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Untaugliche Nachrichten

27 Nov

Die "Communist Party" (Ursprüngliche Quelle unbekannt)

Was geschieht, wenn über wichtige Nachrichten einfach nicht berichtet wird? Dann haben wir die Situation, in der wir uns jetzt befinden. Der Militärhistoriker und politische Kommentator Victor David Hanson hat die wichtigsten Nachrichten zusammengefasst, die von so gut wie jedem Medium einfach ignoriert wurden, weil sie nicht ins Schema passten.

1.) Irak. Zwischen 2007 und 2009 hat das US-Militär al Qaida im Irak besiegt. Es hat Kader von radikalen Islamisten und Baathisten zerstört. Es hat das Land stabilisiert. Dies war eine der erstaunlichsten militärischen Leistungen der modernen Geschichte und sie trug dazu bei, den Eindruck einer kompetenten und furchteinflößenden al Qaida zu unterlaufen. Doch der Großteil der Ereignisse von der Rückeroberung von Falludscha bis zur hohen Anzahl von Islamisten, die aus der Anbar-Provinz verscheucht wurden, wurde weitgehend ignoriert. 2007 hieß es einfach “Der Irak ist verloren” und heute im Jahre 2010 “Natürlich ist es jetzt ruhig. Warum sollte es das nicht sein?”, als wäre dazwischen nichts vorgefallen.

Vielleicht liegt es daran, weil nicht der Eindruck erzeugt werden sollte, dass Krieg funktioniert. Schließlich sollen die Menschen glauben, dass die Bekämpfung von Islamisten nur noch mehr davon erzeugt. Man fragt sich, wann in der Menschheitsgeschichte irgendwer jemals geglaubt hat, dass ein Feind stärker wird, wenn man auf ihn schießt. Diese absurde, von den Zahlen überhaupt nicht gedeckte (das werde ich in zukünftigen Beiträgen noch im Detail aufzeigen) Annahme, die jeder Logik und jeder Erfahrung widerstrebt, ist trotzdem ungemein weit verbreitet. Das kommt davon, wenn man Appeasern, Feiglingen und Islamistenunterstützern die Medien überlässt.

2.) Das chinesische Schurkentum. Die kommunistische Regierung Chinas arbeitet bevorzugt mit Schurken zusammen, vor allem jene mit Öl oder der Neigung, anderen zu schaden. Die meisten der gefährlichsten Staaten der Welt – Iran, Nordkorea, Venezuela, Zimbabwe – sind chinesische Partner. Das chinesische Volk ist unfrei und ihre ungewählte Regierung ist ein Feind westlicher Freiheiten. Warum sagt kaum jemand etwas dagegen? Vielleicht geht es um das Geld, vielleicht denken die linksliberalen Medien nostalgisch an die gute alte Zeit zurück, als Mao Zedong noch herrschte (der größte Massenmörder aller Zeiten, zu finden auf jedem zweiten 68er-T-shirt).

3.) Obama. Die Anti-Terrormaßnahmen der Bush-Regierung sind noch da, er führt die Finanzierung von religiösen Wohlfahrtsorganisationen aus Steuergeldern fort und sein Gesundheitssystem ist so absurd teuer (viel teurer als die europäischen, Größe berücksichtigt), dass es die Wirtschaftslage kaum verbessern wird. Er schleimt sich bei der islamischen Welt ein und ist sehr zurückhaltend im Kampf gegen Diktaturen. Außerdem scheint er tatsächlich links-relativistisch zu sein und sich sein Leben lang mit Verrückten aus der linksradikalen Ecke abgegeben zu haben.

4.) Die Abkühlung der europäisch-amerikanischen Verhältnisse. Europa wollte Obama, hat Obama bekommen und nun flüstern ihre Eliten “Warum habt ihr unsere kindischen Wünsche erfüllt?”. Europa macht immer einen auf links und anti-amerikanisch, aber insgeheim verlässt sie sich darauf, dass Amerika sein Militär zum Schutz seiner europäischen Verbündeten einsetzen wird und dass seine freie Marktwirtschaft die ökonomischen Probleme löst. Nun ist Amerika europäischer als Europa. Es übernimmt ein nicht finanzierbares Wohlfahrtsmodell, ignoriert Menschenrechte, macht realpolitische Deals mit Russland und China und unterwirft sich dem Multikulturalismus (Relativismus) der Vereinten Nationen. Europa merkt allmählich, dass es keine zwei Europas geben kann.

Mehr “vergessene” Nachrichten gibts auf Victor Hansons Blog

 
12 Comments

Geschrieben von am 27. November 2010 in Politik, Religionskritik

 

12 Antworten zu Untaugliche Nachrichten

  1. H. Lektor

    28. November 2010 at 00:24

    Was macht eigtl. der europäische Festungsbau?

