Ich musste heute herzhaft über etwas lachen, eine gute viertel Stunde lang. Das toppt wirklich alles, was Astrodicticum und Michael Reimon da ausgegraben haben, und es setzt dem Irrsinn, der in letzter Zeit vermehrt überall ausgebreitet wird, eine wunderbare Krone auf.
Vergesst Religion und Esoterik, die anti-amerikanischen Frauenforscher haben das Rennen um den Ersten Preis für totalen Wahnsinn für sich entschieden…
Frauenforschung ist ja sowieso postmodernistischer Unsinn – was daran zu erkennen ist, dass keine Männerforschung existiert (nur als Nebenprojekt von männerfeindlichen Feministen) und Frauenforschung viel mit “Gender Mainstreaming”, der marxistischen Idee einer Gleichschaltung der Geschlechter, zu tun hat. Angeblich wären Geschlechter wie “Frauen” und “Männer” nämlich nur kulturelle Erfindungen. Die natürlichen Unterschiede umfassten lediglich die sichtbaren Geschlechtsmerkmale. Darüber an sich könnte ich schon lachen wie über, ja, Postcolonial Studies (wir sind immer noch Kolonialisten – wusstet ihr schon?).
Aber wenn jemand Professor für Schwachsinn ist, dann beschränkt sich sein irrationales Denken eben nicht auf das eigene idiotische Fachgebiet. Wenigstens gibt es nun eine zusätzliche Erklärung aus dem Reich von Sogoth und den Alten Göttern, was, wenn nicht ein Pakt mit dem Teufel, das Erdbeben in Haiti ausgelöst haben könnte. Professorin Claudia von Werlhof von der Uni Innsbruck, hier in einem Interview mit dem Standard, ich erteile Ihnen das Wort:
Werlhof: Was die Natur angeht, muss uns klarwerden, dass wir von ihren Zyklen und Rhythmen derzeit nur wenig wissen. Also müssen wir die vormodernen Anschauungen studieren – hier gibt es ja bereits Arbeiten der neuen Biologie und Physik. Auf dass eine neue Ethik, einneues Mitleiden entstehen. Damit nicht weiter das passiert, was etwa in Haiti geschehen ist.
Standard: Sie meinen das Erdbeben?
Werlhof: Ja, dass es ein künstlich produziertes Erdbeben gewesen sein könnte.
Standard: Wie das?
Werlhof: Im Projekt HAARP, einem Militärforschungszentrum in Alaska, wurden auf Grundlage der Tesla-Technologie (Nikola Tesla, kroatisch-amerikanischer Erfinder unter anderem den Wechselstroms entwickelte) Earthquake Machines hergestellt, die künstliche Erdbeben hervorrufen. Sie werden benutzt, um Erdölreserven aufzuspüren. Zwischen Haiti und Kuba soll es große Ölreserven geben, also könnte das Erdbeben in Haiti maschinell erzeugt worden sein, um die militärische Besetzung des Landes durch US-Truppen zu ermöglichen. Als Nebeneffekt werden unbotmäßige Regierungen wie etwa jene von Hugo Chavez in Venezuela unter Druck gesetzt.
Standard: Glauben Sie das wirklich? Das klingt nach Verschwörungstheorie.
Werlhof: Ich glaube gar nichts, aber Fakt ist, dass es die Technologie für künstliche Erdbeben gibt. Und von meiner Theorie her entspricht das genau der These von der patriarchalen Schöpfung aus Zerstörung. Außerdem: Öffentlich wird so etwas überhaupt nicht diskutiert.
Tief einatmen…
Ja, also meine Theorie, dass die Amerikaner Erdbeben auslösen, um das Land zwischen Haiti und Kuba militärisch zu besetzen, über die redet gar keiner, obwohl sie sofort einsichtig und total wahr ist!
Welches erdölträchtige Gebiet zwischen Kuba und Haiti meint Frau Werlhof, werdet ihr euch fragen? Sehen wir mal auf der Karte nach – ich realisiere dabei natürlich, dass Karten ein imperialistisches Machwerk und völlig unzuverlässig sind, insbesondere diese Karte, die von der US-Regierung stammt!
