Steiner: Behinderte Kinder „minderwertig“

Steht auf Anthroposophie: Wirrkopf Willi (Bild: morguefile.com)

Die Pädagogik der Waldorf-Schulen basiert auf der „Anthroposophie“ von Rudolf Steiner (siehe Website vom Bund der freien Waldorfschulen), der wohl irrsinnigsten Religion aller Zeiten. Auf der Website Nachrichten aus der Welt der Anthroposophen findet sich ein neuer Beitrag über einen Aspekt dieser Religion, nämlich der Frage, wie mit „minderwertigen Kindern“ (Steiner) zu verfahren sei.

Über den Rassismus und Antisemitismus von Rudolf Steiner wurde schon oftmals berichtet, zum Beispiel sagte er, das Judentum habe „keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens“ und Indianer wären eine „degenerierte Menschenrasse“ (siehe Interview mit Andreas Lichte). Eine kleine Einführung in Person und Denken Rudolf Steiners findet man am Anfang des neuen Beitrags über die „minderwertigen“ Kinder:

Steiner brach mit aller Wissenschaft, ja, mit der ganzen realen Welt überhaupt. Eine andere Karrierechance bot sich ihm in der „Theosophischen Gesellschaft“ der Hochstaplerin und üblen Rassistin Helena Blavatsky. Steiner avancierte zum Generaldirektor der deutschen „Sektion“ der „Theosophen“ und erklärte sich wie Blavatsky zum Hellseher. Sein Wissen bezöge er nicht aus Büchern, sondern aus dem Kosmos, jedem universitären Gelehrten selbstredend unerreichbar überlegen. Die real existierende Welt galt dem „Seher“ nur noch als materieller Schleier, hinter dem unsichtbar eine gesamte „Geistige Welt“ wirke, ein Kosmos voller Geister, Dämonen, Engel und Teufel, die nur er, Steiner, zu „erschauen“ vermochte. Diese „geistige Realität“ bliebe den Akademikern und ihrer „materialistischen Wissenschaft“ nicht nur verborgen, nein, er bezichtigte den „Drachen“ moderner Wissenschaft direkt im Dienste des teuflischen Ahrimans zu stehen, des schlimmsten Wesens aus seiner Phantasiewelt.

Die Selbstverortung als der ganzen Welt überlegener und rettender „Geistesführer“ trieb Steiner dazu, zu allen Lebensbereichen nicht nur trotzig wissenschaftsfreie, sondern schier wahnsinnige Vorstellungen zu verkünden. Was er nicht selber zu Papier brachte, schrieben seine Getreuen auf und schufen damit eine Gesamtausgabe (GA) Rudolf Steiners von 350 Bänden. Die vollständige Realitätsverleugnung und Geisterbeschwörung nannte Steiner „Anthroposophie“ und die gläubigen Jünger dieser fundamentalistisch-totalitären Religion bezeichneten sich als „Anthroposophen“, die sich unter Steiners Führung von den „Theosophen“ trennten, deren „Lehren“ Steiner mit anderen „okkulten“ Vorstellungen vermengte und als allein seiner „geistigen Schau“ entsprungen ausgab. (Tatsächlich stammte nicht einmal das Wort „Anthroposophie“ von Steiner.) Seiner Gefolgschaft prophezeite er unter anderem, dass dereinst eine unbekannte „dritte Kraft“ die Erde zugunsten der „Geistigen Welt“ zerstören müsse und dass jenen Wohlergehen in der Ewigkeit beschert wäre, die ihre Person vollständig der „Anthroposophie“ verschrieben.

Das klingt ja ein bisschen weit hergeholt, doch wie Steiner feststellte: „Schon der Einwand: ich kann auch irren, ist störender Unglaube“. Insofern muss das wohl stimmen und ich bin Ahriman glatt auf den Leim gegangen.

Woran liegt es also laut Steiner, wenn ein „minderwertiges“ Kind zum Beispiel starke Blähungen aufweist? „Daß starke Blähungen auftreten, rührt davon her, dass der Astralleib noch nicht vollständig in die Darmorganisation eingegliedert ist.“ Bei Blähungen wenden Sie sich bitte an ihren Arzt oder Astralleib!

