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Harry Potter ist ein Werk des Teufels

15 Apr

…finden jedenfalls verrückte Christen. Wusstet ihr schon, dass der Blitz auf Harrys Stirn eigentlich von Thor stammt und von den Nazis gebraucht wurde? Dieser Blitz ist nämlich sehr mächtig. Er hat reale magische Kräfte! Weil nämlich Magie real ist! Glauben diese Christen (steht ja auch in der Bibel).

 
14 Comments

Geschrieben von am 15. April 2010 in Bücher, Religionskritik

 

14 Antworten zu Harry Potter ist ein Werk des Teufels

  1. Trinculo

    15. April 2010 at 08:26

    Moment mal. Sagt die wirklich:
    “He’s sucking the unicorn.”???

     
    • Der mit dem Glauben tanzt

      15. April 2010 at 09:49

      Kennt man ja von Harry Potter und ein Stein :D

       
  2. Stefan

    15. April 2010 at 11:49

    …also damit ich das jetzt wirklich richtig verstehe…das ist kein witz? keine satire? die seite un das video sind von besorgten christen?

     
    • derautor

      15. April 2010 at 13:20

      Die Website nicht, dort sammeln sie schräge Videos. Aber das Video ist echt und von besorgten Christen.

       
  3. buchstaeblich

    15. April 2010 at 14:35

    Was soll man erwarten von Leuten, die glauben, wenn ihre Kinder unbeschadet von draußen wieder hereinkommen, es ausschließlich daran läge, dass sie die Kinder vor dem Hinausgehen mit Wasser aus dem lokalen Weihwasserbecken bespritzt haben.

     
  4. Heinrich v. Bourbon

    15. April 2010 at 14:44

    Musste da gleich an diese unsägliche erzkonservative und papstgeile Katholin Gabriele Kuby denken. Die hat nämlich vor einiger Zeit ihr Buch “Harry Potter . Gut oder Böse?” (allein schon bei dem Titel würden sich bei MSS die Haare sträuben^^)herausgebracht.

    In diesem Machwerk (das auf Amazon übrigens die rekordverdächtige Wertung von 1 1/2 Sternen bekommen hat) behauptet sie doch allen ernstes, dass Harry Potter selbst böse wäre, da er ja mit Voldemort in einer magischen Verbindung stehe.
    Auch meint sie, dass die Muggel in dem Buch als minderwertig dargestellt werden, eigentlich ist es ja so, dass die “bösen” Todesser (die wohl für Nazis stehen sollen), die Muggel und Muggelstämmige aufgrund ihres “unreinen Blutes” diskriminieren, von den “Guten” (Harry und seine Freunde) bekämpft werden.

    Naja, hier sind ihre 10 wasserdichten Argumente gegen Harry Potter:

    “1. Harry Potter ist ein globales Langzeitprojekt zur Veränderung der Kultur. Die Hemmschwelle gegenüber Magie wird in der jungen Generation zerstört. Damit dringen die Kräfte in die Gesellschaft ein, die das Christentum einst überwunden hat. [konnte Jesus nicht auch zaubern?^^]

    2.Hogwarts, die Schule für Zauberei und Hexerei, ist eine geschlossene Welt der Gewalt und des Grauens, der Verfluchung und der Verhexung, der Rassenideologie und des Blutopfers [...war Jesus das nicht ebenfalls?^^], des Ekels und der Besessenheit. Es herrscht eine Atmosphäre ständiger Bedrohung, die sich auf den (jungen) Leser überträgt.

    3.Harry Potter handelt nicht vom Kampf des Guten gegen den Bösen. Von Band zu Band wird Harrys Verwandtschaft mit Voldemort, dem ganz und gar Bösen, deutlicher. Im V. Band wird er selbst von Voldemort besessen, was zur Zerstörung seiner Persönlichkeit führt.

    4.Die Menschenwelt wird erniedrigt, die Welt der Hexen und Zauberer glorifiziert.

    5.Es gibt keine positive transzendente Dimension. Das Übernatürliche ist ausschließlich dämonisch. Göttliche Symbole werden pervertiert.

    6.Harry Potter ist kein modernes Märchen. Im Märchen sind Zauberer und Hexen eindeutig Gestalten des Bösen, aus deren Macht sich der Held durch die Ausübung von Tugenden befreit. Bei Harry Potter gibt es niemanden, der das Gute will.

    7.Die Unterscheidungsfähigkeit des Lesers zwischen Gut und Böse wird durch emotionale Manipulation und intellektuelle Verwirrung außer Kraft gesetzt.

    8.Es ist ein Vergehen an der jungen Generation, sie spielerisch zur Magie zu verführen und ihre Phantasie mit Bildern einer Welt anzufüllen, in der das Böse regiert, eine Welt, die nicht nur als ausweglos, sondern als erstrebenswert dargestellt wird.

    9.Jeder, dem an Meinungsvielfalt gelegen ist, sollte sich gegen die Massenverblendung und Meinungsdiktatur durch ein gigantisches Multimedia-Unter-nehmen zur Wehr setzen.