In Wirklichkeit existiert dieses Land zwischen Kuba und Haiti sehr wohl, nur dass die Imperialisten es in ihrer Geheimsprache anders nennen: Bei ihnen heißt das Land “Meer” oder “Windward-Passage”. Doch mich täuschen sie nicht, denn ich habe undercover erfahren, was tatsächlich los ist! Mein Name ist Frauen. Frauenforscherin. Wenn ein trockener Martini nicht von amerikanischen Sklaven gerührt und nicht geschüttelt würde, dann hätte ich gerne einen davon.
Und HAARP, davon behaupten die US-Imperialisten zwar, dass es ein Programm zur Atmosphärenforschung wäre, aber das ist gar nicht wahr. Die Wahrheit findet ihr beim Wikipedia-Artikel zu HAARP unter dem imperialistischen Codewort “Verschwörungstheorien“.
Damit machen sie nämlich Erdbeben, um armen Menschen von demokratischen, menschenfreundlichen Regierungen wie der von Kuba das Erdöl zu klauen!
Frauenforscher/innen/annen befassen sich offenbar viel mit “Zyklen” und “Rhythmen”, die nicht nur Teil der weiblichen Biologie sein sollen – sondern einfach überall vorkämen! Die einzige Möglichkeit, all diesen Zyklen auf die Schliche zu kommen, ist eine Rückkehr zu vormodernen Weltbildern. Die guten, alten Zeiten, als es noch keine Wissenschaft gab, sondern nur Religion, Magie und Verschwörungstheorien. Ein locus amoenus, überall und unendlich, das goldene Zeitalter, in Ewigkeit, Amen!
Zumindest wird es dann witziger für Skeptiker. Bis man sie wieder verbrennt.
Aber ich will hier nicht nur wild herumpolemisieren, sondern auch eine empirisch-logische Widerlegung für die HAARP-Verschwörungstheorie bieten, die schließlich ernst genommen werden möchte:
Uahahahah! Aahahah! Haaaahahaahah!
Via Astrodicticum











Griflet
14. Februar 2010 at 10:08
Ich hoffe, du schießt hier nur gegen die Frauenforschung und nicht gegen die Generforschung allgemein. So ganz Gegenstandslos ist diese nämlich nicht: Gesellschaftlich festgeschriebene Rollenbilder sind nicht biologisch gegeben, sondern eben gesellschaftlich! Genau diesen Aspekt der Genderforschung kenne ich aus der Germanistik, wenn man beispielsweise in der Literatur genau diese Rollenbilder betrachtet und analysiert. Ich persönlich finde zwar, dass es ein sehr zähes Thema ist, Gegenstandslos ist es jedoch nicht!
derautor
14. Februar 2010 at 10:58
In der Germanistik werden retrospektiv die Frauenbilder in literarischen Werken analysiert. Vor 100 Jahren gab es ja noch wirklich patriarchale Vorstellungen. Man kann so ziemlich alles analysieren und auch Frauenbilder. Aber Gender Mainstreaming und die zugehörigen Einrichtungen sind keine Wissenschaft, sondern Politideologie.
folgsam
14. Februar 2010 at 11:06
Das die vor 100 Jahren noch dominanten patriarchalen Vorstellungen nun gänzlich und rückstandslos in den Weltraum verdampft sind, das kann man ja wohl auch bezweifeln.
Ich will die Frau Von und Zu nicht verteidigen, eher kau ich mir ein Bein ab, aber man kann sich ja trotzdem die Frage stellen, warum zum Beispiel mehr Frauen als Männer studieren, jedoch nur ein Bruchteil eine Professur innehat später.
booner
14. Februar 2010 at 12:33
Retrospektiv Geschlechterrollen zu untersuchen, kann ein Aspekt von Gender-studies sein, aber es gibt auch noch andere, teils interessante und (meiner Meinung nach) berechtigte, teils auch einfach unsinnige Forschungsgebiet innerhalb der gender studies. Dass man das von den politischen Ideologien trennen muss, da stimm ich dir auf jeden Fall zu!
Und was diese Frau Professorin da von sich gibt ist einfach nur peinlich! Kurz vorm Wahnsinn wirds halt nochmal lustig…
Trotzdem: entgegen deiner Behauptung im dritten Absatz, Geschlechter wären nur kulturelle Konstrukte, geht gender studies davon aus, dass GeschlechterROLLEN kulturelle Konstrukte sind. Dir als Mit-Anglist muss ich ja nich erklären, dass es da im Englischen viel schöner die Unterscheidung in “gender” und “sex” gibt.
