Neue Spezies entdeckt

Forscher fragen: Dient diese Geste dem Homo religiosus zur Kontaktaufnahme mit seinem Heimatplaneten?

Am letzten Freitag wurde ein neuer Hominid entdeckt. Diese faszinierende Art weist viele Ähnlichkeiten mit dem Homo sapiens auf, aber ihr Verhalten lässt darauf schließen, dass es sich um eine andere, bislang unbekannte Art handeln muss.

Der Wissenschaftler und Mitentdecker der Art, Dr. Michael Blume, taufte die neue Spezies auf den Namen „Homo religiosus“. Im Vergleich zum Homo sapiens zeichnet sich die Art durch ein besonders unterwürfiges und irrationales Verhalten aus.

Bislang ist die Herkunft dieser neuen Spezies noch ungeklärt. Die Mehrheit der Forscher glaubt, sie sei außerirdischen Ursprungs und versuche, sich unauffällig unter die Menschen zu mischen, um diese zu studieren. Die faszinierende neue Art ist offenbar in der Lage, mittels einer bestimmten Geste, nämlich dem Zusamenfalten der Hände bei geschlossenen Augen, Kontakt mit ihrem Heimatplaneten aufzunehmen. So gibt sie Informationen über unsere Gesellschaft weiter, vermutet der Soziologe Dr. Rosenkranz von der Brecht-Universität in Magdeburg.

Führende Politiker sind besorgt über die Neuankömmlinge. „Wir wissen nicht, was sie vorhaben“, sagte Bundeskanzler Wilfried Kuhn. „Bis Klarheit über die Intentionen dieses Homo religiosus besteht, empfehle ich den Bürgern Ruhe und Vorsicht beim Umgang mit unseren außerirdischen Besuchern. Wir sollten sie nicht unnötig provozieren.“

Es wurde festgestellt, dass die neue Art sehr empfindlich auf Fragen über ihre Rituale reagiert, was die Arbeit der Forscher erschwert. Zum Beispiel besucht sie jeden Sonntag leerstehende „Kirchen“ oder „Moscheen“, wie sie vom Homo religiosus genannt werden, das sind die Gebäude, die wir als „Caféhallen“ kennen. Darin knien Mitglieder der Art minutenlang auf Holzbänken oder sie werfen sich wiederholt auf den Boden, wobei sie unverständliche Laute von sich geben. Der Evolutionsbiologe Prof. Udo Hirsch ist erstaunt: „Dieses dauerhafte Knien und dieses ständige Hinwerfen müssen schmerzhafte Handlungen sein, die keinen erkennbaren Vorteil haben. Geht man davon aus, dass auf dem Heimatplaneten des Homo religiosus ein Prozess ähnlich dem der Evolution die Lebewesen hervorgebracht hat, ist kaum zu verstehen, wie sich ein solches Verhalten evolutionär durchgesetzt haben könnte. Vielleicht möchte der Homo religiosus auf unseren Planeten fliehen, weil er in seiner Heimat vom Aussterben bedroht ist oder weil er von einer überlegenen Rasse verfolgt wird.“

Weibliche Muslime haben eine zweite Haut, die ihren ganzen Körper bedeckt (Foto: DailyMail)

Offenbar lässt sich der Homo religiosus in mehrere Rassen unterteilen. „Sie unterscheiden sich durch verschiedene Symbole am Körper und ihre Rituale varriieren leicht“, so Prof. Hirsch. „Manche scheinen mit verschiedenen Zielpersonen auf ihrem Heimatplaneten in Kontakt zu treten, andere kennen nur eine Zielperson. Alle von ihnen bleiben an bestimmten Tagen plötzlich bewegungslos sitzen und arbeiten nicht mehr, aber je nach Rasse sind das verschiedene Tage. Bei den meisten Mitgliedern der Art ist es der Samstag.“

Die Begegnungen zwischen Homo sapiens und Homo religiosus liefen nicht immer friedlich ab. „Eine Kollegin von mir ist versehentlich auf etwas getreten, das wie ein Keks aussieht. Ein Mitglied der Rasse, die wir ‘Katholiken’ nennen, wurde deshalb sehr wütend und bewarf sie mit Steinen“, berichtet Prof. Rosenkranz. „Offenbar hat dieser Keks eine höhere Bedeutung für diese Rasse. Ein anderes Mal ist ein Student meiner Fakultät einem Mitglied der ‘Muslime’ begegnet, das ein Buch mit sich trug. Der Student borgte sich das Buch aus und beim Umblättern entstand ein kleiner Riss in einer Seite. Der Homo religiosus rief nach Verstärkung und mehrere männliche Muslime versuchten meinen Studenten aufzuhängen. Sie ließen sich erst von der Sache abbringen, als mein Assistent ihnen eine bildliche Darstellung ihres außerirdischen Kontaktmannes zeigte, um ihnen ein paar Fragen darüber zu stellen. Mein Assistent hatte das Bild aus Beschreibungen der Muslime rekonstruiert. Sie versuchten dann, meinen Assistenten mit einem Stock zu erschlagen.“

Homo religiosus mit Keks. Ein Rätsel der Forschung: Die Rasse der "Katholiken" verteidigen den Keks mit Gewalt. Andere Rassen interessiert er nicht.

Homo religiosus mit Keks. Rätsel der Forschung: Die Rasse der "Katholiken" verteidigt den Keks mit Gewalt. Andere Rassen interessiert er nicht. (Foto: Reuters)

„Meistens sind sie friedlich“, stellt der Politologe Prof. Thomas Bernhard von der Universität Neuschwanstein fest. „Ich denke, es ist das beste, wenn wir sie ignorieren und ihnen aus dem Weg gehen. Solange sie sich nicht um politische Ämter bewerben, geht keine allzu große Gefahr von ihnen aus“, sagt Prof. Bernhard und schmunzelt. „Vielleicht werden sie ja wieder auf ihren Heimatplaneten zurückkehren.“

Weiterführend: Wo kommt die Religion her?, Auszug aus der Fachliteratur.

Veröffentlicht in: on 2. Januar 2010 at 23:34  Kommentare (5)  

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5 Kommentare Einen Kommentar hinterlassen

  1. „goettlich“ – hab fast traenen gelacht.

  2. Der Homo religiosus mit Keks ist doch der gleiche der vor einigen Tagen, mit einem lustigen Hut bekleidet, auf die Frau mit der roten Jacke gestürzt ist, oder irre ich mich da?
    Danke, dass du uns über solche Aliens aufklärst!

  3. Das erinnert mich doch an eine „Outer Limits“-Folge, die ich vor Jahren mal gesehen habe. Da kam auch eine außerirdische Spezies auf den Planeten und hat versucht über politische Ämter die Welt so umzugestalten, dass sie irgendwann hier leben können. U.a. mußten sie dazu den Methangehalt der Luft ändern, was sie durch bestimmte Gesetze zur Luftqualität erreichen wollten.

    Vielleicht versucht diese Art das ja auch mit unserem Planeten? Vielleicht erklären sich damit die absurden Äußerungen einigen Senatoren in den USA, die gegen den Klimawandel hetzen, indem sie sinngemäß sagen, dass nur ihr Gott die Welt vernichten könne und „wir“ Menschen dies nicht könnten. Vielleicht ist dieser Gott ja ein sehr mächtiges Wesen auf ihrem Heimatplaneten, das soviel Macht hat dies zu tun?

  4. köstlich :-)

  5. Super! Das bringt mich auch gerade auf ein paar Gedanken für zukünftige Texte ^^

    Weiter so!


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