Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Rate von Sexualverbrechen abnimmt, wenn der Pornokonsum in einer Gesellschaft zunimmt.
Außerdem verbessern Pornos das Frauenbild von Männern und reduzieren Frauenfeindlichkeit.
Die Verdammung von Pornographie durch religiöse und feministische Kreise basiert auf keinerlei empirischen Belegen. Im Gegenteil wurde festgestellt, dass sexuelle Gewalt mit der Verfügbarkeit von Pornographie zurückgeht.
In den USA gingen die Fälle von Vergewaltigung zwischen 1975 und 1995 laut den nationalen Statistiken des FBI-Kriminalamts signifikant zurück, während die Verfügbarkeit von Pornografie zunahm. Und dies insbesondere bei den Altersgruppen zwischen 20-24 und zwischen 25-34, in denen die Leute am häufigsten das Internet gebrauchen. Laut nationalen Studien von Berl Kutchinsky über Dänemark, Schweden, Westdeutschland und die USA zwischen den 1970ern und 1980ern nahmen die Vergewaltigungsfälle zwischen 1964 und 1984 ab oder blieben relativ konstant, als Pornografie weit verfügbar wurde. Spätere Untersuchungen zeigten identische Ergebnisse für andere Länder, darunter Japan, Kroation, China, Polen, Finnland und Tschechien.
In den USA ist Vergewaltigung seit zwei Jahrzehnten rückläufig und in Ländern, in denen der Besitz von Kinderpornografie legal ist, haben die Fälle von Kindesmissbrauch abgenommen.
Michael Goldstein und Harold Kant haben herausgefunden, dass Vergewaltiger häufiger als Nicht-Vergewaltiger in der Gefangenenpopulation für den Konsum von Pornografie als Jugendliche bestraft wurden, während andere Studien zeigen, dass inhaftierte Nicht-Vergewaltiger mehr Pornografie, und in einem jüngeren Alter, gesehen haben als Vergewaltiger.
Stattdessen korreliert eine strikte, repressive religiöse Erziehung stark mit Sexualstraftaten. Laut Richard Green benutzen sowohl Vergewaltiger als auch Kindervergewaltiger weniger Pornografie als die Kontrollgruppe “normaler” Männer.
Führt Pornokonsum zu Frauenverachtung?
Studien mit Männern und Frauen, die Sexfilme gesehen hatten, zeigten, dass sie signifikant toleranter und akzeptierender gegenüber Frauen waren als jene Männer und Frauen, die diese Filme nicht gesehen hatten und Studien von anderen Forschern – männlich wie weiblich – zeigten, dass es keine erkennbare Beziehung zwischen der Menge an Pornokonsum und dem Grade an frauenfeindlichen Haltungen gibt. Kein Forscher oder Kritiker hat jemals das Gegenteil aufzeigen können.
Quelle: Prof. Milton Diamond. Porn: Good for us?. The Scientist. Volume 24 | Issue 3 | Page 29 Date: 2010-03-01









kaembe
6. April 2010 at 16:28
“Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Rate von Sexualverbrechen abnimmt, wenn der Pornokonsum in einer Gesellschaft zunimmt.”
Korrelation Kausalität…
“Studien mit Männern und Frauen, die Sexfilme gesehen hatten, zeigten, dass sie signifikant toleranter und akzeptierender gegenüber Frauen waren als jene Männer und Frauen, die diese Filme nicht gesehen hatten”
Soll wohl heissen: Pornokonsum macht gewaltloser und “frauenfreundlicher”. Aber seltsam:
“Studien von anderen Forschern – männlich wie weiblich – zeigten, dass es keine erkennbare Beziehung zwischen der Menge an Pornokonsum und dem Grade an frauenfeindlichen Haltungen gibt.”
soll wohl andeuten, dass es keinen Zusammenhang gibt?
Subjektiv, höchst subjektiv. Etwas substantieller darf es schon sein. Bisher bewegt sich die Argumentation auf ähnlichem Niveau wie die Gegenseite.
derautor
6. April 2010 at 19:18
Es gibt Studien, die zeigen, dass Pornografie positive Auswirkungen hat und solche, die zeigen, dass sie neutrale Auswirkungen hat. Es gibt jedoch KEINE Studien, die negative Auswirkungen zeigen.
