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Sicherheit = Ku-Klux-Klan

30 Dez

Hier ein Flughafen ohne Profiling, wo rein zufällig Leute durchsucht werden:

Wenn man “Multi-Kulti” hört, denkt man an italienische Restaurants, griechische Restaurants, Dönershops, an den Salsa-Tanz, ans Afrika-Festival, an Animes und Bollywood. All dies ist schön und gut. Ich denke an Terroristen, die Salsa durch Sicherheitskontrollen an Flughäfen tanzen.

Kulturen bestehen nicht nur aus exotischen Klamotten, Filmen und aus ihrer Küche. Multi-Kulti als Ideologie akzeptiert nicht nur diese Elemente, die unsere eigene, liberale Kultur bereichern. Multi-Kulti akzeptiert einfach alles, was andere Kulturen ausmacht, darunter Burkas, Antisemitismus, im Extremfall sogar Ehrenmorde.

In der aktuellen Debatte um das Profiling an Flughäfen hat sich der Multi-Kulturalismus wieder einmal selbst übertroffen.

Und ich dachte schon, es geht nicht mehr verrückter – ich sollte wirklich aufhören, dies immer wieder anzunehmen. In der aktuellen Debatte geht es um das “Profiling”, eine gezielte Kontrolle von Fluggästen je nach dem Risiko, das man aus ihrem Profil ableiten kann. Der Vorschlag stammt vom designierten Präsidenten des Deutschen Flughafenverbandes (ADV), Christoph Blume. Na, wenigstens ein Mensch in Deutschland macht seinen Job.

Wie funktioniert Profiling? Ein Beispiel: Die Oma aus Oberbayern, die zu Weihnachten ihre Enkel besuchen möchte und die nichts als Geschenke und Plätzchen in ihrem Gepäck hat, kommt schnell durch die Kontrollen. Der deutsche Konvertit mit Osama-T-Shirt und Bombengürtel, der nicht angeben möchte, was ihn nach Israel führt, dürfte eine Weile lang in den Kontrollen festhängen, milde ausgedrückt.

Das erscheint mir spontan eine gute Idee zu sein. Die meisten Menschen kommen mit dem Profiling schneller durch die Kontrollen, Terroristen gar nicht. Der Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv, wo Profiling bereits Anwendung findet, gilt als der sicherste Flughafen der Welt. Noch nie haben es Terroristen dort durch die Kontrollen geschafft.

Andreas Baum vom Deutschlandradio hält trotzdem nichts davon – wie so ziemlich alle anderen, außer der Polizei:

Er widerspricht deutschen Gesetzen, und dies in mehrfacher Hinsicht. Würden Passagiere tatsächlich nach Kriterien wie Alter, Religionszugehörigkeit und Ethnie quasi vorsortiert und dann unterschiedlich scharf kontrolliert, dann wäre käme dies der Einführung der anlasslosen Rasterfahndung gleich. Und die ist vom Bundesverfassungsgericht verboten worden.

Im Übrigen gibt es in den Gesetzeswerken der Europäischen Union Antidiskriminierungsvorschriften, auch gegen die würde verstoßen.

Ob Profiling gegen die Persönlichkeitsrechte von Terroristen verstößt, ist nur halb so interessant für mich, wie meine eigenen Überlebensrechte. Gesetze können geändert werden (außerdem glaube ich sowieso nicht, dass dies so stimmt). Unsere Justizministerin widerspricht:

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) lehnte den Vorschlag rundweg ab. “Gezielte Differenzierungen nach Heimat und Herkunft bergen die Gefahr der Stigmatisierung”

Vielleicht sollten Menschen mit dem Profil “Junge Männer mit Bärten, die gerade aus einem pakistanischen Terrorcamp mit einem Koffer C4 zurückkommen” einfach mal aufhören, uns in die Luft zu sprengen, wenn sie ungerne stigmatisiert werden? Ich habe bereits alles zu dem Thema in meinem Beitrag über den Neokonservatismus gesagt:

“Die Verbrechensbekämpfung sollte der Polizei überlassen werden, nicht der politischen Korrektheit. Wenn überproportional viele muslimische Jugendliche Verbrechen verüben, dann werden überproportional viele von ihnen angehalten und durchsucht. „Sobald blonde Schweden sich angewöhnen, terroristische Akte zu planen und durchzuführen, dann sollten blonde schwedische Männer wiederholt angehalten und durchsucht werden“, schreibt Douglas Murray. Das ist kein Rassismus, sondern vernünftige Polizeiarbeit. Wer vor Gericht kommt, sollte nicht „repräsentativ“ für irgendeine Gruppierung oder Schicht sein. Er sollte derjenige sein, der ein Verbrechen begangen hat.”

Irgendwie klar, oder? Offenbar nicht für Menschen, die lieber tot wären, bevor sie Risikogruppen häufiger durchsuchen lassen als andere und somit ihre empfindlichen Gefühle verletzen. Übrigens macht die Polizei das sowieso. Ich werde nicht der einzige sein, dem aufgefallen ist, dass er häufiger durchsucht wurde, als er mit 18 Jahren und schwarzen Klamotten neben einer Gruppe Kiffer vor dem Bahnhof rumgehangen hat, als heute. Dies könnte daran liegen, dass die meisten Verbrechen von jungen Männern bis 24 Jahren begangen werden, dass Einbrecher gerne schwarz tragen und die Sache mit den Kiffern war auch kein Umstand, der meine Chance auf Durchsuchung sinnvollerweise hätte verringern sollen.

Politisch korrekte Schwachköpfe sollen sich nicht in die Polizeiarbeit einmischen.

Ein Video über das israelische Profiling an Flughäfen:

 
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Geschrieben von am 30. Dezember 2010 in Politik

 

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