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Das sinnloseste Fest des Jahres

31 Dez

…ist Silvester/Neujahr. Man feiert im Grunde gar nichts. Oder man feiert die überraschende Fortsetzung seines Lebens nach Mitternacht. Es gibt ein nächstes Jahr? Juhu! Wer hätte damit rechnen können? Neujahr verdirbt mir jedes Jahr die Weihnachts-Nachfreude, wo ich mir zumindest einbilden konnte, man würde Liebe feiern und armen Leuten Pullover schicken oder sowas. Außerdem explodieren überall Bomben und Raketen – für gewöhnlich kein Grund zum Feiern. Und irgendwelche Spinner fangen Schlägereien an, damit ihnen nicht langweilig wird.

Natürlich werde ich mir fürs nächste Jahr überhaupt nichts vornehmen (hat statistisch keinen Wert) und auch ansonsten an keinerlei Ritualen teilnehmen, insbesondere nicht am Ritual, sich schlechte Musik anzuhören, es sei denn, es ist unvermeidbar. Allerdings ist Silvester zumindest eine gute Ausrede, sich mit ein paar Freunden zu betrinken, um das erdrückende Gefühl, an einem komplett sinnlosen Fest teilzunehmen, zu besänftigen. Was ich jetzt auch tun werde. Ob die Welt explodiert, wenn in einem Jahr mal nicht “Dinner for One” im Fernsehen läuft? Wir werden es wohl nie erfahren. Frohes Neues.

 
21 Comments

Geschrieben von am 31. Dezember 2009 in Uncategorized

 

21 Antworten zu Das sinnloseste Fest des Jahres

  1. tischl

    31. Dezember 2009 at 17:42

    +++ HAPPY NEW YEAR+++

    Allen Feuerbringer-Fans einen guten Rutsch und ein glückliches Jahr 2010!

     
  2. Bernd das Brot

    31. Dezember 2009 at 18:29

    Feste brauchen keinen Sinn, Feste sind selbst der Sinn! Es ist doch immer schön mit Freunden zu feiern, was auch immer…

     
  3. politbuerokrat

    31. Dezember 2009 at 18:37

    Deine haltung habe ich auch.

     
    • derautor

      1. Januar 2010 at 02:19

      Das ist aber schon Satire, was du so schreibst, oder? Wenn man das zu lange macht, vergisst man, was man tatsächlich denkt. Im Grunde ist es sogar eine Flucht vor der eigenen Meinungsfindung. Frohes Neues.

       
      • politbuerokrat

        1. Januar 2010 at 20:36

        Man verliert den Überblick, was andere tatsächlich denken. Bei Dir habe ich mich auch manchmal an der Ernsthaftigkeit mancher Deiner Aussagen gezweifelt. Macht nichts, ich werde das bei Gelegenheit fortspinnen. ;)
        Es macht Spaß, die Sprachen der Ideologen zu imitieren, ausgesucht falsche Gedankengänge klug aussehen zu lassen, hoffen, amüsant zu sein und der eigenen Überzeugung trotz totaler Negation treu zu sein. Ich kann jetzt besser verstehen, warum man Philologie studiert.

        Wenn Du vor meiner Meinungsfindung nicht fliehen willst, dann kannst Du als philosophisch interessierter Anglistikstudent ja mal was über Ayn Rands Objectivism schreiben, vor allem hinsichtlich Deines Aufsatzes zum freien Willen.

        df

         
      • derautor

        1. Januar 2010 at 20:52

        Ich finde das nicht immer hilfreich. Oft weiß man nicht, was genau dir nicht passt und warum.

         
      • politbuerokrat

        1. Januar 2010 at 22:36

        Erlaube mir die Frage: Warum willst Du wissen, ob und warum mir etwas nicht paßt?

        Wegen Ayn Rand interessiert mich Deine Meinung exemplarisch, um die unterschiedlichen Prämissen und Herleitungen “linken” und libertären Atheismen besser verstehen zu können. Außerdem erhoffe ich mir von Dir geeignetere philologische Kenntnisse und mehr Bereitschaft als von den Philosophen, die ich bisher dazu gefragt habe. Es geht mir dabei nur ums Fremdverstehen, ich werde nicht die eine oder andere Philosophie adaptieren, dafür ist meine zu alt.

         
      • derautor

        1. Januar 2010 at 22:54

        Ob ich es wissen will oder nicht, offensichtlich schreibst du deine Meinung mehrmals in meinem Blog. Also kann ich doch darum bitten, dass du deine Meinung klar ausdrückst?

        Es gibt keine “Atheismen”, weil Atheismus keine Ideologie ist, sondern lediglich die Abwesenheit eines Gottesglaubens.

        Wenn das, was Johann Hari über Ayn Rand schreibt, richtig ist – und es deckt sich mit Michael Shermers Kritik – dann sehe ich nicht, warum ich mich näher damit beschäftigen sollte:
        http://www.slate.com/id/2233966/

        Da müsste ich ja ihre, wie es scheint, grottenschlechten Bücher lesen. Da habe ich etwas Wichtigeres zu tun.