Aber unterm Strich geb ich dir Recht: 99% von gender-studies sind politisch-ideologisch motivierter Unsinn, und (wenn überhaupt) nur dazu nütze, in einem hermeneutischen Zirkel verschiedene Positionen und Ansichten zur Hinterfragung der eigenen heranzuziehen.
Martin
14. Februar 2010 at 11:40
@folgsam: “aber man kann sich ja trotzdem die Frage stellen, warum zum Beispiel mehr Frauen als Männer studieren, jedoch nur ein Bruchteil eine Professur innehat später.”
Eine Vermutung von mir ist, aufgrund von Beobachtungen im Freundes- und Bekanntenkreis, das für eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Frauen ein Studium eher ein Teil eines Selbstfindungsprozesses, -mitunter auch einer Art Therapie- ist, als ein Teil bewußter Karriereplanung. Das also die weitere Karriereverfolgung gegenüber anderen Aspekten eher in den Hintergrund tritt.
Das hat auch einen gewissen Erklärungswert bezüglich der Vorliebe von Frauen für Studiengänge wie Psychologie, Frauenforschung etc. .
piyh
14. Februar 2010 at 10:37
Natürlich gibt es Männerforschung.
derautor
14. Februar 2010 at 10:55
Nein.
piyh
14. Februar 2010 at 11:02
Die Männerforschung hat sogar einen eigenen Wikipediaartikel. Und hier gibt es einen Männerforscher:
http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Kimmel
derautor
14. Februar 2010 at 15:29
Ha! Darüber könnte ich eine weitere viertel Stunde lachen. Männer werden überwiegend von männerfeindlichen Feministinnen erforscht.
piyh
14. Februar 2010 at 17:35
Alles klar, dann lach mal weiter, aber glaube nicht, dass dich und deine Undifferenziertheit dann noch jemand ernst nehmen wird.
derautor
14. Februar 2010 at 18:35
Ok, mach ich.
piyh
14. Februar 2010 at 18:42
Männerforscher sollten auf jeden Fall mal herausfinden, warum es Männern so schwer fällt einfach zu sagen: “Ok, ich habe mich geirrt, die Frau hatte Recht.”
derautor
14. Februar 2010 at 18:47
Du hattest recht, dass auch Männerforschung existiert, was ich nicht wusste. Da sie aber ebenfalls überwiegend von Gender-Feministinnen durchgeführt wird, ist sie ebenso wertlos wie die Frauenforschung. Also könnte sie genausogut nicht existieren.
Aber recht hattest du schon.
piyh
14. Februar 2010 at 19:13
Also in dem Wikipediaartikel werden bekannte Männerforscher aufgezählt, die da heißen: Robert, Hans-Joachim, Peter, Raewyn (ehemals Bob), Jeff, Michael, Michael, Toni und Lothar. Alles typische Namen für männerhassende Gender-Feministinnen, nehme ich an.
Davon abgesehen kann man die einzelnen wissenschaftlichen Leistungen doch getrennt bewerten und muss nicht das ganze interdisziplinäre Feld diskreditieren.
derautor
14. Februar 2010 at 19:59
Männerhassende Gender-Feministen. Das ist ein postmodernistischer Nonsense der Extraklasse. Aus dem Artikel:
Jeff Hearn entwickelte 1987 im Magazin der englischen Männerbewegung “Achilles Heel” fünf Prinzipien, die für eine zukünftige kritische Männerforschung Anwendung finden sollten:
1. Männer sollten die Autonomie der Frauenforschung respektieren, was nicht heißen soll, umgekehrt eine Autonomie der Männerforschung einzufordern.
3. Das vorrangige Ziel der Männerforschung ist die Entwicklung einer Kritik an männlicher Praxis, zumindest teilweise aus feministischer Sichtweise.
5. Männer, die Männerforschung betreiben, müssen ihre Praxis des Forschens, Lernens, Lehrens und Theoretisierens hinterfragen, um nicht die patriarchale Form eines desinteressierten Positivismus zu reproduzieren. Ziel sei eine Bewusstseinserweiterung der Männer.