     
  2. Flo

    28. November 2010 at 01:21

     
    • derautor

      28. November 2010 at 01:53

      Also gut. Ich nehme mir das Thema Klimaerwärmung später mal vor, das hat im Kontext dieses Beitrags keinen Sinn. Ich bin allerdings kein Klimaskeptiker, wie schon gesagt, eher ein Globale-Erwärmungs-Ideologen-Skeptiker. Ich habe zuvor schon über das Thema geschrieben:
      http://feuerbringer.com/2009/12/07/klimaskeptiker-gegen-wissenschaftler/

      Es kommt ganz darauf an, was man nun aus der Klimaerwärmung macht. Kapitalismus abschaffen ist nicht. Das würde zur Massenverarmung führen.

       
      • Lichtecho

        28. November 2010 at 08:50

        Finde ich gut, dass Du den Punkt mit dem Klima wieder rausgenommen hast, denn zum einen fällt er wirklich aus dem Kontext und zum anderen ist er zu komplex, um ihn in ein paar Zeilen abzuhandeln.

         
    • Daniel

      28. November 2010 at 10:05

      “Ich bin allerdings kein Klimaskeptiker, wie schon gesagt, eher ein Globale-Erwärmungs-Ideologen-Skeptiker.”
      Solltest du aber sein. Der Grund für die gesamte unsäglich dämlichen Klimaideologie kommen nämlich daher, dass Menschen, die wegen dem Klimawandel Panik schieben, überhaupt gar nichts von Meteorologie verstehen. Gar nichts.
      Klima ist ein chaotisches Phänomen. Anmaßungen, dass Regierungen durch CO2 – Reduktion o.ä. einen Einfluss dasrauf haben, sind bestenfalls unrealistisch. Den größten Einfluss auf das Klima haben sowieso Sonneneinstrahlung und Wolkenbildung, beides nicht so leicht beeinflussbar.
      Und außerdem: Wer sagt denn, dass unser Klima das bestmögliche wäre?
      Fakt ist: Es besteht kein Konsens über den anthropogenen “Klimawandel”. Maßnahmen auf so einer Grundlage einzuleiten ist dumm und verschwenderisch. Ein großartiger Artikel von Thomas Eppinger, der in Kürze alles zusammenfasst:
      http://networkedblogs.com/p21558724.

      Ausschnitte:
      “Wissen wir, wie die einzelnen Klimafaktoren das Klima prägen? Diese Frage ist leicht beantwortet: Wir haben keine Ahnung. Unter Klimaforschern herrscht weder Einigkeit über die historischen Daten noch über die Einflussgrößen der einzelnen Faktoren.”

      “Anpassung ist Erfolg versprechender als Vermeidung um jeden Preis. Die Vorstellung, dass man das zukünftige Klima per Gesetz auf’s Grad genau regeln könne, entspringt nur der absurden Selbstüberschätzung einer anmaßenden Bürokratie. Da annektiert Gaddafi eher noch die Schweiz, als dass das wirklich funktionieren würde. In einem komplexen chaotischen System kann niemand die Auswirkungen einer Handlung zu Gänze absehen.”

      Allein schon das Wort “Klimaskeptiker” klingt stark nach Holocaustleugnung, sorry. Aber diese anmaßende Haltung ohne jede Ahnung von Physik ist krank.

       
      • Moritz

        28. November 2010 at 20:00

        “Allein schon das Wort „Klimaskeptiker“ klingt stark nach Holocaustleugnung, sorry.”

        Geht’s noch?

         
      • Daniel

        28. November 2010 at 21:07

         
      • Daniel

        28. November 2010 at 21:44

        „Allein schon das Wort „Klimaskeptiker“ klingt stark nach Holocaustleugnung, sorry.“

        Ich will damit nur ausdrücken, dass viele den “Klimawandel” inzwischen für so real halten wie den Holocaust und das abweichende Meinung an Blasphemie grenzt.
        Gibt natürlich sonst keine moralische und sonstwelche Äquivalenz zwischen den beiden.
        Der Vergleich ist trotzdem gerechtfertigt, weil er dieses Missverhältnis treffend illustriert.

         
      • Moritz

        28. November 2010 at 22:52

        Ich weiß nicht wie man in diesem Zusammenhang auf einen wie auch immer gearteten Vergleich mit dem Holocaust bzw. dessen Leugnung kommen kann. Tut mir Leid, das ist jetzt nicht persönlich gemeint, aber das hat in meinen Augen etwas zwanghaftes. Mal ganz abgesehen davon, dass Sie Holocaust-Leugnung als “abweichende Meinung” verharmlosen.

