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Che Guevara: Stalinist und Massenmörder

12 Jul

(Update!) Che Guevara war ein totalitärer, stalinistischer Massenmörder. Er unterstützte die (und machte Gebrauch von der) Todesstrafe, er zensierte das Kino, kämpfte gegen freie Wahlen, sorgte für die Armut der Massen, er verfolgte Homosexuelle und außerdem hat er den Rock’n Roll verboten.

Tipps:

Die Tötungsmaschine: Che Guevara, vom kommunistischen Mörder zur kapitalistischen Marke

Mullahs suchen marxistische Idioten: Guevaras Familie war 2007 auf einer Konferenz der iranischen Mullahs. Dort wurde behauptet, Che wäre gegen den Kommunismus gewesen und er habe an Gott geglaubt. Die Mullahs wollten Guevara instrumentalisieren für ihren eigenen totalitären Wahn. Als Guevaras Tochter Aleida aufstand und sagte, ihr Vater habe nicht an Gott geglaubt, wurde sie des Saales verwiesen.

Hätte ich das mal gewusst (dass er ein ideologischer Massenmörder war), bevor ich mir ein Sweatshirt mit Guevara-Portrait gekauft hatte (irgendwann mit 16, oder so). Das Blöde ist, dass es einem ja niemand mitteilt. Über absolut jedes Thema muss man sich aufwändig selbst informieren und erst nach Jahrzehnten hat man eine vage Vorstellung, welche Quellen halbwegs verlässlich sind. Fast unsere gesamte Kultur besteht aus Mythen. Niemand braucht von sich zu behaupten, er wäre aufgeklärt. Man wird immerzu neu überrascht, welchen Unsinn man zuvor geglaubt hat.

Ergänzung:

Alleine wegen Che Guevaras zentralistischer Wirtschafts- und Finanzpolitik sind Tausende gestorben.

Che hat zahlreiche Mitstreiter wegen Kleinigkeiten erschossen oder erschießen lassen. Später bekam er die Aufsicht über das Gefängnis La Cabaña, wo er 200-2000 Morde angeordnet hat.

„Die hymnische Beschwörung des Kolonialsklaven, der erst indem er seine Hände in das Blut der ermordeten Frauen und Kinder eingeschlossen tauchte „wahrhaft zum Menschen wurde“, wie sie der Arzt und Schriftsteller Frantz Fanon mit einem Vorwort von Jean-Paul Sartre in die intellektuelle Community Europas vor 1968 warf, oder die phantastischen Weltbrandstiftungsszenarien eines Ché Guevara, die noch aus der „atomaren Asche“ den Neuen Menschen entstehen sahen, können sich mit der Dschihadistenlyrik eines Bin Laden ohne Weiteres vergleichen.“
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,394248,00.html

Che gründete ein Konzentrationslager in Guanahacabibes:

„Später richtete er das erste Arbeitslager Kubas ein, für Menschen, „die kleinere oder größere Vergehen gegen die revolutionäre Moral begangen haben“. Seinen Untergebenen im Industrieministerium drohte er, sie könnten dort „Ferien verbringen“, wenn sie nicht spurten.“

In diesem Lager mussten Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Angehöriger afro-kubanischer Religionen und apolitische Rebellen Zwangsarbeit machen.

„Am liebsten scharte er die jüngsten der Truppe um sich – heute würde man sagen: Kindersoldaten. „Er sagte, sie wären verrückter als ältere, würden mehr aufs Spiel setzen und nicht lange nachdenken“, erzählt einer, der mit ihm in den Bergen war.
http://www.taz.de/index.php?id=start&art=5721&id=koepfe-artikel&src=HL&cHash=c36acdc6f7

Selbstmordattentate, so meinte Che, ehren die Familie. Kommt einem bekannt vor.

Wie kann man nur einen totalitären Massenmörder glorifizieren? Guevara war gegen die Freiheit und unter ihm sind die Menschen verarmt. Er liebte Gewalt, hasste Schwule und rassistische Bemerkungen waren ihm auch nicht fremd. Solche Leute verehrt man nicht.

 
15 Comments

Geschrieben von am 12. Juli 2010 in Politik

 

15 Antworten zu Che Guevara: Stalinist und Massenmörder

  1. Bruder Spaghettus

    13. Juli 2010 at 11:58

    >>Als Guevaras Tochter Aleida aufstand und sagte, ihr Vater habe nicht an Gott geglaubt, wurde sie des Saales verwiesen.

    Hätte ich das mal gewusst, bevor mich mir ein Sweatshirt mit Guevara-Portrait gekauft hatte (irgendwann mit 16, oder so).<<

    Du hättest dir keine Shirt gekauft, wenn du gewusst hättes, Che hat nicht an Gott geglaubt? Was für ne Welt in der Leute nur noch Shirt von Gottesanbetern tragen wollen? Ist das nicht tief, oder doch hoch?, tragisch?

