
Jugendliche der norwegischen Sozialdemokraten AUF spielen auf dem Utøya-Sommerlager 2010 "Durchbrecht die Blockade" (Foto: Sosialistisk Ungdom - SU)
Was waren eigentlich die Tätigkeiten der Jungsozialisten der AUF im Utøya-Jugendlager, bevor Anders Breivik dort den schlimmsten Terrorangriff auf den Westen seit Madrid verübte? Welche Ideologie wurde den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (das Durchschnittsalter war 16 Jahre) dort eingeimpft?
Ulrich Sahm hat bereits darüber berichtet, dass die Jugendlichen ein Plakat mit der Aufschrift “Boykottiert Israel” einen Tag vor dem Attentat im Beisein des norwegischen Außenministers Jonas Gahr Støre auf der Insel Utøya hochhielten und dass einige der Teilnehmer zunächst glaubten, das Massaker wäre eine Simulation israelischer Angriffe auf Palästinenser im Gaza-Streifen.
Das ist aber noch lange nicht alles. Im Utøya-Zeltlager der Sozialdemokraten haben die Jugendlichen im Jahr 2010 ein Spiel namens “Durchbrecht die Blockade” gespielt: Sie setzten sich in ein Schlauchboot, das ein Schiff der “Friedensflotte” symbolisieren sollte, und simulierten die Übertretung der Seeblockade beim Gaza-Streifen. Einige der Jungsozialisten trugen dabei Palästinenser-Halstücher.
Schließlich haben die Jugendlichen der AUF islamische Nachwuchs-Terroristen auf die Insel eingeladen. Sie bekamen Besuch von der Fatah-Jugend. Die Fatah-Jugend, die sich als “Opfer des israelischen Staatsterrorismus” ansieht, veröffentlichte nach dem Massaker folgende Erklärung: “Mit Fassungslosigkeit haben wir die dramatischen Neuigkeiten eines schrecklichen Terrorangriffs gegen ein Sommerlager vernommen, das von unseren Kameraden der Norwegischen Arbeiterjugend AUF geleitet wird (…) Die Fatah-Jugendgruppe hat seit beinahe 15 Jahren am selben Sommerlager teilgenommen.”
Zumindest erklärt das, wie Breivik auf die Idee kommen konnte, anstelle von islamischen Terroristen ein Sommerlager der sozialdemokratischen Arbeiterjugend anzugreifen – islamische Nachwuchs-Terroristen bezeichneten die Teilnehmer des Sommerlagers als ihre “Kameraden”. Die AUF hat außerdem im Jahr 2010 mit einer Kampagne gegen Israel von sich Reden gemacht (siehe Fotos).
Adrian Pracon, der das Massaker des rechtsradikalen Massenmörders Anders Breivik überlebt hat, berichtet davon, ob die linke Ideologie, die man den Kindern eingetrichtert hat, ihnen in dieser schrecklichen Situation helfen konnte:
“Einige meiner Freunde haben versucht, [Breivik] aufzuhalten, indem sie mit ihm sprachen. Viele Leute auf der Insel denken, dass es ein Test war (…) verglichen damit, wie es ist, in Gaza zu leben. Also sind viele Leute zu ihm gegangen und haben versucht, mit ihm zu reden, aber sie wurden sofort erschossen.”
Es gibt kein Gut und Böse. Die Mitglieder der Fatah-Jugend sind Menschen wie wir, sie sind nur in einer schrecklichen Lage aufgewachsen, weil die Israelis sie schlecht behandeln. Anders Breivik ist ein Mensch wie wir, er ist nicht böse, bloß weil er uns ermordet. Man kann jedes Problem lösen, indem man einfach darüber redet.
Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte der Polizist, der sich während des Massakers auf der Insel befunden hat, seine Waffe tragen dürfen und er hätte gelernt, wie man mit Terroristen kommuniziert. Mit scharfer Munition. So hätte man das Attentat verhindern können. Die Köpfe der Kinder mit Unsinn zu füllen, hat die Situation nur weiter verschärft.
Der Westen muss endlich erwachsen werden und lernen, Freunde von Feinden zu unterscheiden. Erster Schritt: Man duldet keine Nachwuchs-Terroristen auf dem Sommerlager seiner Kinder. Die Opfer Breiviks waren nicht nur die Opfer von einer zerstörerischen Ideologie.
Quelle: Mark Humphrys









