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Wütender Vater versus Abtreibungsgegner

28 Okt

Ein Mann und seine Frau, die seit 16 Wochen schwanger war, gingen zu einer Frauenklinik in Brookline, USA, für eine Abtreibung, nachdem sie festgestellt haben, dass ihr Baby eine angeborene Missbildung hat. Auf ihrem Weg nach drinnen wurden sie mit Bildern von zergliederten Föten und zwei Frauen konfrontiert, die: “Du tötest dein ungeborenes Kind!” kreischten. Als seine Frau operiert wurde, hat der Vater die Abtreibungsgegner zur Rede gestellt und das Gespräch mit dem Handy gefilmt.

Der Witz ist ja, dass solche Spinner mit der Polizei drohen, sobald jemand ihren Wahn in Frage stellt. Sie kreischen Leute an, versperren ihnen den Weg, zeigen ihnen ekelhafte Bilder, und dann wollen sie die Polizei anrufen, wenn es jemandem nicht gefällt.

 
12 Comments

Geschrieben von am 28. Oktober 2010 in Politik

 

12 Antworten zu Wütender Vater versus Abtreibungsgegner

  1. Sim

    28. Oktober 2010 at 13:52

    Mit solchen Leuten würde ich mich nicht mal über das Wetter unterhalten wollen.

     
  2. derNachdenker

    28. Oktober 2010 at 15:49

    Das sind kranke Leute – mir tuen der Mann und die Frau leid…

     
  3. Stefan

    28. Oktober 2010 at 20:28

    Ich erinnere mich, dass du irgendwann in der Vergangenheit auf diesem Blog den Pro-Life-Fundis das Recht zugesprochen hast, sich genau so zu verhalten, weil es dabei um freie Meinungsäußerung geht.

    Es ist nicht verboten, die eigene Ignoranz in der Öffentlichkeit herauszuposaunen. Warum sollte man Abtreibungsgegner daran hindern?
    Auf der anderen Seite sollte jemand, der gute Gründe hat abzutreiben, sich von ein paar Relispinnern nicht von seinem Vorhaben abbringen lassen. Die Parolen sind bekannt, die Betroffenen erwartet keine Situation, die in irgendeiner Art und Weise schockierend sein dürfte. Und dass der durch die Schreihälse verursachte Stress vielleicht schlecht fürs Baby ist, spielt auch keine Rolle mehr.

    Und was hat deine Meinung geändert? Oder hast du das nicht getan? Was ist dann der Sinn dieses Beitrags?
    Welche Position nimmst du ein?

     
    • Stefan

      28. Oktober 2010 at 20:30

       
    • derautor

      28. Oktober 2010 at 20:43

      Nein, ich denke schon, dass sie das dürfen sollen. Aber ebenso ist es das Recht des Vaters, sie auf ihre Dummheit hinzuweisen. Sinn des Beitrags ist, auf das Video aufmerksam zu machen und auf die Heuchelei der Abtreibungsgegner.

       
      • Stefan

        28. Oktober 2010 at 21:00

        Ach so. :)

         
  4. dieblaueneu

    28. Oktober 2010 at 20:43

    Sicher wäre es einfach zu sagen, klar -behindertes Kind- Abtreibung- doch manchmal kommt-Mann(mir) dabei Zweifel, ganz so einfach ist das nicht, besonders nicht für die Mutter, weil ich aus persönlicher Erfahrung weiss, dass so manch ein Abttreibungsentschluss auch bedauert werden kann und bei Müttern zu heftigen seelischen Problemen führt.
    Außerdem ab welcher wo vorhndener Missbildung haben wir dass Recht, dass ansonsten wohl gewünschte Kind,nehme ich an, zu töten.Die vielen Fragen? Was wenn aus dem Kind ein St.Hawking geworden wäre, was wenn das Kind der Mensch mit seiner Behinderung einfach nur glücklich(seelig sind die, die wie die Kinder sind) geworden wäre.
    Was, Was,?? – ich möchte nicht die Mutter oder der Vater gewesen sein, der diese Entscheidung traf? Wo sind Grenzen der Macht über Leben oder Tod??

     
    • Stefan

      28. Oktober 2010 at 21:29

      Soweit ich gehört/gelesen habe, werden viele der seelischen Probleme nach einer Abtreibung durch Zeter und Mordio kreischende Abtreibungsgegner und/oder allzu intensive “Beratung” verursacht.
      Auf der anderen Seite treten bei manchen Eltern auch nach erfolgter Geburt psychische Störungen auf – Stichwörter Kindbettdepression, Schlafmangel, Zukunftsangst.

