Am 18. Oktober 2004 ermordete Arthur Shelton, ein selbstbezeichneter Christ und Eagle Scout [höchster Rang der US-Pfadfinder, Anm. des Übers.] seinen Freund und Zimmergenossen Larry Hopper, weil Hooper nicht an Gott glaubte. Ein Beitrag von Arlene-Marie
Anm: Das ist keine Satire, sondern wirklich geschehen. Der Bericht stammt von der Michigan-State-Direktorin der American Atheists und wurde lediglich von mir übersetzt. Es handelt sich keineswegs um eine Kriminalgeschichte, sondern um Realität.
Die Tat
Am 18. Dezember 2005 erschien nach mehreren Monaten voller Vertagungen Arthur Shelton mit seinem Verteidiger Seymour Swart im Frank-Murphy-Polizeipräsidium in Detroit, Michigan, vor Richter Gregory D. Bill, um durch die assistierende Staatsanwältin Christina Guiruis die Anklage auf Mord ersten Grades vorgelesen zu bekommen.
Die Verhandlung begann mit der Vorführung des aufgezeichneten Anrufes von Arthur Shelton beim Taylor-Polizeikomissariat in Michigan am 18. Oktober 2004 um genau 12:44 Uhr Nachmittags. Shelton klang ruhig und stolz, als er dem diensthabenden Polizisten erzählte, dass er gerade “den Teufel persönlich” mit einem Revolver und einer Schrotflinte erschossen habe, weil “er [Hooper] nicht an Gott glaubte”. Shelton erzählte dem Polizisten, er sei “noch immer bewaffnet und bereit, erneut zu schießen, sollte er sich bewegen. Ich möchte sichergehen, dass er weg ist.” Als der Polizist ihn fragte, wie oft er auf das Opfer geschossen habe, antwortete Shelton “hoffentlich oft genug”.
Während des 15-minütigen Telefongesprächs wiederholte Shelton oftmals “Ich bin ein Christ und ein Eagle Scout und ich würde nicht lügen” und “machen Sie sich um mich keine Sorgen, mir geht es gut, aber er ist der Teufel”. Der Polizist bemühte sich darum, Shelton zu überzeugen, die Waffe abzulegen und mit erhobenen Händen nach draußen zu gehen. Shelton weigerte sich, weil er befürchtete, Hooper könnte nicht “tot genug” sein, aber er willigte letztlich ein.
Tot genug war eine Untertreibung. Als die Polizei den Tatort erreichte, wurde sie mit der schrecklichen Szene konfrontiert, wie Hooper aufrecht auf dem Sofa sitzt, sein Kopf abgeschossen und sein Gehirn in einer Hand liegend. Der Autopsiebericht, der den Strafverfolgungsbehörden vorgelegt wurde, war gewiss grausam, aber für das Protokoll: Larry Hooper wurde mit negativen Ergebnissen auf Alkohol und Drogen getestet.
Die Zeugenaussage des Polizisten, der die Festnahme vorgenommen hat und die der Polizisten, die Shelton zur Polizeistation brachten, zeigten auf, dass Shelton davon besessen war, über Gott und die Eagle Scouts zu sprechen, als die Polizisten Details über den Vorfall in Erfahrung bringen wollten und er sagte, dass er “mit niemandem sprechen würde, der nicht an Gott glaubt, aber dass er mit der Polizei reden würde, weil er fühlte, dass sie an Gott glaubte.”
Die Verhandlung
Am zweiten Tag der Verhandlung spielte das Gericht das Video von der spätabendlichen Befragung Arthur Sheltons ab. Er erweckte einen ruhigen, kooperativen Eindruck und er genoss die Cookies und die Milch, die man ihm servierte. Erneut war Arthur besessen davon, über Gott und die Eagle Scouts zu sprechen. Er sagte, es täte ihm “keine Sekunde leid, dass er Hooper getötet hatte”. Er sagte: “In den Augen des Gesetzes hatte ich unrecht und ich werde wahrscheinlich den Rest meines Lebens im Gefängis verbringen, aber in den Augen Gottes habe ich eine böse Person getötet – den Teufel selbst.” Und als sich Arthur im Zeugenstand selbst verteidigte, wiederholte er praktisch die selben Gedanken.
