Hört euch mal die Rede von Norbert Bolz an, ab 2:00 Minuten!
Bolz über Integrationsdebatte
06
Sep
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Dirk
6. September 2010 at 06:18
Recht hat er!
Alexander
6. September 2010 at 06:39
Brilliant ausgeführt von Herrn Bolz. Wenn ich dagegen gestern Abend Frau Göring-Eckardt mit Ihren leeren Worthülsen hörte, wurde mir kotzübel. Und so jemand ist Bundestagsvizepräsidentin!!!
Lichtecho
6. September 2010 at 08:00
Bolz for President! Frau Göring-Eckardt lebt wirklich in einer Parallelgesellschaft. Sie ist genau der Typ Politiker, den Norbert Bolz kritisiert.
Travis
6. September 2010 at 08:13
Mit welcher Begründung sollte denn zur Meinungsfreiheit der Respekt vor Andersdenkenden gehören? Das ist mir etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
In der Sache, ob ein Andersdenkender nun vor Sanktionen wie einer Abberufung aus einem Amt geschützt werden soll, wenn sich Straftatbestände wie Volksverhetzung oder ähnliches nicht ergeben, soweit kann ich ja noch folgen. Das hat für mich jedoch nichts mit Respekt zu tun.
Aber Respekt als Form der Wertschätzung und Ehrerbietung (wie es zumindest der Wikipedia zu entnehmen ist – alternative Definitionsvorschläge sind gerne willkommen) von Personen, die zur Untermauerung ihrer Meinung durchaus auf Methoden zurückgreifen wie das Erfinden von Statistiken?
Stormking
6. September 2010 at 09:00
Respekt in dem Sinne:
- daß man dem “Andersdenkenden” zunächst einmal gute Absichten unterstellt und ihn nicht einfach niederbrüllt.
- daß man sich *wirklich* mit seinen Thesen auseinandersetzt und nicht mit ein paar aus dem Zusammenhang gerissenen Wortfetzen.
- daß man sich mit dem beschäftigt, das der “Andersdenkende” mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen wollte und nicht mit der niederträchtigsten Verdrehung, die seine Worte geradeso noch hergeben
Und ja, das gehört zur freien Meinungsäußerung dazu, denn sonst ist dieses Recht schlichtweg zwecklos und könnte genausogut aus der Verfassung gestrichen werden.
Travis
6. September 2010 at 09:45
– Ich habe Sarrazin bis jetzt noch nicht gesehen, wie dieser live seine Thesen verteidigt, aber mit dem Punkt „Niederbrüllen“ kann man wohl auch ihm diese Definition von Respekt aberkennen, nachdem er ja auch in Richtung Friedman in der Art zurückgeschossen hat (was jetzt keine Rechtfertigung sein soll, dass Sarrazins Gegenüber jetzt auch immer auf solche Mittel zurückgreifen dürften). Und wenn ich es auch durchaus für berechtigt halte, nicht sofort Böswilligkeit zu unterstellen: Gleich gute Absichten zu unterstellen, bei jedem, dem man über den Weg läuft? Einen solchen Vertrauensvorsprung für aufgestellte Thesen genießen zumindest bei meiner Person nur Leute, die sich zuvor schon bewährt haben.
– Das sich Hinz und Kunz nicht mit seinen Thesen auseinandersetzen, das lässt sich wohl nicht ändern, da ja Hinz und Kunz, setzten sie sich mit allen Thesen auf, die alle Andersdenkenden aufstellen, zu nichts anderem mehr kämen. Lesen Hinz und Kunz jedoch sachliche Kritik an Sarrazin, die es ohne Zweifel zu Hauf gibt, dann dürfte doch wohl diese Form des Respekts vorliegen. Apropos Wortfetzen: Aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen aus wissenschaftlichen Artikeln… Auch in dieser Hinsicht punktet anscheinend Sarrazin.
– Ob seine Formulierungen nun absichtlich so gestaltet wurden oder ungeschickt gewählt wurden, weiß ich nicht. Sarrazin scheint mir zumindest sehr überlegt geschrieben zu haben. Aber selbst wenn man ihm keine bösen Absichten unterstellt, sind seine Formulierungen auch ohne niederträchtige Verdrehungen Immigraten und anderen von ihm erwähnten Personengruppen gegenüber bereits verletzend. Nichts von „gerade noch so“.
