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Klimaskeptiker gegen Wissenschaftler

07 Dez

Eine typische Debatte zwischen Vernunft auf der einen und Wahnsinn auf der anderen Seite. Man kann außerdem beobachten, dass es Wissenschaftler in letzter Zeit gar nicht mehr aushalten angesichts des ganzen Unfugs, mit dem sie konfrontiert werden. Für die Medien sind das offenbar gleichwertige Positionen. So kommt es schon mal zu kleinen Ausrastern wie gegen Ende dieses Videos.

 
14 Comments

Geschrieben von am 7. Dezember 2009 in Medienkritik, Politik, Wissenschaft

 

14 Antworten zu Klimaskeptiker gegen Wissenschaftler

  1. folgsam

    7. Dezember 2009 at 18:18

    Ist doch großartig!

     
  2. Der mit dem Glauben tanzt

    7. Dezember 2009 at 18:48

    Ich habe jetzt nicht unbedingt so viel verstanden, aber mir schien, Watson war Verteidiger des Klimawandels, und der andere “Arsehole” ein Skeptiker. Amüsant. Der richtige Titel des Videos trifft es eher.

     
  3. folgsam

    7. Dezember 2009 at 18:56

    Fantastisch oder? Die Leute sollten öfter sagen was sie denken, vorallem im Fernsehen. Vorallem die richtige Seite.

     
  4. thogoen

    7. Dezember 2009 at 23:16

    Klimaleugner sind Geschichtsleugner, genau wie Kreationisten und Holocaustleugner.

     
  5. RandyFisher

    8. Dezember 2009 at 00:27

    Und ihr kennt euch alle so gut aus, dass ihr wisst, wer Recht hat?

     
    • Nanomyte

      8. Dezember 2009 at 06:15

      Es genügt eventuell mal nüchtern zu schauen dass mehr als 90% der Klimaskeptiker aus den USA stammen, dem Land mit dem höchsten Treibstoffausstoß um einen Generalverdacht aureichend zu begründen.

      Das ist in nämlich etwa so, als würde sich eine Stadt zu Wort melden gegen die These “Rauchen sei gesundheitsschädlich” in der 90% aller Arbeitsplätze von einem Tabakkonzern gestellt werden.
      Nur mal so als Vergleich. ;)

       
  6. Andreas P

    8. Dezember 2009 at 08:13

    Ich kann natürlich nicht für die anderen hier sprechen: Ich bin selbst nicht in der Klimaforschung tätig, sondern Physiker – als solcher sind mir die generellen Arbeitsmethoden der Klimaforscher grob vertraut.

    Dazu drei Dinge:

    - Der Verlauf der Erdtemperatur über die letzten Jahrtausende, Jahrhunderte und Jahrzehnte ist über eine zunehmend größere Zahl von Methoden bekannt (je dichter in der Vergangenheit, desto mehr). Dazu gibt’s eine Menge Veröffentlichungen; bei denen, bei denen ich das beurteilen kann, sind die Methodiken sauber, die Grundlagen physikalisch einwandfrei, und die Fehlerabschätzungen (systematische wie statistische) und -behandlungen nachvollziehbar. (E. g., die Temperatur einer Messstation sinkt mit der Höhe über’m Meeresspiegel und dergleichen.)
    Entscheidend ist, dass insbesondere für die letzten Jahrhunderte die Methoden zu im wesentlichen gleichen Ergebnissen kommen. Die starke Erwärmung in den letzten Jahrzehnten ist ein Faktum, und sie ist, vorsichtig gesagt, erdgeschichtlich sehr ungewöhnlich.

    - Die Ursachen-Wirkungs-Beziehungen sind komplex und nicht linear. Das ist nix ungewöhnliches, einfach und linear sind in der Physik nur die Übungsaufgaben für Erstsemester. Entsprechend versucht man den bisherigen Verlauf mit Modellen nachzuvollziehen. Das ist ebenfalls völlig üblich. Solche Modelle unterscheiden sich in den verwendeten mathematischen (numerischen) Modellen, in der Detailgenauigkeit, usw., aber nicht zuletzt in Parametern – und die kann man letztlich nur dadurch bestimmen, indem man das Modell mit möglichst vielen Messdaten abgleicht und zudem schaut, dass es dann für die Vergangenheit vernünftige Werte liefert. Modelle, die dabei erfolgreich sind, spiegeln dann die Realität besser wider als solche, die das nicht tun – trivial.

    - Alle Modelle, die den Klimaverlauf für die letzten Jahrzehnte usw. vernünftig vorhersagen, brauchen dazu menschenverursachte Einflüsse, insbesondere den CO2-Anstieg. Das ist eine Aussage von Klimaforschern: Alle Alternativmodelle scheitern daran. Ein Forscher, der ein tragfähiges Alternativmodell entwickeln und seine Richtigkeit demonstrieren würde, würde damit viel Ruhm und Ehr’ einstreichen können – und, wenn er es darauf anlegt, wohl auch Gelder.

    - Das macht die Klimaskeptiker-”Theorien” von der großen Verschwörung so unglaubwürdig: Es müssten so unheimlich viele dran beteiligt sein, und alle haben ein großes persönliches Interesse daran, sie auffliegen zu lassen. Trotzdem – es gibt nicht mal den Hauch eines Hinweises drauf. (Die “Klimaskeptiker”-Meldungen über angebliche “Fälschungen”, die die CRU-Emails angeblich “beweisen”, sind nicht haltbar – die mails kann man ja problemlos nachlesen.)