Und was muss ich tun, um zur richtigen Geisteshaltung gegenüber „minderwertigen Kindern“ zu gelangen? „Führt man sich das jeden Tag meditierend vor die Seele, daß es so ist, wie man ein Gebet jeden Tag betet, sich das jeden Tag vor die Seele zu rücken, dann erzeugt das in uns die Verfassung des astralischen Leibes, die wir brauchen, um uns in der richtigen Weise dem minderwertigen Kinde gegenüberzustellen.“

Vielleicht hat mein Astralleib nur nicht die richtige Verfassung, so dass ich „minderwertigen“ Kindern nicht richtig gegenüberstehe? Hätte ich das mal eher gewusst. Dann hätte ich meinem autistischen Bruder gegenüber eine ganz andere Haltung eingenommen, dann hielte ich ihn nämlich für eine „abnorme Seelenserscheinung“ und eine „Trottelinkarnation“ wie es laut den Nachrichten noch immer in Anthroposophenkreisen heißt. Und für das Wohl des Kindes ist gesorgt!

Von einer Herabwürdigung von Behinderten könnte hier aber keine Rede sein, schließlich wissen wir von Steiner: „Der Behinderte ist keine Persönlichkeit“. Wie kann man eine Unperson schon herabwürdigen?

Mehr über Anthroposophie:

Ihre Fragen tun doch hier gar nichts zur Sache

Interview über die Waldoof-Schulen

Rudolf Steiner und die Anthroposophen

Veröffentlicht in: on 28. Februar 2010 at 14:31  Kommentare (13)  

Die URI zum TrackBack dieses Beitrags lautet: http://feuerbringer.com/2010/02/28/steiner-behinderte-kinder-minderwertig/trackback/

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

13 Kommentare Einen Kommentar hinterlassen

  1. Sehr interessante Äusserungen Steiners, welche hier zu finden sind.

    Ich selbst hatte das „Glück“, 12 Jahre in eine Rudolf Steiner Schule (Waldorschule) zu gehen. Doch ich wünschte mir von den Kritikern der Anthroposophie, zu welchen ich mich selbst auch zähle, eine differenziertere Haltung zwischen der Pädagogik von heute und der Religion Steiners…

    Aber es wird tatsächlich Zeit, dass man Steiners wahren Charakter bekannter macht!

  2. @ protostomia

    Du schreibst: „Doch ich wünschte mir von den Kritikern der Anthroposophie (…) eine differenziertere Haltung zwischen der Pädagogik von heute und der Religion Steiners…“

    Kannst du mir mal erklären, wo der Unterschied der „Pädagogik von heute“ zur „Religion Steiners“ sein soll?

    Während meiner Ausbildung am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ wurde mir ein Arbeitsplatz in einer anthroposophischen Behinderten-Werkstatt vorgeschlagen. Kurz zuvor hatten wir „gelernt“, dass der Behinderte in seinem letzten Leben gesündigt hat, und deshalb behindert zur Welt kommt, um sein Karma abzuarbeiten. Pädagogik von heute …

    Und im Waldorfseminar wurde die ganze Zeit gebetet, Steiner nachgebetet. Hier mein Bericht:

    „Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand“

    http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

  3. Immer wenn mir reguläre Schulpädagogik weltfremd, durchgetillt und randständig vorkommt, gucke ich mir die Waldorf-Ideologien an, und sie kommt mir schon fast wie Wissenschaft vor. :D

    Andererseits: In punkto Irrsinn gibt es bei Religionen einfach kein oberes Limit… „Thuggees“, anybody?

  4. @Andreas Lichte

    Ich meine nicht die Ausbildung zum Lehrer. In diesen Schulen, welchen ich war, waren alle meine Lehrpersonen fernab der von euch so kritiserten Religon, zumindest im Unterricht. Was diese Leute in der Freizeit taten, interessiert(e) mich nicht, doch ich habe in allen Naturwissenschaftlichen wie Geisteswissenschaftlichen Fächern (ohne Eurythmie, Werken, Kunst, usw.) fachlich kompetente Lehrer mit naturwissenschaftlichem Grundverständnis der Welt gehabt. Vielleicht waren diese Schulen die weltweit einzigen Ausnahmen, das kann durchaus sein. Doch die Evolutionstheorie haben wir besser durchgenommen, als in mancher staatlichen Schule. Und wir hatten die Freiheit, zu tun was wir am besten konnten, wir SchülerInnen wurden individuell gefördert und unterstützt – und damit meine ich RICHTIG unterstützt. Wer Bildung wollte, konnte sie haben.

