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Rettet ein Leben

09 Nov

Exekution im Iran

Ehsan ist tot. Er wurde erhängt. Sein letzter Brief aus dem Gefängnis: Ich habe den Tod nie gefürchtet.

 
25 Comments

Geschrieben von - 9. November 2009 in Politik, Religionskritik

 

25 Antworten zu Rettet ein Leben

  1. yilo

    9. November 2009 at 17:03

    Wird erledigt.

     
  2. Apoth

    9. November 2009 at 18:03

    Signed

    Wie kommt so ein Staat nur in die UN?

     
  3. Nic

    9. November 2009 at 19:25

    done

     
  4. Pingback: Nics BlogHaus
  5. Hansi

    9. November 2009 at 20:12

    Voran ins gestern – mir wird schlecht.

     
  6. skydaddy

    10. November 2009 at 05:49

    Unterschrieben!

    Vermutlich heißt es bald: “Wo keine Atheisten mehr aufgehängt werden können, wird die Axt an die Wurzel unseres kulturellen Erbes gelegt … es kann nicht angehen, dass eine Minderheit der Mehrheit vorschreibt, dass keine Atheisten mehr aufgehängt werden dürfen.”

     
  7. skydaddy

    10. November 2009 at 05:52

    Man sollte auch noch mal an die Bundesregierung schreiben!

     
  8. Sofa

    10. November 2009 at 10:29

    Laut Amnesty wird ihm vorgeworfen Mitglied einer Kurdischen Partei zu sein und man hat ihn wohl kurzerhand als Staatsfeind, dort wohl Synonym mit “Gottesfeind” erklärt. Ich habe keine Hinweise auf seine Konfession gefunden.

     
  9. Nachdenkseiten-Leser

    10. November 2009 at 11:59

    @Skydaddy

    Schau dir mal an, was so ein Gläubiger über uns Atheisten in der Rubrik “Das Hakenkreuz muß hängen bleiben” an Andreas Müller gerichtet geschrieben hat -Dein Verdacht keimt mir auch da auf, und ich unterschreibe auch noch, gerade weil christliche Fundamentalisten sich dort so outen wie “Karl Eduard” es getan hat – Er spricht Andersgläubigen und Gottlosen glatt die Kultur ab.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

     
  10. Nachdenkseiten-Leser

    10. November 2009 at 12:05

    @Andreas Müller

    Erledigt, unter anonym.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

     
  11. Jürgen Paul

    10. November 2009 at 15:23

    done

     
  12. Burkhard Wepner

    10. November 2009 at 23:26

    Da hätte doch Guido mal was zu tun…

     
  13. j.w.waldeck

    11. November 2009 at 02:47

    Ebenfalls erledigt.
    Gerade nichtreligiöse Menschen sind die beste Voraussetzung für eine Welt ohne indoktrinierte Kinder
    und vererbten Hass.

     
  14. Anke Dinkel

    11. November 2009 at 07:42

    OK !

     
  15. Khorne

    11. November 2009 at 09:19

    Oh Mann, da ist man wirklich froh in diesem Land leben zu dürfen und nicht dort wo man für jeden Kleinkram hingerichtet wird…unterschrieben…

     
  16. Mone

    11. November 2009 at 10:00

    Wenn eine unterschrift hilft bin ich dabei !

     
  17. Joerg

    11. November 2009 at 11:27

     
  18. derautor

    11. November 2009 at 11:35

    Er ist tot.

     
  19. buchstaeblich

    11. November 2009 at 12:55

    Menschen werden ermordet, weil sie an keiner Ritualgymnastik teilnehmen und über diesen Sachverhalt nicht lügen wollen – Willkommen im Mittelalter!