    - Nach allem, was wir wissen, wissen wir nicht genau, was ein Anstieg der Temperatur jenseits von etwa +2°C global für Folgen hat. Es gibt viele mehr oder minder gut belegte und begründete Mutmaßungen. Zu befürchten sind ökologische Kollapse, runaway-Effekte, dramatische lokale Klimaverschiebungen – insbesondere andere Regenverteilungen. Eher wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist die Verschiebung der Ozean-Oberflächen-Chemie – die hätte einen weitgehenden Ausfall der Hochsee- und Küstenfischerei zur Folge.

    Die Folgen genauer abzuschätzen, ist Gegenstand aktueller Forschung. Fakt ist, dass wir es aufgrund der Komplexität des Systems Erde erst dann genau wissen, wenn wir nichts mehr dran ändern können – und die Folgen potentiell ziemlich verheerend sind. (Etwa: Was passiert, wenn die Öllagerstätten-Regionen sich aufgrund von Nahrungsknappheiten und Missernten destabilisieren?)

    Wie man die Risiken (setzen sich aus Wahrscheinlichkeit des Eintritts und Folgen zusammen) politisch werten und gegeneinander abwägen will, fällt unter Klimapolitik. Da gibt es in der Tat sehr viele Meinungen – legitim sind aber nur solche, die die etablierten Fakten und die erkannten Risiken (mit all den Unsicherheitsfaktoren, selbstverständlich) anerkennen.

    Und genau das macht ein Großteil der Klima”skeptiker”szene nicht.

     
  7. Andreas P

    8. Dezember 2009 at 08:16

    (Und nb: Ich hab vor ein paar Tagen mal etwas im Netz recherchiert – auffallend, wie stark sich die Szenen von 911-”Truther”, Kreationisten, “Birthern”, Wunderheilungsgläubigen (inklusive Homöopathen) und eben auch Climategate-Hysterikern überschneiden scheinen. Mag aber nur mein Eindruck sein – kennt jemand dazu eine belastbare = zitierfähige Untersuchung?)

     
    • Sofa

      8. Dezember 2009 at 12:51

      Du hast JFK und Moonhoaxer vergessen ;-)

       
  8. Andreas P

    8. Dezember 2009 at 08:17

    (NB 2: Höchster Treibhausgasausstoß pro Kopf ist m. W. Australien, höchster insgesamt ist wohl seit ca. 2007 China.)

     
  9. Der mit dem Glauben tanzt

    8. Dezember 2009 at 13:01

    Es war ja klar, das die Amis vermehrt Klimagegner sind. Vor allem die Republikaner. Es bestätigt wieder jedes Klischee: Konservative, dicke Autos fahrende und bequeme Amerikaner.

     
  10. Stefan

    8. Dezember 2009 at 15:56

    “Für die Medien sind das offenbar gleichwertige Positionen.”

    Das ist das größte Problem. Die Medien sind so geil auf Kontroverse, dass sie jedem Volldeppen ein Forum bieten. Ich bewundere Wissenschaftler, die den Nerv haben, mit solchen xxx wie dem xxx in dem Filmchen zu diskutieren.

     
  11. Bert

    8. Dezember 2009 at 19:54

    Klimaskeptiker ist eigentlich nichts negatives (Skepsis = Bedenken aufgrund sorgfältiger Überlegung).
    Skepsis is hoffentlich vielen Menschen nicht fremd.
    Ich möchte nicht auf wissenschaftliche Daten von der einen oder der anderen Seite eingehen.
    Wissenschaft bedarf Forschung, Freiheit und rationaler Beweise und Gegenbeweise, bleibt nicht statisch.
    Beim Thema Kreationismus, UFO’s, Pendelzeugs u.Ä. kommen ab und an Wissenschaftler zu Sprache, die für diese Weltsicht sind, das jedoch ist nicht wissenschaftlich, weil rational nicht nachweisbar, nimmt nur eine pers. Meinung wahr und mißbrauchen ihre Titel und die Wissenschaft.
    Diese Typen wird es immer geben und hat sie auch gegeben: Dr. Mengele, T.D. Lyssenko, Hwang Woo Suk, …
    Zu der aktuellen “Diskussion” Klimaschutz bin ich aber extrem angewidert.
    Leider führen die entsprechenden Wissenschaftler keine offene Diskussion innerhalb ihrer Zunft. Diese Diskussion wird medial in der Öffentlichkeit mit entspr. Anhängern und entspr. “Feinden” durchgeführt.
    Begriffe wie: Klimaleugner (relig.), Klimaverschwörer, Klimakiller im Zusammenhang mit Geschichtsleugner, Kreationisten, Holocaustleugner, Antiamerkanismus sind wirklich nicht nett und sachlich, aber von den entsprechenden Stellen ernst gemeint, das zeugt wirklich nicht von einer aufgeklärten Sicht oder Toleranz oder Ratio.
    Wenn manche meinen es gäbe Verschwörer gegen das Klima, dann müßten diese zuerst über ihre eigenen Verschwörungsphantasien nachdenken.
    Diese Debatte wurde bisher nur medial ausgetragen und einseitig als beendet erklärt, da kommt sofort der Begriff “Dogma” in Spiel, wohl nicht zu unrecht.
    Die eine Seite hat recht die anderen sind Ketzer, das kennt man doch, es funktioniert immer.
    Diese Art der Debatte hat schon lange religiöse Züge angenommen und da muß sich auch man fragen lassen, ob man nicht eine Ersatzreligion gefunden hat und fragen lassen, ob ein tief verankertes Schuldgefühl einem zum Klima- Weltenretter und somit zu einem zufriedenen Gutmensch macht.

     
  12. O.

    9. Dezember 2009 at 00:57

    welches Video?

    ====

    wäre mal schön, den Link zu finden… bei mir kommt nur eine Meldung im browser, daß da ein Plugin fehlt…
    … ich benutze kein MickeySoft und hoffe, daß auch die direkten Links gepostet wredn, statt sie irgendwo einzubetten…. *grmpf*

     
 
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