Das Ziel ist demnach die Unterordnung des Mannes unter die Frauen. Frauenforschung muss als autonom anerkannt werden, Männerforschung nicht. Warum? Das vorrangige Ziel der Männerforschung ist die Kritik an Männern. Haha… Der “desinteressierte Positivismus” ist schließlich der postmodernistische Name für “Wissenschaft”. Und die wird explizit abgelehnt durch die Männerforschung. Ich werde mich doch nicht verarschen lassen.
piyh
15. Februar 2010 at 11:44
Jeff Hearn ist nicht die Männerforschung.
Ich lehne auch nicht die Philosophie ab, weil es postmoderne Philosophen gibt.
Martin
14. Februar 2010 at 11:37
Interessant vielleicht in dem Zusammenhang, das genau derselbe geistesgestörte Dreck von Radio Iran verbreitet wird.
Laut IRIB,dem iranischen Staatsradio:
”Das amerikanisch-zionistische Imperium”, das mit Hilfe einer “Schreckenswaffe nicht nur die außergewöhnliche Kältewelle in Europa in Gang setzte, um die Maßnahmen der Gegner der Erderwärmung einzudämmen, sondern sofort danach auch das verheerende Erdbeben auf Haiti ausgelöst hat, um mit dem Endziel, Kuba und Venezuela zu besetzen, seine Kriegsschiffe in der Karibik zu stationieren”.
Frau xxx ist also in guter, schlechter Gesellschaft.
Arne
14. Februar 2010 at 12:48
Na super, dieser sich entwickelnde Dialog. Ich habe den Artikel als Hinweis genommen, mal nach der Oma zu googeln. Interessant, was die betroffenen Leser des Standard dazu meinen.
Meine eigene – politisch völlig unkorrekte – Meinung: Die xxx hat in ihrem Leben noch nie richtig gearbeitet. Sie ist zu dämlich für Physik und Chemie und auch noch zu faul (wie bereits von Florian erkannt) eine simple Wikipediarecherche zu machen.
Dennoch schreckt sie nicht davor zurück, sich auf SuperRTL-Niveau zu begeben und sich in einer großen österreichischen Zeitung zu entblöden. Gut, dass ich mein Studium vor bereits 25 Jahren hinter mich gebracht habe und nicht mehr auf so eine Behelfsuniversität mit esoterischen Lehrstühlen wie Innsbruck angewiesen bin.
Hoffentlich bekommt sie von ihrem Chef eins aufs goldene Dacherl – aber das wäre dann auch schon wieder ziemlich patriachalisch.
rolak
14. Februar 2010 at 13:23
Also bitte, soviel Zeit muß sein! Nicht “Interview mit dem Standard”, sondern “Interview mit der Standard” – immerhin heißt die Interviewerin “Die Standard”
…ich könnt mich jedesmal kringeln über die Ernsthaftigkeit der Sprachumformer, die Genus und Sexus einfach nicht auseinanderhalten können.
Thomas
14. Februar 2010 at 16:26
Ich muß gestehen, ich habe an das Interview erst geglaubt, als ich es selber auf der Standard-Webseite gefunden habe.
Wow – ich dachte, dieser Typus von Feministinnen sei inzwischen ausgestorben! Aber mit 66, da sollte ihre Professur ja bald neu ausgeschrieben werden!
Kranker Pfleger
14. Februar 2010 at 18:29
Ich dachte, ich bin verrückt. Aber dieser Professorin scheint es noch schlechter zu gehen. Ich sollte ihr etwas von meinen Tabletten abgeben…
aron2201sperber
14. Februar 2010 at 19:32
wer soweit geht, die Werte der Aufklärung für Propaganda zu halten, wird selbst leicht zum Opfer von totalitärer Propaganda, wie sie in diesem Fall ursprünglich vom Chavez-Regime und in weiterer Folge vom Mullah-Regime weiterverbreitet wurde:
http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/01/23/der-paranoide-welt-des-hugo-chavez/
zakum
14. Februar 2010 at 21:50
Frauenforschung. Oo
Und ich dachte ja immer, dass sei die “Wissenschaft”, die Männer verzweifelt betreiben, um zu verstehen wann man Blumen schenken sollte, welche Socken zu welchem Hut getragen werden dürfen und an welchen Tagen im Monat man(n) lieber die Klappe halten sollte.
Aber NEIN, Frauenforschung ist anscheinend eher, wenn Frauen, die von nichts eine Ahnung haben in die Forschung gehen, weil zu wenig Frauen Professuren innehaben, und irgendjemand diese Quote ja mal heben muss.
