Das nennt man wohl einen “Freud’schen Versprecher”. Hat der “Galileo”-Moderator versehentlich glatt seine Meinung gesagt. Und sowas auf einem Privatsender, der seine Zuschauer nicht vergraulen will.
Aiman Abdallah hält Religion für Unsinn
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Nov









storystew
29. November 2009 at 21:53
Aus dem Clip erschließt sich mir nicht, dass Religion für Unsinn gehalten wird, sondern nur, dass man Quellen kritisch hinterfragen sollte. Und das klingt doch überaus vernünftig!
derautor
29. November 2009 at 21:57
Und was bleibt von Religion noch übrig, wenn man die Quellen kritisch hinterfragt?
storystew
29. November 2009 at 22:10
Naja, wäre ich gläubig, würde ich wohl sagen, dass es der Glaube ist. Ich denke, wenn jemand an Gott glaubt, dann knüpft das nicht zwingend an irgendwelche Quellen an, sondern an eine innere Überzeugung. Und Religion ist doch gewissermaßen ein Glaube, der in seiner Ausgestaltung und anhand seiner Glaubensregeln eine Vielzahl von Menschen verbindet. Ob es dafür nun Quellen gibt oder nicht, aber die Menschen glauben eben.
Bebu
29. November 2009 at 22:50
“Naja, wäre ich gläubig, würde ich wohl sagen, dass es der Glaube ist.”
–> Was einem Offenbarungseid gleich käme.
“Ich denke, wenn jemand an Gott glaubt, dann knüpft das nicht zwingend an irgendwelche Quellen an, sondern an eine innere Überzeugung.”
–> Sowas mögen Gläubige denken. Aber gäbe es nicht Quellen, hätten sie nicht diesen speziellen Glauben an diesen speziellen Gott.
Pan
29. November 2009 at 22:28
Wenn man aktuelle religiöse Schriften mit auch vom Autor so genannten Fantasyromanen gleichsetzt, ist die Botschaft sehr wohl klar. Sie lautet “alles Unsinn.”
Sollten die restlichen Zuschauer allerdings genauso fasziniert von den crazy-funky-freakigen Schnitten gewesen sein wie ich, dann kam diese Botschaft wohl eher nicht an.
Stefan
30. November 2009 at 08:47
Ich kann storystews Gedanken durchaus nachvollziehen. Ich habe mit Menschen, die Sagen, der Glaube gibt ihnen etwas oder sie füllen Gott in sich wirken weitaus weniger Probleme, als mit denjenigen, die Ethik und Moral (und sogar naturwissenschaft) aus der Bibel und der religiösen Tradition des christlichen Abendlandes ableiten wollen. Das sind irgendwie zwei paar Stiefel. Zu sagen es gibt einen Gott, der so-und-so ist, weil es in der Bibel steht ist unsinn, nichts anderes, als Fantasyromane zu ernst nehmen. Problematischer ist es, wenn einem Menschen mit einer religiösen Innerlichkeit begegnen. Diesen Gott kann man nicht so leicht wegdefinieren, weil nunmal jeder Mensch einen privilegierten Zugang zu seinem Inneren hat. Da ist dann Schluss mit Textkritik
benne
30. November 2009 at 13:39
“Ich habe mit Menschen, die Sagen, der Glaube gibt ihnen etwas oder sie füllen Gott in sich wirken weitaus weniger Probleme, als mit denjenigen, die Ethik und Moral (und sogar naturwissenschaft) aus der Bibel und der religiösen Tradition des christlichen Abendlandes ableiten wollen.”
Meine Freundin welche sehr Religiös ist, hat durch ihren Glaube viel mehr Probleme als Sie ohne hätte, gerade durch die Schuldfrage. Sie macht sich deswegen wahnsinnige Probleme. Auch habe ich in Gesprächen immer sehr das Gefühl das Sie zwar eigentlich weiß das wir Zufällig sind, aber dies nicht akzeptieren will und deswegen versucht mit Religion einen Sinn vorzuschieben.
Zum Thema: Es gibt auch die Christen die sich die Quellen anschauen (nicht hinterfragen!), aber so unreflektiert das es für Sie nur einen “logischen” Sinn ergibt. Erleben ich sehr oft.
Sigrid
30. November 2009 at 17:17
“Meine Freundin welche sehr Religiös ist, hat durch ihren Glaube viel mehr Probleme als Sie ohne hätte, gerade durch die Schuldfrage.”
Aber genau das ist ja der clevere Trick der Religion: Sie schafft dem Menschen ein psychisches Problem (“Sünde”), das er ohne seine religiöse Wahnvorstellung gar nicht hätte. Und gleichzeitig bietet Religion exklusiv die (Er-)Lösung dafür an.
Der mit dem Glauben tanzt
30. November 2009 at 20:01
Wenn jeder so wäre wie deine Freundin, benne, müsste man es nur schaffen, den Glauben so weit zu zerstückeln, dass das Unterbewusstsein auf “Ist ja wirklich Blödsinn” schaltet. Dann wären alle geheilt ^^
Benne
30. November 2009 at 23:06
@Sigrid: Genau das sage ich ihr andauernd, das die Religion eine Angst schürt um diese, dann wieder zu nehmen, sprich “Macht durch Angst”.
@Der mit dem Glauben: Das banale ist, obwohl ich versuche sie in dieser beziehung aufzuklären, aber Sie dran fest hält und angst hat denn “Sinn” zu verlieren, anstatt sich mal auf was neues einzulassen.. (versteht mich nicht falsch ich will ihr nicht den glauben nehmen ich fände es nur schön, wenn sie sich von der kirche lösen würde)
storystew
1. Dezember 2009 at 17:09
Zwischen dem grundsätzlichen Glauben an Gott und der Kirche bzw. der Religion sollte man meines Erachtens genau unterscheiden. Jemand, der einen inneren Glauben hat, der glaubt nicht zwingend an einen “speziellen” Gott, sondern ganz grundsätzlich daran, dass da “ETWAS” oder “JEMAND” ist. Mir als Nicht-Gläubige will garnicht einleuchten, weshalb die (aufgeklärten) Gläubigen überhaupt etwas auf Quellen wie die Bibel oder den Koran geben. Warum sollte denn ein höheres Wesen sich darum scheren, wann und wie oft man betet, ob man bestimmte Nahrungsmittel zu sich nimmt etc. Das sind alles Regeln, die auf menschlichen Einfällen fußen. Man muss keine Bibel haben, um zu glauben.
nic
17. Dezember 2009 at 19:54
Ich finde auch, dass man an Gott glauben kann ohne sich taufen zu lassen, nach Mekka zu fahren, oder jüdisch zu sein.
Ich finde Religion hat vor allem den Zweck den Menschen ihre Zweifel zu nehmen, denn je mehr Menschen an eine bestimmte Sache glauben, desto “wahrscheinlicher” kommt sie ihnen vor.
Allerdings, widerstrebt es mir sehr, wenn eine Religion sich als die wahre ausgibt (was eig. alle tun), da dies automatisch alle anderen ad absurdum führt, und nur Krieg und Zwietracht bringt.