    Aber eben, vielleicht waren es die einzigen zwei Schulen, die das so machen.

    PS: Im Werkunterricht wird hingegen den Naturwissenschaftlichen Fächern Kreationismus und Okkultismus ziemlich oft postuliert. Doch wer mitdenkt, und das taten meinerzeit die meisten, kann unterscheiden zwischen Irrsinn, Spiritualität und Wissenschaft. Und der Rest hat wohl eher im Elternhaus gelitten als im Unterricht.

    PPS: Ich befürworte ALLE eure Artikel, sie scheinen mir einfach oft zu „verallgemeindernd“ – z.B. gibt es aus staatlichen Schulen ebenso viele Horrorgeschichten wie aus Steinerschulen (dort gibt es einfach Mechanismen, um dagegen vorzugehen). Aber eben, vielleicht bin es ja nur ich und meine Erinnerungen an eine unbeschwerte und lehrreiche Schulzeit ;)

  5. Und noch einen Comment, weil ich vergass, die „E-Mail-Funktion“ zu aktivieren. Sorry…

  6. @ protostomia

    Verrat uns doch bitte mal zu allererst, an welchen Waldorfschulen du warst. Ich kenne diese persönlich sehr gut:

    - Rudolf Steiner Schule Berlin Dahlem

    - Waldorfschule Märkisches Viertel Berlin

    - Schloss Hamborn

    und habe Informationen von Ex-Lehrern, Eltern und Schülern über verschiedene andere Waldorfschulen.

    An allen 3 oben genannten Schulen waren viele unqualifizierte Lehrer. Woher sollen die qualifizierten Lehrer auch kommen? Die Ausbildung in den Waldorflehrerseminaren ist eine Steiner-Gehirnwäsche. Man vergisst eher, als das man dazu lernt: http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm Gelesen?

    Bevor du dich aufregst: Ich bin sicher, dass man eine Waldorfschule durchlaufen kann, ohne Schaden zu nehmen und ohne zu bemerken, welche Religion alles durchdringt.

    Ich finde es o.k. wenn man als 16-jähriger andere Interessen hat, als sich mit dem bösartigen Hintergrund seiner Schule auseinanderzusetzen. Ich hab auch lieber Fussball gespielt (war am Gymnasium).

    ABER: wenn man sich mit dem Thema Waldorfschule und Anthroposophie beschäftigt, dann doch bitte vorbehaltlos.

  7. Ich war in der Waldorfschule Basel (Schweiz) und genoss nebenbei Unterricht an einer Waldorfschule im benachbarten Landkanton, da diese Chemie-Labore besass.

    Ich sagte ja, ich stimme mit euch überein, befürworte eure Artikel und bei Interesse könnte ich euch viele Informationen liefern über dieses und jenes.

    Religion durchdrang tatsächlich alles. Doch es waren gemäss meiner Erinnerung nicht „Steiner’s Wahnvorstellungen“ sondern einfach „christliche Religion“ (siehe Christengemeinschaft).

    Und wie gesagt: Vielleicht war diese Schule oder ich selbst eine Ausnahme von der Regel, bin gerne bereit, mir die Augen öffnen zu lassen.

    Aber solchen Dreck wie ihr in eurem Artikel aufgedeckt habt, kam bei uns zum Glück nie vor – und wenn doch, wäre ich der erste gewesen, der auf die Barrikaden gegangen wäre.

    Die Anthroposophie, Steiner’s Lehren und der oft krankhafte Fanatismus der Anthroposophen, kombiniert mit einer extrem inkonsequenten Lebensführung, gilt es aufzudecken und zu verurteilen. Auch die Angriffe der Anthroposophen auf die Naturwissenschaft dürfen nicht stehen gelassen werden und müssen vehement bekämpft werden. Auch würde ich gerne dabei mithelfen. Aber ich weiss nicht, wo beginnen…

  8. @ protostomia

    Du schreibst: „Ich war in der Waldorfschule Basel …“ und „Auch würde ich gerne dabei mithelfen. Aber ich weiss nicht, wo beginnen…“

    Also mal ins Blaue gefragt – kannst du etwas dazu sagen:

    Anthroposophen sind Impfgegner, an Waldorfschulen brechen immer wieder Masern aus, werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen.

