Ich werd nicht mehr. Die CDU/CSU hat auf eine Anfrage des HVD geantwortet, dass sie nicht bereit ist, mit „sogenannten Konfessionsfreien“ zu sprechen (mit einem Drittel der Bevölkerung des Landes, das sie regieren!) und dass sie uns und die Muslime nur in ihrem christlichen Lande „tolerieren“. Wir brauchen die großzügige Toleranz der Christen aber nicht, denn wir leben in einem freien Land, das auf den Werten der Aufklärung basiert.
Die CDU/CSU will einen Kulturkampf. Sie schürt Hass unter den Konfessionen. Für sie sind Konfessionsfreie keine vollen Staatsbürger, sondern sie sind nur im Lande geduldet. Haltet euch fest:
Wie in der Antwort auf Frage 1 ist darauf hinzuweisen, dass die Bundesrepublik Deutschland kein laizistischer, sondern ein in weltanschaulichen Fragen toleranter Staat ist, die die Religion weder aus dem öffentlichen Raum verbannt noch zu einer indifferenten Gleichbehandlung aller Weltanschauungsgemeinschaften gezwungen ist, wie auch das Grundgesetz steht nach seiner Präambel unter der Überschrift einer „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ steht.
Das Grundgesetz sichert jedem Menschen Glaubensfreiheit und das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Der in weltanschaulichen Fragen tolerante Staat achtet und schützt diese persönlichen Rechte. Toleranz ohne eine eigene Position fördert Orientierungslosigkeit und Beliebigkeit. Vor diesem Hintergrund ist die öffentliche Erinnerungs- und Gedenk- und Trauerkultur zu sehen. Auch wenn sich CDU und CSU auf die grundlegenden Wertentscheidungen des christlichen Menschenbildes stützen, so sind sie doch offen für andere Weltdeutungen und Lebensauf10 fassungen. CDU und CSU sind einer Wahrung der christlichen Werte und ihrem Schutz vor politischen sowie rechtlichen Einschränkungen verpflichtet. Zugleich setzen sich CDU und CSU in unserer pluralistischen Gesellschaft für Toleranz gegenüber den anderen Religionen und Wertegemeinschaften ein, die sich zu unserer Verfassung bekennen. Den Kirchen kommt dabei eine ganz besondere Verantwortung für die Erhaltung der christlichen Werte in der Gesellschaft zu.
Bei öffentlichen Gedenkfeiern artikulieren Vertreter der beiden großen Kirchen die religiösen Gefühle und Hoffnungen stellvertretend für die große Mehrzahl der Deutschen, die sich zum Christentum bekennt, während die Politiker als gewählte Volksvertreter für alle Bürger, und somit auch für die nichtreligiösen Menschen sprechen. Folglich ist die öffentliche Erinnerungs-, Gedenk- und Trauerkultur durchaus pluralistisch.
In der Präambel steht interessanterweise nicht, welcher Gott das ist. Da sich das Grundgesetz an der US-Verfassung orientiert, kann man davon ausgehen, dass hier wie dort der deistische Gott der Aufklärer und nicht der christliche Gott gemeint ist. Natürlich wissen die schafsgesichtigen, biersaufenden Brezelfresser von der CDU/CSU das nicht. Wie haben sie das im 19. Jahrhundert genannt? Ah ja: Klerikalfaschismus. Hier noch mehr von diesem Schafsmist:
Das Grundgesetz steht nach seiner Präambel unter der Überschrift einer „Verantwortung vor Gott und den Menschen“, und ist in seinem Grundrechtsteil an den Zehn Geboten ausgerichtet, wie auch unsere Verfassungs- und Gesellschaftsordnung im christlichen Menschenbild wurzelt. Insofern ist das christlich-jüdische Erbe und Wertefundament eine wesentliche Grundlage unserer Kultur, wobei dies die Freiheit der anderen Bekenntnisse, die von Artikel 4 GG garantiert wird, nicht berührt.
Der Staat hat jedoch, wie bereits festgestellt, die verschiedenen Weltanschauungsgemeinschaften nicht indifferent gleich zu behandeln. Diese Verfassungspraxis hat sich seit Gründung der Bundesrepublik nicht nur nach Meinung von CDU und CSU sehr bewährt. Die Organisationen der so genannten Konfessionsfreien sind nicht nur von Größe und Mitgliederzahlen her mit den großen Kirchen und Religionsgemeinschaften nicht vergleichbar, sie stehen – über die Einigkeit in der Ablehnung jeden religiösen Bekenntnisses hinaus – auch nicht für eine einheitliche Werteposition, und sind daher gegenwärtig als Ansprechpartner für die Politik ungeeignet.
Unsere politische Kultur ist geprägt von den Gemeinsamkeiten der europäischen und den Besonderheiten der deutschen Geschichte. Dazu gehören vor allem die föderale und die konfessionelle Tradition, das besondere Verhältnis zwischen Staat und Kirche und die Verantwortung, die den Deutschen aus den Erfahrungen zweier totalitärer Regime auch für die Zukunft erwächst. Die kulturellen Werte und historischen Erfahrungen sind die Grundlage für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und bilden unsere Leitkultur in Deutschland. Wir wollen sie mit Leben erfüllen.
