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Stehen Frauen auf Atheisten?

15 Dez

Atheisten sind beim Online-Dating sehr beliebt, wie die Auswertung von einer halben Million erster Kontaktaufnahmen bei der Kontaktbörse Ok-Cupid ergab. Allerdings gilt das auch für Jungs, die auf Metal stehen, die in einer Band spielen, die Vegetarier sind und die sich Zombiefilme ansehen. Zu diesem Charakterprofil passt der Atheismus wie die Faust aufs Auge von Bischof Mixa (aber bitte testet diese Hypothese nicht).

Mit anderen Worten scheint Online-Dating eine spezielle Sorte Frau anzuziehen, nämlich junge Frauen mit Metal-T-shirt und PETA-Button, die weibliche Version von Nerds (gibts echt, hab ich schon mal gesehen, leider bin ich zu nerdig für die). Allerdings gibt es andere Untersuchungen, die nahelegen, dass Atheisten tatsächlich gute Chancen haben beim anderen Geschlecht.

Behaupte ich jetzt einfach mal. Die Studien und Argumente könnt ihr euch selbst raussuchen.

Na gut, hier sind sie:

1. Wer ist attraktiver: Kardinal Meisner oder ich?

Das sollte die Sache geklärt haben.

Wenn noch Zweifel bestehen: Der Psychologe David M. Muss von der University of Texas in Austin fragte in einer Studie über 10 000 Männer und Frauen aus 37 verschiedenen Kulturen nach ihren Partnerwahlkriterien. “Freundlich”, “attraktiv” und “intelligent” standen ganz oben auf der Liste, “fromm”, “keusch” und “religiös” waren am anderen Ende zu finden. Habe ich das gerade aus der neuen bdw abgeschrieben? Oh ja.

Davon abgesehen möchte ich an eine Studie erinnern, über die ich schon einmal berichtet habe:

Die Studie stammt von Vern Bengston, University of Southern California, und umfasst 3000 Kalifornier über einen Zeitraum von 30 Jahren mit vier Generationen. Die Großeltern waren sehr religiös und ihre Enkel viel weniger religiös.

Aus der Vorstellung der Studie von Epiphenomenon (meine Übersetzung):

1971 sagten nur 5% der zweiten Generation (Eltern), dass sie konfessionell ungebunden sind. 2001 waren 33% der selben Generation ungebunden. In der vierten Generation waren es 37%.

Im Jahre 2000 waren die Großeltern weniger religiös als 1971. Eltern sind heute weniger religiös als damals. Und die neue Generation (Generation 4) ist am wenigsten religiös.

Also hatten die Gläubigen mit jeder Generation mehr Nachwuchs. Und doch gab es immer weniger!

Dieses Paradoxon lässt sich natürlich leicht auflösen. Obwohl es eine kleine genetische Komponente gibt, die einen für Agnostizismus und Atheismus prädisponiert, sind es tatsächlich soziale Phänomene. Religionsfreiheit wird nicht vererbt. Sie ist erlernt.

Anders ausgedrückt: Zwar haben Anhänger bestimmter Religionen (je nach Sexualethik), meistens mehr Kinder als Atheisten, aber das bringt ihnen nichts, weil ihre Kinder und Kindeskinder von Generation zu Generation immer weniger religiös werden.

Selbst wenn Gläubige die Girls bekommen, profitieren wir Atheisten davon. Wir bekommen nämlich ihre Töchter.

Die nächste Studie, die ich ansprechen möchte, wurde 2009 durchgeführt vom Center for Inquiry und die Ergebnisse sind zu finden im Magazin Free Inquiry Ausgabe 29/5.

5831 Mitglieder der säkular-humanistischen Organisation CFI, überwiegend aus den USA, nahmen an der Studie teil. Demnach unterscheiden sich Nichtreligiöse tendenziell in folgenden Punkten von Religiösen:

Demographie

Nichtreligiöse sind mit höherer Wahrscheinlichkeit männlich, hoch gebildet und niemals verheiratet oder kohabitierend (mit einer Partnerin zusammen wohnend).