Man lernt nicht aus, danke liebe, Auflkärung.xD
Martin
14. Februar 2010 at 22:20
@piyh:
“Männerforscher sollten auf jeden Fall mal herausfinden, warum es Männern so schwer fällt einfach zu sagen: “Ok, ich habe mich geirrt, die Frau hatte Recht.””
Hab ich schon erforscht. Frauen müssen einfach öfter nicht nur behaupten, recht zu haben, sondern das auch tatsächlich tun. Schon fällt den Männern das Zugeben vieeeeel leichter.
piyh
15. Februar 2010 at 11:36
Ich habe ständig Recht, aber das kannst du natürlich nicht wissen.
Der mit dem Glauben tanzt
14. Februar 2010 at 22:28
Ich finds toll, dass Frauen und Männer so unterschiedlich sind. Sorgt für mehr Humor im Leben XD
Monika
15. Februar 2010 at 12:34
ein polemischer, unwissenschaftlicher und sexitischer Artikel, Autor nicht in der lage oder gewillt auch andere als seine undmain stream Positionen aus zuhalten, etwas mehr Wissenschaftlichkeit Offenheit und Differenzierheit, sonst ist es nur ab zu buchen unter dümmlichem Sexismus!
derautor
15. Februar 2010 at 13:24
Was interessiert mich bitte die Meinung einer Frau?
KurtE
15. Februar 2010 at 14:12
Ich teile die Meinung des Autors zu Schänder-mähnstriehming und angeschlossenen Staddies. Wer noch mehr tolle Sachen zum Lachen lesen will, schaue sich mal bei den FrauInnen und Frauen der Humboldt-Uni Berlin um.
Männliche männerfeindliche FeministInnen werden übrigens gern lila Pudel genannt. (Davon ist Professor Amendt auszunehmen – aber das nur am Rande.)
Die Frage ist doch, was zuerst da war: Der Wahnsinn oder der Extremfeminismus. Ich bin mir da nicht sicher.
piyh
15. Februar 2010 at 14:20
Herr Amendt ist die Frau Werlhof der Männerforschung.
KurtE
17. Februar 2010 at 12:08
Hej, das war eine eine wirklich witzige Erwiederung. Aber es ist eben nur ein Witz.
Und vielleicht hat die Grande Dame der moderenen Scholastik ja doch recht? Hier: http://derstandard.at/1265852211044/Erdrutsch-auf-Sizilien-1500-Personen-evakuiert
Das ist garantiert auf Berlusconis Wunsch hin gemacht worden, nachdem das in Haiti so gut geklappt hat. Von wem? Na von Männern! Nur Männer machen sowas! Und warum? Um Armageddon zu beschleunigen! Denn nur die Gerechten werden neben IHR sitzen dürfen! Nur die Wiedergeborenen erreichen … kehret um …
piyh
17. Februar 2010 at 18:51
Die Leute lachen immer an der falschen Stelle. Jemand der Studien macht, die keinem wissenschaftlichen Standard entsprechen und andere Studien bzw. deren Ergebnisse missinterpretiert und missbraucht um damit politische Forderungen zu stützen ist eigentlich noch viel schlimmer als eine Verschwörungstheoretikerin.
KurtE
18. Februar 2010 at 16:05
Das ist aber billig, jetzt so auf den IPCC einzudreschen. Der hat doch noch gar nichts zum Zusammenhang von Erdbeben und menschengemachter Kllimaerwärmung gesagt. Wohl. weil es logisch ist: Was sich erwärmt, dehnt sich aus.
piyh
19. Februar 2010 at 12:44
Gut zu wissen, dass ihr “wisst”.