Und was ist daran subjektiv? Ich hasse diese Art von “Argumentation” so sehr, ich könnte explodieren! Man kann doch nicht einfach “subjektiv” schreiben, wenn einem abends mal langweilig ist. Man muss eindeutig anhand der Originalstudien aufzeigen, warum sie subjektiv sein sollen und sich nicht einfach was zusammenspinnen, um die eigenen Vorurteile zu bestätigen! Wenn du meinst, du bist ein besserer Wissenschaftler als Prof. Diamond und kennst dich besser mit seinem Fachgebiet aus, dann beweise es doch einfach!
Der mit dem Glauben tanzt
6. April 2010 at 19:29
Sehr schön ^^
Aber was soll man gegen Kindesmissbrauch machen? Kinderpornos können wir doch nicht legalisieren, die sind allgemein zu verachten, oder nicht?
derautor
6. April 2010 at 19:39
Man könnte fiktive Geschichten mit Sex zwischen Minderjährigen legalisieren (davon gibt es eine ganze Menge unter den “Harry Potter Fanfics”, hab ich irgendwo gelesen). Und man könnte gezeichnete Bilder der Art legalisieren – wie es in den USA schon der Fall ist. Daran können sich Pädophile abreagieren und dann missbrauchen sie keine ECHTEN Kinder – und ich wage zu behaupten, dass der Missbrauch echter Kinder in der realen Welt das Problem darstellt, und nicht, was auf Zeichenbrettern, auf Tastaturen oder in den Köpfen vor sich geht.
kaembe
6. April 2010 at 20:30
Ich fände es wunderbar, wenn neutrale oder gar positive Wirkungen bestätigt würden. Das entspräche sowohl meinem Bauchgefühl, als auch meiner gesellschaftlichen Utopie und meinem Menschenbild. Aber solange die eine Reihe Studien sagt es _gibt_ eine (positive) Wirkung, aber eine andere Reihe sagt es gibt _keine_ Auswirkung, ist die Frage nicht geklärt.
Wenn nämlich nicht klar ist, unter welchen Bedingungen es positive oder keine Auswirkungen gibt, kann man auch nicht ausschliessen, dass Pornografie unter bestimmten Bedingungen negative Auswirkungen auf die Gesellschaft und einzelne Menschen haben kann.
Es gibt hier offenbar verborgene Variablen, wie in diesem Fall: Vor Jahren behauptete eine “Studie”, dass es in besonders liberalen deutschen Städten besonders viele Vergewaltigungen gäbe. Je ländlicher und je südlicher, desto weniger. Böse böse Liberale, die fördern sexuelle Gewalt – NOT! Denn die Zahlen bezogen sich auf die _angezeigten_ Vergewaltigungen und Bremen hatte deshalb eine doppelt so hohe Quote, weil hier eine eigens gegründete Gruppe von Polizistinnen, Ärztinnen, Staatsanwältinnen und Opfer-Bertreuerinnen die Hemmschwelle für die Opfer ausreichend herabsetzt, _dass_ sie Anzeige erstatten. Verborgene Variablen.
derautor
6. April 2010 at 21:06
Man kann aus diesem einen Artikel nicht solche Schlussfolgerungen ziehen, da muss man sich erst näher mit der Materie befassen.
Stefan
6. April 2010 at 19:43
In welchen Länder ist Kinderpornographie denn legal? Zwar wird das ja regelmäßig behauptet, ich habe aber noch keine belastbare Quelle gesehen…
derautor
6. April 2010 at 19:45
Vielleicht ist fiktive Kinderpornografie (Bilder, Geschichten) gemeint, die ist z.B. in den USA legal. Dass echte Kinderpornografie irgendwo legal wäre, kann ich mir kaum vorstellen. Vielleicht in irgendeinem kaputten Land in Afrika oder in der islamischen Welt.
Stefan
6. April 2010 at 19:46
Erfahrungsgemäß ist in diesen Ländern eher jegliche Art von Pornographie verboten.
derautor
6. April 2010 at 19:50
Stimmt, aber es gibt auch islamische Länder, wo Kinderehen legal sind. Vielleicht ist so etwas dort erlaubt.
admiral
6. April 2010 at 21:39
Japanische Mangas bzw. Animees werden schon als Alternative benutzt…
skydaddy
7. April 2010 at 08:01
Eigentlich leuchtet es ein:
Weshalb sollte jemand die Mühe und das Risiko einer Vergewaltigung eigehen, wenn er sich seine Stimulation auch wesentlich einfacher verschaffen kann?
Bebu
7. April 2010 at 12:17
Leuchtet es wirklich ein?
Denn ich denke mal, dass viele Menschen, die “normale” Pornos gucken, dennoch selbst Sex haben bzw. haben wollen.