    10.Da der Glaube an einen liebenden Gott systematisch zerstört wird, ist die schulische Indoktrination mit Harry Potter intolerant und widerspricht dem Geist unserer Verfassung. Die Teilnahme an schulischen Potter-Aktivitäten kann aus Glaubens- und Gewissensgründen verweigert werden.”

    das in den [...] sind Anmerkungen von mir.

    http://www.gabriele-kuby.de/buecher/harry-potter/

    Auf ihrer Homepage ist sie übrigens mächtig stolz auf ihre Briefe von Ratze, dem sie ihr Buch geschickt hat….

     
  5. Cyrano

    15. April 2010 at 16:18

    Fernab des christlichen Reflexes gegen Magie (Du sollst keine andren Zauberer neben mir verehren), sind einige Kritikpunkte, mögen sie auch von einer unsympatischen Gruppe von Kritikern hervorgebracht werden, durchaus valide: Insbesondere die Problematik der “Minderwertigkeit” der Muggel wird etwa nur idealistisch aufgelöst (nach dem Motto: die ham halt andre Qualitäten als Zauberer), bleibt real aber bestehen. Zauberer sind “Muggeln” überlegen, und noch dazu haben “Rein/Halbblütige” öfter Zaubererkinder als “Muggel”…
    Anders als bei realem Rassismus krankt die Kritik des Rassismus in der Fantasy tatsächlich immer daran, dass Unterschiede zwischen “Rassen” nicht nur von Rassisten im Text Angenommen werden, sondern als Kanon etabliert.

    Interessant im Bezug auf Harry Potter ist allerdings, dass Kritik aus dem christlichen Lager den messianischen u. kalvinistischen Unterton stets unterschlägt oder übersieht, gerade dieses predigerhafte, mit dem dem Leser das Blutopfer für die Gemeinschaft und die Prädestinationslehre nahegebracht wurde, verhagelte mir einst den Genuss an einer Kinder/Jugendbuch-Reihe, deren erste Bände ich noch mit Spaß las…

    - Vielleicht ist Harry Potter aber auch wirklich abgrundtief böse, immerhin sagt Rowling:
    http://today.msnbc.msn.com/id/20026225/

    - Zum Rowlingschen Calvinismus findet sich bei Ferretbrain ein wie ich finde interessanter Artikel:
    http://ferretbrain.com/articles/article-161

    -Wie Harry Potter zu retten ist habe ich mir hier überlegt:
    http://sonntagsgesellschaft.wordpress.com/2010/01/07/harry-potter-eine-notwendige-revision/

     
    • derautor

      15. April 2010 at 17:49

      Die Kritik, die du hier verlinkt hast, finde ich sehr treffend:
      http://ferretbrain.com/articles/article-149

      Es ist genau diese passive Schicksalsergebenheit, Autoritätshörigkeit und Todesglorifikation, die mich gestört hat, und die mich dazu gebracht haben, die Terry-Rotter-Bücher zu schreiben, in denen der Hauptcharakter das extreme Gegenteil darstellt.
      http://feuerbringer.com/2010/03/10/terry-rotter-und-der-stein-des-anstoses/

       
      • Der mit dem Glauben tanzt

        15. April 2010 at 19:51

        Wo du schon dabei bist, werkelst du schon an der Fortführung von Teil 3?

         
      • derautor

        15. April 2010 at 19:54

        Nein, ich überarbeite gerade Teil 2. Den könnte es als Online-Beigabe zum zweiten Trio-Buch geben.

         
    • Heinrich v. Bourbon

      16. April 2010 at 11:17

      Nun ja, dass die Zauberer den Muggeln überlegen sind, liegt ja in der Natur der Sache. Die einen können eben die Naturgesetze ausser Kraft setzen und die anderen nicht.
      Aber das macht die Muggel ja nicht minderwertiger, wie Kuby es meint.

      Das kann man vielleicht mit behinderten Menschen in der realen Welt vergleichen. Selbstverständlich ist ein Mensch mit Beinen einem Menschen ohne Beine im Alltag klar überlegen. Aber dieser Unterschied macht den Behinderten ja nicht minderwertiger. Dieser Unterschied bleibt real bestehen, aber der Wert des Menschen (im Sinne von gleiches Recht auf Leben etc.) bleibt.
      Dazu kommt, dass zwar Rein/halbblütige Menschen, öfters magische Nachkommen haben, allerdings stammen bei Rowling auch überaus begabte Magier (z.B. Lilly/Hermine) von Muggeln ab.

       
  6. buchstaeblich

    15. April 2010 at 18:10

    Es ist wirklich nicht schwierig, Harry Potter UND Religion daneben zu finden.

     
  7. pufaxx

    16. April 2010 at 14:48

    Ich frag mich ernsthaft, was an “Harry Potter” gefährlicher als die Idee sein soll, dass sich irgendwer vor 2.000 Jahren ans Kreuz hat nageln lassen, damit uns alle Sünden vergeben werden? “Man muss nur dran glauben – und alles ist in Ordnung”?!

    Sorry – SOLCHE Leute machen mir Angst.

     
    • pufaxx

      16. April 2010 at 14:51

      Besonders geil: “The lie on this is that witchcraft IS reality” – Samma! Geht’s noch?

       
 
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