Wie man Priester wird

In der Schule war Patrick nie sehr gut gewesen, außer in Religion. Darum war es naheliegend für ihn, den Beruf eines Priesters zu ergreifen. Priester müssen fast nichts tun, bekommen viel Geld und eine Wohnung und ihr Lebenssinn besteht darin, Kinder und Erwachsenen Lügen zu erzählen.

Also meldete sich Patrick bei seiner Diözese und fragte nach offenen Priesterstellen.

„Sie sind prinzipiell für diesen Beruf qualifiziert“, sagte die Vermittlerin. „Aber wenn Sie für die Kirche arbeiten wollen, müssen Sie die erforderlichen Sonderqualifikationen vorweisen“.

„Welche denn?“, fragte Patrick.

„Für den Anfang müssen Sie zum Beispiel in der Lage sein, Kinder zu missbrauchen. Können Sie Kinder sexuell missbrauchen?“

Patrick war zunächst ein wenig konsterniert. Er hatte immer geglaubt, dies wäre eine inoffizielle Sonderqualifikation.

„Nun ja“, sagte Patrick. „Ich weiß nicht. Ich habe das noch nie gemacht.“

„Ganz schlecht“, stellte die Vermittlerin fest und machte einen Haken auf ihrer Liste.

„Aber, aber…“, wandte Patrick hastig ein. „Ich habe schon einmal daran gedacht.“

„Nur einmal? Gut, wann war das?“, fragte die Vermittlerin streng.

„Als ich davon in den Nachrichten gehört hatte.“

„Das nicht genug. Man denkt ja geradezu zwangsweise an Kindesmissbrauch, wenn man davon in den Nachrichten hört.“

„Nun…“ Patrick war sehr aufgeregt. „Einmal war ich ganz erregt wegen einem Kind. Gut, vielleicht auch wegen der Mutter. Aber es könnte wegen dem Kind gewesen sein.“

Die Vermittlerin legte ihre Brille auf den Schreibtisch.

„Jetzt hören Sie mal gut zu“, sagte sie. „Sie können doch nicht für die Kirche in der Gemeindebetreuung arbeiten, ohne Kinder zu missbrauchen.“

„Aber das will doch niemand!“, schrie Patrick versehentlich.

„Natürlich gibt das niemand zu!“, sagte die Vermittlerin. „Aber Tatsache ist: Christliche Eltern erwarten von ihrem Priester, dass er ihre Kinder missbraucht. Der kirchliche Kindesmissbrauch ist doch schon seit Jahren, teils seit Jahrzehnten bekannt. Doch christliche Eltern sind noch immer nicht aus der Kirche ausgetreten und sie schicken ihre Kinder noch immer in kirchliche Kinderbetreuungsmaßnahmen. Warum, glauben Sie, tun die das?“

„Nun…“, sagte Patrick. „Sie sind dort eben sozial eingebunden und sie möchten nicht alle Priester unter Generalverdacht stellen.“

„Sie sind so naiv!“, sagte die Vermittlerin. „Das Prinzip des christlichen Kindermissbrauchs soll die Kinder auf das harte Leben vorbereiten. Man geht in der christlichen Pädagogik davon aus, dass Kinder von der Ursünde befleckte Sünder sind. Nur durch gewaltsame Unterwerfung kann man sie gefügig machen. Sie müssen die Wahrheit der christlichen Botschaft und die Autorität von Gottes Priestern anerkennen, sonst werden sie eines Tages kriminell. Und wenn die Kinder eine normale Sexualität entwickeln würden, glauben Sie etwa, dass sie dann nur Sex in der Ehe zur Reproduktion haben würden, wie es die Kirche vorsieht? Nein, dafür muss man schon sorgen.“

„Aber das geht doch auch ohne Gewalt!“, wandte Patrick ein.