Unsere Kultur basiert nicht auf dem Christentum!
Die freie Gesellschaft ist das Produkt der Aufklärung!
Das finstere Mittelalter basiert auf dem Christentum!
Und die CDU/CSU repräsentiert nur sich selbst, also die bildungsfernen Schichten!
Aber gut, wenn die CDU/CSU meint, dass sie Konfessionsfreie nicht repräsentiert – dann können wir sie und ihre Gesetze ruhig ignorieren. Machen wir lieber eine eigene Parallelgesellschaft auf, bevor sie sich dazu entschließt, uns nicht mehr zu dulden.












Hallo,
). Das selbe gilt natürlich auch bei der CSU. Aber mal Spass bei Seite. Es wird nicht immer so heiß gegessen wie es gekocht wird …. und ich würde es weiterhin ignorieren wie du es schon geschrieben hast.
ich komme aus Bayern… wurde Katholisch erzogen (jetzt konfessionslos).
Natürlich wählt hier auch jede Xte die CSU / CDU !
Dies habe ich noch nie wirklich verstanden.
Ich denke auch das die CDU (das D= Demokraten nur in den Namen mit reinnahm damit man annimmt das sie überhaupt was mit Politik zu tun haben
Als gebürtiger Münchner muss ich erwähnen, dass das Land CSU-Hochburg ist. Die Städte aber sind alles andere als treu CSU-ergeben. München zum Beispiel wurde in den letzten 61 Jahren ganze 55 Jahre von der SPD regiert und wird dies auch wieder durchgehend seit 1984. In den Städten ist das Bildungsniveau im Schnitt natürlich auch höher.
Tja, das erklärt auch, warum die CDU und insbesondere die CSU so sehr auf die Bildungshoheit der Länder pochen.
[...] Die CDU/CSU „toleriert“ Atheisten « Aufklärung 2.0 feuerbringer.com/2009/09/15/die-cducsu-toleriert-atheisten – view page – cached Ich werd nicht mehr. Die CDU/CSU hat auf eine Anfrage des HVD geantwortet, dass sie nicht bereit ist, mit „sogenannten Konfessionsfreien“ zu sprechen (mit einem Drittel der Bevölkerung des Landes, das sie regieren!) und dass sie uns und die Muslime nur in ihrem christlichen Lande „tolerieren“. Wir brauchen die großzügige Toleranz der Christen aber nicht, denn wir leben in einem freien Land, das auf den Werten der Aufklärung basiert. — From the page [...]
Gott was für ein schwachsinniges Gelaber. Sollen wir jetzt dankbar sein nicht auf dem Scheiterhaufen zu landen? Wenn man seine erbärmliche Existenzberechtigung durch das rosa Kuschelmonster im Himmel suchen muss scheint sich das Ego etwas zu sehr aufzublasen.
Und Grundgesetz basierend auf den Zehn Geboten, na ist doch klar. Wo genau ist das mit Du sollst kein Gottesbild machen verarbeitet? Und wo sind Ehebruch und Neid verboten? Oder basiert das Grundgesetz vielleicht doch auf dem Wunsch dass mir niemand auf den Kopf haut?
Ich bin auch tolerant: CDUler dürfen gerne weiteratmen. Nur nicht in meinem Nacken, bitte. Der Gestank permanenter geistiger Eigenurintherapien stört mich.
Ist diese Stellungnahme von der CDU offiziell? Also die offizielle Position der Partei?
Wenn ja, könnte es eine lustige Sache sein, damit die armen Deppen an den Canvassing-Ständen der CDU in Verlegenheit zu bringen. Vielleicht schnapp ich mir mal ne Bibel und nerve einen dieser Vollpfosten wo unser GG denn „in seinem Grundrechtsteil an den Zehn Geboten ausgerichtet“ ist.
—
Ansonsten:
@derautor:
Soviel Pfeffer, wie man in diesem Artikel finden kann, wünschte ich mir beim aktuellen Wahlkampf.
Das ist eine offizielle Stellungnahme, tragisch aber wahr.
Naja, tragisch? Dass diese Partei voll von diesem „Schafsmist“ (ein passendes Wort) ist, konnte man ja schon lange erahnen. Spätestens nach von der Leyens abgesonderten Blödsinn.
Wenn das also auch offiziell geäußert wird, kann diese Partei auch offiziell der Lüge und Verbreitung von Unwahrheiten bezichtigen.
Außer ihr gelingt ein Nachweis, dass die 10 Gebote nach Originalbibeltext wirklich den Grundrechtsteil unseres GG bestimmen.
Aufrichtigen Dankm Herr AUTOR für diesen Artikel!
