Ich wurde gefragt, ob ich glaube, dass sich das brandneue Kindle-Modell lohne, das gerade erschienen ist. Sehen wir es uns mal näher an! Read the rest of this entry »
Archiv der Kategorie: Ökonomie
Ein Wort für die Kirchen
Jetzt muss ich doch einmal ein Wort für die evangelische und für die katholische Kirche einlegen. Premiere! Es ist kein allzu großes Wort, aber vielleicht ein Wörtchen.
Anlass ist die Kündigung des Chefarztes einer katholischen Klinik in Erfurt, weil er nach seiner Scheidung wieder geheiratet hatte. Sollte die Kirche das Recht haben, ihm zu kündigen, selbst wenn er in einer nicht verkündigungsnahen Tätigkeit für die Kirche arbeitet? Read the rest of this entry »
Warum spenden Linke weniger?
Wir haben herausgefunden, dass Menschen, die sich selbst als “links” identifizieren, weniger für wohltätige Organisationen spenden. Dieser Effekt ist stets signifikant negativ, unabhängig von der Höhe ihres Einkommens; das heißt, der Effekt ist negativ, selbst wenn wir uns Individuen ansehen, deren Einkommen höher ist als der Durchschnitt. Read the rest of this entry »
Misanthropischer Beitrag
Wenn man zu viele psychologische, ökonomische, soziologische Studien über den Menschen liest, dann hasst man ihn irgendwann. Welch eine abscheuliche Kreatur der Mensch doch sein muss, wenn sein Verhalten derart vorhersagbar ist! Und nicht nur vorhersagbar, sondern vorhersagbar, wenn man annimmt, dass er kein Mensch ist. Read the rest of this entry »
Sozialpolitik
Die Lebenserwartungen von Reichen und Armen sind unterschiedlich und egal, wie viel Geld der Staat in das Projekt investiert, dies auszugleichen, es funktioniert einfach nicht. Doch es gibt Möglichkeiten, die noch nicht probiert wurden: (Update!) Read the rest of this entry »
Sam Harris und der Objektivismus
Der Philosoph Sam Harris ist der populärste lebende Verteidiger des ethischen Realismus, der besagt, dass die Ethik aus der Natur abgeleitet werden kann. Über ihn bin ich beim Objektivismus von Ayn Rand gelandet. Der Unterschied ist folgender:
Sam Harris: Ziel der Ethik ist die Maximierung des Wohlbefindens bewusster Lebewesen.
Ayn Rand: Ziel der Ethik ist das individuelle Anstreben eines glücklichen Lebens als Mensch.
Letzten Endes lässt sich nicht philosophisch rechtfertigen, von Individuen zu verlangen, dass sie das Glück von allen bewussten Lebewesen anstreben sollen, darum halte ich Ayn Rands Ausgangsbasis für überzeugender.
Auf jeden Fall ist Sam Harris in einem neuen Blogbeitrag auf den Objektivismus eingegangen. Read the rest of this entry »
Marx’ Manifest: 150 Jahre des Bösen (1)
Eigentlich sind es schon 163 Jahre, seit Karl Marx’ Kommunistisches Manifest erschienen ist, aber zum 150-jährigen Geburtstag des Manifests hat der amerikanische Intellektuelle David Horowitz eine der überzeugendsten Kritiken am Manifest veröffentlicht.
Zunächst meine psychologische Interpretation:
Der Marxismus ist nicht einfach ein willkürlich arrangiertes Ideenbündel, sondern – ähnlich wie der radikale Islam – ein möglicher Ausdruck einer bestimmten psychischen Verfassung.
Der Glaube, unsere Schicksale wären durch unsere soziale Herkunft vorherbestimmt, ist der Glaube, dass ein Individuum keine freien Entscheidungen treffen kann, dass ein Individuum nichts tun kann, um sein Leben zu verändern. Dieser Fatalismus, diese Schicksalsergebenheit, führt zum Nihilismus, zur Ablehnung von allem, was existiert. Sie führt zu einer Sehnsucht nach einer ständischen Gesellschaftsordnung, wo die Unabänderlichkeit des gesellschaftlichen Standes als Normalität galt und Würde verlieh, anstatt die eigene Antriebslosigkeit zu verurteilen. Sie führt letzten Endes zur Verehrung des Gegenteils der Existenz des Menschen als Menschen, als produktives Lebewesen, zur Verehrung des Todes.
