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Rettet die Redefreiheit!

17 Mrz

Da Gläubige keine Argumente haben, ersetzen sie diese gerne durch Drohungen, Gerichtsprozesse oder Anschläge. Gerade jetzt wird einmal mehr deutlich, wie wichtig Religionskritik ist. Zugegeben: Nicht alle Kinder, die in kirchlichen Heimen untergebracht waren, oder die im Regensburger Dom dem Herrn ein Ständchen darbrachten, wurden missbraucht. Jedenfalls ist das der aktuelle Stand.

Egal, ob sie islamistische Praktiken wie Zwangsheirat, Ehrenmord oder Anschläge auf westliche Botschafen kritisieren, oder ob sie sich christlich-fundamentalistische Zeitvertreibe vornehmen wie die Ermordung von “Abtreibungsärzten”, die Indoktrination mit Kreationismus im Biologieunterricht oder den Missbrauch durch gewissenlose Priester: Religionskritiker sind im öffentlichen Diskurs immer die ersten auf der Abschussliste religiöser Fanatiker.

Und dank der engen Verflechtung von Kirche und Staat in Deutschland können Fundamentalisten hier sogar Prozesse gegen die freie Meinungsäußerung gewinnen und Religionskritiker ausschalten. Damit muss Schluss sein.

Darum richten wir einen Solidaritätsfond für Religionskritiker ein. Aktueller Anlass ist eine Einstwillige Verfügung, die Bischof Gerhard Müller gegen einen jungen, atheistischen Blogger erwirkte, der in einem Beitrag über einen Missbrauchsfall berichtete und sich dabei auf einen Artikel des Handelsblattes berief. Die große Zeitung bleibt unbehelligt, der kleine Blogger zahlte 1500 Euro an Anwalts- und Gerichtsgebühren (siehe hpd). Und die versuchen wir nun für ihn aufzutreiben. Der Rest geht in einen Solidaritätsfond für Religionskritiker.

Helfen Sie mit:

Spendenkonto der Aktion bei Helpedia (gemeinnützig)

Die ersten Spender waren Carsten Frerk, Frank Welker, Michael Schmidt-Salomon, Wolfang Pannes und ich. Der höchste Betrag war bislang 50 Euro (MSS und ich – vielleicht wegen der besonderen Gefährdungslage…). Wer mindestens 150 Euro spendet, bekommt ein Buch von mir, wenn er es möchte.

Und da dieser Beitrag nicht ohnehin schon zu pathetisch ist:

 
12 Comments

Geschrieben von am 17. März 2010 in Politik, Religionskritik

 

12 Antworten zu Rettet die Redefreiheit!

  1. PlainCitizen

    17. März 2010 at 16:28

    Ich würde gerne Spenden, aber via paypal.

     
  2. PlainCitizen

    17. März 2010 at 16:29

    Nebenher: Einstwillige Verfügung – gibt es das oder ist das eine Einstweilige Verfügung?

     
    • derautor

      17. März 2010 at 16:37

      Einstmals war die Verfügung willig, aber vielleicht wird er sie noch bereuen. Schließlich gibt es schlechte Presse für solche Aktionen.

       
  3. skydaddy

    17. März 2010 at 19:16

    Habe auch gespendet – ich wettere ja auch gerne gegen Bischof Müller -, habe aber auf das Konto überwiesen.

     
  4. Nic

    18. März 2010 at 07:59

    Auch meine 20 Euro sind nun unterwegs… der aktuelle Stand: 695 Euro – nach nur 24 Stunden…

     
  5. Stefan

    18. März 2010 at 14:00

    …ich hab leider nich ma 1-2 euro -.-…
    kann gar nix spenden…aber ich nehm an den fond gibts noch länger (vllt. vorbeugend^^).
    so bald ich irgendwie wieder kohle hab, weiß ich für was ich sie ausgeb!

     
  6. Frederik

    19. März 2010 at 07:35

    Habe vorgestern gespendet und es wurde immer noch nicht abgehoben. Ist das normal? Wird das erst an einem bestimmten Termin abgehoben?

     
  7. Sigrid

    19. März 2010 at 12:14

    Da bin ich mit meinen 50 Euro ja in bester Gesellschaft ;-)

     
 
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