         
      • politbuerokrat

        2. Januar 2010 at 00:00

        “Atlas shrugged” ist tatsächlich kein Hochgenuß zu lesen. Ich frage mich, warum sie in den USA trotzdem ein Begriff ist. Die Charaktere werden ungefähr so stereotyp geschildert wie bei Genosse Berthold Brecht.
        Ich meine, erfundene Geschichten zur Vermittlung einer Weltanschauung sind öde. Wenn Du mehr Meinungsäußerungen wünschst, frage bitte gezielt nach, es gibt ja viele Sachen die man beweisen kann und zu denen man eine Meinung haben kann.

        “Atheismen” soll heißen, daß durch den Nichtglauben an einen Gott bestimmte Fragen unterschiedlich beantwortet werden können. Beispiel: Alle Religionen haben eine Art von Eschatologie, die natürlich mit ihrem Pantheon zusammenhängt. Marxismus hat aber auch ohne Gott eine Eschatologie, Objectivismus nicht (wenn ich es recht verstehe). Auch Willensfreiheit spielt eine unterschiedliche Rolle.
        Dieses alles zeitigt unterschiedliche Lebenseinstellungen unter Atheisten. Was macht man nun damit?

         
  4. waelti

    31. Dezember 2009 at 19:46

    Ja, so kurz vor Knapp allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr.
    Ebenfalls ohne grössere Vorsätze. Kann ja nur besser werden :-)

     
  5. Rosix

    1. Januar 2010 at 00:52

    Meine Comments werden dann wohl nit veröffentlicht werden. Ich wünsch dir trotzdem ein frohes neues Jahr und ich wünsch dir, dass du weniger radikal wirst, als du es jetzt bist.

    Liebe Grüße
    Rosix

     
    • derautor

      1. Januar 2010 at 02:21

      Ich habe doch gesagt, dass ich Trinken bin. Da muss man sich schon etwas gedulden. Außerdem sehe ich nicht den Erkenntniswert, wenn mich jemand “Arschficker” nennt und wüsste nicht genau, warum ich speziell diesen Kommentar veröffentlichen sollte. Aber vielleicht bin ich nur zu spießig.

       
  6. Der mit dem Glauben tanzt

    1. Januar 2010 at 03:56

    Frohes Neues, Herr Andreas Müller. Wow, nur großgeschriebene Worte.

     
  7. Stefan

    1. Januar 2010 at 10:12

    Wieso sollte ein Fest einen Sinn haben? Es ist wie “Bernd das Brot” schreibt: Der Sinn entsteht erst, wenn wir was daraus machen. Ich hatte gestern eine schönen Abend und mir endlich den Moonwalk beibringen lassen.

     
  8. Admiral

    1. Januar 2010 at 11:22

    Prosit Neujahr!

    Diesen säkularen Feiertag lasse ich mir nicht nehmen. Anstoßen mit den Nachbarn! Und ein kurzweiliger Ausflug in die Welt der Pyromanie!

    Frohes Neues!

    Lasst Euch von den spinnerten Gläubigen bloß nicht in die Miesepeterei treiben! (Mein Vorsatz für 2010)

     
  9. Bruder Spaghettus

    1. Januar 2010 at 11:49

    Auch Sylvester/Neujahr ist, was man draus macht.

    Wir, meine Gutste und ich, haben uns einen Feuerkorb gekauft. Für die Wärmung am Rücken wenn wir am großen Lagerfeuer sitzen. Wir haben es uns zwischen den beiden Feuern so von 22:00 bis 1:00 gemütlich gemacht und den Tipp von Andreas mit den Getränken befolgt. Irgendwann, als drüben im Dorf etwas mehr Raketen in die Luft gingen, haben wir das Neue Jahr eröffnet.

    War ne schöne Vollmondschein-Feuernacht. Ohne den Anlass hätten wir die wohl nicht so mitbekommen. Und uns wegen des dann fälligen Arbeitstags am Freitag auch nicht leisten können.

     
  10. Gondlir

    1. Januar 2010 at 14:27

    Anstatt mich selbst sinnlos oder sinnvoll zu betrinken, schaue ich lieber Freddie Frinton auf DVD dabei zu. Ansonsten teile ich Deine Ansichten über den Kalenderwechsel, und möchte noch hinzufügen, daß ich mich freuen werde, wenn ich nun für einige Monate nicht mehr Silvester mit “y” lesen muß…

     
  11. Sofa

    1. Januar 2010 at 15:02

    Miesepeter

     
    • derautor

      1. Januar 2010 at 15:06

      Und Recht habe ich trotzdem. Außerdem sage ich nicht, dass niemand Spaß haben darf an Silvester, nur dass es sinnlos ist und wenn das säkulare Feste sein sollen, ich mir etwas besseres vorstellen könnte.

       
      • politbuerokrat

        2. Januar 2010 at 22:28

        Is ja nicht säkular. Der Jahreswechsel liegt 8 Tage nach weihnachten, weil 8 tage nach der Geburt eines Juden dieser beschnitten werden sollte. Deswegen der Revolutionskalender! Benutzt nur noch den Revolutionskalender! Auch bei Behördenbriefen!

         
  12. admiral

    2. Januar 2010 at 21:08

    Hallo Andreas,

    seit einigen Monaten bin ich einer Deiner täglichen Leser und finde die Beiträge sehr erfrischend!
    Um das Schleimen auf die Spitze zu treiben: zur Hebung der Stimmung habe ich an Neujahr Dein neues Buch gelesen. Es hat gewirkt…
    Weiter so!

     
 
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