Jemand hat mich auf einen Artikel auf sueddeutsche.de hingewiesen, Das Comeback der Hetzer. Der Titel passt gut zum Artikel. Read the rest of this entry »
Monatsarchiv: August 2011
Was bedeutet „konservativ“?
Ich schwanke immer wieder zwischen liberalen und neokonservativen Positionen. Dies liegt daran, weil sie inzwischen zunehmend miteinander verschmelzen. Bereits Ayn Rand hat sich vor 40 Jahren auf die Seite amerikanischer Konservativer gestellt. Und sie ist als Objektivistin ein Ikon der Liberalen. Jan Fleischhauer vertritt ebenfalls liberale Positionen, nennt sich aber selbst „konservativ“.
Für Ludwig von Mises, den berühmten liberalen Ökonomen, waren die beiden Richtungen noch unvereinbar. Konservative wären demnach das Spiegelbild von Linken – beide fordern demnach ein Eingreifen des Staates in den Markt und in das Privatleben der Menschen.
In der Tat erkennt man nicht zuletzt an der CDU mit ihren türkischen und weiblichen Politikerinnen in hohen Positionen, mit ihrer Aufgabe männlicher Vorrechte in der Ehe und von anderen „paläokonservativen“ Positionen (wie man diese inzwischen nennt), dass eine Angleichung stattfindet. Der verbliebene Unterschied scheint darin zu bestehen, dass „Konservative“ zwar politisch inzwischen weitgehend liberal sind, jedoch für das Privatleben ihre alten Werte empfehlen, was ich teilweise ebenfalls mache.
Um dies zu illustrieren, eignet sich ein Blick auf einen typischen konservativen Artikel, wie man ihn im amerikanischen Diskurs derzeit antrifft. Andrew Price argumentiert bei Big Hollywood (ein US-Blog über Filme, der von einem Kreationisten betrieben wird), dass Harry Potter ein konservativer Held sei. Klingt fragwürdig, wenn man an die progressiven Anliegen der Autorin denkt. Wie kommt er auf diese Idee? Was sind die Werte, die ihn zu einem konservativen Helden machen sollen?
Sie werden überrascht sein. Read the rest of this entry »
Noch mal ganz von vorne
Es liegt in der Natur der Dinge, dass Menschen Texte aus der Perspektive verstehen, die einer Anhäufung ihrer bisherigen Erfahrungen gleichkommt, häufig ohne dass Lockes intellectus agens ein Wörtchen mitzureden hätte, indem er die Erfahrungen zu einem widerspruchsfreien Ganzen zusammenfügt.
In der Praxis tut dies so gut wie niemand konsequent und selbst, wenn dem so wäre, bestünde ein großes Problem in der unterschiedlichen Menge und Qualität der Erfahrungen, die verschiedene Individuen besitzen. Eigentlich müssten Philosophen immerzu Politiker und andere ermahnen, wenn sie sich nicht an die Regeln des rationalen Diskurses halten.
Kurz gesagt hat mein Kritiker gpe63 Unrecht mit mehreren Punkten, die er anführt. Es ist allerdings interessant, warum das so ist, und darum möchte ich dem Thema einen Blogbeitrag widmen.
Wer leben will, ist ein Faschist
Es gab einige sehr merkwürdige Reaktionen auf meinen Norwegen-Artikel bei wissenrockt.de. Ein paar Leser scheinen an meinen Artikeln zu hängen, obwohl sie total gegen alles sind, was ich schreibe, was sie obendrein überhaupt nicht verstehen. Es fällt ihnen nicht schwer, Ressentiments gegen mich zu entwickeln, aber es entzieht sich mir vollkommen, wodurch sie ausgelöst werden.
Quax schreibt zum Beispiel: „Du scheinst mittlerweile ein Befürworter eines faschistoiden Ständestaates zu sein. Falls es nicht so ist, ist Deine objektive Rationalität für minderbemittelte wie mich nicht mehr nachzuvollziehen.“ Read the rest of this entry »
Fjordman und seine Rassisten
Sich gegen Rassismus auszusprechen ist erste Bürgerpflicht und als solche fast schon laut Definition Getue und Heuchelei – so dachte ich jedenfalls eine Weile lang. Man sehe sich nur moderne Bürgerpflichten an: Solarzellen aufs Dach bauen, Anti-Atomsticker aufs Auto kleben, Lichterketten zur Erinnerung an die Reichspogromnacht machen, Palästinenserschals stricken. Einfach jeder ist gegen Rassismus. Sogar Rassisten sind gegen Rassismus (ein ähnliches Phänomen ist bei Antisemiten zu beobachten).
Neulich hab ich beim Krafttraining schon wieder jemanden gesehen mit einem T-Shirt gegen Rassismus. Diesmal versicherte uns das Shirt, dass der spezifische Ruderclub des Kraftprotzes auch gegen Rassismus ist. Nicht wirklich, oder? Ich war zuvor der Ansicht, sein Ruderclub wäre quasi identisch mit der Hitler-Jugend. Gut, dass er mich darauf hinweist!
Doch leider gibt es noch echte Rassisten, die unsere feine, aufgeklärte Islamkritik unterwandern und sie für ihre eigenen Zwecke missbrauchen. Ähnlich wie sich die Sekte Universelles Leben bei rationaler Religionskritik bedient, um Menschen für ihre besonders unsinnige Version des Christentums zu gewinnen, so bedienen sich Rassisten bei rationaler Islamkritik, um besorgten Bürgern den Rassenwahn schmackhaft zu machen. Einer von ihnen ist Fjordman, der Lieblingsautor des norwegischen Massenmörders Anders Breivik. Und im Gegensatz zu Breiviks Vorliebe für diverse andere Autoren ist seine Wahl von Fjordman nicht verwunderlich. Read the rest of this entry »
Reaktion aus der Retorte
Kommentar zu meinem wissenrockt-Artikel:
Der übliche Quatsch von Andreas Müller.
Was soll der Artikel überhaupt aussagen? Sind jetzt die Norweger schuld, dass ABB seine Anschläge verübt hat? Read the rest of this entry »








