
Mit Hilfe von funktioneller Magnetresonanz-tomographie (Hirnscanner) ist es Forschern gelungen, neuronale Aktivitätsmuster bestimmten Wörtern zuzuordnen. Untersucht wurden sechzig Substantive, aber nur greifbare, zählbare und konkrete Objekte wie „Schloss“ oder „Hammer“. Das Gehirn unterscheidet die Wörter nach vier Kategorien, die bestimmten Hirnarealen zugeordnet werden können:
Manipulierbarkeit (was man mit dem Objekt tut, z.B. drehen, schütteln), Essen (kann man es essen oder dient es zum Essen, etc.), Unterkunft (kann man sich darin verstecken oder erhält man damit Zugriff auf eine Unterkunft, etc.) und die Wortlänge, die einzige Kategorie, bei denen visuelle Eigenschaften des Objektes eine Rolle spielten. Wörter und Bilder werden also von unterschiedlichen Hirnarealen verarbeitet.
Am Ende konnten die Forscher mit 72%iger Wahrscheinlichkeit vorhersagen, an welches der 60 Wörter die Versuchspersonen dachten. Mit einem Computerprogramm erstellten die Forscher außerdem eine Vorhersage, welche neuronalen Aktivitätsmuster man 58 neuen Wörtern zurechnen müsse. Zu 80,1% lag das Programm richtig.
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