Am dritten Tag der Verhandlung hörten wir die Schlussplädoyers. Die Verteidigung hatte kein Problem zu beweisen, dass Arthur von Religion, Gott und Eagle Scouts besessen war und plädierte auf Unschuldig wegen Unzurechnungsfähigkeit. Die Staatsanwaltschaft hatte kein Problem zu beweisen, dass Arthur zurechnungsfähig war, den Unterschied zwischen richtig und falsch kannte und sie plädierte auf schuldig an einem Mord ersten Grades. Da es sich um eine schwankende Verhandlung handelte, gelangte Richter Bill schnell zu einem Urteil – schuldig eines Mordes zweiten Grades mit geistiger Störung.
Am 19. Dezember 2005 kehrten wir zum Gerichtsaal von Richter Bill zurück, um der Urteilsverkündung im Falle Arthur Shelton beizuwohnen. Die Staatsanwaltschaft forderte das “obere Ende” des Strafmaßes – 25-45 Jahre – während die Verteidigung noch immer auf Unschuldig wegen Unzurechnungsfähigkeit oder zumindest auf eine weiche Strafe am “unteren Ende” des Strafmaßes von 15 bis 22 Jahre plädierte. Richter Bill räumte Shelton die Möglichkeit ein, eine Aussage zu machen und nachdem er nach Worten gerungen hatte, gab Shelton zu Protokoll, dass es ihm leid tat, dass Larry tot war, aber er habe einen Job erledigt, der erledigt werden musste. Er sagte aus, dass er tatsächlich “Feuer und Rauch aus Larrys Augen aufsteigen gesehen hatte und wusste, dass er der Teufel persönlich war.”
Richter Bill fuhr fort, indem er sanft Briefe vorlas, die ihm von Sheltons Familienmitgliedern geschrieben worden waren, die darin um Nachsicht baten. Shelton saß mit dem Gesicht zu den Zuschauern und warf seiner tränenreichen und manchmal schluchzenden Familie Kußhändchen zu. Am Ende gab der nun streng blickende Richter Bill das Urteil bekannt – 25 bis 45 Jahre. Shelton war fassungslos und versuchte über das Urteil zu verhandeln mit den Worten: “Ich bin 50 Jahre alt und das ist so gut wie lebenslang.” Richter Bill antwortete: “Herr Shelton, Sie verurteilten Larry Hooper auf lebenslang, als sie einen der abscheulichsten Morde begingen, über die jemals in meinem Gerichtssaal verhandelt wurde.” (In einer privaten Unterhaltung erklärte die Staatsanwältin Frau Guiguis, dass Shelton laut der Gesetzgebund des Staates Michigan 25 Jahre im Gefängis bleiben muss, bevor er Bewährung beantragen kann.)
Hinter den Kulissen
Ich ergänze nun eine widerliche Kette von Ereignissen, die sich im Gerichtssaal, in den Fluren, im Empfangsraum des Gerichtsgebäudes, auf der Treppe außerhalb des Gerichtsgebäudes und sogar auf der Frauentoilette abgespielt haben. George Shiffer und ich wohnten dem ersten Tag der Verhandlung bei. Bei der Ankunft fragte man uns, wer wir seien und ich gab dem Gericht meine “American Atheist”-Visitenkarte. Die Kunde, dass wir Atheisten seien, verbreitete sich schnell in diesem Gerichtssaal, der sehr wenige Sitzmöglichkeiten bot und die einzigen anderen Zuschauer waren die elf Mitglieder von Sheltons Familie, die sofort anfingen, George und mich als “Die Leute aus der Hölle, böse und Teufel” zu verhöhnen. In den Pausen warteten sie in der Halle auf uns und machten weiter mit mehr vom Gleichen, während sie “Gott liebt dich” hinzufügten und uns Kusshändchen zuwarfen, wobei sie uns ihre Kreuze (die sie an Ketten um ihre Nälse trugen) unter die Nasen hielten. Mehrere der Frauen verfolgten mich sogar ins Badezimmer und taten ihr Bestes, mich mit ihren Kreuzen einzuschüchtern. Während all dem blinzelten George und ich nicht einmal, aber am Ende des Tages berichtete ich dem zuständigen Justizangestellten von den Verhöhnungen und er räumte ein, dass ihnen das Problem bewusst sei und begleitete uns zum Fahrstuhl, an der Gruppe der “guten Christen” zu ihrer Enttäuschung vorbei.
