Wie beim hpd zu erfahren, gelangt ein Teil der Spenden für die sogenannte “McDonald’s Kinderhilfe” in die Hände evangelikaler Missionierer!
Matthias Krause wies die Verantwortlichen auf ihre eigenen Richtlinien hin: Förderrichtlinien der McDonald’s Kinderhilfe in § 1 (Förderzwecke) Abs. (2) heißt: Ausgenommen sind auch Projekte und Einrichtungen mit politischem oder religiösem Inhalt bzw. Hintergrund.
Der von McDonald’s geförderten evangelikalen “Arche” (nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen Altenheimen der EKD) geht es explizit um die “Vermittlung christlicher Werte”. Ferner: “Wissenschaftliche Erkenntnisse werden zwar unterrichtet, jedoch betrachtet man sie als vorläufig und es gilt diese in die biblische Weltdeutung einzuordnen.”
Die McDonald’s Kinderhilfe redet sich in ihrer Antwort auf Krause heraus: Zurecht weisen Sie darauf hin, dass unsere Förderrichtlinien unter § 1 Abs. 2 “Projekte und Einrichtungen mit politischem oder religiösem Inhalt bzw. Hintergrund” ausschließen. Hierbei geht es einzig um die mit unserer Satzung übereinstimmenden Projekte der zu fördernden Einrichtungen, nicht jedoch um deren Trägerschaft oder die persönliche Vita einzelner handelnder Personen.
Inzwischen sind die Richtlinien der Kinderhilfe einfach nicht mehr sichtbar auf der Website! So kann mans natürlich auch machen.
Die Spender, darunter Mitarbeiter von McDonald’s, von denen offenbar Spenden erwartet werden, werden kaum je wissen, dass die Kinder, denen sie helfen wollen, christlich-fundamentalistisch missioniert werden.
Ich bin besonders angepisst wegen der Vertuschungsaktion der McDonald’s Kinderhilfe. Das ist ein Tritt ins Gesicht für alle Spender.
Immerhin hatte ich bereits damit gerechnet und stets nur dem Tierschutz mein Kleingeld anvertraut (für den es auch eine Spendenbüchse in den Filialen gibt). Denn Tiere werden – hoffentlich – zumindest nicht christlich missioniert. Von McDonald’s.
Quelle: hpd.de
Korrektur: Sorry, nur ein Teil der Spenden, nicht alle, geht an die Arche.