      “Was wenn aus dem Kind ein St.Hawking geworden wäre”
      … oder ein A.Hitler? Wir werden es wohl nie erfahren. Ist übrigens ein altes Argument. Jede Frau, die nicht mit mir ungeschützten Geschlechtsverkehr haben möchte, verwehrt einem potentiellen W.A.Mozart das Leben. Dafür sollten sie hängen. :p

      “was wenn das Kind der Mensch mit seiner Behinderung einfach nur glücklich(seelig sind die, die wie die Kinder sind) geworden wäre”
      Du meinst glücklich, weil irgendein Defekt einen konstanten Endorphinrausch verursacht und den Menschen für den Rest seines Lebens in eine sabbernde Grinsebacke verwandelt? Klar doch. Hauptsache, Junior genießt sein Dasein.

      “Wo sind Grenzen der Macht über Leben oder Tod??”
      Was für Grenzen? Solche Macht übe ich jeden Tag vor dem Frühstück aus, wenn ich mir eine Salamistulle für das zweite Frühstück vorbereite.

       
      • Bärli

        28. Oktober 2010 at 21:54

        Super, mal wieder so richtig taktlos. Die “dieblaueneu” hat doch Fragen gestellt, über die man nachdenken sollte. Nein, man muss nicht übereinstimmen, aber nicht die ernsthafte Meinung des andern so unsinnig runterquatschen. Ist etwa jeder angeblich gesunde Mensch auch ein Mensch, der wertvoll für andere ist? Adolf H. kam ja wohl auch gesund zur Welt, aber sein Leben brachte Millionen den Tod.
        Danke, liebe “dieblaueneu” für Gedankenanstöße.

         
      • Stefan

        29. Oktober 2010 at 07:17

        Die gestellten Fragen wirken auf mich als wären sie rhetorisch.
        Ich will auch nicht bestreiten, dass es Menschen gibt, die es schaffen trotz angeborener Behinderung ein erfülltes Leben zu führen. Aber viele andere, gerade welche mit neuralen Schäden, werden immer von jemandem abhängig sein. Wer auch immer für sie sorgt, braucht ein Leben lang Ausdauer und Geduld. Es ist eine Belastung.

        Wir wissen nicht, wie die Entwicklung des abzutreibenden Kindes wirklich verlaufen wird, aber ich denke, dass Eltern die Verantwortung haben, ihrem Nachwuchs ein möglichst glückliches Leben zu ermöglichen. Dazu kann es durchaus gehören, dafür zu sorgen, dass das Kind gesund auf die Welt kommt.
        Ob dieser Mensch später für andere wertvoll sein wird oder nicht, ist nur begrenzt steuerbar. Die Alternativen müssen auch nicht “behindertes Genie” und “gesundes Monster” sein. Ein einfaches Leben mit einer erfolgreichen Ausbildung, einer profitablen Arbeit und einer unterstützenden Position als Teil eines sozialen Netzes einer Gesellschaft reicht schon. Gesund geboren zu werden ist eine gute Startrampe für diesen Lebensweg.

         
  5. Bärli

    31. Oktober 2010 at 18:14

    Behinderungen sind ja nicht unbedingt angeboren. Leider werden auch heute noch Kinder mit schweren Behinderungen geboren, weil Ärzte bei der Geburt Fehler machen. Bei Freunden starb bei solchen Fehlern eines der Zwillinge. Das andere Kind war blind, geistig schwer behindert, spastisch gelähmt. Ein Leben im Rollstuhl, immer wie ein Baby zu pflegen. Ursache: durch ärztlichen Fehler nicht genug Sauerstoff bei der Geburt. Dieses Kinde wurde trotzdem geliebt, nicht nur von der Familie. Als es mit über 20 Jahren starb, wurde es eine riesige Beerdigung. Die Familie litt lange unter dem Verlust. Das kann man nicht so rational betrachten.
    Natürlich ist es immer eine große Belastung für die Familie. Und bei den heutigen Untersuchungsmöglichkeiten ist die Entscheidung sehr schwer. Aber, wie gesagt: Behinderung ist nicht immer schon vor der Geburt entstanden.

     
    • Stefan

      31. Oktober 2010 at 20:35

      Das ist eine sehr tragische Geschichte, hat aber nichts mit dem Thema zu tun. Bei Abtreibung geht es darum, dafür zu sorgen, dass ein Kind sich gar nicht erst soweit entwickelt um unter den ungünstigsten Anfangsbedingungen geboren zu werden.
      Erbkrankheiten und nicht erblich bedingte Fehlbildungen sind teilweise pränatal diagnostizierbar.
      Wenn die Mutter zu jung oder zu arm ist, um das Kind selbstständig zu versorgen, oder bereits zu viele Kinder und keine Zeit mehr hat, ist es ebenfalls vorhersagbar, dass die Entwicklung des Nachwuchs kaum optimal verlaufen wird.
      Wenn die Mutter in solchen Fällen abtreibt, hat sie die Chance, später einen Neuanfang unter besseren Ausgangsbedingungen zu versuchen.

      Die Gefahr von Unfällen die während oder nach der Geburt passieren, lässt sich durch Kompetenzen der jeweils Verantwortlichen (Ärzte, Eltern, Krippenbetreuer, Kindergärtner…) weitestgehend minimieren, aber nie ganz beseitigen.

       
 
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