War Karl Marx am Ende ein Nihilist, der den Tod verehrte, aber der das tödliche Gift in einem wohlschmeckenden Cocktail verrührte, den Intellektuelle heute noch immer gerne trinken?
Intellektuelle sorgen für die ewige Wiederkehr des Marxismus in Form von ethischem Relativismus, von radikalem Tier-, Klima- und Umweltschutz, in Form von Frauenquoten, Wohlfahrtsstaat, Appeasement gegenüber Tyrannen, Solidarität mit Terroristen. All dies sind Formen des Hasses; Hass auf die Natur der Dinge im Allgemeinen und auf die Natur des Menschen im Besonderen. Die bürgerliche Gesellschaft muss gerade darum zerstört werden, weil sie das Beste im Menschen hervorbringt und wer den Menschen hasst, der hasst nichts so sehr wie das, was ihn als Menschen besonders herausstellt.
Bilden Sie sich selbst ein Urteil. Es folgt meine Übersetzung eines ersten Auszugs aus David Horowitz: Marx’ Manifest: 150 Jahre des Bösen:
Und Götz Aly hat doch recht
Darüber hinaus neigt Aly hier wie in einer früheren Darstellung dazu, eine Abneigung gegenüber den Risiken des freien Marktes und eine Vorliebe für den schützenden Sozialstaat in einen Kontext zu Antisemitismus und Nationalsozialismus zu bringen. Eine solche Sicht ist zumindest in dieser Pauschalität nicht haltbar.
So lautet ein Teil des Fazits vom Politologen Armin Pfahl-Traughber über das neue Buch des Historikers Götz Aly, Warum die Deutschen? Warum die Juden?. Ich möchte darauf in aller Pauschalität antworten: Doch, ist sie schon.
Es gibt keinen rationalen Grund für die Abneigung gegenüber “den Risiken” des freien Marktes, um nicht zu sagen, gegenüber dem freien Markt, um nicht zu sagen, gegenüber der Freiheit. Man mag sehr wohl konkrete Entscheidungen kritisieren, zum Beispiel, ein wunderschönes Gebäude aus der Rennaissance abzureißen und es durch ein Shopping-Centre zu ersetzen, was in England des öfteren vorgekommen ist. Aber das Problem mit solchen Fällen ist nicht die Marktwirtschaft als solche, sondern Barbaren in der Stadtverwaltung. Read the rest of this entry »
Gegen die Legalisierung von Drogen
Was ist los in London? Drei Dinge: 1. Der Wohlfahrtsstaat mit seinen Auswirkungen Fatalismus, Nihilismus, Ressentiments gegen Regierung, Ober- und Mittelschicht und 2. Die Kultur der Unterschicht, nämlich rücksichtsloser, kurzsichtiger, egozentrischer Hedonismus und ethischer Relativismus und 3. Die Plünderer sind miese Bastarde. Im Detail lernt man die Segnungen von Wohlfahrtsstaat und Unterschichtskultur in den Büchern des ehemaligen britischen Gefängnisarztes Theodore Dalrymple kennen – hier finden Sie deutsche Übersetzungen von einigen seiner Artikel.
Bevor ich näher auf die britischen Plündereien eingehen kann, habe ich einen anderen Artikel fertiggestellt, der sich ebenfalls mit Dalrymples reichhaltigen Erfahrungen mit Kriminellen und der britischen Unterschicht auseinandersetzt. Es geht konkret um den Zusammenhang von Kriminalität und der geforderten Legalisierung harter Drogen, die im Milieu der Plünderer weit verbreitet sind. Dalrymple argumentiert gegen die Legalisierung. Ein Leser hat mir nach Lektüre seines Artikels zum Thema geschrieben, er hätte seine naiv-liberale Position nun geändert. Es folgt eine Zusammenfassung von Dalrymples Argumentation, für deutschsprachige Leser zugänglich gemacht: Read the rest of this entry »
Standard-Reaktion auf den Liberalismus
Wann immer ich sage, dass der Staat den Menschen nicht ihr Leben finanzieren sollte, weil sie ansonsten ihren spontanen Neigungen nachgeben können (Sex, Drugs & Rock’n Roll), ohne auch für die Folgen aufkommen zu müssen (Kinder, Arbeitslosigkeit), was stattdessen “der Staat”, also andere, unbeteiligte Bürger tun müssen – bekomme ich als “Einwand” zu hören, dass der Steuerzahler ja auch Subventionen für Unternehmen und Bischofsgehälter bezahlt und damit haben wir Liberalen ja auch kein Problem (ach ja?) – ergo, Heuchelei: Wir wollen es den Armen nehmen und es den Reichen geben.
