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Diskutieren mit Kreationisten?

04 Dez

"Warne die Nachbarn, dass der Karneval wieder in der Stadt ist!"

Unter der Überschrift „Design ohne Designer?“ fand im Schloss Rosenstein, zugehörig zum staatlichen Stuttgarter Museum für Naturkunde, eine faire und sachliche Diskussion zwischen Evolutionsbiologen und Individuen statt, die glauben, dass Gott den Menschen aus dem Ackerboden erschaffen und ihm die Seele in die Nase gepustet hat.

Im Vorfeld hatte ich diese Veranstaltung mit folgenden Worten kritisiert: „Auf dieser Podiumsdiskussion achten die Kreationisten darauf, mit ihren Doktortiteln aufzukreuzen, um möglichst seriös zu wirken und Herr Lönnig schaut sogar im Namen des „MPI“, des Max-Planck-Instituts, dort vorbei, obwohl er sich im Ruhestand befindet. Endlich mal eine Diskussion zwischen Wissenschaftlern über die Wissenschaft des Intelligent Design, über die man innerwissenschaftlich unbedingt diskutieren muss, weil ID so unglaublich seriös und so wissenschaftlich ist.“

Ich wollte darauf hinweisen, dass Intelligent Design und Kreationismus eben nicht wissenschaftlich sind und selbst wenn man sie unbedingt „wissenschaftlich“ nennen wollte, müsste man feststellen, dass sie falsche Wissenschaft sind. Falsch in höchsten Maße. Und auf ganz schön alberne Weise, denkt man an die kreationistischen Versuche zu erklären, wie Gott ein paar Millionen Tiere in der Arche untergebracht haben könnte. Ein weiteres Problem habe ich darin gesehen, dass die Position und die personellen Vertreter des Kreationismus aufgewertet werden, wenn man sie mit echten Wissenschaftlern auf einer Ebene debattieren lässt, die an solchen Dingen wie der Wahrheit interessiert sind.

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Geschrieben von am 4. Dezember 2009 in Evolution, Philosophie, Religionskritik, Wissenschaft

 

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