    So auch im Falle des Masern-Ausbruches in Salzburg, über den in einem Artikel von “ScienceBlogs” berichtet wird:

    “Masernepidemie durch Anthroposophie”, http://www.scienceblogs.de/weitergen/2008/04/masernepidemie-in-osterreich.php

    .

    Die Infektionskette war hier:

    Von einer Schweizer WALDORFSCHULE IM RAUM BASEL (dort die Zentrale der Anthroposophie, das “Goetheanum”) reiste ein Schulorchester nach Salzburg. Von dort aus wurden die Masern auch nach Deutschland übertragen.

    Das wurde u.a. von “Eurosurveillance” dokumentiert: http://www.eurosurveillance.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=18838

    “AN ONGOING MULTI-STATE OUTBREAK OF MEASLES LINKED TO NON-IMMUNE ANTHROPOSOPHIC COMMUNITIES IN AUSTRIA, GERMANY, AND NORWAY, MARCH-APRIL 2008

    (…) Preliminary results of the outbreak investigation indicate the possible source case – a student from an anthroposophic school in Switzerland who visited the anthroposophic school in Salzburg city with colleagues. That student became ill with measles during their stay in Salzburg on 7 March, a week prior to the primary outbreak case in the anthroposophic school in Salzburg (13 March). Since November 2006, Switzerland is experiencing the largest measles outbreak registered in the country since notification for this disease in 1999 [1].

    Conclusions
    Recently, ultra-orthodox Jewish communities and travelling communities have been implicated in outbreak of measles [2,3]. The outbreak described here indicates that the anthroposophic community also is an at-risk group of measles spread, because many parents in this group choose not to vaccinate their children with the MMR vaccine [4]. Anthroposophy, based on the writings of the mystic and social philosopher Rudolf Steiner (1861-1925), combines human development with an investigation of the divine spark found in all of nature. The movement has marked education (Waldorf/Steiner schools) and medicine. Anthroposophical doctors emphasise nature-based therapies that support the body’s innate healing wisdom. Antibiotics, fever-reducing agents, and vaccinations are used at one’s own discretion only [5]. (…)”

    .

    Aus “Glaubensgründen” hält man sich nicht an Empfehlungen von Behördenseite, setzt damit sogar das Leben aufs Spiel. Sehr eindrücklich der Fall von “Natalie” – sprich schockierend: http://www.youtube.com/watch?v=H_f9OE2HcZ4

    .

    Der “Bund der Freien Waldorfschulen” argumentiert, dass die Impfverweigerung der Eltern deren INDIVIDUELLE Entscheidung sei. Das entsprechende statement ist leider nicht mehr online. In jedem Fall handelte es sich dabei um eine Schutzbehauptung: An Waldorfschulen arbeiten anthroposophische Schulärzte, die Impfgegner sind. Ich sprach darüber auch mit Dr. Christoph König, Landessanitätsdirektor von Salzburg. Er sagte mir, man müsse anthroposophischen Ärzten die Approbation entziehen, ihr Verhalten sei ein Skandal. Dr. Christoph König: http://www.salzburg.gv.at/landessanitaetsdirektion.htm

    .

    Der jüngste Masern-Fall in einer Berliner Waldorfschule:

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0122/berlin/0036/index.html

    “Masern an der Rudolf-Steiner-Schule

    22.1.2010, Berlin

    Amt schickt auch gesunde Kinder nach Hause

    Thorkit Treichel

    Rund 260 Kinder der Rudolf-Steiner-Schule in Dahlem müssen seit Montag nicht mehr zur Schule gehen. Das ordnete das Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf an, nachdem in der Schule Masern aufgetreten waren. (…)

    “In diesen Schulen treten häufiger Masernfälle auf, weil die Eltern vehemente Impfgegner sind. Dabei können Masern zum Tod führen.” (…)”