Und letztendlich wäre Meinungsäußerung gemäß der genannten Interpretation keineswegs zwecklos, da es demjenigen, der die Meinung äußert zweifellos noch die Möglichkeit gewährt, Unterstützer um sich zu versammeln.
booner
8. September 2010 at 21:49
Ich muss zugeben, ich hätte eine andere Wortwahl an der Stelle bevorzugt:
Die Toleranz der Andersdenkenden ist gefordert. “Respekt” (von lat. respectus) bezeichnet mMn eine Anerkennung, verbunden mit einem gewissen Grad an Rücksicht, die ich der Meinung zolle.
Toleranz hingegen (vom lat. Verb tolerare) meint vielmehr ein hinnehmen bzw. erdulden der anderen Meinung. Ich kann grundlegend anderer Meinung sein und muss der Meinung nicht mit Rücksicht begegnen, aber ich nehme sie als solche hin.
K.A.L.L.A.
6. September 2010 at 10:50
Ich hoffe das Herr Bolz recht behält und sich wirklich was bewegen wird…
Seine Aussage zu den Politikern in diesem Land sind auf jeden Fall genial und absolut korrekt!!!
Ich liebe sowas…ist unterhaltsamer als jeder Film, weils halt so schön “real” ist.
Ingo Bading
6. September 2010 at 19:02
Darf man das? Dazu einfach mal nur mit einem Smilie kommentieren:
Ja, genau – so – ist – es.
Stormking
6. September 2010 at 16:05
@Travis:
> Gleich gute Absichten zu unterstellen, bei jedem, dem man über den Weg läuft?
Ja, was denn sonst? Und wenn man nicht sicher ist, was das Gegenüber nun meinte, dann kann man ja wohl nochmal nachfragen, oder? Stattdessen werden Fangfragen gestellt, bis der Gesprächspartner endlich “Jehova” sagt. Und dann geht das hysterische Gekreische los.
Travis
6. September 2010 at 16:57
Ich interpretiere das „gut“ und die „guten Absichten“ allgemein im Zusammenhang mit einer Aktion bei der das Gegenüber mit einem Gewinn aus spieltheoretischer Sicht davongehen soll (was nicht zwangsläufig mit einem eigenen Verlust einhergeht). Entsprechendes gilt für mich für böse Absichten. Begegne ich einer fremden Person, so unterstelle ich dieser zwar vorerst nicht, dass sie mir oder anderen Schaden zufügt. Aber ich werde in der Regel nicht das Risiko eingehen, um darauf zu hoffen, dass diese Person schon auf unser beider Wohl achten wird.
Wie ich bei einem Gebrauchtwagenkauf auch auf eine Probefahrt bestehen würde, trotz des Beteuerns des Verkäufers, Motor und Getriebe seien in bester Ordnung, genauso halte ich es in der Regel mit Argumentationen zu den verschiedensten Themen. Im Endeffekt ist es mir dabei egal, ob ein Autoverkäufer jetzt etwas an den Ohren hat und deshalb ein leises Schlagen nicht wahrgenommen hat oder ob er mir ein defektes Fahrzeug verkaufen will. Das hat mit dem Stellen von Fangfragen überhaupt nichts zu tun.
Und sollte das mich das bereits als respektlose Person brandmarken, werd ich wohl damit leben müssen.
KurtE
6. September 2010 at 16:34
Das mit den Jakobinern ist ein schöner Gedanke. Die haben ja auch zuerst ihre eigenen Leute geköpft.
Und Frau Göring-Eckhardt ist als Politikerin maßgeblich an unserer heutigen Ausformung der BRD beteiligt. Die kann nicht anders reden. Außerdem sollte man sie auf dem Radar haben, wenn es um deutsche Politik geht.
Und nicht vergessen: Diese Frau ist schwer evangelisch! Und ihr Mann ist evangelischer Priester. Die Hoffnung, daß Thüringen laizistischer wird, können wir unter anderem deshalb für diese Generation begraben.
Ulrich Maier
11. September 2010 at 09:52
Ein Gigant des Geistes.
Er sollte Präsident werden, dann hat Köhler einen würdigen Nachfolger und den Tiefflieger Wulff vergessen wir schnell mal.