Welt des Schwachsinns: Gesunde Ernährung

Kinder, es ist das Tofu-Monster!

Kinder, es ist das Tofu-Monster!

Ja, eigentlich habe ich nur ein paar witzige Cartoons und interessante Videos zum Thema Ernährung gefunden und möchte sie hier unterbringen. Bereitet euch vor auf ein informatives Gemisch an albernem Zeug.

In dem Cartoon mit dem Tofu-Monster oben geht es darum, dass ernährungsbewusste Eltern ihre Kinder mit Gemüse quälen, anstatt ihnen hin und wieder mal einen schönen Keks zu geben.

Aber es ist auf natürliche Weise giftig!

Ja, aber es ist auf natürliche Weise giftig!

Ernährung soll ja heutzutage „natürlich“ sein, als gäbe es so etwas wie übernatürliche Ernährung. Doch gibt es auch natürliche Gifte, wie sie dieser Frau hier als Beispiel feinster natürlicher Ernährung angeboten werden. Eigentlich ist alles natürlich, auch Chemikalien stammen nicht aus einer anderen Dimension, sondern kommen in der Natur vor und wurden einfach für den Menschen optimiert (man könnte fast meinen, das wäre gut).

Und hier hätten wir einen amüsanten Auftritt von Lebensmittelchemiker Udo Pollmer bei „Süßstoff“. Er weiß seine Aussage „Esst, was ihr wollt“ unterhaltsam zu verpacken. Pollmer spielt das übrigens nicht, der ist privat genau so drauf, wie er hier rüberkommt.

Und zu guter Letzt: Geheimsache Bio. In der deutschen Dokumentation hat sich ARDs „Panorama“ Öko-Food mal vorgenommen. Kurz gefasst: Bio ist nicht gesünder, auch gespritzt – nur mit schlechteren Mitteln. Man hätte aber noch mehr dazu sagen können, zum Beispiel dass ein großer Teil der Weltbevölkerung verhungern müsste, wenn man konsequent auf Bio umstellen würde.

Veröffentlicht in: on 1. Februar 2010 at 19:58  Kommentare (16)  

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16 Kommentare Einen Kommentar hinterlassen

  1. Ich finde es teilweise noch problematisch, wenn man so tut, als gäbe es KEINE Probleme mit den Lebensmitteln die wir essen oder der Ernährung im Allgemeinen. Udo Pollmer hat natürlich schon Recht, mir fehlt nur ein Hinweis auf das MASS des Essens.

    Danke für den Hinweis auf dieses Video :)

  2. In der Schweiz lese und höre ich sehr oft:“Das ist ohne Chemie drin!“ – was mich fast schon zu Gewaltverbrechen schreiten lässt. Gemeint ist wohl meistens so etwas wie: „Das ist frei von synthetisch hergestellten Zutaten“, als ob synthetische Kopien von natürlichen Stoffen irgendwie schlechter wären…
    Der Berserker in mir wird auch mit „ich esse nichts was Gene drin hat!“ geweckt.
    Und solche Leute dürfen sich bei uns an der direkten Demokratie beteiligen – obwohl sie offenkundig nicht Qualifiziert sind.

    • Immerhin hebt sich die Einstellung in der Masse wieder auf. Aber wenn einige Bildungsexperten das ganze Schulsystem umkrempeln und viel Schaden anrichten (z.B. Bologna-Reform, Integration in reguläre Schulklasse, etc.), dann wäre ich um die Weisheit der Massen in Form einer Initiative oder Referendums froh gewesen.
      Und man müsste jeden Arzt, der die Patienten auch Homöopathie anbietet, die Ärzte-Zulassung entziehen.

  3. fundierte Aussagen darüber finden sich auch in dem Buch Biokost&Ökokult von Dirk Maxeiner und Michael Miersch.
    beide bloggen auch auf „Die Achse des Guten“

  4. Pollmer, soweit ich ihn durch diverse Fernsehsendungen einschätzen kann, schießt meiner Meinung nach oft ein bisschen über das Ziel hinaus. Sein Punkt scheint ja der zu sein, daß es nur oder vorallem bekömmliche und unbekömmliche Nahrung gäbe (bzw. gebe), man also darauf zu achten habe und man überhaupt auch an einem Apfel sterben könnte – „gesunde Ernäherung“ sei ergo Schwachsinn.

    Da kann ich nicht mitgehen, weil ich schon glaube, daß eine Mahlzeit, die vornehmlich aus Fett besteht, nehmen wir einen Mikrowellen-Hamburger, ungesund ist. Oder wenigstens „ungesünder“ als Gemüse mit Reis und sowas.

    • Mal am Rande:
      Time To Ban H2O!!!

    • „weil ich …glaube“

      Glauben, ok. Ich habe nichts gegen Ihren Glauben, ich finde jeder darf seinen haben.