Von daher kann ich mir nur schwer vorstellen, dass fiktive Kinderpornografie wirklich ausreicht, um solche Wünsche komplett zu kontrollieren. Wobei ich davon jetzt auch zum ersten Mal höre und mich gerne von der Wirksamkeit überzeugen lasse.
derautor
7. April 2010 at 15:14
Zumindest sollte sie helfen, der Logik nach. Ich habe mal im Fernsehen so einen Pädophilen-Beauftragen, oder wie die heißen, gesehen, und der meinte, dass die sich mit Hilfe von Pornos oftmals gut in Schach halten können.
Bruno
26. April 2010 at 16:48
Es gibt eine neue Studie, die aufzeigt, dass Pornos für Jugendliche durchaus schädlich sein können. Einfach als falsches Vorbild!
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1270391647776.shtml
derautor
26. April 2010 at 17:26
Hier die Präsentation der Studie:
http://www.nlm.de/fileadmin/dateien/mediengespraeche/Studie_Porno_im_Web_2.0_Grimm_0_.pdf
Es wird mir nur noch schlecht, wenn ich so etwas lese. Diese Studie ist überwiegend ein Kulturprodukt und sie ist Politik (Selbstlegitimation vom Jugendmedienschutz), aber nur wenig Wissenschaft. Im Prinzip ist sie eine pseudowissenschaftliche Bestätigung dessen, was in postmodernistischen Clubs gerade an Ideologie im Trend liegt.
Ausgewertet wurden internationale Studien ausschließlich zur Erfassung der Pornonutzung, nicht zu ihren Folgen. Hierzu wurden lediglich Umfragen durchgeführt. Und hier hätten wir den Postmodernisten-Jargon:
“aktive Auseinandersetzung mit den
pornobezogenen stereotypen Geschlechterrollen und
hegemonialen Interaktionsmustern ermöglichen”
Hegemonial – Lieblingsbegriff der kulturrelativistischen Clique.
“Herausbildung einer Normalisierungsstrategie:
Pornos sind normal und Bestandteil des
Alltäglichen Medienkonsums männlicher
Jugendlicher.”
Was soll denn “Strategie” heißen? Sind Pornos etwa nicht normal und braucht man eine Strategie, um so zu tun, als wären sie das? Dies wäre das Gegenteil der Studienergebnisse, die aufzeigen, dass sie de facto normal sind.
“Den Mädchen ist bewusst, dass die Jungen über
eine Normalisierungsstrategie im Umgang mit
Pornos verfügen.”
Meine Lieblingsstelle. Wie wäre es mit meiner Version: “Den Jungen ist bewusst, dass die Mädchen über eine Ächtungsstrategie im Umgang mit Pornos verfügen.”
Wäre ebenso korrekt, aber da die Studie von einer Frau verfasst wurde, bekommen wir das nicht zu hören. Stattdessen sind die Männer die Triebtäter.
Moment, ich schreibe noch einen Kommentar, der hier wird zu lang…
derautor
26. April 2010 at 17:33
Gebt euch mal das: Sie ordnen in der Studie einen “Stefan” als “Reflektierter Pornomarkt-Kritiker” ein. Und wie sieht so eine reflektierte Pornomarkt-Kritik aus?
“Also ich glaube, die Sache ist halt – irgendwie die ganzen negativen Aspekte, die das so mit sich bringt. Also diese Pornoindustrie ist zum Großteil auch mit, weiß ich nicht, Kriminalität verbunden. Also seien es nun irgendwie die osteuropäischen Frauen, die da ausgebeutet werden oder was weiß ich. Also da ist ja schon viel, viel Kriminalität im Spiel. Irgendwie jetzt auch Kinderpornografie und so was. Irgendwie – diese ganze Branche bringt einfach sehr viel Leid mit sich. Und verursacht auch sehr viel Leid.”
Uninformiertes Gestammel. Komplette Ahnungslosigkeit und falsche Unterstellungen. Warum wird das in der Studie als “reflektiert” bezeichnet? Weil die Studienurheber dieser Ideologie wahrscheinlich zustimmen.
Und hier was zum totalen Abkotzen:
“Akzeptanz eines biologistischen Modells des
geschlechtsspezifischen Verhaltens sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen: Jungen haben Triebe und konsumieren daher Pornografie, Mädchen haben diese Triebe nicht und brauchen daher keine Pornografie.”
Ja, für diese Posmodernisten-Spinner gibt es eben nur Ideologien, nur -ismen. Also ist das keine biologische Erklärung, sondern eine biologistische. Was sonst?