Kirche missbraucht die ganze Welt

Die katholische Kirche bringt ihre Kinderfick-Worldtour hoffentlich bald zu einem guten Ende. Nach der ersten Etappe, den USA, mit über 10 000 Fällen, ging es weiter ins katholische Irland mit 35 000 Opfern. Aktuell werden Fälle in Deutschland und in den Niederlanden aufgearbeitet. Wer macht das Rennen um die meisten Missbrauchsfälle? Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Außerdem: Atheisten haben keine Moral.

Bischof Laun: Mehr katholische Sexualmoral

Der österreichische Bischof Andreas Laun hat die Lösung für den kirchlichen Kindesmissbrauch gefunden, so erfahren wir in seinem Beitrag bei kath.net: „Was wir brauchen, ist nicht weniger katholische Sexualmoral, sondern mehr“. Außerdem sei Bischof Mixa zuzustimmen, wenn er sagt, die sexuelle Revolution habe den Missbrauch „sogar [ge]fördert“. Denn: Die „übersexualisierte Gesellschaft“ sei „auch in die Kirche eingedrungen“ und habe „Christen infiziert“.

Die Gesellschaft ist für Laun also wie ein Virus, der in die geheiligten Hallen der Kirche einbrechen kann. Na, kein Wunder, dass im Umgang mit diesem Virus andere Richtlinien gelten müssen als intern. Die Kirche ist demnach für ihre Probleme gar nicht verantwortlich, sondern die Kritiker der Kirche, die von außen, von der übersexualisierten Gesellschaft. Ebenso sind schließlich die Kritiker von RTL2 für das miese Programm des Senders verantwortlich und nicht die sendereigene Programmgestaltung.

Kein speziell kirchliches Problem?

Bischof Andreas Laun ist im vollen Angriffsmodus: „Dazu kommt die Behauptung“, so beschwert er sich, „von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen wolle die Kirche nur ‚vertuschen.‘“ Die Anführungszeichen sollen uns wohl zu der Akzeptanz des angeblich Faktums verleiten, wie absurd doch die Behauptung wäre, die Kirche wolle irgendwas vertuschen.

Doch die Vertuschungsaktionen der Kirche sind zum Beispiel für Irland umfassend nachgewiesen.

Über die Erzdiözese Dublin ließ der Staat einen umfangreichen Bericht, den Murphy-Bericht, anfertigen. Welt Online fasst das Ergebnis zusammen: „Der in dreijähriger Arbeit zusammengestellte Bericht zeigt, dass mindestens bis in die 90er-Jahre vier frühere Erzbischöfe von Dublin routinemäßig Priester schützten, die sich des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht hatten. Weiter heißt es, der Erzdiözese sei es beim Umgang mit den Fällen um Geheimhaltung gegangen und darum, einen Skandal zu verhindern und den Ruf der Kirche zu schützen. ‚Alle anderen Erwägungen, darunter das Wohl von Kindern und Gerechtigkeit für Opfer, wurden diesen Prioritäten untergeordnet.‘“ In Irland wurden insgesamt 35 000 Fälle von Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen dokumentiert (Ryan-Bericht). Laut Angaben der American Society of Criminology sind in den USA von 1950 bis 2002 insgesamt 10 667 Fälle registriert.

Die Kirche jedoch sieht bei sich keinen Fehler, so lehnte Bischof Zollitsch sogar einen von der Bundesjustizministerin vorgeschlagenen Runden Tisch ab, der das Problem behandeln sollte. Der Welt am Sonntag sagte er: „Sexueller Missbrauch von Kindern ist kein spezifisches Problem der katholischen Kirche. Es hat weder etwas mit dem Zölibat zu tun noch mit Homosexualität, noch mit der katholischen Sexuallehre. Deshalb brauchen wir auch keinen Runden Tisch speziell für die katholische Kirche.“

Gegen kirchliche Parallelgesellschaften

Dem würde ich in gewisser Hinsicht sogar zustimmen. Wir brauchen keinen Runden Tisch, sondern eine umfangreiche Strafverfolgung durch die Behörden. Die Kirche sollte nicht mehr frei atmen können angesichts all der Razzien, wie sie bislang nur im Kloster Ettal durchgeführt wurden. Außerdem muss die gesonderte Gerichtsbarkeit der Kirche aufgehoben werden. Es kann nicht angehen, dass religiöse Parallelgesellschaften offiziell ihre eigenen Gesetze und Gerichte haben dürfen, wie das bei Staatskirchenrechtlichen Körperschaften des öffentlichen Rechts wie eben den beiden Großkirchen jedoch in Deutschland der Fall ist. Diese sind nicht grundrechtsverpflichtet, sondern nur grundrechtsberechtigt.