      Warum aber sollte der GLAUBE des einen für andere verbindlich sein?

      Pollmer ist wissenschaftlich arbeitender Mensch. Er hat noch eine schöne Art den Menschen endlich den Druck durch Ernährungsideologien zu nehmen.

      Wußten Sie, das Jesus laut den Evangelien mit den jüdischen Glaubens-Führern seiner Tage ähnliche Diskurse hatte?

      Denken Sie nach, wenn sie das können.

      Mit spitzfindigen Grüßen

      Laufkundschaft

  5. Herr Pollmer sollte vielleicht mal seine Aussage „Esst, was ihr wollt“ z. Bsp. Eltern gegenüber wiederholen, die ein übergewichtiges Kind haben, das mit 12 Jahren einen ernährungsbedingten Diabetes Typ II bekommen hat. Der Mann ist aus ärztlicher Sicht unverantwortlich, bestenfalls ein Clown. Die gbs hat sich die „Aufklärung“ auf die Fahne geschrieben. Ich kenne nicht die Aussagen aller Beiratsmitglieder, aber Herr Pollmer gehört für mich nicht in die gbs. Er vermischt geschickt richtige wissenschaftliche Aussagen mit seinen halbgaren und deshalb gefährlichen Aussagen. – Ähnlich der Theologie, die sich ja auch wissenschaftlich gibt, um ihren Blödsinn unters Volk zu bringen.

    • Als ob er Diabetikern sagen würde, dass sie Zucker essen sollen.

      • Das habe weder ich noch Herr Pollmer konkret (jedenfalls nicht in diesem Videoclip) gesagt. Hat er es „als ob“ gesagt? Ja! Und das will ich auch begründen. (Abgesehen davon, dass die Aussage, Diabetiker sollen keinen Zucker essen, eine von diesen Halbwahrheit ist, mit denen auch Herr Pollmer arbeitet. – Ich schätze Sie ja sonst Herr Müller, aber jetzt wird es esoterisch.)

        Video Minute 0:42: Nicht an allem ist das Christliche Abendland schuld. Die Lustfeindlichkeit mag vielleicht ein kleiner Teilaspekt sein, aber auch im sich wirtschaftlich rasant entwickelnden China haben wir jetzt ähnliche Probleme. Warum sagt er nicht einfach, dass die Probleme dadurch entstehen, dass der Mensch mit seinem evolutionären Erbe (= der innere Schweinehund, der für Herrn Pollmer pathologisch ist. – Dümmer geht es wohl nicht mehr.) im Ernährungsverhalten mit der grundlegend anderen Ernährungsweise von Heute kollidiert. Hierüber besteht heute weitgehend in Medizin und Wissenschaft Konsens.

        Bei Minute 1:50 behauptet Herr Pollmer, dass wir deswegen an den Zivilisationskrankheiten leiden bzw. sterben, weil wir ja jetzt älter werden als vor 100 Jahren. Zivilisationskrankheiten seien sozusagen normal zu erwarten. Das ist platt und falsch. In echten Jäger- und Sammler-Kulturen gibt es auch bei 60 oder 70 Jahre alten Menschen z. Bsp. keine Arteriosklerose, ernährungsbedingt! Das ist sehr gut wissenschaftlich belegt. Daraus lassen sich wissenschaftlich fundierte Empfehlungen ableiten. Ganz nebenbei macht er sich auch noch in billiger Weise über die Betreuung durch Ernährungsberaterinnen in den Altenheimen lustig. Wenn man bedenkt, dass aus Kostengründen die Qualität der Ernährung in sehr vielen Altenheimen mangelhaft ist, sind wir froh, dass durch eine ernährungsberatende Betreuung – wie gut oder schlecht sie im einzelnen auch sein mag – in leider zu wenigen Heimen die Lebensqualität der Patienten gesteigert werden konnte.

        Minute 3:45: Für Herrn Pollmer ist wohl der BMI Unsinn, weil er bei Arni versagt. Der BMI ist aber nur ein Hilfsmittel, um z. Bsp. den Erfolg einer notwendigen Ernährungsänderung bei einem drohenden medikamentös zu behandelnden Diabetes zu kontrollieren. Selbstverständlich werden individuelle Gegebenheiten wie große Muskelmasse berücksichtigt. Pollmers effekthaschende Polemik ist daher wirklich billig.

