Eine Dokumentation des SWR über den Kreationismus. Die üblichen Verdächtigen sind mit dabei.
Zum Beispiel Kreationist Reinhard Junker und Anti-Kreationist Reinhold Leinfelder (der mal wieder an mir herumnörgelt. Ich hatte natürlich recht mit meiner Kritik an der unfreiwilligen Kreationismus-Propagandaveranstaltung und ich bleibe dabei). Leider werden die Neuen Atheisten am Ende der Doku auf eine Ebene mit den Kreationisten gestellt. Die vernünftigen Leute sollen in der Mitte sein. Alles klar. Eine Seite sagt „2+2=4″ und die andere Seite sagt „2+2=5″. Die „vernünftigen“ Leute sagen „2+2=4,5″.












Ach weißt du, du meinst die Bevölkerung wüsste was die ET überhaupt aussagt.
Wenn in so ner Doku kommt,
Kreationisten sagen:
„Gott ist 100% für die Welt verantwortlich, seht doch das „CoOlE dEsIgN“ und was da so in der Bibel ist und sowas…“
und die Atheisten alternativ sagen:
„Nee da ist 99.9999(…)% kein Gott“
Dann verstehen die 0-8-15 Zuschauer das gar nicht, die nur Ostern und Weihnachten in die Kirche gehn und an irgendeine undefinierbare deistische Kraftwolke glauben.
Diese Leute meinen auch X-Men, Heroes, Underworld und sonstwas ist die „nÄcHsTe sTuFe“ der Evolutsion.
Sie findens automatisch Intolerant sagt man „Nee, sicher nicht.“
Es muss den Leuten begreiflich gemacht werden, dass laut ET immer nur das damalige „Jetzt“ eine Rolle gespielt hatte bei den Selektionen des Lebens und nix für die Zukunft geplant war, sondern alles ein blinder Prozess ist.
F: Warum gibt es Füße?
richtige Antwort: Weil damals paar Amphibien vom einem Schlammloch zum andern kriechen konnten und sich da ausbreiteten.
falsche Antwort: Damit deren Kinder irgendwann an Land Marathon laufen konnten.
F: Warum gibt es Federn?
richtige Antwort: Weil die aller Wahrscheinlichkeit nach zum Wärmehaushalt und zum Schadstoffausstoß gut waren.
falsche Antwort: Damit Vögel das fliegen lernen konnten.
Dann erkennt jeder Depp dass dahinter kein Plan und keine göttliche Fügung drinne stecken kann.
Das ist ungefähr so als würde man folgende Frage stellen:
Warum wurde das Rad erfunden?
falsche Antwort: Damit Räder heute an kleinen bunten Spielzeugautos dran montiert sind.
(Mögliche Antwort eines Theologen)
richtige Antwort: Damit man damals Karren hatte oder was schweres Rundes zum Zermalen von Getreide.
Es spielte immer nur das eine Rolle was vor geraumer Zeit in bestimmten Situationen wichtig war und heute meist vergessen oder vollkommen unwichtig ist.
Es gibt daher nur „Zeitbeschränkte >>Sinnhaftigkeit<< von Eigenschaften, Gegenständen und Sturkturen."
Ein Gott würde aber quasi eine Art Masterplan bedingen "Jeder hat irgendwo doch seinen ihm zugedachten Platz in der Welt." und dem ist eben aus oben genannten Zeitbeschränkten "Sinngründen" nicht so.
Ich finde diese Doku sehr schön. Traurig ist jedoch, dass sie die Wahrheit zeigt. Creation Museum. Und die Leute glauben es auch noch.
Gute Dokumentation. Ich frage mich immer, weshalb es für bestimmte Menschen so wichtig ist, dass andere Menschen deren Sicht der Welt übernehmen und dafür bis aufs Blut kämpfen. Wenn einer sein Weltbild auf der Vorstellung einer scheibenförmigen, im Zentrum des Universums stehenden Erde aufbaut, dann ist das doch vollkommen in Ordnung, solange dieses Modell seinen Alltag hinreichend erklärt. Muss man dafür wirklich in den Krieg ziehen ( ob im Grossen oder im Kleinen )??
Das ist eine ganz falsche Vorstellung, wie solche anti-modernen Ideologien funktionieren. Kreationisten sind christliche Fundamentalisten und streben, ähnlich der Pius-Brüderschaft, eine totalitäre Theokratie an, in der alle Bürger nach biblischen Gesetzen leben müssen. Als ob nur ihre Kosmologie verquer wäre!