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Armut für alle

25 Mrz

In diesem Lied erinnert die Punk-Band Ignite an den gewaltsamen bürgerlich-demokratischen Volksaufstand gegen das kommunistische Regime in Ungarn 1956. Dieser war zunächst erfolgreich: Innerhalb von ein paar Tagen ersetzte eine Mehrparteienregierung die kommunistische Einheitspartei. Wenig später marschierte jedoch die Sowjetarmee ein und besiegte schließlich das Volk, das unter Munitionsmangel litt. Der Westen lieferte nur verbale Unterstützung, auch die Nato hielt sich militärisch heraus.

Daraus können wir lernen:

1. Gegen ein Regime, das elementare Freiheitsrechte nicht anerkennt, hilft nur Gewalt. Gandhi und Martin Luther King waren in Bezug auf moderne Demokratien erfolgreich mit ihren gewaltlosen Demonstrationen – und nicht in totalitären Regimen, wo man sie einfach erschossen hätte, wie es dem Widerstand im Irak ergangen ist.

1. Andere freie Länder müssen sich mit bürgerlich-demokratischen Aufständischen solidarisieren. In Wort und Tat.

 
10 Comments

Geschrieben von am 25. März 2010 in Geschichte, Musik, Politik

 

10 Antworten zu Armut für alle

  1. folgsam

    25. März 2010 at 13:11

    vergiss jedoch nicht:

    1. Das funktioniert jedoch nur da, wo es eine breite Rebellenbasis gibt. In Afghanistan zb, weiß ich nicht ob es diese jemals gab.

     
  2. Walter Bornholdt

    25. März 2010 at 14:16

    Wenn man die vorgeblichen Erkenntnisse aus früheren “Freiheitskämpfen” kanalisiert und einseitig darstellt, kann man wunderbar in der heutigen Zeit – ganz unter freiheitlich demokratischen Prinzipien – den Frühkapitalismus wieder hoffähig machen. Was anders geschieht heute nicht und anscheinend funktioniert das recht gut so. In Deutschland auf alle Fälle!

     
  3. Randifan

    25. März 2010 at 14:47

    “Der Westen lieferte nur verbale Unterstützung, auch die Nato hielt sich militärisch heraus.”
    Was wäre die Alternative? Ein Dritter Weltkrieg.

    “Andere freie Länder müssen sich mit bürgerlich-demokratischen Aufständischen solidarisieren. In Wort und Tat.”
    Diese Forderung ist unrealistisch und scheitert an der Realpolitik. Unrealistisch vor allen deshalb, weil es nicht möglich jedes verbrecherische Regime zu stürzen und gleichzeitig die richtigen Leute unterstützen. Am Ende kommen Leute an die Macht, die nicht besser sind, als ihre Vorgänger.
    In Afghansistan wurden die Talibanen durch eine gemäßtiges islamisches Regime ersetzt.

    Saddam Hussein wurde gestürtzt, aber in Lybien regiert Gaddafi noch immer und ist im Westen trotz seiner Tat ein geachteter Staatsmann.

     
    • derautor

      25. März 2010 at 19:09

      Also besser gar nichts machen und die Leute verrecken lassen.

       
      • Randifan

        25. März 2010 at 19:44

        Die Foderungen nach Unterstützung “bürgerlich-demokratischen Aufständischen” durch “freie” Länder ist einfach unrealistisch und scheitert an der Realität. An den Mangel an “bürgerlich-demokratischen Aufständischen” und den Willen der “freien” Länder diesen Vorschlag umzusetzen.

         
  4. Bernd

    25. März 2010 at 17:13

    Es muss Iran heißen statt Irak – oder?

     
    • derautor

      25. März 2010 at 19:08

      Nein. Aber in geringerem Maße wird auch im Iran die Opposition ausgeschaltet.

       
  5. Martin

    25. März 2010 at 18:14

    @Nachdenkseiten-Leser: Zu dem Mißbrauch des Freiheitsbegriffs findet sich eine recht gute Erörterung in Dahrendorfs Buch “Versuchungen der Unfreiheit”. Er sieht die “ideologische” Verwendung des Begriffs um soziale Ziele zu verwirklichen “Gleichheit” etc. zu recht sehr kritisch.

    1. Gandhi war auch nur deswegen erfolgreich, WEIL es auch eine gewalttätige Seite gab. Und weil es für die Briten gesichtswahrender war das zu tun, was sie eh tun musstenb, indem sie edelmütig dem “Gewaltlosen” nachgaben. Dieselbe Rolle wie der gewalttätige indische Widerstand hatte bei King der gewalttätige Widerstand, z.B. der Black Panther u.a.
    Gewaltloser Widerstand funktioniert IMMER nur dort, wo er als Alternative zu einem existierenden, signifikanten gewalttätigen Widerstand auftritt.
    2.

     
  6. politbuerokrat

    25. März 2010 at 19:15

    In der DDR gings auch ohne Gewalt. Obwohl: Die konterrevolutionäre hatten sich in kirchen getroffen, und das ist ja eine brutstätte von autoritarismus und gewalt gegen demokratische regierungen wie in kuba.

     
    • derautor

      25. März 2010 at 19:19

      Entweder Christen glauben an einen persönlichen Gott, der das Recht hat, ihnen zu befehlen, wie sie zu leben haben – dann ist das Christentum autoritär – oder sie glauben das nicht, dann ist es kein Christentum. Befreiungsbewegungen brauchen keinen Aberglauben als Grundlage.

       
 
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