Das Kirchenrecht gilt teils offiziell anstelle des staatlichen Rechts. Dem Staat ist obendrein eine Rechtsaufsicht verwehrt. In kirchlichen Unternehmen gibt es kein Streikrecht und die Löhne befinden sich laut ver.di bis zu 30% unter denen im öffentlichen Dienst, wogegen aber niemand etwas tun kann. Würde eine islamistische Organisation die Privilegien der Kirchen bewilligt bekommen, hätte sie eine gute Verhandlungsbasis, um die Scharia einzuführen und Frauen zu steinigen. Inwiefern sich die Kirchen an die geltenden Gesetze halten müssen, ist angesichts des Kirchlichen Selbstbestimmungsrechts nämlich bloße Verhandlungssache zwischen Staat und Kirche.

Klar sollten Kirchen und Vereine ihre internen Angelegenheiten, etwa die Einsetzung von Bischöfen und Pfarrern, selbst regeln dürfen, aber nicht grenzenlos. Zum Beispiel hat die Kirche dieses Recht dazu missbraucht, Pfarrer, die Kinder vergewaltigt haben, einfach zu versetzen. Und momentan gehen die Selbstbestimmungsrechte der Kirchen offensichtlich zu weit.

Was machen wir denn falsch?

Nun fragt Bischof Laun: „Was sollte die Kirche im Sinn der sexuellen Revolution ‚ändern‘? Das Nein zum Ehebruch, das Nein zur homosexuellen Praxis, das Nein zu einem Sexualleben mit wechselnden Partnern, das Nein zur Pornografie?“

Nun… ja! Genau das das sollte die Kirche unter anderem ändern. Offenbar ist Herr Laun der Meinung, eine solche Änderung wäre sehr abwegig. Die Ehe ist ein Vertrag zwischen erwachsenen Menschen, die eine enge Partnerschaft eingehen wollen. Sie können einen Ehebruch wie einen Vertragsbruch bewerten oder sie können sich das Recht einräumen, eine offene Beziehung zu führen. Die Kirche geht das nichts an. Homosexualität ist offensichtlich der Heterosexualität gleichzustellen. Und Pornografie schadet nachweislich niemandem und kommt zustande durch die freie Einwilligung aller Beteiligten, an pornografischen Medien mitzuwirken. Also ist gegen normale Pornografie (bei der Erwachsene freiwillig mitwirken) auch überhaupt nichts zu sagen.

Die für Gott arbeiten

Nun gelangt Bischof Laun zum Kern des Problems: „Um es klar zu sagen: Die Kirche lehrt die Gebote Gottes, sie hat keine Kompetenz, diese zu verändern, weil es Seine Gebote sind, nicht ihre. Und wenn jemand meint, sie hätte diese Gebote, die letztlich im Herzen jedes Menschen zu lesen sind, falsch interpretiert, dann müsste der Betreffende zeigen, dass er die kirchliche Lehre wirklich kennt, alles andere ist nicht seriös.“

Die „Gebote Gottes“ gelten also unabhängig von ihren Folgen für alle Menschen. Das wird die missbrauchten Kinder freuen. Natürlich lehrt die Kirche aber keineswegs die Gebote Gottes. Alleine schon, weil Gott nicht existiert. Aber nehmen wir einmal an, er existierte und er hätte in der Bibel die einzig wahre Sexualmoral festgeschrieben.

