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Hitchens sieht nicht gut aus

12 Aug

Christopher Hitchens, der Religionskritiker, hat Speiseröhrenkrebs und “die Statistiken in Fällen wie meinen sehen nicht gut aus”, wie er sagte. Realistischerweise macht er seine Kettenraucherei und Trinkerei für den Krebs verantwortlich.

Es gibt christliche Gebetsgruppen für ihn. Einige beten, dass er stirbt, aber die meisten beten für seine Besserung oder dafür, dass er sich mit Gott versöhnt und seine Seele rettet. “Wenn sie sich damit besser fühlen”, meinte Hitchens, glaubt aber nicht an die Wirkung der Gebete und betet auch selbst nicht.

Vielleicht werden einige deutsche säkulare Humanisten die Krankheit zum Anlass nehmen, sich einmal ernsthaft mit Hitchens zu befassen, vor allem mit seiner Argumentation für den Irak-Krieg, die der Grund ist, warum er von so vielen hier, auch in der Giordano Bruno Stiftung, irrational angefeindet wird.

Eigentlich habe ich gerade gut Lust, wieder in den Polemik-Modus umzuschalten, vielleicht haben die Politideologen unter den säkularen Humanisten Lust, sich lieber bei der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands zu engagieren, statt bei Menschen, die ihr Gehirn verwenden, aber zum Glück kann ich Polemik vermeiden und stattdessen verlinke ich hier eine seiner letzten Debatten:

 
3 Comments

Geschrieben von am 12. August 2010 in Politik, Religionskritik

 

3 Antworten zu Hitchens sieht nicht gut aus

  1. Edgar Dahl

    12. August 2010 at 14:54

    Halt’ Dich mit Deiner Polemik nicht zurück. Ich habe in einer Rezension von Christopher Hitchens’ “Letters To A Young Contrarian” kürzlich gelesen:

    “In Briefen an einen jungen Schriftsteller zeigt er, wie man unter schwierigsten Bedingungen Haltung bewahrt; warum man sich nicht scheuen sollte, die Leute mit Hartnäckigkeit zu langweilen; warum das hohe Ross ein Tier ist, das man tunlichst in greifbarer Nähe anbinden sollte; und warum Harmonie kein erstrebenswertes Ziel ist.”

    Es gibt eigentlich nur zwei Punkte, in denen ich Hitchens nicht verstehe – in seiner Zuneigung zum marxistischen Sozialismus und seiner Abneigung gegen den historischen Revisionismus.

     
  2. booner

    12. August 2010 at 16:42

    Hoffentlich gehts dem guten Mann in absehbarer Zukunft wieder besser.

    Er ist ein großartiger Schriftsteller und Journalist, und ein absolutes Rhetorik-tier!

     
  3. gorias

    26. August 2010 at 09:19

    Ich habe die Art wie Hitchens die Religon, den Glauben und religiöse Institutionen kritisiert dem, von Dawkins bevorzugt.

    Dawkins kritisiert die Religion auf eine rein rationalistische Weise. Dies mag zwar auf eine logische Weise korrekt sein. Jemand aber der sich mit Religion auseinandersetzt müsste aber wissen, dass Glauben und Religion nicht logik als Fundament besitzen.

    Hitchens hat eine subversive Art mit religiösen Menschen zu argumentieren. Er kann religiöse Menschen besser verstehen, weil er auch einmal religiös war und sie eher zum Nachdenken bewegen.
    Richard Dawkins war nie religiös und kann die Gefühlswelt von religiösen Menschen schwer verstehen.

    Beim Menschen, wie bei jeder Tierpopulation gibt es ja verschiedene Variaten mit abweichenden Eigenschaften. Richard Dawkins liegt warscheinlich ein Extrem. Er kann die Irrationalität von religiösen Menschen sehen und kritisieren, aber er kann nicht verstehen was religiöse Menschen erleben.

    Solange man religiöse Menschen mit dieser Neigung keine alternative bietet, die keinen sacrificium intellectus benötigt, werden sie sich kaum von Ihrem glauben lösen.

     
 
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