         
      • Daniel

        29. November 2010 at 12:55

        “Der Holocaust als abweichende Meinung”

        Wenn sie das da herauslesen, haben sie nichts verstanden. Der Holocaust ist Fakt, Punkt. Der Klimawandel nicht. Trotzdem werden Mnschen, die den Klimawandel bestreiten, als eine Art “Geschichtsverdreher” hingestellt, und das passt mir ganz und gar nicht.
        Ansonsten hängt man sich an so etwas natürlich nur auf, weil man auf die übrigen Argumente nichts zu entgegnen hat (vermute ich jetzt einfach mal). Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

         
  3. Julian

    28. November 2010 at 10:59

    Zu 2)

    Der Westen hat auch immer wieder Geschäfte mit totalitären Regimen gemacht auch mit China. Wenns ums Geschäft geht sind Menschenrechte nun mal zweitrangig. Nicht zufällig sind Foltermonachien wie Saudi Arabien Verbündete der USA. China ist längst Drehscheibe des transnationalen Kapitalismus, der Westen kann sich da keineswegs in Unschuld waschen.

    Und wie kommst du darauf, dass Venezuela zu den gefährlichsten Staaten der Welt gehört?! Klar wird er von vulgären Ppopulisten regiert (welcher Staat wird das nicht?), aber gefährlicher als Pakistan? Oder meinst du das weil der Chavez zu denen gehört die es fertigbringen mit dem Iran “solidarisch” zu sein? In der Tat eine krasse ideoligische Entwicklung. Nun ist das trotzdem was anderes als der Iran der einen Atomkrieg mit Israel in Kauf nimmt (oder androht). Der Rafsandani (ein sog. “Gemäßigter”) sagte ja mal, dass ein Atomschlag über Tel Aviv würde das Ende Israels sein, und wenn dananch israelische Atomrakteten über Iran explodieren, so ist es halb so schlimm, da der Iran ja weit ausgedehnt ist. Fanatismus hoch 10.

    Also der Iran ist schon weitaus gefährlicher als Venezuela.
    Und was meinst du genau mit gefährlich? Gefährlich für dort lebende Andersdenkende oder gefährlich für den Weltfrieden?

     
  4. Frank Quednau

    28. November 2010 at 11:36

    Wollte man irgendwann keine Kriege mehr, müsste man wohl irgendwann damit aufhören. Sicher funktionieren Kriege – im Lichte zusätzlicher auf uns zukommender Kriege. Krieg ist schon ‘ne nette Sache, wenn’s denn woanders ist. Viele Menschen bevorzugen anscheinend ein Leben in Unfreiheit denn ein Leben im Krieg. Krieg zu propagieren ist also wohl auch kein pragmatischer Ansatz. Ich sehe sehr wohl wie der 2. Weltkrieg Europa zum Guten verändert hat – es war aber ein sehr schmerzhafter Prozess, der sich über Jahrhunderte hinzog und sicher schneller hätte sein können, wenn bestimmte Herrschaften nicht immer wieder Sandkastenspiele mit echten Waffen spielen wollten.

    Den Irak-Krieg jetzt aber als Islamistenbekämpfung zu verkaufen, wo es doch ein reiner Wirtschaftskrieg war, ist schon recht witzig.

    Auf der anderen Seite, das fehlen einer Europäischen Streitmacht ist ein Trauerspiel. Mich in einer Situation wie jetzt in Süd/Norkorea auf ein völlig verarmtes USA verlassen zu müssen, würde mich persönlich nicht ruhig schlafen lassen. Aber auch hier die Frage, woher soll das Geld kommen?

    Der Punkt über Obama entzieht sich mir: Die meisten Probleme wurden geerbt, eine Gesundheitsreform zu kritisieren, wo die USA in 2010 wohl gut 650 Milliarden $ *) für ihre Militärmaschine ausgibt, macht mich stutzig. Schon mal dran gedacht, dass Krieg ziemlich teuer ist? Zumal, wer würde jemanden kritisieren, dem er 850 Milliarden Dollar *) schuldet? In wenigen Jahren wird Obama nicht wiedergewählt und die Republikaner dürfen wieder die Uhr zurückdrehen. Etwas, was sie zuvor 8 Jahre lang gemacht haben – und wie gut hat’s dem Land getan!?

    Zu der lauwarmen Diskussion zum Klima bitte folgendes bedenken: Alleine handfeste wirtschaftliche Interessen sollten große Priorität darauf legen, dass ein so wertvoller Rohstoff wie Erdöl nicht sinnlos in Motoren verbrannt wird – Leider ist es im aktuellen Kapitalismus unmöglich, mal länger als ein paar Jahre in die Zukunft zu planen.

    Ich halt ja schon die Luft an. Auch hier wird, fürchte ich, wieder nur was verkauft. Darüber kann ich mich ja jetzt wirklich nicht aufregen :)

    *)Beide Zahlen in Wikipedia gefunden

     
 
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