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Tibetisches Begräbnisritual

15 Sep

Ein Geier kommt geflogen

Das krasseste Splatter-Begräbnis der Welt gibt es in Tibet, wo sie Leichen anschneiden und sie dann von Geiern fressen lassen, bevor sie die Überreste mit Äxten bearbeiten. Würg! Zu allem Überfluss gibt es auf der Website mit der Fotodokumentation davon auch noch Porno-Bilder, die das Ganze gleich noch mal schmackhafter machen.

Free Tibet from the Splatter-Undertakers!

Und „danke“ an P.Z. Myers, dass er die Welt darauf aufmerksam gemacht hat…

 
15 Comments

Geschrieben von am 15. September 2009 in Religionskritik

 

15 Antworten zu Tibetisches Begräbnisritual

  1. folgsam

    15. September 2009 at 13:57

    Wieso, ist doch nett: Die Geier freuts und der Leiche ist es natürlich eh egal.

     
  2. Thomas

    15. September 2009 at 14:47

    Ein Tibeter wird sich wahrscheinlich mit Grauen abwenden, wenn er erfährt, dass wir unsere Toten in der Erde verscharren und von Würmern und Maden fressen lassen.

     
    • Bebu

      15. September 2009 at 20:47

      Fressen? Gibt es nicht immer mehr Probleme damit, dass die Leichen nicht verwesen wollen?

       
  3. Der mit dem Glauben tanzt

    15. September 2009 at 14:58

    Porno-Bilder? Was denn für Bilder? Solche, die es auf Viren-Seiten gibt, damit notgeile 15-Jährige drauf klicken oder die nackten Leichen?

     
    • H. Lektor

      16. September 2009 at 12:04

      solche, wie auf der seite mit den bestattungsbildern ein paar sekunden nach seitenaufruf auftauchen…womit ich bzgl. pornoseiten nun „entjungfert“ wäre

       
  4. yilo

    15. September 2009 at 17:36

    Da bleibt mir glatt die Spucke weg.

     
  5. Bert

    15. September 2009 at 17:47

    … ja, ja die Ahnen …, die wußten noch wie man Feste feiert!

     
  6. Stefan

    18. September 2009 at 17:35

    Ich halte es für eine gute Idee. Keine großen Begräbniskosten, Futter für die Vögel, ein eindeutiger Abschied für die Hinterbliebenen… Gibt es irgendwelche Nachteile bei dieser Bestattungsart?

     
    • derautor

      18. September 2009 at 18:16

      Man drückt durch ein halbwegs anständiges Begräbnis aus, dass man Menschen für wertvoll hält. Klar ist es den Leichen egal, was man mit ihnen tut, aber den lebenden Menschen nicht, die davon ausgehen, dass man ihr Andenken nicht zerstört, wenn sie einmal sterben.

      Oder sollten wir Leichen einfach in ein Massengrab schmeißen?

      Gibt ein hyperwitziges Lied dazu von Nerf Herder:

       
      • Stefan

        18. September 2009 at 18:36

        „Man drückt durch ein halbwegs anständiges Begräbnis aus, dass man Menschen für wertvoll hält.“
        Volle Zustimmung von meiner Seite! Nur: Wer legt fest, was anständig ist? Das Verrotten in dunkler, feuchter Erde kann genauso negativ kritisiert werden wie die Veraschung durch Feuer. Genausogut kann man aber auch positiv die friedliche Stille des Erdgrabes oder die Reinheit(?) des Feuers hervorheben.
        Durch das Verfüttern der Leiche an die Geier schenken diese Tibether dem Toten quasi die Weiten des Himmels. Ob dieser Gedanke tatsächlich dahinter steht, weiß ich nicht aber eine gewisse Ästhetik kann ich diesem Brauch absolut nicht absprechen.

        Das einzige was mich stört ist die Veröffentlichung der Bilder auf einer Seite, die sonst von Erotik lebt.