        Minute 8:20: Die Dinge sollten bekömmlich sein, also schmecken, so Pollmers Resümee. Weiter braucht man sich dann wohl keine Gedanken mehr zu machen. Also hört weder auf die Wissenschaft, noch auf die Ärzte, könnte man als amüsiertes Publikum folgern. Man braucht sich auch keine kritischen Fragen darüber zu stellen, was sich die Lebensmittelindustrie für uns Bekömmliches ausgedacht hat, denn, wenn es bekömmlich ist, ist es auch gut hergestellt (sic!). „Man kann Lebenmittel gut oder schlecht herstellen.“ (Minute 1:08)
        Ich glaube, ich brauche hier nicht auszuführen, dass wir Nahrung für Bekömmlich halten (z. Bsp. psychische Bahnung in der frühen Kindheit), die auf Dauer wirklich schlecht für uns ist. – Das ist, Herr Müller, „als ob“ sie potentiellen Diabetikern (Kindern) einen Freifahrschein zum täglichen Verzehr von Pizza, Cola, Kuchen und Schokolade in Mengen geben.

        Man kann übrigens auch amüsant und komisch sein, ohne seine intellektuelle Redlichkeit beiseite zu legen. Herr Prof. Oberhummer ist dafür ein schönes Beispiel.

    • Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich davon aus, dass auf dem Gebiet der Ernährungsberatung nur Scharlatane medial unterwegs sind.
      Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es nur eine goldene Regel: „Sei maßvoll in allen Dingen und vermeide Einseitigkeiten“. Das große Geld lässt sich mit dieser banalen Weisheit nur eben nicht machen.

  6. Pollmer wirkt wie eine Mischung aus Wissenschaftler und Kabarettist – er kann seine Positionen auf sehr unterhaltsame Weise darstellen und gewinnt auch dadurch eine Menge Zustimmung (man merkt es immer wieder an den Publikumsreaktionen). Aber inwieweit seine Thesen auch zutreffend sind, ist schwer zu sagen. Manches klingt durchaus plausibel. Aber es sollte auch wissenschaftlich belegbar sein, sonst verschwimmt die Grenze zur Pseudowissenschaft. Unterhaltsame Darstellung alleine reicht nicht.

  7. Gut finde ich, daß der Begriff ‘gesund’ mal entmystifiziert wird, zugunsten des ‘Bekömmlichen’.

    Trotzdem halte ich es schon für verdächtig, daß Pollmer immer nur von den Rändern aus argumentiert — daß ein kleiner Prozentsatz dies & jenes ‘Gesunde’ schlecht verträgt, muß noch lange nicht bedeuten, daß alle (groben) Ernährungsempfehlungen hinfällig sind.

    Zumal man auch in den Blick nehmen muß, wie die Ernährungsgewohnheiten eines Einzelnen konditioniert worden sind. Daß der eigene Appetit unkorrumpiert stets auf das Günstigste für den Organismus zielt, glaube ich nicht. (Stichwort ‘Zucker’)

  8. So, ich will hier auch mal meinen Senf dazu geben, auch wenn er zynisch klingt: Wir Menschen sind doch auch nur Tiere, was die Ernährungsratgeber angeht allemal.

    Ich hab vor Jahren mal mit meinem leider viel zu früh verstorbenen Vater deswegen eine interessante Diskussion gehabt:

    Fazit, wenn man wissen will was in der Nahrung so alles drin ist, dann würde man gar nichts mehr essen, und am Besten wäre es, wenn jeder seine eigene Nahrung selbst produzieren würde.

    Ich weiß, die Sache hat einen Haken, wie ich auch erst jetzt bemerkt habe:

    Welchen?

    Sogar die Futtermittel für die Tiere, und manche Düngemittel für Pflanzen sind biologisch nicht mehr astrein.

    Ausweg? Ich weiß es nicht…..

    Übrigens, vor kurzem stand in Ökotest etwas über Schlankheitsmittel drin, die wären gesundheitlich bedenklich, und am besten Abnehmen würde man mit natürlichen Methoden – ohne Chemie.

    Warum ich dies schreibe?

    Ich seh’s an meinem eigenen Neffen, der mit bald 16 Jahren immer noch auf die Werbung mit Schlankheitsmitteln reinfällt – Er hat mich um Rat gefragt, ich hab ihm die Sache – mit Hinweis auf’s Internet (Ökotest) – erklärt.

    Ob er dem Rat folgt?

    Ich weiß es nicht…..wird sich zeigen….

    Gruß
    Bernie

  9. Übrigens, wer auf filmische Aufklärung über Ernährung steht dem empfehle ich den Film „We feed the world“ von Erwin Wagenhofer. Ist sehr aufschlußreich was die Menschen als „Tiere“ angeht, die von der Ernähungsindustrie durchgefüttert werden wie die sprichwörtlichen Mastkälber bzw. -schweine.

    Sorry, aber ich seh’s wirklich so zynisch, weil ich auch keinen Ausweg daraus weiß, dass die Ernährung immer mehr der Industrie, und sogar der Biotechnologie – mit Profitabsicht – überlassen wird, und nicht zum Wohle der Menschheit dienen soll.

    Gruß
    Bernie

  10. [...] (Videolink, via) [...]


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