviertMichael Schmidt-Salomon zieht mit seinem neuen Buch Jenseits von Gut und Böse durch die Lande und versucht nichtsahnende, unschuldige Menschen davon zu überzeugen, dass die Akzeptanz der Willensunfreiheit der Abschied von einem Folterinstrument wäre. Auf der anderen Seite errichten die Verteidiger des freien Willens Barrikaden. Andreas Müller geht auf wissenschaftlich-empirische Erkenntnisse über die Willensfreiheit ein und erläutert mögliche Argumentationsfehler beider Seiten. (weiterlesen…)

Veröffentlicht in:  on 5. Dezember 2009 at 00:05 Kommentare (21)

Egoismus, Macht und Strategie

Egoismus, Macht und StrategieDas Buch “Egoismus, Macht und Strategie. Soziobiologie im Alltag” von Andreas Kilian befasst sich mit der Bedeutung unseres evolutionären Erbes für den Alltag und versucht sich zugleich an linker Gesellschaftskritik. Der Biologe Stephen Jay Gould war berüchtigt für seine Verteidigung des Marxismus vor soziobiologischen Angriffen. Kilian geht in die andere Richtung und bietet nach Anerkennung unserer äffischen Natur ein paar Vorschläge, wie wir ihr entgegenwirken könnten. Aber leider hinterlässt der Versuch einen zwiespältigen Eindruck. (weiterlesen…)

Skeptische Frauenhasser?

Hasst Gott Frauen?Meine neo-atheistischen Kollegen aus Übersee diskutieren gerade über die Frage, ob sie unabsichtlich auf Frauen herabsehen. Vielleicht sind sie nicht kritisch genug mit sich selbst, weil sie formell sowieso gegen Sexismus und für Gleichberechtigung sind. Aber was, wenn hinter der politisch korrekten Fassade noch der alte, patriarchische Frauenhass steckt? (weiterlesen…)

Veröffentlicht in:  on 20. November 2009 at 01:01 Kommentare (8)

Ich habe viel zu sagen

Macht die Drogenkartelle arbeitslos. Legalisiert Drogen!

…aber ich kann mich jetzt nicht daran erinnern, was es war. So der gesamte Text eines der letzten Lieder der guten, alten Ramones. In diesem Fall gibt es sehr viel zu sagen und zu wenig Zeit. Darum packe ich alles in einen Blogbeitrag. Es geht um den Islam, um Impfgegner, um Kreuze in Klassenzimmern, um eine neue Studie über Religion und um Cannabis. (weiterlesen…)

Hilft Kollektivismus gegen Depressionen?

Individuen sind die Essenz der Gruppe

In den asiatischen Ländern, also im „fernen Osten“, haben 70-80% der Bevölkerung die kurze Variante des Gens 5-HTTLR. Wer die kurze Variante hat, fokussiert sich stärker auf Bedrohliches und ist ängstlicher, auch Depressionen hängen mit der Genvariante zusammen. (weiterlesen…)