    Ich verstehe die Welt nicht mehr. Möge das Monster endlich den Re-Start machen.

     
    • derautor

      13. Juli 2010 at 13:23

      Wie kann man es nur fertigbringen, das so misszuverstehen? Da fängt ein neuer Absatz an, der sich auf die Grundaussage bezieht (Che war ein stalinistischer Massenmörder, also sollte man kein T-shirt mit seinem Portrait darauf tragen). Dass er nicht an Gott geglaubt hat, ist völlig irrelevant. Ich habe nur auf den iranischen Versuch hinweisen wollen, Guevara zu instrumentalisieren. Natürlich war er Kommunist und Atheist und kein Islamist. Ich finde das einfach tragikomisch und einen Hinweis wert.

       
  2. Bruder Spaghettus

    13. Juli 2010 at 13:44

    Naja, ich hätte wohlh nen Zwinkersmiley machen sollen.
    Aber es hat mir einfach Spaß gemacht, dich mal mit zwei aufeinaderfolgenden Sätzen so zu interpretieren, wie du es sonst selbst gern mal sogar mit einzelnen Sätzen machst. ;)

     
  3. Fabian

    13. Juli 2010 at 16:21

    Warum hast du dir dann überhaupt dieses T-Shirt gekauft? Ich konnte noch nie verstehen, warum Leute mit dem Bild eines Massenmörders auf ihrem T-Shirt durch die Gegend rennen. Als ich das erste Mal jemanden mit einem solchen T-Shirt sah, hab ich mich über den Typen informiert und konnte anschliessend erst recht nicht verstehen, warum jemand ein solchen T-Shirt anzieht.

     
    • derautor

      13. Juli 2010 at 19:04

      In meinem Fall wusste ich das einfach nicht. Ich bin davon ausgegangen, dass Che Guevara einen bösen Diktator bekämpft hat (was ich im Allgemeinen nach wie vor für eine gute Idee halte, nur war Che selbst ein totalitärer Spinner).

       
  4. Bruder Spaghettus

    13. Juli 2010 at 17:11

    Warum? Vielleicht, weil es auf alles verschieden Sichtweisen gibt, so auch auf Che. Hier die von Wolf Biermann:

    Uns bleibt, was gut war und klar war
    Daß man bei Dir immer durchsah
    Und Liebe, Haß, doch nie Furcht sah
    Comandante Che Guevara

    Sie fürchten Dich, und wir lieben
    Dich vorn im Kampf, wo der Tod lacht
    Wo das Volk Schluß mit der Not macht
    Nun bist du weg – und doch geblieben
    Uns bleibt, was gut war und klar war…..

    Und bist kein Bonze geworden
    Kein hohes Tier, das nach Geld schielt
    Und vom Schreibtisch aus den Held spielt
    in feiner Kluft mit alten Orden
    Uns bleibt, was gut war und klar war…..

    Ja, grad die Armen der Erde
    Die brauchen mehr als zu fressen
    Und das hast Du nie vergessen
    Dass aus den Menschen Menschen werden
    Uns bleibt, was gut war und klar war…..

    Ach ja, und das mit dem Massenmörder wollte ich noch mal hinterfragen. Ab wieviel Morden zählt man als Massenmörder und wann und wo hat Che die begangen?

     
    • derautor

      13. Juli 2010 at 18:58

      Ossis haben die SED-Propaganda aber ordentlich verinnerlicht. Alleine wegen Che Guevaras zentralistischer Wirtschafts- und Finanzpolitik sind Tausende gestorben.

      Che hat zahlreiche Mitstreiter wegen Kleinigkeiten erschossen oder erschießen lassen. Später bekam er die Aufsicht über das Gefängnis La Cabaña, wo er 200-2000 Morde angeordnet hat.

      “Die hymnische Beschwörung des Kolonialsklaven, der erst indem er seine Hände in das Blut der ermordeten Frauen und Kinder eingeschlossen tauchte “wahrhaft zum Menschen wurde”, wie sie der Arzt und Schriftsteller Frantz Fanon mit einem Vorwort von Jean-Paul Sartre in die intellektuelle Community Europas vor 1968 warf, oder die phantastischen Weltbrandstiftungsszenarien eines Ché Guevara, die noch aus der “atomaren Asche” den Neuen Menschen entstehen sahen, können sich mit der Dschihadistenlyrik eines Bin Laden ohne Weiteres vergleichen.”
      http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,394248,00.html

      Che gründete ein Konzentrationslager in Guanahacabibes:

      “Später richtete er das erste Arbeitslager Kubas ein, für Menschen, “die kleinere oder größere Vergehen gegen die revolutionäre Moral begangen haben”. Seinen Untergebenen im Industrieministerium drohte er, sie könnten dort “Ferien verbringen”, wenn sie nicht spurten.”