Das wollen wir aber gar nicht. Wir glauben, dass der Steuerzahler auch nichts an Kirchen und Unternehmer zahlen sollte. Der Staat soll für Recht und Sicherheit seiner Bürger sorgen – Punkt. Also nein, wir sind nicht “für die Unternehmen” und “gegen die kleinen Leute” – wir sind für gleiche Regeln für alle. Niemand bekommt Privilegien. Niemand bekommt Geld vom Staat fürs Nichtstun – selbstverständlich auch nicht Unternehmer! Jeder bezahlt genau und ausschließlich für das, was er auch nutzt, was er haben möchte, oder für was er freiwillig sein Geld ausgeben möchte. Jeder bekommt nur das Geld, was er selber erwirtschaftet oder was ihm Privatpersonen (meisten die eigene Familie) freiwillig schenken. Und der Rest ist Schweigen – denn unter diesen Bedingungen könnte sich niemand mehr legitimerweise beschweren.
Wie Kapitalismus alle reich macht
Video zu “The Rational Optimist” von Matt Ridley, eines der Bücher, die ich gerade lese.
Irak, Religion, Drogen
Ich wurde darauf hingewiesen, dass Peter Hitchens unsinnige Meinungen hat über den Irak-Krieg und über das Christentum. Ja, das weiß ich bereits. Aber das sagt gar nichts über seine anderen Positionen. Read the rest of this entry »
Woher kommt die Ablehnung des Kapitalismus?
Eine umfassende neue Studie befasst sich mit der Frage, welche Einstellungen diejenigen teilen, die das Einkommen möglichst “gerecht” verteilen wollen und wie im Gegensatz die Einstellungen derjenigen aussehen, die eher auf Seiten des klassischen Liberalismus stehen und von Umverteilung nichts halten. Read the rest of this entry »
Die Europäische Union
Wer der EU teils skeptisch gegenübersteht, muss noch lange kein Nationalist sein. Ich sehe die Problemlage vollkommen anders, als sie von Rechten und Linken gemeinhin wahrgenommen wird.
Als Verwaltungseinheiten sind Nationen sinnvolle Einrichtungen. Theoretisch könnte auch Europa eine sinnvolle Verwaltungseinheit sein, aber nur dann, wenn Europa ein liberales Imperium wäre und kein sozialistisches. Es mag ja nett klingen, dass die EU ärmeren Mitgliedern aushilft, aber der Effekt ist derselbe wie der des Wohlfahrtsstaates. Spekulanten setzen darauf, dass der Staat für ihre Verluste einstehen wird, Staaten wie Griechenland setzen darauf, dass die EU ihren Wohlfahrtsstaat finanzieren wird. Die Notwendigkeit für Eigenverantwortung wird einfach nicht gesehen. Rein theoretisch gibt es Strafen für Länder, die sich zu stark verschulden, aber wir sehen ja, wie die Praxis aussieht.
Warum sollen wir für die verantwortungslose Spekulation und Verschwendung von anderen Nationen und Individuen aufkommen? Diese Frage stellen sich die sehr zahlreichen EU-Skeptiker. Man muss kein Nationalist sein, um diese Frage für berechtigt zu halten. Man muss einfach nur realisieren, dass manche Menschen bewusst damit rechnen, dass andere ihre Verluste tragen werden, und darum größere Risiken eingehen, als sie es normalerweise tun würden.
Für den Freihandel brauchen wir die EU eigentlich nicht. Wenn die Staaten und die EU sich heraushalten würden, könnte einfach jeder mit jedem global frei handeln. Die EU ist im Prinzip eine Einrichtung, die dem nationalen Protektionismus entgegengesetzt wurde – nur, um ihn durch einen europäischen Protektionismus zu ersetzen. Das bringts ja wohl nicht.
Adorno nicht verstanden?
In einer Facebook-Diskussion hieß es als Kritik an meinem letzten Beitrag über die LINKE, ich hätte den Philosophen Theodor Adorno, ein einflussreicher Theoretiker für die 68er-Studentenbewegung, nicht verstanden. Aber das ist ein Irrtum, denn wer meint, es gäbe an Adorno irgendetwas zu verstehen, der hat Adorno nicht verstanden.
Die Kritik der radikalen Katholiken des 18. Jahrhunderts an der Aufklärung war rationaler als die wohl einflussreichste Schrift der modernen Aufklärungskritik. Read the rest of this entry »