Als George und ich zusammen mit Joe Milon am zweiten Tag den Gerichtssaal betraten, fing die Verhöhnung gleich an. Innerhalb einer Stunde stellte der Richter fest, dass diejenigen, die Gesten machten und Gesichter schnitten damit besser aufhören sollten, oder sie würden entfernt werden. Zum Ausgleich des Tages trugen die Christen nun ihre Nackenkreuze auf ihren Rücken, weil uns die hintere Reihe zugewiesen wurde, wobei sie jene die ganze Zeit mit ihren Händen hin und her bewegten. Als wir (ohne Gerichtseskorte) vom Essen zurückkamen, warteten die Christen im siebten Stockwerk auf uns und sprangen uns mit kleinen Schildern an, die sie gemalt hatten – “Jesus lebt”, “Gott und liebt dich” – und wieder hielten sie ihre Kreuze 20-30 Zentimeter vor unsere Nasen. Die Gemüter erhitzten sich und wir brüllten uns kurz gegenseitig an. Kurz, weil die Gerichtsdiener sofort zur Stelle waren.
Am dritten Tag geriet der Atheist Lee Helms in die selbe verhöhnende Lage der letzten Tage, obwohl er weder dem Gericht noch den Christen bekannt war. Am Ende des Tages fing ihn ein Gerichtsdiener ab und sagte, dass sie Ärger mit “diesen Leuten” (Christen) hätten und begleitete ihn zu den Aufzügen.
Selbst mit all dem hinter uns war der 19. Dezember, der Tag der Urteilsverkündung, noch immer ein schreckliches Erlebnis für mich, George Shiffer, Joe Milon, Lee Helms und Marty Maier. Als wir den Gerichtssaal verließen, wartete die “christliche” Shelton-Familie schon im Gang auf uns. Ihre Tränen waren getrocknet, als sie uns diese Kommentare zuriefen: “Das einzig Gute daran ist, dass noch ein Atheist tot ist und die Welt darum besser” und “Der einzig gute Atheist ist ein toter Atheist”.
Arlene-Marie
Michigan State Director
Übersetzung: Andreas Müller










PlainCitizen
27. Januar 2010 at 07:54
Der Unterschied zu einem muslimischen Attentat besteht wohl darin, dass man den Mörder hier für verrückt hält, und seine Familie ebenfalls.
Martin Lohner
27. Januar 2010 at 09:38
Der Mörder hat wohl folgende Bibelstellen ernst genommen. Siehe auch
http://bibelzitate.npage.de/willkommen_50704105.html
Markus 9, 42 (Jesus sagt): „Doch wer einen dieser Kleinen in seinem Glauben an mich verunsichert, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde.“
Lukas 19, 27 (Jesus sagt): „Und nun zu meinen Feinden, die mich nicht zum König haben wollten: Holt sie her und bringt sie hier vor mir um!”
Johannes 15, 6 (Jesus sagt): „Wenn jemand nicht mit mir verbunden bleibt, wird es ihm ergehen wie den unfruchtbaren Reben, die man auf einen Haufen wirft und verbrennt. Er wird weggeworfen und verdorrt.“
2. Johannes, 7-11 (Johannes sagt): Ich schreibe euch das, weil viele Verführer in der Welt unterwegs sind. Sie leugnen, dass Jesus Christus ein Mensch von Fleisch und Blut wurde. Wer das tut, ist der Verführer schlechthin, der Antichrist. Achtet darauf, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern sorgt dafür, dass ihr einst den vollen Lohn empfangt. Denn wer nicht bei der Lehre vom menschgewordenen Christus bleibt, sondern darüber hinausgeht, wird keine Gemeinschaft mit Gott haben. Aber wer bei dieser Lehre bleibt, bleibt auch mit dem Vater und dem Sohn verbunden. Wenn jemand zu euch kommt, der nicht daran glaubt, dann nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht. Denn wer ihn willkommen heißt, macht sich mitschuldig an seinem bösen Tun.