„Lächerlich!“, zischte die Vermittlerin. „Kein Mensch glaubt an einen solchen Schwachsinn wie die Trinität, wenn man ihn nicht dazu zwingt und seine Fähigkeit zur Selbstbestimmung und zum kritischen Hinterfragen zerstört. Sie müssen sich noch ganz schön ins Zeug legen, wenn sie Priester werden möchten.“

„Na gut…“, sagte Patrick. „Ich kann mich ja an die Sache herantasten. Mal ein Kind unsittlich berühren und so.“

„Das wäre sehr gut“, sagte die Vermittlerin. „Sie befinden sich auf dem richtigen Weg. Kommen Sie wieder, sobald Sie gelernt haben, wie man Kinder missbraucht.“

Veröffentlicht in: on 14. März 2010 at 14:37  Kommentare (8)  

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8 Kommentare Einen Kommentar hinterlassen

  1. Fehlt nur noch dieser Clip von CK:

  2. Einige Bibelzitate über Kinder:

    Weitere brutale Stellen unter

    http://bibelzitate.npage.de/kinder_38648770.html

    Sirach 30, 11-13: Lass einem Kind nicht seinen Willen! Versohle ihm den Hintern, sonst wird es widerspenstig und ungehorsam. Bemühe dich, mit deinem Sohn streng zu sein, sonst wirst du dich später seiner schämen müssen!

    Sirach 30, 1-3: Wer seinen Sohn liebt, schlägt ihn häufig mit dem Stock, dann wird er sich später über ihn freuen. Wer seinen Sohn züchtigt, kann ihn seinen Freunden mit Stolz vorführen. Er kann über sein Glück strahlen und erweckt den Neid seiner Feinde.

    Sprüche 22, 15: Hat ein Kind nur Flausen im Kopf, treibt man sie durch die Zuchtrute aus.

    Sirach 41, 5-6: Die Kinder von Heiden werden verabscheuenswerte Menschen, denn sie wachsen in einer gottlosen Umgebung auf. Sie werden ihre Sünde an ihre Nachkommen vererben, so dass sie in ewiger Schande leben müssen.

    Hebräer 12, 4-8: Ihr habt den Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut geführt. Habt ihr vergessen, was Gott zu seinen Kindern sagte? „Mein Sohn, erdulde die Züchtigung durch den Herrn, werde nicht mutlos, wenn er dich straft! Der Herr liebt denjenigen, den er züchtigt, und er peitscht jeden aus, den er aufnimmt. Ihr müsst das ertragen, es dient eurer Erziehung…. Seid ihr aber ohne Züchtigung … werdet ihr keine rechten Söhne. (Sondern bleibt Bastarde! Nach 5. Mose 23, 3 darf „in die Versammlung des Herrn bis in die zehnte Generation kein Bastard aufgenommen werden.“)

    Sirach 30, 9-10: Wenn du mit deinem Kind zu lieb bist, wird es dich später enttäuschen. Wenn du zuviel mit ihm scherzt, wird es dir später Sorgen machen. Häufiges Lachen führt zu späterem Weinen und grossem Ärger.

    5. Mose 21, 18-21 (Gott befiehlt): Wenn jemand ein eigenwilliges und ungehorsames Kind hat, das nicht mehr auf seine Eltern hört und selbst dann nicht gehorcht, wenn sie es schlagen, sollen sie es vor dem Rat anklagen… Dann sollen es alle Leute der Stadt zu Tode steinigen. Du musst das Böse aus deiner Mitte entfernen. Das ganze Land soll dies hören, und alle sollen sich fürchten.

    • Da sieht man mal wieder wie die Religionsfreiheit in unserem Staat mit Füßen getreten wird! Da will man als guter Christ seinen Sohn mit einem Stock verprügeln und darf das nicht. Nichtmal zu Tode Steinigen. Tztztz…

  3. langweilig, und irgendwie traurig… als ob es bei der ganzen Geschichte keine betroffenen Kinder gäbe, die teilweise ihr Leben lang die Folgen tragen…

  4. Sehrschön!

    Auch passend dazu, der aktuelle Start-Comic der Titanic: http://www.titanic-magazin.de

  5. Geschmacklos

  6. Juhu, Beda Stadler wird wieder im Tv zu sehen sein:
    http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198/nid=200198/did=5952304/1rehb7a/index.html


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