
Wie erwartet hat der Beitrag “Kinder machen unglücklich” in der aktuellen Presseschau Unverständnis und wütende Reaktionen ausgelöst. Angeblich sei er zu verallgemeinernd, die Wissenschaft sei keine, oder die genannten Studien sollen nicht einmal existieren. Aber Leugnen hilft nicht weiter.
Weiter im Evo-Magazin…









Bruder Spaghettus
14. Juli 2010 at 06:36
Glückwunsch. Diesmal ist die Betrachtung durchaus differneziert gelungen.
Was mir noch fehlt, und du weißt ja, mein Englisch reicht nicht um selbst zu recherchieren, wären Studien mit gegenteiligen Aussagen. Meine bisherige Erfahrung lässt mich einfach vermuten, wie bei allen anderen Studien wird es auch hier solche geben.
AndreasK
19. Juli 2010 at 15:29
Eine schön differenzierte Sicht liefert auch Paul Thierbach, Autor der Arbeit “Auf dem Weg zu einer allgemeinen Theorie des Glücks”, drüben bei mir (siehe Kommentar zum aktuellen Blogpost). Er sagt z.B., dass die US- und UK-Studien nur explizit für US und UK gelten.
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Studien, die Gegenteiliges herausgefunden haben, habe ich bislang ehrlich gesagt nicht gefunden.
Andreas Lichte
14. Juli 2010 at 06:53
“Das Wellenspringende Kind strahlt wahrlich gute Strandlaune aus, das kann ja sogar Jesusmässig übers Wasser.”
wer bringt mehr buzzwords in einem Satz unter?
- “Kind strahlt wahrlich gute Strandlaune aus”: Kind als DAS Zeichen für Glück
- “Jesusmässig übers Wasser”: hier genau richtig …
Das Zitat, oben, ist eine Kunstkritik zu:
http://www.ruhrbarone.de/tag-am-meer/
“Tag am Meer”
Ingo Bading
23. September 2010 at 09:15
Vielen Dank. Wirklich interessante Beiträge.
Allerdings finde ich die Schlußfolgerung etwas kurzatmig, wenn gesagt wird:
“(…) Kinder bekommen ist eine Wahnidee, da Kinder unglücklich machen.”
Was würde wohl Nietzsche zu solchen Bewertungen sagen (man weiß, was er will und was die heutige Genetik als möglich erkannt hat: “nicht fort sollt ihr euch pflanzen, sondern hinauf”):
“‘Wir haben das Glück erfunden’ — sagen die letzten Menschen und blinzeln.” Will heißen: Wer sagt denn, daß Glück der Sinn des Lebens ist? Der nicht-pazifistische Freiheitskämpfer etwa? Macht Opferbereitschaft glücklich und ist nur deshalb sinnvoll?
Jedenfalls insgesamt fast ein genauso spannender Forschungsbereich wie Evolution der Religiosität, nämlich die Evolution der Bereitschaft, sich trotz vieler Mühen und trotz viel Streß und Entbehrung für Kinder zu entscheiden.