Judas 1, 5: Und obwohl ihr das Folgende alles wisst, will ich euch dennoch daran erinnern: Zunächst hat der Herr sein Volk aus Ägypten gerettet, dann aber doch alle vernichtet, die ihm nicht glauben wollten.
Matthäus 10, 34-39 (Jesus sagt): „Denkt nicht, dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Ich bin gekommen, den Sohn mit seinem Vater zu entzweien, die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; die eigenen Angehörigen werden zu Feinden. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein. Wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein. Und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir folgt, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein. Wer sein Leben festhalten will, wird es verlieren. Wer sein Leben aber meinetwegen verliert, der wird es finden.“
Matthäus 13, 37-43 (Jesus sagt): “Der Mann, der den guten Samen aussät, ist der Menschensohn (Jesus selber). Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Menschen, die zur Herrschaft Gottes gehören. Das Unkraut sind die Menschen, die dem Bösen gehören. Der Feind, der das Unkraut gesät hat, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt, und die Erntearbeiter sind die Engel. So wie das Unkraut ausgerissen und verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn (Jesus selber) wird seine Engel ausschicken, und sie werden aus seinem Reich alle entfernen, die ein gesetzloses Leben geführt und andere zur Sünde verleitet haben, und werden sie in den glühenden Ofen werfen. Dann wird das große Weinen und Zähneklappern anfangen. Und dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters leuchten wie die Sonne. Wer Ohren hat, der höre zu!“
Lukas 14, 25-27: Als Jesus weiterzog, begleiteten ihn viele Menschen. Er drehte sich zu ihnen um und sagte: “Wenn jemand zu mir kommen will, muss ich ihm wichtiger sein als sein eigener Vater, seine Mutter, seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister und selbst sein eigenes Leben; sonst kann er nicht mein Jünger sein.“
Offenbarung 2,10 (Jesus sagt): „Es werden noch manche Leiden auf dich zukommen. Der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis bringen, um euch auf die Probe zu stellen, und ihr werdet zehn Tage lang Schweres durchmachen. Hab keine Angst davor und bleibe mir treu, selbst wenn es dich das Leben kostet. Dann werde ich dir als Ehrenkranz das ewige Leben geben.“
2. Mose 22, 17-19: Eine Zauberin (eine Frau, die okkulte und magische Praktiken betreibt) darfst du nicht am Leben lassen!
2. Mose 21, 12-14: Wer einen Menschen so schlägt, dass er stirbt, wird mit dem Tod bestraft. Hat er ihn nicht absichtlich getötet, sondern Gott hat es durch seine Hand geschehen lassen, dann werde ich dir einen Ort bestimmen, wohin er fliehen kann….
2. Mose 32, 7-29: Da sagte Gott zu Mose: “Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten hierher geführt hast, läuft ins Verderben! Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Ein gegossenes Stierkalb haben sie sich gemacht und sind vor ihm niedergefallen. Sie haben ihm Opfer gebracht und gesagt: ‚Das ist dein Gott, Israel, der dich aus dem Land Ägypten hierher geführt hat.’” Weiter sagte Gott zu Mose: “Ich habe gesehen, wie eigensinnig dieses Volk ist. Lass mich jetzt meinen Zorn über sie ausschütten und sie vernichten. …. Mose kehrte um und stieg den Berg hinunter. In der Hand hielt er die beiden Tafeln mit dem Bundesgesetz. Sie waren vorn und hinten beschrieben. Diese Tafeln waren Gottes Werk, und die Schrift darauf war von Gott selbst eingraviert worden. Mose stellte sich an den Eingang des Lagers und rief: “Her zu mir, wer für Gott ist!” Da sammelten sich alle Leviten um ihn. Er sagte zu ihnen: “So spricht Gott, der Gott Israels: Jeder von euch hole sein Schwert! Dann geht ihr durch das ganze Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlagt alle Götzendiener, selbst wenn es der eigene Bruder, Freund oder Verwandte ist.” Die Leviten führten den Befehl Moses aus und töteten an jenem Tag etwa dreitausend Mann. Darauf sagte Mose zu ihnen: “Weiht euch heute für Gott, damit er seinen Segen auf euch legt, denn keiner von euch hat den eigenen Sohn oder Bruder verschont.”
