
In den asiatischen Ländern, also im „fernen Osten“, haben 70-80% der Bevölkerung die kurze Variante des Gens 5-HTTLR. Wer die kurze Variante hat, fokussiert sich stärker auf Bedrohliches und ist ängstlicher, auch Depressionen hängen mit der Genvariante zusammen.
Forscher haben nun die Theorie aufgestellt, dass diese Genvariante zur Entwicklung des östlichen Kollektivismus beigetragen hat, einer Gesellschaftsform, welche die Gruppe und die Gemeinschaft ins Zentrum rückt und wo Dinge wie Familienehre und Autorität eine größere Rolle spielen. Nun könnte aber genau dieser Kollektivismus eine Anti-Psychopathologie-Funktion haben, also vielleicht ist er der Grund, warum Depressionen trotz der genetischen Anfälligkeit im fernen Osten seltener vorkommen als hier. Antidepressiva hätten den Kaiser von China insofern gut ersetzen können.