In 2. SAMUEL 12, 11f möchte Gott, das Frauen vergewaltigt werden:

„So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil über dich kommen lassen aus deinem eigenen Hause und will deine Frauen nehmen vor deinen Augen und will sie deinem Nächsten geben, daß er bei ihnen liegen soll an der lichten Sonne.“

In 5. Mose 25,12 ordnet Gott an, dass einer Frau, die den Penis eines Mannes berührt, die Hand abgehackt werden soll:

„Wenn zwei Männer gegeneinander handgreiflich werden und des einen Frau läuft hinzu, um ihren Mann zu erretten (…) und sie streckt ihre Hand aus und ergreift ihn bei seiner Scham, so sollst du ihr die Hand abhauen.“

In 3. Mose 20.12 heißt es, dass Homosexuelle zu ermorden wären:

„Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben.“

Lehrt die Kirche das? Bei aller Kritik an der kirchlichen Sexualmoral: Das lehrt sie nicht. Die Kirche lehrt also keineswegs die Gebote Gottes, sondern ihre eigenen, die sie nur als Gottes Gebote ausgibt.

Ein gesamtgesellschaftliches Problem

Bischof Laun wundert sich: „Warum sind nur die katholischen Täter interessant? Was ist mit den anderen und vor allem: Was ist mit allen anderen Opfern anderer als katholischer Täter? Verdienen diese weniger oder gar kein Mitleid?“

„In der Familie sei das Risiko 36 mal größer, dass Kinder und Jugendliche zum Opfer von sexuellem Missbrauch werden als beim Kontakt mit einem katholischen Priester“, betonte Bischof Zollitsch laut der taz.

Diese Zahlen sind höchst zweifelhaft, wie Michael Schmidt-Salomon im hpd erläuterte. Aber selbst wenn es so wäre, so könnte dies daran liegen, dass pädophile Väter und Onkel leichter an Kinder herankommen als familienlose Bischöfe und Priester. Dass jene es trotzdem schaffen, fast täglich mit einem neuen Missbrauchsfall in den Schlagzeilen zu landen, das ist geradezu eine Leistung.

Und wenn es zu Missbrauch in Sportvereinen kommt, welcher Vereinsleiter argumentiert dann: „Das mag ja sein, dass bei uns Kinder vergewaltigt werden, aber das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das es überall gibt“? Statt Relativierungen und Ausreden würde man doch ein anderes Verhalten von einem Sportverein erwarten. Warum nicht auch von der Kirche?

Was wäre eigentlich, wenn ein atheistischer Verein Kinder missbraucht und den Missbrauch vertuscht hätte? Was würde die Kirche dann sagen? Wäre es dann auch ein gesamtgesellschaftliches Problem?

Atheisten haben keine Moral

Wer erinnert sich noch an die Atheismus-Schelte von Bischof Mixa?

„Wo Gott geleugnet oder bekämpft wird, da wird bald auch der Mensch und seine Würde geleugnet und missachtet. Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden“, offenbarte Mixa vor gar nicht langer Zeit. Vielleicht ist Kindesmissbrauch also keineswegs gegen die Würde des Menschen und ich glaube das nur, weil ich als Atheist keine Moral habe?

Ohne „christlichen Glauben“ gebe es „dauerhaft keine wahre Menschlichkeit“, sagte Mixa laut der taz. Und mit dem christlichen Glauben gibt es dauerhaft die wahre Menschlichkeit. Wir merken es ja gerade. Wir haben das nur falsch verstanden, was die Kirche unter „Menschlichkeit“ versteht. Man kann Menschen auf verschiedene Weise, in ganz verschiedenen Positionen lieben und die Menschenwürde auch von kleinen Kindern achten.

Aufklärung, keine Priester-Jagd

Momentan sehe ich zwar keinerlei Anzeichen in die Richtung, dass Priester grundlos beschuldigt oder von wütenden Mobs attackiert werden könnten, aber ich sage einmal pro forma, dass ich natürlich dagegen wäre. In der Tat gab es in den USA Fälle, wo von Psychoanalytikern falsche Erinnerungen von einem angeblichen Missbrauch in der Kindheit der Patienten konstruiert worden sind. Ein tatsächlicher Missbrauch muss auf jeden Fall nachgewiesen werden. Wie schon gesagt, ist das jedoch in vielen Fällen in kirchlichen Einrichtungen bereits geschehen, und einflussreiche Kirchenfunktionäre reden sich trotzdem noch heraus.

Mal sehen, wie viele Kinder pro Quadratmeter die Kirche am Ende missbraucht hat.

