Auf tagesschau.de gibt es eine Umfrage zum Thema Kreuze in Klassenzimmern. Anlass ist die CDU-Debatte, welche die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan auslöste. Sie meinte, dass Kreuze nicht in staatliche Schulen gehören, hat diese Meinung unter Druck ihres Chefs und ihrer Partei aber zurückgezogen. Die CDU/CSU setzt sich damit offiziell über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1995 hinweg, das Kreuze in staatlichen Schulen untersagt, weil sie gegen die staatliche Neutralität verstoßen.
Die CDU/CSU ist also eine verfassungsfeindliche Partei, die Minderheiten ihre Rechte abspricht, die sich nicht für die Gesetze ihres eigenen Landes interessiert, und die auch ansonsten gut mit den iranischen Ayatollahs auskommen dürfte. Sie verdient die Verachtung aller anständigen Bürger, denen Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit etwas bedeuten. Aber das ist ja nichts Neues.
Hier also die Umfrage:
„Die designierte niedersächsische CDU-Sozialministerin Özkan meint, dass Kruzifixe in staatlichen Schulen nichts zu suchen hätten. Mit diesem Vorstoß hat sie eine neue Debatte entfacht. Was meinen Sie: Dürfen Kruzifixe in öffentlichen Schulen hängen?“










buzzti
26. April 2010 at 21:53
Wurde da auf sämtlichen Christen-Seiten mobilisiert oder warum steht das auf 50:50? oO
derautor
26. April 2010 at 22:12
Ich kann die Leute echt nicht abhaben, die hier mobilisieren. Darum weise ich lediglich auf die Abstimmung hin.
Darth
27. April 2010 at 11:20
Unverständlich, warum Frau Özkan zurückrudert. Oder doch verständlich, wenn man nichts bewegen will, sondern sich integrieren will – integrieren in die Politprominenz mit all den vorzügen, die z.B. ein Ministeramt bietet……
derautor
27. April 2010 at 11:25
Dazu gehört viel Stärke und Integrität, angesichts persönlicher Nachteile weiterhin das Richtige zu tun. Da Frau Özkan diese Integrität nicht aufweist, werde ich sie doch nicht zur Kanzlerin wählen. Auch wenn ihr das wohl recht egal ist.
Bebu
27. April 2010 at 13:53
Was könnte man in diesem Land für einen Spass haben, wenn man nur genug Geld hätte…
Dann könnte man z.B. medienwirksam die Kirchen des heiligen Penis und der heiligen Vagina gründen und verlangen, dass die entsprechenden Glaubenssymbole neben dem Kreuz in Klassenzimmern zu hängen haben. Oder man verteilt an alle Schulen Sätze mit den Symbolen aller möglichen Weltanschauungen und verlangt, dass diese aufgehängt werden.
Oder oder oder…
Alles nur um ein paar verstockte C-Parteiler zu ärgern
Brigitte Schaupp
28. April 2010 at 08:53
Wir leben hoffentlich in einem demokratischen Land. Man kann den Schulen nicht vorschreiben aber doch auch nicht verbieten, ein Kreuz aufzuhängen, das Symbol des Christentums ist.
Dann dürften Lehrer in Klassenzimmern auch bald nicht mehr über ihren persönlichen Glauben sprechen?
Das wäre doch traurig. Ich bin Christin, ich respektiere und achte andersgläubige Menschen. Mit dem Zeichen des Kreuzes in unseren Schulen (im christlichen Abendland) wird niemand anders verunglimpft. Es zeigt einen mitleidenden Gott!
derautor
28. April 2010 at 11:36
1. Trennung von Staat und Kirche als Grundprinzip einer modernen Demokratie.
2. Sie respektieren andersgläubige Menschen kein bisschen, weil Sie Ihnen das Symbol Ihrer eigenen Ideologie aufzwängen.
3. Wir wollen Ihren Gott nicht, ob mitleidend, fluchend, spaßend oder in Form einer lilafarbenen Auster.
Bebu
28. April 2010 at 13:44
„Dann dürften Lehrer in Klassenzimmern auch bald nicht mehr über ihren persönlichen Glauben sprechen?“
—> Sollte ich Kinder an einer _staatlichen_ Schule haben und sollte ein Lehrer außerhalb eines Bekenntnisunterrichts (den meine Kinder nicht besuchen würden) dazu beitragen meinen Kindern eine zurückgebliebenes Weltanschauung nahezubringen, weil er/sie einfach nicht die Klappe über seinen/ihren persönlichen Glauben halten kann, wäre das für mich ein sofortiger Anlaß mich bei der Schulleitung zu beschweren.
„Das wäre doch traurig.“
–> Wieso wäre es traurig, wenn man Kindern nicht jedes beschissene Märchen auftischen darf? Schlimm genug, dass man Kindern Blödsinn über Weihnachtsmänner, Osterhasen, etc. erzählt.
„Ich bin Christin, ich respektiere und achte andersgläubige Menschen. Mit dem Zeichen des Kreuzes in unseren Schulen (im christlichen Abendland) wird niemand anders verunglimpft. Es zeigt einen mitleidenden Gott!“
–> Sie haben scheinbar ihr Buch nicht gelesen. Denn von mitleidend steht da nicht sonderlich viel drin. Dafür sehf viel darüber, welchen Spaß ihr mitleidender Gott dabei hat allen möglichen Menschen Leid zuzufügen.
Davon abgesehen wird natürlich jedes Opfer des Christentums mit diesem Symbol verunglimpft.