         
      • H. Lektor

        18. September 2009 at 18:36

        da kannste gegen kulturrelativismus sagen, was Du willst, aber Tibet ist immernoch ein Bergland mit kaum lockerer Erde und zu wenig Holz für ne Feuerbestattung.

        Davon abgesehen: in Dtl. gibt es auch anonyme Bestattungsmöglichkeiten, und was ist dann eigtl. der Unterschied zwischen Vogelfutter und Asche auf ne Wiese oder ins Meer streuen?

         
      • derautor

        18. September 2009 at 18:43

        Gut, kann schon sein, dass die Tibeter das für eine anständige Begräbnismethode halten. Dann wäre das ok. Sieht für mich aber nicht so aus. Da sind ein paar Leute, die eine Leiche mit dem Mofa zu Geiern fahren, um sie fressen zu lassen. Keinerlei Ritual, keine anwesende Familie, etc.

         
      • H. Lektor

        18. September 2009 at 19:48

        der letzte aspekt ist der, der mit der Kultur zusammenhängt (das vorher betraf ja „bloß“ die Umweltbedingungen)…

         
  7. Epicurus

    19. September 2009 at 00:45

    Dies ist in der Tat eine der in Tibet verbreitesten Bestattungsformen: Den Ablauf habe ich noch nicht erlebt, aber die (spärlichen) Überreste gesehen. Eine Websuche nach Stichworten wie „Himmelsbestattung“ oder „sky burial“ bringt sicherlich Informationen.

    Die Vermutung in einem anderen Kommentar, dass dies eine achtlose Angelegenheit sei, ist nicht ganz richtig: Die dazugehörenden Rituale geben der Familie und Freunden einigen Raum für den Abschied.

    Richtig ist auch was jemand bereits schrieb: Unsere Europäischen Beerdigungsrituale (verscharren im Dreck) lösten in anderen Teilen der Welt immer wieder Irritationen aus. Dies erreichten die Europäer allerdings auch durch einfachere „Rituale“: Schon bei den ersten Begegnungen der Europäer mit amerikanischen Ureinwohnern waren diese gelegentlich schockiert darüber, dass die Fremden ihren – pardon – Nasenrotz sorgfältig in Tüchern verpackt in ihren Hosen mit sich führten. Können Sie sich vorstellen, wie die durch Europa tourende Körperwelten-Ausstellung mit plastinierten Leichen in einigen Ländern ankam: Wir sind Barbaren :-)

    Wer pietätvollen Umgang mit Leichen würdigt, war bei unseren mittelalterlichen christlichen Freunden gut aufgehoben: Jegliches Herumschneiden an Toten war lange verboten, nur Verbrecher durften (auch öffentlich) zerlegt werden. Da haben erst Aufklärung und Renaissance zu Praktiken geführt, die von vielen damals als entwürdigend empfunden wurden. Die Kirche zog dann nach und erlaubte anatomischer Studien an Leichen und begründete sie mit dem Gebot der Nächstenliebe, die den medizinischen Fortschritt wünschen müsse.

    Als naturwissenschaftlicher Psychologe durfte ich auch gelegentlich menschliche Gehirne sezieren. Einer der wichtigsten Begründer der Anatomie, Andreas Vesalius, musste sich seine Leichen noch heimlich vom Galgen schneiden, um Untersuchungsmaterial zu haben. Grund für das Sezierverbot war der christliche Glaube an die fleischliche Auferstehung: Der Körper des anständigen Christen sollte am Tag des jüngsten Gerichts unverletzt sein (Verbrecher durften meist seziert werden).

    Was man als „Splatter“ empfindet, ist letztlich kulturell geprägt.

     
  8. Dana

    26. April 2010 at 07:07

    Oh mein Gott…
    Wie kann man das denn nur machen?
    Die Bilder sind ja mal das Ekelhafteste auf der ganzen Welt.

     
 
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