      In diesem Lager mussten Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Angehöriger afro-kubanischer Religionen und apolitische Rebellen Zwangsarbeit machen.

      “Am liebsten scharte er die jüngsten der Truppe um sich – heute würde man sagen: Kindersoldaten. “Er sagte, sie wären verrückter als ältere, würden mehr aufs Spiel setzen und nicht lange nachdenken”, erzählt einer, der mit ihm in den Bergen war.
      http://www.taz.de/index.php?id=start&art=5721&id=koepfe-artikel&src=HL&cHash=c36acdc6f7

      Selbstmordattentate, so meinte Che, ehren die Familie. Kommt einem bekannt vor.

      Wie kann man nur einen totalitären Massenmörder glorifizieren? Guevara war gegen die Freiheit und unter ihm sind die Menschen verarmt. Er liebte Gewalt, hasste Schwule und rassistische Bemerkungen waren ihm auch nicht fremd. Solche Leute verehrt man nicht.

       
  5. Randifan

    13. Juli 2010 at 19:06

    “Die Mullahs wollten Guevara instrumentalisieren für ihren eigenen totalitären Wahn. Als Guevaras Tochter Aleida aufstand und sagte, ihr Vater habe nicht an Gott geglaubt, wurde sie des Saales verwiesen.”
    Die Mullhas suchen Verbündete und keine Freunde, da sind die Diskussionen um die Differenzen untereinander nur ein Störfaktor.

    Che Guevara war auch ein Rassist, bei seinen Feldzug im Kongo äußerte er sich abfällig über die Schwarzen.
    http://www.cracked.com/article_18606_8-historic-symbols-that-mean-opposite-what-you-think_p1.html

     
  6. Sofa

    13. Juli 2010 at 19:10

    >> Warum? Vielleicht, weil es auf alles verschieden Sichtweisen gibt, so auch auf Che.

    Aber nur eine Realität

     
    • Bruder Spaghettus

      14. Juli 2010 at 06:22

      Sicher?

      Vor allem aber, wer kennt die bzw. legt die fest.
      Was ich mehr so allgemein meine. Im Falle Che wurde ganz sicher glorifiziert und ohne sein “romantisches” Ende in der Wildnis wäre er wohl schon früher anders beurteilt wurden.

      Übrigens liegt Andreas mit seiner neuen Pauschalbehauptung von den Ossis, die die SED-Propagande tief verinnerlicht hätten, wie üblich mal wieder völlig neben dieser Realität. Che war, nicht nur im Osten, der Held der Kinder- bzw. Jugendzimmer, aber nie der Held der SED. Im Gegenteil.

       
  7. Randifan

    14. Juli 2010 at 20:40

    Die ideologischen Unterschiede zwischen Pol Pot und
    Che Guevara sind kleiner, als viele es wahr haben wollen.

     
  8. antx

    16. Juli 2010 at 12:07

    Also Andreas mag ja so manches sehr verzehrt sehen, aber letztendlich geht es doch hier darum, dass Che Guevara nicht als Symbol taugt. Man pickt sich da die Rosienen raus und ignoriert die reale Geschichte. Darüber sollte man aufklären und das macht Andreas hier.

     
  9. Stefan

    17. Juli 2010 at 12:59

    Man muss kein Geschichtsexperte sein, um zu wissen, dass es dämlich ist, mit dem Gesicht irgendeiner Berühmtheit auf dem T-Shirt herumzulaufen.
    Leute landen nicht auf T-Shirts, weil sie irgendwas tolles gemacht haben. Sie landen dort, weil es andere Leute gibt, die deren Ideologie anhimmeln. Solche Ideologien werden angehimmelt, weil sie andere Ideologien diskriminieren. Ganz einfach, oder? ;)

    Kleiner Modetipp: Wenn schon T-Shirt mit Ikone, dann gleich richtig: http://www.lowbird.com/data/images/2010/06/mindcrap-27.jpg
    Da weiß man wenigstens was man hat und vom wem man demnächst verprügelt werden könnte.

     
  10. Alex

    16. Oktober 2010 at 16:52

    Ein wirklich schöner Artikel mit einer netten Diskussion am Anschluss. Jeder der ein Tshirt von diesem Typen trägt sollte sich das hier durchlesen.
    Danke für diesen Beitrag. Du hast mich aufgeklärt ^^

     
  11. H. Lektor

    17. Oktober 2010 at 14:26

    Btr. Ossis: Bin ich jetzt kein richtiger Ossi, weil die Wende vor meinem Erinnerungsvermögen einsetzte?

    Abo’ des is schee: “Fast unsere gesamte Kultur besteht aus Mythen. Niemand braucht von sich zu behaupten, er wäre aufgeklärt. Man wird immerzu neu überrascht, welchen Unsinn man zuvor geglaubt hat.”

    Wahre Aufklärung hört niemals auf.

     
 
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