  9. Ja, dazu gäbe es jede Menge zu erzählen :) bzw. :(

    Ich selbst und die meisten Steinerschüler, welche ich kannte, hatten die Masern. Und auch Mumps und Röteln und andere „Kinderkrankheiten“…

    Meine ehemaligen Ärzte, welche Patienten mit besondern Krankheiten immer nur zu anderen Anthroposophen weiterleiteten, impften nur die „wirklich wichtigen Dinge“ (Tetanus, Polio). Als ich mit Anzeichen einer Depression um Hilfe bat, empfahl er mir, Sanddornsäfte zu trinken, damit ich mehr Energie hätte. Das gab mir den Rest und seither bin ich nie mehr bei ihm gewesen.

    Als weiteres lustiges Element ist die Homöopathie zu nennen. Gestandene und Ausgebildete Naturwissenschaftler und Ärzte „lernen“, die wissenschaftlichen Methoden zugunsten Aberglauben und Placebo zu vergessen. Unglaublich.

    Und in meiner Kinderzeit von 3 – 5 Jahren litt ich monatlich an Mandelentzündung und schweren Anginas und Erkältungen. Die Homöopathen erzählten meinen Eltern den grössten Scheiss und erst, als ich kaum mehr leben konnte, gab man mir Antibiotika. Und danach wurden endlich die Mandeln entfernt (seither bin ich mehrheitlich gesund). Doch 3 Jahre leiden und fruchtsäfte und sonstigen Dreck.

    Hehe… und die Kinder der Anhroposophischen Ärzte und Lehrer waren damals (wie heute) die ersten, welche Drogen- und Alkoholexzesse feierten. Und die Eltern und Lehrer schwiegen.

    Doch wie gesagt, in dieser Schule hatte ICH die Möglichkeit, mich individuell zu bilden und mein Leben zu gestalten, wie ich es wollte. Und die ewigen Auseinandersetzungen mit der Religion und der Eurythmie usw. stärkten das Selbst- und Gruppenbewusstsein und so lernten wir, uns zu wehren…

    Doch ich schreibe mal am Wochende einen Artikel darüber bzw. über die Homöopathie und Anthroposophie ^^

    Je länger ich zurückdenke, desto mehr kommt mir in den Sinn :)

  10. @ protostomia

    meine Güte … da bekomm ich ja schon Zweifel, ob es nicht besser gewesen wäre, auf den Schuss ins Blaue zu verzichten.

    Danke für deine Antwort! Ich würde mich freuen, wenn du einen Artikel schreibst, wenn ja, bitte unbedingt hier publik machen.

  11. “Wie werden die “Ersatz-Schulen” kontrolliert? Hinter privaten Schultüren

    WDR.de, von Nina Magoley

    Die bisher bekannt gewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs ereigneten sich größtenteils an Privatschulen. Rund 340 gibt es davon in NRW, darunter viele kirchliche, die sich weitgehend selbst organisieren. Für die Aufsicht ist allerdings der Staat verantwortlich.

    Von sexuellem Missbrauch ist das, was Jan Schrecker erlebt hat, weit entfernt. Dennoch berichtet der heute 30-Jährige von Demütigungen und Misshandlungen während seiner Schulzeit, die ihm noch immer zu schaffen machen. Schrecker war bis 1996 Schüler an der Waldorfschule Schloss Hamborn in der Nähe von Paderborn. Seine damalige Lehrerin, so berichtet er, habe ihn und andere Schüler jahrelang geschlagen und massiv eingeschüchtert. Er sei Zeuge gewesen, wie die Lehrerin Mitschüler ohrfeigte oder schmerzhaft an den Haaren zog, nur weil sie Haargel benutzt hatten. Einmal habe sie den Kopf eines Jungen, der ein bedrucktes T-Shirt trug, “mit voller Wucht” auf den Tisch gehauen, so dass dessen Nase blutete.