Persönlichkeit

Nichtreligiöse sind offener für neue Erfahrungen, intellektuell orientiert, weniger verträglich (sie vertreten auch gerne mal unbequeme Positionen, die sie nicht beliebter machen).

Die Unterschiede zwischen Gläubigen und Nicht-Gläubigen sind insgesamt nicht allzu groß, doch es sieht so aus, als würden die Mädels zwar auf Nichtreligiöse stehen, aber nicht bei uns einziehen. Oder es ist andersherum und die Religionsfreien ziehen nicht bei den Mädels ein. Und haben dafür mehr Freundinnen im Leben.

Der letzte Indikator für die Attraktivität von Atheisten, den ich anführen möchte, ist das Geschlecht meiner eigenen Leserschaft. Laut Alexa sind Männer deutlich unterrepräsentiert auf feuerbringer.com. Die Mädels lieben diesen Blog.

Na gut, das könnte auch an den Inhalten liegen und nicht am Autor. Was bedeuten würde, dass die Inhalte dieses Blogs sehr feminin sind.

Ja, macht euch nur lustig!

 

10 Antworten zu Stehen Frauen auf Atheisten?

  1. franzerl

    15. Dezember 2009 at 20:41

    Osama bin Laden hat angeblich über 24 Kinder.
    Da wär sicher eine Tochter für dich dabei :-) )

     
  2. Der mit dem Glauben tanzt

    15. Dezember 2009 at 22:37

    Dazu muss es noch ein passendes Motto-T-Shirt geben ^^

     
  3. Yasemin

    16. Dezember 2009 at 08:48

    Hoffentlich gibt es irgendwann keine Religionen mehr. Dann haben vor allem die “neuen Atheisten” kein Feindbild mehr, an dem sie sich orientieren können.
    Und dann wird ganz schnell ersichtlich, dass auch sie Menschen sind, bereit zu allen Übeltaten, die der Homo Sapiens Sapiens macht.

    Aber zugegeben, ich bräuchte auch keinen Kerl, der es im Leben zu nichts gebracht außer zur frommigkeit, religiosität und keuschheit.

     
  4. AndreasK

    16. Dezember 2009 at 09:49

    Ah, mein Marketingtipp wird beachtet, sehr gut: Schönes Bild ;o)

     
  5. Patrick

    16. Dezember 2009 at 13:15

    Oh man echt gruselig, wie die oben genannten Eigenschaften alle haargenau auf mich zutreffen…

    Und wenn ich mich in meinem Freundeskreis umschaue kann ich die Hypothese auch mit einem kleinen Datensatz belegen. ;)

     
  6. Wolfgang

    17. Dezember 2009 at 10:04

    Hallo Andreas,

    deine Seite feuerbringer.com wird überdurchschnittlich von Frauen im Alter von 2-34 angeschaut.
    http://www.alexa.com/siteinfo/feuerbringer.com# unter Democgrahics
    Es scheint, das Frauen auf dich stehen. ;)

     
  7. AndreasK

    17. Dezember 2009 at 10:07

    “Frauen im Alter von 2-…”? Oops, vorsicht, gleich kommt das Stopp-Schild ;o)

     
    • Wolfgang

      17. Dezember 2009 at 15:58

      Eine 5 vergessen und schon ist man auf der Kinderschänderliste der Bundesmutti Zensursula.
      Es heißt natürlich im Alter von 25-34 Jahren

       
  8. Der mit dem Glauben tanzt

    19. Dezember 2009 at 08:55

    Süßes Bild btw XD

     
  9. Stefan

    19. Dezember 2009 at 16:51

    Hmm, also ich fasse zusammen…
    Ich bin Hardcore- Atheist,
    Extrememetal freak (ich hör Zeug das dir lieber Andreas, die Ohren bluten lässt), vegetarier und ich lehn mich jez mal aus dem fenster und behaupte dass ich nicht hässlich bin XD
    Und trotzdem bin ich bis jetzt bei den lieben Damen die nicht in schwarz rumlaufen nicht so gut angekommen…

     
 
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