    Aber wir Atheisten sind ja sooooo gefährlich …

     
  20. Epicurus

    11. November 2009 at 23:37

    Ich durchschaue noch nicht ganz, was hier exakt geschehen ist. Vorweg: Ich halte die Hinrichtung für ein Verbrechen, aber was sind die genauen Hintergründe? Die letzte Ehre, die man ihm erweisen kann, ist der Versuch, die Ideale zu begreifen, für die er starb und ihn nicht zu einem Märtyrer für Dinge zu machen, für die er sein Leben nicht gab.

    1) Der Abschiedsbrief irritiert mich etwas. Für Amnesty International war ich vor längerer Zeit mal aktiv: Normalerweise wird Todeskandidaten nicht die Gelegenheit gegeben, ihre Überzeugungen gegen den Staat noch einmal in einem Abschiedsbrief niederzuschreiben. Das führt zu der Frage, ob der Brief gefälscht ist und sein Tod instrumentalisiert wird. Kennt jemand Quellen, die dies beleuchten?

    2) In dem Brief nennt er sich einen “Komeleh guerilla”. Ich kenne aus meiner Amnesty-Zeit die Komalah bzw. Komeley und vermute, dass diese gemeint ist. Dies ist eine marxistisch-kurdische Organisation, die gelegentlich auch bewaffneten Kampf führt (Peshmerga Force); früher auch schon gegen den Schah. Zu ihren Zielen gehört auch ein säkularer multikultureller Staat. Die Ideale für die Ehsan starb, dürften die folgenden gewesen sein:

    http://www.komala.org/english/sidor/040422-fedralism.htm

    http://www.komalah.org/english/html_files/program.htm

    3) Er wurde nach den Informationen, die ich finden konnte, nicht wegen Atheismus oder als, wie es in der hpd-Meldung hieß, Ex-Muslim verhaftet, sondern wegen politischer Propaganda. Erst später kam dann die Anklage “Feind Gottes” hinzu um die Strafe zu verschärfen. Schlimm genug, dass ein solcher Grund dazu mißbraucht werden kann, aber man sollte seinem Gedenken und seinen Idealen nicht unrecht tun, in dem man es so darstellt, als sei er ein atheistischer Märtyrer.

    4) Sein letzter Satz im Abschiedsbrief lautet “There is no doubt that every death is the beginning of a new life”. Es würde wahrscheinlich zu weit führen, daraus zu folgern, dass er an ein Leben nach dem Tod glaubte. Die Bezeichnung “Ex-Muslim”, die der hpd verwendete, das Wort Apostasie oder die Formulierung “er ist Atheist geworden”, sind vermutlich falsch, denn danach müßte er vorher Muslim gewesen sein. Das mag sein, da die meisten Kurden Sunniten sind, aber sein Abschiedsbrief sagt nichts dazu (weiß jemand mehr?). Wer in der Komolah aktiv ist, war meines Wissens nach selten vorher ein Gläubiger. Zu den Zielen im Programm der Komalah gehört “struggling against religious superstitions”: Darin sind wir geeint.

     
    • derautor

      12. November 2009 at 00:04

      Der letzte Satz bezieht sich auf den ganzen Absatz:

      Last word: if the rulers and oppressors think that, with my death, the Kurdish question will go away, they are wrong. My death and the deaths of thousands of others like me will not cure the pain; they will only add to the flames of this fire. There is no doubt that every death is the beginning of a new life.

      Will also heißen: Jede Ermordung von Widerstandskämpfern gegen die iranischen Unterdrücker hat die Geburt neuer Widerstandskämpfer zur Folge.

      Es ist schon klar, dass er nicht “für den Atheismus” gestorben ist, aber die Todesstrafe wurde damit begründet, dass er Atheist gewesen sei (was er als kurdischer Marxist mit einiger Wahrscheinlichkeit auch war). Er ist also gestorben, weil einige Leute Atheismus als todeswürdiges Verbrechen ansehen.

       
  21. Nic

    14. November 2009 at 13:47

    Hier die deutsche Übersetzung seines Briefes: http://bit.ly/35Fmua

     
 
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