    Schulaufsicht muss Privatschulen überwachen

    Eine Strafanzeige gegen die Lehrerin, die Schrecker im Jahr 2002 bei der Staatsanwaltschaft Dortmund stellte, wurde wegen Verjährung abgewiesen. Als er sich daraufhin an die Bezirksregierung Detmold wandte, habe man ihm dort erklärt, dass die Behörde für private Schulen, wie Waldorf- oder auch kirchliche Schulen, nicht zuständig sei. Auch auf eine Petition beim Landtag NRW hin bekam der ehemalige Schüler dieselbe Auskunft. Das “Verhalten der Lehrkraft”, heißt es in einem Antwortschreiben, das WDR.de vorliegt, “konnte keine schulaufsichtliche Maßnahme auslösen”, da die Lehrkraft nicht Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen war, sondern in einem privatrechtlichen Vertragsverhältnis zum Schulträger stand”. Ein Blick in das Schulgesetz NRW allerdings führt zu anderen Erkenntnissen: Die Schulaufsicht über “Ersatzschulen”, wie private Schulen in Behördensprache heißen, sei Aufgabe der “für die entsprechenden öffentlichen Schulen zuständigen Schulaufsichtsbehörde”. (…)”

    weiter:

    http://www.wdr.de/themen/panorama/kriminalitaet11/missbrauch_kirche/100311.jhtml?rubrikenstyle=panorama

  12. “Vorwürfe gegen Waldorfpädagoge

    Schwäbische Zeitung, SZON

    (ÜBERLINGEN/iw) Auch an der Freien Waldorfschule in Überlingen soll es Missbrauchsfälle gegeben haben. Das berichtet ein ehemaliger Schüler, der die Einrichtung Mitte der Neunziger Jahre besucht hat. Der Pädagoge soll entlassen worden sein.

    Erst Salem, jetzt Überlingen. Nachdem die ersten Missbrauchsfälle an schulischen Einrichtungen aufgedeckt wurden, kommen jeden Tag weitere an die Öffentlichkeit. Gestern hat sich ein ehemaliger Schüler der Freien Waldorfschule Überlingen an die Medien gewandt, der die Einrichtung bis zur sechsten Klasse besucht hat, ehe er auf eine andere Schule wechselte. Zwei Kinder in seiner Klasse seien missbraucht worden und es habe zahlreiche gewalttätige Übergriffe auf Schüler gegeben, auch gegen ihn. Die Schulleitung der Waldorfschule konnte gestern nicht für eine Stellungnahme erreicht werden. Aus dem Umfeld der Schule werden die Vorwürfe gegen den ehemaligen Klassenlehrer bestätigt. Der Mann sei umgehend entlassen worden. Nicht belegt wurde die Anschuldigung, dass die Schule von Vorfällen an anderen Schulen gewusst habe und den Pädagogen dennoch eingestellt habe.

    (Erschienen: 17.03.2010 23:00)”

    http://www.schwaebische.de/lokales/markdorf/meersburg_artikel,-Vorwuerfe-gegen-Waldorfpaedagoge-_arid,4069041.html

  13. Da „protostomia“, Schweizer Ex-Steiner-Schüler, oben handfeste Infos zur Impfgegnerschaft in Waldorfschulen gab, hier der Hinweis auf den passenden Artikel, Auszug:

    http://feuerbringer.com/2010/05/20/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

    „Drei Gründe für die Waldorfschule

    (…) Warum untergraben Waldorfschulen das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern bis 2010 in Europa auszurotten? Und warum werden Menschen dem Risiko einer Infektion mit einer schweren Krankheit ausgesetzt?

    (…) Anthroposophen – natürlich auch der anthroposophische Schularzt der Waldorfschulen – folgen Rudolf Steiner. Steiner begründet, warum die Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss, so:

    Ein Mensch hat in seinem letzten Leben zu viel „gegrübelt“, was zu einer „Schwäche der Seele“ führt. Die Masern sind die „physisch-karmische Wirkung“ dieses Fehlverhaltens im letzten Leben. Die Masern macht man durch, „um organische Selbsterziehung zu üben“, „die Krankheit kann in einen geistigen Prozeß zurückverwandelt werden“ …

    Wer meint, dies sei aber eine völlig idiotische Zusammenfassung, der überzeuge sich selbst: Im „Anhang“ gibt es Steiners Karma-Masern-Quacksalberei im Original zu bestaunen (…)“


Einen Kommentar hinterlassen

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>