Veröffentlicht in: on 6. März 2010 at 18:01  Kommentare (16)  

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16 Kommentare Einen Kommentar hinterlassen

  1. „Was wir brauchen, ist nicht weniger katholische Sexualmoral, sondern mehr“

    Also meint der gute Herr, wir brauchen noch mehr KiFis? Habe ich das richtig verstanden?

    Die Kirche ist echt so asozial, wie sie sich gibt …

  2. http://www.youtube.com/watch?v=fbYq5GxMFis&feature=related

    Vor 130 Jahren aus Liedertexten des Englischen Bauernaufstandes (14. Jahrh.) und der Bauernrevolte in Deutschland (um 1535) gestaltet

    Entspricht besonders in einer Strophe dem Zeitgeist und absoluter Notwendigkeit!
    Waldi der Wachhund

  3. Ich weiß du magst Bill Maher nicht sonderlich. Aber hier hat er schon vor einiger Zeit etwas sehr passendes zu dem Thema gesagt:
    http://www.youtube.com/watch?v=1m5uDXiciqk

    Dementsprechend sollte man anfangen die Vertuscher dieser Taten miteinzusperren und darüberhinaus muss die absurde Verjährung für solche Taten gestrichen werden. Denn der Schaden der bei (jungen) Menschen durch solche abscheulichen Verbrechen geschieht, verfolgt sie meist ein Leben lang und wenn wir für Mord schon keine Verjährung haben, sollten wir für ein Verbrechen bei dem das Opfer ein Leben lang leidet erst recht keine Verjährung haben.

  4. Allein, dieser Satz:
    „Die katholische Kirche bringt ihre Kinderfick-Worldtour hoffentlich bald zu einem guten Ende.“

    Hat mein ganzen Gedankengang nach dem Text nochmal gut zusammengefasst.
    Katholische Kirche das ist kein Fremdschämen, kein Skandal, keine Katastrophe – Das ist einfach nur noch Verabscheungswürdig.

  5. Weitere Beispiele zur Sexualmoral der Bibel:

    5. Mose 22, 13-21 (Zusammenfassung): Wenn jemand seine Frau zu Unrecht beschuldigt, nicht jungfräulich in die Ehe gekommen zu sein, soll er gezüchtigt werden und seinem Schwiegervater eine Busse von 100 Silberlingen bezahlen. Stimmt der Vorwurf aber, muss die Frau zu Tode gesteinigt werden.

    Jesus bestätigt übrigens mehrfach die brutale „Moral“ des alten Testamentes („Ihr könnt nicht hoffen, dass ich die Vorschriften und Drohungen der Propheten (=altes Testament) abschaffen werde. Ich bin dagegen gekommen, um sie zu bestätigen.“ (Matthäus 5, 17-18).

    Ja er verschärft die göttlichen Gebote noch:

    Matthäus 5, 31-32 (Jesus sagt): „Es heißt: ‘Wer sich von seiner Frau trennt, muss ihr einen Scheidebrief ausstellen.’ Ich aber sage euch: Jeder, der sich von einer Frau scheiden lässt, die ihm immer treu war, treibt sie und ihren zukünftigen Gatten in den Ehebruch.“ (Die Strafe für Ehebruch ist der Tod durch Steinigung).

    Weitere brutale Bibelzitate unter:

    http://bibelzitate.npage.de/willkommen_50704105.html

    • Ach, Jesus disqualifiziert sich doch schon alleine dadurch, dass er für Gedankenverbrechen ewige Höllenqualen androht. In diesem Punkt ist das AT ja sogar menschenfreundlicher, da die Qualen durch die dort verhängten Todesstrafen, so brutal die Hinrichtungemethoden auch sind, immerhin zeitlich begrenzt sind.

  6. Selbst wenn in anderen Institutionen der Mißbrauch 10 mal höher wäre, so tritt die katholische Kirche mit einem besonderen moralischen Anspruch an, an dem sie nun auch gemessen wird und besonders wie sie mit dem mißbrauch umgeht und umgeangen ist. Der körperliche und sexuelle Mißbrauch von Heimkindern in kirchlichen Institutionen (hier sowohl katholisch und evangelisch) ist seid Jahren bekannt und immer noch nicht entsprechend aufgearbeitet worden. Eine moralische Bankrotterklärung.

