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Die abergläubische Spezies

09 Mrz

Der Psychologe Bruce Hood geht in seinem Buch „SuperSense“ („Übersinn“) der Frage auf die Spur, warum der Glaube an das Übernatürliche trotz Aufklärung noch immer nicht verschwunden ist. Sein Ergebnis: Die Neigung zum Aberglauben ist ein Teil unserer Natur…

Weiterlesen im Evo-Magazin…

 

5 Antworten zu Die abergläubische Spezies

  1. PlainCitizen

    10. März 2010 at 08:34

    Der Mensch hat die Neigung, Muster zu sehen, ob sie da sind oder nicht. Mit dem Verstand kann er dann überprüfen, ob seine Interpretation zutrifft, einigermassen zutrifft, oder gar nicht zutrifft.

    Das würde ich nicht als Neigung zum Aberglauben bezeichnen. Aberglauben beginnt erst da, wo man sich mit einer Erklärung zufrieden gibt, obschon es eine bessere gibt. In diesem Sinn ist Hood abergläubisch.

    Ich habe im Umgang mit Büchern nach dem Lesen 3 Klassen:
    1. Behalten, weil dokumentarisch wichtig (Koran) oder emotionell wichtig (Lucky Luke)
    2. Vorläufig behalten.
    3. Wegschmeissen, weil irrelvant oder weil der Gedanke zwar angekommen ist, das Buch aber keinen Referenzwert hat.

    Dieses Buch habe ich weggeschmissen, weil der Ansatz falsch und irrelevant ist. Hood ist verliebt in seine Interpretation. Das reicht nicht.

     
    • derautor

      10. März 2010 at 12:07

      Das hat im Grunde nichts zu tun mit dem, was in dem Buch steht. Einfach den Artikel lesen.

       
      • PlainCitizen

        10. März 2010 at 16:29

        Den Artikel habe ich auch gelesen. Sie machen genau wie Hood einen Denkfehler. Wo er liegt, habe ich bei Hitlers Anzug dargelegt.

         
  2. PlainCitizen

    10. März 2010 at 16:51

    Zu Ihren identischen Frauen noch soviel:

    1 Wenn Sie die nehmen, bei der Sie 1000 EUR kriegen, dann weiss sie, dass Sie für 1000 EUR einen Tausch machen.
    2 Wenn sie die originale nehmen, dann weiss diese, dass sie auch für 1000 EUR nicht die reproduzierte nehmen.

    Will man mit einem Menschen alt werden, ist es rational, die ohne 1000 EUR zu nehmen.

    (Kommt dazu, dass die Kopie mit 1000 EUR zur Sache wird und man mit der Wahl der Originalen die Frau nicht zur Sache macht).

     
  3. Andreas P

    11. März 2010 at 00:17

    Abgesehen davon, dass Hood – wie nicht wenige in seinem Feld – auf einer eher dünnen Schicht von Daten und Untersuchungen zu sehr weitreichenden Schlüssen und Spekulationen übergeht: Ich halte die Gedanken, die in der Rezension wiedergegeben wurden, für durchaus interessant und diskutierbar (mehrere halte ich für falsch, aber wenigstens auf subtile und interessante Weise – ist ja auch schon viel wert).

    Nur mit der angeblichen “Natur” haut er wieder mal daneben: Der Mensch hat von “Natur” aus ein sehr flexibles und komplexes Verhalten. Natürlich ist es unökonomisch, bei jedem Alltagsproblem und jeder Allerweltsbauernregel gleich die wissenschaftlich-rationalistische Brille rauszukramen und mit einer umfangreichen Untersuchung zu beginnen – Vor-Urteile hat jeder, ohne sie kommen wir im Alltag nicht durch.

    Man kann sich das aber bewusst machen, in wichtigeren Bereichen mal mit Evidenzen befassen und eigene Standpunkte überdenken. Zur Natur des Menschen gehört auch, dass er Vorurteile und Aberglauben überwinden kann – was anstrengend sein mag, aber das rechtfertigt noch nicht das Nicht-Wissen-Wollen, was der Fall ist: Ignoranz ist kein natur- oder gottgegebenes Schicksal, sondern weiterhin ein überwindbarer Charakterfehler.

     
 
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