Der spanische Film „Agora“ mit Rachel Weisz („Die Mumie“) in der Rolle der griechischen Forscherin Hypatia von Alexandrien (370 – 415 n. Chr.), wird von einer katholischen „Bürgerrechtsorganisation“ angegriffen. Angeblich porträtiere er eine „vorurteilsbehaftete Sicht des Verhältnisses zwischen Glaube und Vernunft“, beschwerte sich Antonio Alonso Marcos, Präsident des „Religiösen Anti-Diffamierungs-Observatorium“.
Katholische Pressedienste wie die Catholic News Agency tun so, als wäre das „Religious Anti-Defamation Observatory“ eine sogenannte „Bürgerrechtsorganisation“, wo es sich doch tatsächlich um eine Organisation handelt, welche die katholische Kirche und den christlichen Glauben verteidigt – nicht irgendwelche Bürgerrechte, im Gegenteil. Präsident Marcos bezeichnete die spanische Atheisten-Buskampagne als „illegal“ und fordert Gesetze gegen die Beleidigung religiöser Gefühle.
Spaniens Allgemeine Zeitung kürte Agora, den bislang teuersten Film aus Spanien überhaupt, derweil zum „Film des Jahres 2009″. Dort erfährt man auch: „Dass die frühen Christen in Amenábars Film mit ihren dunklen Bärten und Kutten auch äußerlich wie Taliban aussehen, dürfte kein Zufall sein – der Vergleich kann nur gewollt sein.“
Die britische Website mediawatchwatch.co.uk titelte entsprechend „Spanische Katholiken heulen sich über Agora aus“. Dort heißt es: „Der Film ist eine Biographie von Hypatia, einer neo-platonischen Philosophin des 5. Jahrhunderts, die von einer kreischenden Meute von Christen mit Muschelschalen zu Tode gekratzt wurde. Also verwundert es kaum, dass die OADIR sich darüber beschwert – es wäre ihnen viel lieber, wenn die blutige Geschichte der katholischen Kirche aus dem Scheinwerferlicht der von Hollywood erzeugten Öffentlichkeit verborgen geblieben wäre.“
Der Vergleich zwischen Taliban und frühen Christen scheint durchaus angemessen, so zitiert der Historiker Rolf Bergmeier führende Christen der Zeit:
„Wenn irgendwelche Bildnisse noch in Tempeln oder Schreinen stehen, und wenn sie heute oder jemals zuvor Verehrung von Heiden irgendwo erhielten, so sollen sie heruntergerissen werden“, so ordnet es der Codex Theodosianus an. Libanios schildert in einem Brief an Kaiser Theodosius die Zerstörungswut durch „Banden schwarz gekleideter Mönche“ und Johannes Chrysostomos (349–407), damals Bischof von Konstantinopel, triumphiert in seiner apologetischen Schrift „Gegen die Heiden“: „Obwohl daher diese teuflische Farce [das Heidentum] noch nicht vollständig vom Erdboden ausradiert wurde, so ist das bereits Geschehene ausreichend, euch hinsichtlich der Zukunft zu überzeugen. Der größere Teil ist in sehr kurzer Zeit zerstört worden. Fortan wird niemand über die Überreste streiten wollen“.
Siehe auch seinen Vortrag zum Thema.
Die Banden schwarz gekleideter Mönche, die Kunstwerke zerstören, kennen wir doch irgendwoher…
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich hoffe, dass Agora dazu beitragen wird, den barbarischen Einfluss des Christentums auf unsere Kultur endgültig zu vernichten. Etwas anderes als Hass sollte niemand verspüren gegenüber zivilisationsverachtenden Fantikern mit irren Ideologien wie den Jihadisten unserer Tage. Die Christen der Frühzeit haben fast die gesamte Wissenschaft, Philosophie und Kunst der Antike zerstört und bald wird nur noch folgendes von den Häusern ihres wütenden, menschenverachtenden Gottes übrigbleiben:
Statt „Schwerter zu Pflugscharen“ heißt es bald: „Kirchen zu Cafés“ und „Kirchen zu Kneipen“!
Hier der neueste Trailer:
Siehe auch meinen früheren Beitrag zum Film!
















Hass? Na ja… Michi Schmidt-Salomon würde sagen, die konnten nicht anders…
Ich kann auch nicht anders.
MSS und der Produzent des Films würden sicher auch Danke sagen.
Gute Werbung für den Film.
Bei MSS hat es beim Ferkelbuch zu über 20000 verkauften Büchern geführt.
Oh Mann. Kann mal jemand kurz 20 000 Exemplare von meinem Buch kaufen? Das ist viel besser… Hab ich schon auf meinen Ming-Vasen-Trick hingewiesen?
Ich hätte auch gern eine Kirche als Haus. Vielleicht kauf ich mir später eine. Schön geräumig, diese Dinger. Nur schwer zu heizen….
Kirchen werden doch momentan reihenweise dichtgemacht. Vielleicht kannst Du da günstig eine erstehen. Wenn Du Glück hast, kannst Du auch gleich die Gesangbücher und Pamphlete behalten, damit kannst Du dann eine ganze Weile heizen.
Wunderbare Idee. Die Orgel werde ich auf jeden Fall behalten. Gehört die zur Austattung dazu oder muss man die extra bezahlen?
Nein, Hass auf Christen wird dieser Film nicht entfachen. Das Schüren von Hass ist schon immer Sache der Gläubigen, nicht ihrer Kritiker. Womit man kirchlicherseits bestenfalls rechnen muss, ist Verachtung, und die hat man sich in den letzten 2000 Jahren mehr als verdient.
Man wird doch jetzt nicht, auf cineastischen Wegen, den Christen ihre traditionelle Opferrolle streitig machen wollen, oder doch?
Wurde aber mal Zeit! Opfer waren die doch schon seit Konstantin nicht mehr, es nervt irgendwie an, dass sie diese Rolle noch heute beanspruchen. Der Film klingt nicht übel
.
Und jaaaa, mein Buch will auch 20 000 mal verkauft werden! Büdde
Es ist schon bezeichnend, dass sich Gläubige nur eine Reaktion, nämlich Hass, vorstellen können. Thema Projektion und so.
Desweiteren blüht der Märtyrer-Komplex anscheinend noch stets.
Der Film kommt nächste Woche (11. März 2010) in Deutschland in die Kinos!
Aber wieder nur in ausgesuchten Kinos > wie vorher RELIGULOUS und ähnlich kritische Filme.
Wer erinnert sich heute noch an den italienischen Film „GIORDANO BRUNO – Der Ketzer muss brennen“ ?
Nur solche Fans, die das Video aufgehoben haben und es später auf DVD sicherten!
[...] auch meinen längeren Beitrag über Agora. Veröffentlicht [...]