nichtbriefmarkensammler
27. Januar 2010 at 14:31
sehr interessanter Link. Vielen Dank dafür!
Bert
27. Januar 2010 at 16:13
Mal wieder ein schwieriges Thema, erinnert an das Mittelalter. Damals haben die zuviel Mutterkorn gegessen und den Satan um die Ecke gesehen. Eine Evolution hat doch vielleicht stattgefunden, die brauchen keine Drogen mehr um durchzuknallen!
atheologie
27. Januar 2010 at 17:46
Erschreckend.
folgsam
27. Januar 2010 at 18:22
“Damals haben die zuviel Mutterkorn gegessen und den Satan um die Ecke gesehen.”
Glaube eher, dass Mutterkorn damit zu keiner Zeit irgendwas zu tun hatte.
Bert
27. Januar 2010 at 18:37
Wieso?
folgsam
27. Januar 2010 at 19:50
Du hast geschrieben:
“Eine Evolution hat doch vielleicht stattgefunden, die brauchen keine Drogen mehr um durchzuknallen!”
Mutterkornderivate wurden zum ersten Mal 1943 wirklich mit dem Ziel konsumiert eine berauschende Wirkung hervorzurufen. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit handelte es sich auschließlich um Vergiftungserscheinungen, die Halluzinationen waren auch eher auf die mangelnde Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff zurückzuführen, hervorgerufen durch massive Gefäßverengungen.
Das würde ich nicht als Drogenmissbrauch werten.
Bert
27. Januar 2010 at 19:57
“Im Mittelalter und der frühen Neuzeit handelte es sich auschließlich um Vergiftungserscheinungen, die Halluzinationen waren auch eher auf die mangelnde Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff zurückzuführen, hervorgerufen durch massive Gefäßverengungen.”
Absolut genau !
ketam1n
27. Januar 2010 at 21:01
Ein wenig LSD würde den Glaubenspinseln mal ganz gut tun. Dann würden sie erkennen, dass ihre ach so göttlichen Visionen und Gefühle in Wirklichkeit gar nicht so göttlich sind und sich auch durch Einnahme einer Substanz ziemlich leicht hervorrufen lassen. Keine Götter, Geister oder Dämonen … sondern vollkommen normale chemische Reaktionen
folgsam
27. Januar 2010 at 21:17
Da wär ich mir gar nicht so sicher, unter den falschen Vorzeichen kann so eine psychedelische Erfahrung sicher auch eine massive Bestätigung der eigenen Gedankenwelt und Falschkonzeptionen darstellen, da sollte man nicht naiv sein. Psychedelika sind Werkzeuge und natürlich hängt ihr Gebrauch von dem ab, der sie nutzt.
ketam1n
27. Januar 2010 at 21:52
Da hast du sicherlich recht, ich neige mein Haupt in Schande für diese naive Äußerung. Ich begehe immer wieder den Fehler davon auszugehen, dass es sich bei diesen Leuten im rational denkende Menschen mit ausreichendem naturwissenschaftlichen Hintergrundwissen handelt. Aber wenn das bei denen der Fall wäre, würden sie höchstwahrscheinlich nicht in solch einem verquerem Gedankengebäude gefangen sein. Es gibt ja auch genug Spinner die Psychodelika als eine Möglichkeit betrachten mit Gott zu kommunizieren. Ich glaube sogar in der Schweiz gibt es eine komplette Kirche die auf diesem Schema aufbaut und die den Konsum von Psilocybin zu einer Art Gottesdienst stilisiert.