pyri
15. Februar 2010 at 21:23
Ich finde es einerseits zwar tieftraurig, andererseits aber auch schon wieder sehr lustig was hier erzählt wird: vielleicht sollte doch das “idiotische” im eigenen, sowie der eigene “Schwachsinn” demnach reflektiert werden. Aber es amüsiert mich ja auch, wie hier eindeutig modernes (der Marxismus) zu postmodernem wird, weil es einfach so gefällt. Und vermutlich bei beiden Begriffen nicht verstanden wird was sich dahinter womöglich verbergen könnte – bei modern wie postmodern nicht. Hauptsache Zynismus verbreiten. Aber vielleicht ist es gerade auch das was Frau von Werlhof so unter Gewalt einer Vernunft versteht, deren Zerstörungspotenzial
Am lustigsten finde ich jedoch nämlich noch den Untertitel dieses Blogs: “eine Oase der Vernunft” – das wogegen sich eine von Werlhof nämlich wendet hat weniger mit Männern zu tun wie hier fantasiert wird, als überhaupt mit Vernunft eben. Die wird halt bloß noch, und das wahrscheinlich auch zurecht, als männlich identifiziert. Welche verbrecherischen Gedanken sich hinter der Werlhof verbergen bleiben so aber auch hier verborgen, typischerweise und leider, wenn Feminismus mit Männerfeindlichkeit assoziiert wird, oder gar noch – völlig absurd – Gender Mainstreaming mit Sexualfeindlichkeit. Von den Lächerlichkeiten zum Postkolonialismus ganz zu schweigen, der eher ganz und gar nichts über ein hier imaginiertes “wir” ausdrückt, außer dieser Blog wird aus einer ehemaligen Kolonie geschrieben, sondern sich mit den Lebenswirklichkeiten in solchen Kolonien auseinander setzt, sowie deren historische und gegenwärtige Beziehungen zu den ehemaligen “Mutterländern”
Welche Ironie. Ha!
derautor
15. Februar 2010 at 21:43
Ja, die böse Vernunft. Damit kann der Marxismus nur etwas anfangen, solange sie nicht der Doktrin widerspricht und der Postmodernismus hält die Vernunft ohnehin für eine Verschwörung der Aufklärung. Idioten.
Andreas P
15. Februar 2010 at 22:12
@Der Autor: Da Du offenkundig verstanden hast, was pyri hat sagen wollen, kannst Du es in einem einigermaßen sprachregelkonformes Deutsch zusammenfassen?
Irgendwie habe ich nur verstanden, das Marx eine moderne Feministin ohne Post sein soll oder so…
derautor
15. Februar 2010 at 22:37
Wenn sich der Postkolonialismus wirklich damit befassen würde, das wäre schön. Aber so ist das durchaus nicht.
pyri sagt, dass Vernunft zu Zerstörung führe (von Gefühl, Natur, etc.) und dass sie männlich sei. Der Vernunft stellen Gender-Feministinnen die weibliche Intuition und ähnlichen Käse entgegen.
Andreas P
15. Februar 2010 at 22:55
@Autor: Danke! Es macht also auch in Deutsch und mit Kommas keinen Sinn.
- Was ich so putzig finde, ist, dass die moderne “Genderforschung” anscheinend genau das verkündet, was vor 100-150 Jahren noch pseudowissenschaftliche Lehre war: Dass Vernunft eine reine Männerdomäne sei und Frauen… anders begabt seien. Geändert hat sich anscheinend nur die Wertung.
derautor
15. Februar 2010 at 23:53
Tatsächlich ist der Postmodernismus reaktionär, nur zu blöde, das zu bemerken.
booner
16. Februar 2010 at 00:03
Schlagen wir die Postmoderne mit ihren eigenen Mitteln: dekonstruieren wir ihre Schwachsinn!
Ich schlag mal vor, mit der Dichotomie “Vernunft / Gefühl” anzufangen, dann haben wir das Thema schon mal vom Tisch!
Harald Leinweber
25. Februar 2010 at 15:08
Guten Tag!
Kurz nach der Tsunami-Katastrophe von Dezember 2004 habe ich im Deutschlandfunk ein Interview mit einem Menschen aus einem Öko-Verband gehört, der im Zusammenhang mit dem Tsunami vom Raubbau und der Ausbeutung der Meere etc. gesprochen hat. Leider hat damals kein Interviewer gefragt, was – bitte! – ein unterseeisches Beben mit dem Raubbau an Meeres-Flora und -Fauna zu tun haben soll.
Der Gute hatte sich einfach argumentativ verfranzt, wohl nach dem Motto “Im Zweifelsfall immer auf die menschliche Verursachung des Unerwünschten hinweisen” – nicht selten ist es ja wahr.
Wo gehobelt wird, da fallen eben Späne. Wenn einEr auszieht, die ganze Welt zu retten, muss er oder sie ein paar kleinere Kollateralschäden – intellektuelle Redlichkeit, Vernunft, Aufklärung (“gescheitert”!) etc. – hinnehmen; die gehen dann halt über die Wupper.
