Die neue Sozialministerin von Niedersachsen, die sich für ein Abhängen der Kreuze in staatlichen Schulen ausgesprochen hatte, steht in der Kritik (oder sollte sie zumindest), weil sie 2008 als Managerin der Briefzustellerfirma TNT die Bezahlung der Postboten auf Mindestlohnniveau oder darunter absenkte.
Telepolis zum Thema:
So meinte beispielsweise der Frankfurter Verfassungsrechtsprofessor Otto Ernst Kempen, die Politikerin habe damals “Arbeitsverhältnisse am Rande der Legalität” geschaffen. Özkan bestritt dies mit der Behauptung, dass ja der TNT Post Betriebsrat “zu jeder Zeit partnerschaftlich” in die Lohnverhandlungen eingebunden gewesen sei.
Nun will eben dieser Betriebsrat der frischgebackenen Sozialministerin eben diese Behauptung rechtlich untersagen lassen. Dem Betriebsratsvorsitzenden Gerhard Czerwinski zufolge war das Gremium nämlich “niemals in solche Verhandlungen eingebunden”. Stattdessen habe Özkan lediglich mit der Christlichen Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation verhandelt, die seinen Angaben zufolge in der Hamburger Niederlassung kaum Beschäftigte vertritt, weshalb strittig ist, ob sie überhaupt Verträge abschließen durfte.
“Christliche” Gewerkschaften sind Kapitalisten der schlimmsten Sorte, die Arbeiter zum Frühstück verspeisen und ihre Knochen an die Hunde verfüttern. Ich frage mich ja immer wieder, wie man sich dabei fühlt, im Dienste des Bösen und das Elends der Menschheit zu stehen. Man könnte Özkan fragen, die müsste sich damit auskennen. Da hilft die Kreuz-Aktion auch nicht mehr, wenn sie ansonsten den Ausbeutern der Frühindustrialisierung Konkurrenz machen will.
Warum lässt sie nicht gleich Kinder in ihren geheimen Minen nach Diamanten graben? Obwohl, wahrscheinlich macht sie das auch.
Immerhin habe ich auch für die Postboten ein Solidaritäts-Lied im Angebot:










caruslav
10. Mai 2010 at 16:58
Kurze Anmerkung: Özkan ist Ministerin in Niedersachsen.
PlainCitizen
10. Mai 2010 at 19:28
“Warum lässt sie nicht gleich Kinder in ihren geheimen Mienen nach Diamanten graben? ”
Mienen?
DerSeher
11. Mai 2010 at 14:06
Die Rechtschreibgestapo ist da, hurra!
derautor
11. Mai 2010 at 14:23
Ist schon ok, wenn man mich auf Fehler hinweist.
hakidus
10. Mai 2010 at 21:40
Sie hat es nicht leicht. Wer weiss, was noch alles kommt. Man muss nicht alles glauben, was ab jetzt so erzählt wird. Sie ist Ministerin, da ist der Neid gross.
Sethroth
15. Mai 2010 at 16:43
Ich find es viel trauriger das man sie sofort aus dem Verkehr ziehen möchte, nach dem sie sich getraut hat sich dafür einzusetzen Kreuze aus öffentlichen Räumen zu verbannen…