    Oder wie es in ihrem eigenen Handbuch steht „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“ Markus, 7,20.

  7. Starker Artikel!

    Spricht viele Dinge an (Verweis auf die Skandale in den anderen Ländern, Missbrauch in Sportvereinen usw.), die ich mir auch schon überlegt habe, zu denen ich aber noch nichts gelesen hatte.

  8. Die katholische Kirche ist eine Sekte. egal nach welcher Sekten – Definition: *immer* ein Treffer:

    Ein Organisationsmodell für den Selbstschutz
    kollektiver Minderheiten wie Kinderficker.

    Im Konflikt mit ihrer gesellschaftlichen Umgebung.

    Die Täter werden nicht hineingeboren sondern nach persönlicher Entscheidung und eingehender Prüfung (u.a. Zölibat) aufgenommen.

  9. Trotz Deiner Löschung eines Kommentars von mir möchte ich trotzdem gerne wissen, woher Du die „Informationen“ mit der „gesonderten Gerichtsbarkeit“ der Kirche hast, die angeblich was mit Mißhandlungen zu tun habe.
    Interessant wäre auch zu untersuchen, ob im Klerus wirklich mehr Mißbrauch getrieben wird als in der männlichen Restbevölkerung. Man erinnere sich mal an die angebliche Selbstmordwelle bei France Télékom, die in Wahrheit statistisch keine Abweichung war. Du kennst Dich doch so gut mit Statistiken aus!

    • Das Problem ist gar nicht mal, ob in der Papstkirche mehr Missbrauch betrieben wird als im Rest der Bevölkerung. Das wahre Problem liegt darin, dass der vorhandene Missbrauch so dreist vertuscht wird.

    • Ich habe deinen Kommentar gelöscht, weil du schreibst, bevor du denkst und weil du es in jedem Fall darauf anlegst, mir unbedingt zu widersprechen, selbst in Fällen, wenn das eigentlich total dämlich ist. Darum bist du ein Beinahe-Troll.

      Ich habe im Artikel den entsprechenden Wikipedia-Beitrag zum Thema verlinkt, den du nur anklicken musst, um weitere Quellen zu finden. Aber das ist kein Geheimnis und weithin bekannt. Die Kirche leugnet das nicht, niemand leugnet das, du hast nur keine verdammte Ahnung!

      • Denkst Du auch, daß es einen Unterschied zwischen Strafgerichtbarkeit (z.B. für sexuelle Mißhandlungen) und der Gerichtsbarkeit in inneren Angelegenheiten einer Körperschaft gibt, die schon jetzt laut Art. 101 GG keinem staatlichen Gericht Konkurrenz machen kann?
        Ich weiß selber, daß in bestimmten Medien Journalisten behaupten, es würde „systematische Vertuschung“ betrieben oder die Kirchen hätten ihre Sonderstrafgerichte, mit denen sie sich der staatlichen Gerichtsbarkeit entziehen würden. Das ist aber falsch. Weder gibt es eine Pflicht, den Verdacht auf Straftaten an die Staatsanwaltschaft zu übergeben noch kann es nichtstaatliche Strafgerichte geben, die den staatlichen Konkurrenz machen.
        Wenn mein Hinweis total dämlich ist, kannst Du übrigens ganz einfach begründen warum, wenn Du eine „verdammte Ahnung“ von der Materie hast und nicht einfach Fehler der Presse reproduzierst.

  10. Jetzt sind die Pinguine dran!

    Als ob es den Film „Die unbarmherzigen Schwestern“ nie gegeben hätte.

  11. Gefällt mir der Artikel! Besonders der erste Absatz, man hätte es glaube ich nicht besser sagen können.

    @Martin Lohner: 5. Mose 22, 13-21: „Steinigen falls eine Frau nicht jungfräulich in die Ehe geht“ Sehr schön, ist glaube ich eines meiner neuen Lieblingsbibelzitate! Wo würden wir ohne Christentum nur unsere Moral hernehmen?

  12. Etwas Zusatzinfo von heute – 8.3.10

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/166584.systemfrage.html


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