Im Übrigen: Wie man kaum 300 Jahre nach Beginn der Aufklärung glauben kann, deren Scheitern konstatieren zu können, ist mir nicht klar. Wir haben doch gerade erst angefangen!
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber
Mike
5. März 2010 at 09:52
Herr Leinweber hat, wie man an seinen Ausführungen erkennen kann, nicht die geringste Kenntnis über den Unterschied von den von ihm erwähnten Gender-Studies und der kritischen Patriarchatstheorie bzw. Matriarchatsforschung, die von Frau Werlhof betrieben wird.Eine pseudowissenschaftliche Kritik veröffentlicht auf einer mehr als fragwürdigen Internetseite, von einer unwissenden Person. Genau das sind sie Herr Leinweber, unwissend. Sie stehen im Dunkeln und haben die Scheuklappen des Rationalismus auf.Dafür werden sie früher oder später bezahlen!
derautor
5. März 2010 at 23:45
War das eine Drohung? Dann schicke ich der Staatsanwaltschaft sofort Ihre IP und Mailadresse. So etwas wird hier nicht geduldet. Und von diesem Blog sind Sie hiermit verbannt.
derautor
6. März 2010 at 12:49
Ach ja, Zensur ist doch was Schönes.
The Serpent
5. März 2010 at 14:57
Pseudo-Humanistische Manns-Bilder wollen immer nur mit DRECK schmeissen; “irgendwas wird schon hängenbleiben…”
derautor
5. März 2010 at 23:46
Getroffene Hunde bellen.
Georg Traar
14. März 2010 at 22:57
Die BZÖ-Bezirksbündnisse Wien 8 u. 15 haben gegen die Verantwortlichen der Uni Innsbruck eine Sachverhaltsdarstellung wegen des Verdachtes auf Mißbrauch der Amtsgewalt an die StA Innsbruck erstattet.
Aus den mentalen Ausflüssen dieser Person ist klar ersichtlich und auch für jeden medizinischen Laien nachvollziehbar, dass die Beste was am Schüsserl hat.
Es ist daher eine Verhöhnung aller Lehrenden und Lernenden an den österreichischen Universitäten, dass in Zeiten drückender Ressourcenenge diese an Gehalt und Gefolge einer augenscheinlich Verrückten verschwendet werden.
Diese Entscheidung linkslinker SchwachköpfInnen zeigt einmal mehr, dass der Genderwahn noch Potenzial hat. Es steht zu befürchten, dass dessen Protagonisten auch Komplizen im Wissenschaftsministerium haben.
Es wird dringend Zeit, wirksam gegenzusteuern, wollen wir nicht plötzlich in einer chlorophylmarxistisch gesteuerten Subsistenzwirtschaft ankommen,wo uns die ökofeministische Matrone das Überschußfett vom Herbstschwein gnädig als Leuchtmittel für die Leselampe zuteilt…
Harald Leinweber
8. Oktober 2010 at 10:51
Guten Tag!
“Herr Leinweber hat, wie man an seinen Ausführungen erkennen kann, nicht die geringste Kenntnis über den Unterschied von den von ihm erwähnten Gender-Studies”
Ach ja? Wo habe ich Gender Studies überhaupt erwähnt?
“Genau das sind sie Herr Leinweber, unwissend.”
Mag ja sein – gemessen am unendlichen Uinversum weiß ich in der Tat fast nichts.
Allerdings weiß ich immerhin, dass
- Anreden groß geschrieben werden und
- nach einem Satzzeichen ein Leerschritt folgt.
(Wer das nicht weiß, weiß oft auch nicht, warum er/sie es so schwer hat, jemand zu finden, wo ihn/sie ernst nimmt.)
“Dafür werden sie früher oder später bezahlen!”
Was heißt hier “werden”? Ich bezahle jeden Tag!
“Sie stehen im Dunkeln und haben die Scheuklappen des Rationalismus auf.”
Ob das wohl einem Rationalisten zu vermitteln ist bzw. wäre: dass er im Dunkeln stehend auch noch Scheuklappen tragen sollte? Das scheint mir doch eigentlich ein ganz kleines bißchen übertrieben.
Aber zum Glück stimmt das ja gar nicht: Tatsächlich stehe ich in der Illumination der Aufklärung, die von englischsprachigen Menschen ja auch gerne Enlightenment genannt wird.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber