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Archiv der Kategorie: Filmwissenschaft

Was bedeutet “konservativ”?

Ich schwanke immer wieder zwischen liberalen und neokonservativen Positionen. Dies liegt daran, weil sie inzwischen zunehmend miteinander verschmelzen. Bereits Ayn Rand hat sich vor 40 Jahren auf die Seite amerikanischer Konservativer gestellt. Und sie ist als Objektivistin ein Ikon der Liberalen. Jan Fleischhauer vertritt ebenfalls liberale Positionen, nennt sich aber selbst “konservativ”.

Für Ludwig von Mises, den berühmten liberalen Ökonomen, waren die beiden Richtungen noch unvereinbar. Konservative wären demnach das Spiegelbild von Linken – beide fordern demnach ein Eingreifen des Staates in den Markt und in das Privatleben der Menschen.

In der Tat erkennt man nicht zuletzt an der CDU mit ihren türkischen und weiblichen Politikerinnen in hohen Positionen, mit ihrer Aufgabe männlicher Vorrechte in der Ehe und von anderen “paläokonservativen” Positionen (wie man diese inzwischen nennt), dass eine Angleichung stattfindet. Der verbliebene Unterschied scheint darin zu bestehen, dass “Konservative” zwar politisch inzwischen weitgehend liberal sind, jedoch für das Privatleben ihre alten Werte empfehlen, was ich teilweise ebenfalls mache.

Um dies zu illustrieren, eignet sich ein Blick auf einen typischen konservativen Artikel, wie man ihn im amerikanischen Diskurs derzeit antrifft. Andrew Price argumentiert bei Big Hollywood (ein US-Blog über Filme, der von einem Kreationisten betrieben wird), dass Harry Potter ein konservativer Held sei. Klingt fragwürdig, wenn man an die progressiven Anliegen der Autorin denkt. Wie kommt er auf diese Idee? Was sind die Werte, die ihn zu einem konservativen Helden machen sollen?

Sie werden überrascht sein. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von am 4. August 2011 in Filmwissenschaft, Politik

 

Der totale Schrott: Piraten der Karibik 4

Glaub ich sofort, ohne den Film gesehen zu haben und jemals sehen zu werden. Ich weiß: Sehr unprofessionell. Aber auch eine kluge Überlebensstrategie. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von am 24. Mai 2011 in Filmwissenschaft, Humor

 

Nicht schon wieder Faschismus

Hab mir nun einmal Die Legende der Wächter angesehen, den Animationsfilm über die erstaunlich unoriginellen Abenteuer von irgendwelchen Eulen. Optisch ist er gelungen, der Rest ist belanglos bis ärgerlich. Kaum zu glauben, dass dieses Standard-gegen-Faschismus-Ding von einem Film von Zach Snyder, dem 300-Regisseur, gemacht wurde.

Da gibts so ne böse Gruppe von Fascho-Eulen mit Disziplin und Autorität und so, die in einer total düsteren Welt leben. Der Bruder von der sentimental-weinerlichen Gutmenscheneule, welche die Hauptrolle “spielt”, tritt den Fascho-Eulen bei. Am Ende kämpfen die Brüder gegeneinander in so einer Art König-der-Löwen-Endsequenz und die Gutmenscheneulen “zerstören das Böse”.

Die Hauptcharakter-Gutmenscheneule sieht die Mythen, an die sei geglaubt hat – über mutige Wächter-Eulen, die den Tag retten – bestätigt. Sein rationaler, mythenresistenter Bruder dagegen tritt den Faschos bei. Weil die Vernunft nämlich böse ist. Die Aufklärung führte zu Auschwitz, meinte schon Adorno in seinem geistig verwirrten, viel zu einflussreichen Essay.

Man wartet nur darauf, bis die guten Eulen Solarzellen auf ihre Bäume montieren und gentechnikfreie Bioläden in ihren Nestern eröffnen. Natürlich blenden die Fascho-Eulen irgendwann ein super-liebes Gutmenscheneulenkind, weil sie so schrecklich böse sind. Ein Werte-Selbstbestätigungsbrei, bei dem sich die Zuschauer alle erhaben fühlen können, weil sie ja niemals Kinder blenden würden (was für eine Leistung!).

Der Film ist zwar lange nicht so schlimm, aber ein bisschen hat er mich an Avatar erinnert. Der ist auch so ein sentimental-moralisierendes Gesülz, bei dem sich die Zuschauer über völlig unglaubwürdig plakativ-böse Irgendwas erhaben fühlen können.

Es gibt keinen bedrohlichen Faschismus mehr im Westen, der ist vollkommen gesellschaftlich diskreditiert. Jetzt gibt es den radikalen Islam und diverse marxistische Mutationen wie den Ökologismus. Sollen sie darüber mal Parabeln drehen.

Immerhin: Die Ammen-Schlange war sehr knuffig.

 
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Geschrieben von am 18. Mai 2011 in Filmwissenschaft, Politik

 

Überschätzte Filme: Top 10

"Avatar", als er noch "Fern Gully" hieß

"Avatar", als er noch "FernGully" hieß

Kennt ihr das Phänomen, dass allerlei Filmkenner der Meinung sind, ein Streifen wäre besonders artistisch, und ihr findet ihn einfach nur öde? Oder, dass ein Film sehr tiefgründig sein soll, aber ihr findet ihn verblödet?

Ich bin ja generell nicht so der Typ, der sich leichtfertig einer Massenmeinung anschließt, aber im Filmbereich bin ich auf jemanden gestoßen, dessen teils gut begründete Ansichten noch mehr vom Mainstream abweichen. Der muss echt in einer Paralleldimension leben, dass er derart unbeeinflusst bleiben kann von der gängigen Bewertung von Filmen.

Und er hat recht: Einige der angeblich besten Filme taugen gar nichts. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von am 22. März 2011 in Filmwissenschaft

 

Redacted: Wenn Antikriegsfilme töten

Tödlicher Verrat: Linke Medien sind begeistert (Poster-Design von All City)

Tödliche Propaganda: Linke Medien waren begeistert (Poster-Design von All City)

Es ist weithin bekannt, dass der radikal-islamische Terroranschlag am Frankfurter Flughafen von einem deutschen Muslim begangen wurde, der wütend auf US-Soldaten gewesen ist – aufgrund eines YouTube-Videos. Weniger bekannt ist, dass dieses Video ein Filmschnipsel aus dem Hollywood-Streifen “Redacted” von Brian De Palma war.

Korrektur: Ich hatte einen Satz bei der Inhaltszusammenfassung übersehen. Nicht der Vater der Opfer wurde in “Redacted” geköpft, sondern einer der beteiligten Soldaten. Danke an Ulrich Berger für den Hinweis!

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Geschrieben von am 20. März 2011 in Filmwissenschaft, Politik

 

Bruce Campbell im Irak

Bruce Campbell im Irak (Foto: http://www.bruce-campbell.com/pilot.asp?pg=iraq)

Bruce Campbell im Irak (Foto: http://www.bruce-campbell.com/pilot.asp?pg=iraq)

Es ist beinahe unverzeihlich, aber in meinem Beitrag Hollywoods Helden über amerikanische Filmschaffende, die anständig genug sind, unsere Kriege gegen den Terror zu unterstützen, habe ich ausgerechnet Bruce Campbell vergessen, meinen Lieblingsschauspieler.

Er unterstützt den Krieg natürlich auch und er ist sogar Ende 2009 in den Irak gereist, um die Truppen zu motivieren. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von am 4. Februar 2011 in Filmwissenschaft, Humor, Politik

 

Die Nervensägen in Kinos

Der “Amazing Atheist” regt sich über die Verrückten auf, die immer wieder bei überfüllten Kinovorstellungen ihre Kommentare oder seltsame Geräusche oder unpassende Reaktionen abgeben müssen. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von am 23. Januar 2011 in Filmwissenschaft, Politik

 

Wie Religionen beginnen

Die letzte Versuchung Christi ist ein sehr subversiver Film, weil Jesus darin gar nicht Gottes Sohn sein will, sondern ein Mensch, der mit Maria Magdalena eine Familie gründet. In dieser Schlüsselszene streitet sich Jesus mit Paulus, weil dieser fälschlicherweise behauptet, Jesus sei auferstanden.

 
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Geschrieben von am 4. November 2010 in Filmwissenschaft, Philosophie, Religionskritik

 

Twilight, Kurzfassung

Edward trägt Bella, weil sie nicht laufen kann und ständig hinfällt

Edward trägt Bella, weil sie nicht laufen kann und ständig hinfällt

Wie meine Leser inzwischen mitbekommen haben dürften, mag ich die Twilight-Filme und -Bücher nicht.

Damit sich niemand dem Twilight-Fieber aussetzen muss, habe ich eine Kurzfassung der Handlung geschrieben: Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von am 19. Oktober 2010 in Filmwissenschaft, Humor

 

Shrek hatte recht

Im aktuellen Kinofilm Für immer Shrek geht es darum, dass der grüne Oger aus seinem anstrengenden und langweiligen Familienalltag ausbrechen möchte, um wieder ein richtiger Oger sein zu können.

Die Moral von der Geschichte: Wir lernen erst zu schätzen, was wir haben, wenn es nicht mehr da ist und Kinder sind eigentlich toll, wenn man es sich nur lange genug einredet.

Weiterlesen im Evo-Magazin…

 
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Geschrieben von am 22. Juli 2010 in Filmwissenschaft, Humor, Philosophie

 

Hätte er die Kinder foltern sollen?

Unthinkable Filmplakat

In dem neuen Politthriller “Unthinkable” mit Samuel L. Jackson und Carrie-Anne Moss geht es um das “Ticking Bomb Scenario”. Was, wenn ein Terrorist Atombomben in westlichen Großstädten deponiert, wir ihn gefangengenommen haben und nur über ihn herausfinden können, wo die Bomben versteckt sind? Wie weit dürfen wir gehen, um an diese Information heranzukommen? Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von am 20. Juli 2010 in Filmwissenschaft, Philosophie, Politik

 

Meine Tochter…

…würde ich genau so erziehen.

Was erklären dürfte, warum ich keine Tochter habe.

“Heroic Bloodshed” ist ein schrecklich unterbesetztes Genre. Warum werden nicht mehr Filme über das faszinierende Thema “Bösewichter auf coole Weise erschießen” gemacht? Wenigstens gibt es mit “Kick-Ass” ein wenig Nachschub. Die besten Filme des Genres dürften übrigens John Woos “The Killer” und “Shoot Em Up” mit Clive Owen sein, für den Fall, dass es jemanden interessiert. “Replacement Killers” finde ich auch nicht schlecht.

Hier eine Vorschau auf Telepolis

 
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Geschrieben von am 23. April 2010 in Filmwissenschaft

 

Lars von Trier macht Werbung für Tourismus in Dänemark

Dänemark ist viel schöner, als ich dachte.

 
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Geschrieben von am 28. März 2010 in Filmwissenschaft, Humor

 

Jack of All Trades

…mit dem grandiosen Bruce Campbell ist eine der besten Serien überhaupt! Ja, ich weiß: Das hat mal wieder nicht viel mit Aufklärung zu tun. Aber so ist das: Ich höre niemals auf, über abgedrehte Fernsehserien zu reden, die außer mir keiner kennt. Niemals! Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von am 21. März 2010 in Filmwissenschaft, Humor, Medienkritik, Uncategorized

 

Wissenschaft versus Avatar

James Camerons Sci-Fi-Streifen „Avatar“ wurde von dem Genetiker Thomas Heams auf seine evolutionsbiologische Korrektheit überprüft. Vor allem die Tatsache, dass die Evolution ungerichtet verläuft, ist bei Cameron und der breiten Öffentlichkeit noch nicht angekommen. Aber es gibt mehr daran auszusetzen… Read the rest of this entry »

 
 
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