Mist, alleine durch diesen Text sollte ich davon absehen, die CDU zu wählen. Aber alles andere machen die genau so, wie ich es auch machen würde. Naja, fast. Aber immerhin, alle anderen Parteien labenr noch mehr Müll, und man sollte nicht nur wegen religiösen Ansichten wählen. Eine Demo gegen das Christentum kann man ja immmernoch machen ^^
„Naja, fast. Aber immerhin, alle anderen Parteien labenr noch mehr Müll“
–> Kannst du diese pauschale Aussage untermauern?
[...] seltsame Demokratieverständnis der CDU September 16, 2009 — nicsbloghaus Andreas Müller schreibt beim Feuerbringer bereits über das seltsame Gebaren derer, die sich anmaßen, darüber zu befinden, ob und wer es [...]
Tja…. das ist wirklich extrem ärgerlich. Ich bin derzeit so unentschlossen wie bisher noch in keinem Wahlkampf zuvor.
Irgendwie fehlt mir eine freiheitliche, fortschrittsaufgeschlossene Partei, die halt aus dem Spannungsdreieck „gerecht, sozial und frei“ vor allem frei und gerecht repräsentiert ohne verquasten Nationalismus oder Rassismusund.
Und die vor allem -das ist mein absolut wichtigster Schwerpunkt- ausgesprochen anti-islamisch ist.
Und dem grassierenden pro-palästinensischen und pro-islamischem Antisemitismus, auch und vor allem der „Linken“, etwas entgegensetzt.
In wiefern betreibt die Linke denn Antisemitismus? Den Wahlprüfsteinen des HVD entsprechend (http://bit.ly/18BLWM) setzt sich die Linke doch mit Abstand am konsequentesten für Laizismus, Säkularisierung und Aufklärung ein.
@Thomas: Die „Linke“ betreibt Antisemitismus vor allem unter dem Deckmantel der „Israelkritik“ und des vermeintlichen „Anti-Imperialismus“. Da steht sie nicht alleine, ist aber mindestens genauso widerlich wie die anderen auch.
Der Kürze halber möchte ich auf die folgenden berichte etc. verweisen. Sicher gibt es in der Linkspartei auch Gegenströmungen, der linksreaktionäre Anteil scheint mir aber weitaus zu überwiegen.
Ebenso ist mir der Anteil der krankhaft narzisstischen Selbstdarsteller deutlich zu groß
http://www.hagalil.com/archiv/2009/09/06/muenchner-linke/
Eine gute Diskussion zum Thema findest Du hier:
http://www.lizaswelt.net/2009/02/wo-dein-platz-genosse-ist-i.html
http://www.lizaswelt.net/2009/02/wo-dein-platz-genosse-ist-ii.html
Und so am Rande: Die Linke setzt sich, soweit ich das sehe, nur soweit für Laizismus, Säkularisierung und Aufklärung ein, soweit es „den Westen“ betrifft. Gehts um Afghanistan, Iran oder anderes, ist es „Imperialismus“ oder „Kolonialismus“ und das „Aufdrängen der eigenen Wertvorstellungen“.
Ich habe z.B. keinerlei, aber auch gar keine, Unterstützung der Aufstände im Iran von der Linken mitbekommen. Bei jeder „Pro-Hamas“ Demo kriegen sie Hunderte oder Tausende auf die Straße — aber da? Nix.
Meine anfängliche Sympathie mit zumindest Teilen der Ziele der Linken („sozialisiert“ bin ich vor allem in der Punkszene der 80er und 90er) ist in den letzten Jahren fast in Verachtung vor ihrer Bigotterie und Unehrlichkeit umgeschlagen.
Martin, Du schreibst: „Ich habe z.B. keinerlei, aber auch gar keine, Unterstützung der Aufstände im Iran von der Linken mitbekommen“
Danke, das empfinde ich ebenso und bin – zumindest in Berlin – sehr gut informiert über alle Aktionen, die das Thema betreffen.
Ich habe die sog. Linke nur einmal erlebt: und das war wahrlich zum Ko… – und ganz in dem von Dir beschriebenen Sinne. Die Linke hat bei mir sehr an Symphatie verloren diesen Sommer.
(Hier habe ich darüber geschrieben: http://nicsbloghaus.org/index.php?/archives/852-Die-Linken-und-der-Iran.html )
Wobei mir der -sehr kleine- israelfreundliche Teil der Linken weitaus sympathischer ist, als der ganze Rest.
Davidssterne auf einer „Free Iran“ Demo kann man übrigens auch ohne weiteres als Solidaritätskundgebung der Israelis mit den Revolutionären begreifen.
Wobei ich nicht so ganz verstehe, was mit diesem Satz ausgesagt werden soll?
„Wenn ich höre, dass sich das israelische Volk von der Atombombe des Iran bedroht fühlt (und das aus linkem Munde!)“
Das Problem ist doch eher, das es bei praktisch der gesamten Linken eine fast idiotisch zu nennende -weitgehend durch massive Desinformation verursachte-, anti-israelische Haltung, bis hin zum Antisemitismus gibt.
Eine Haltung, die „den Araber“ als eine Art „edlen Wilden“ sieht, alle Schuld an allem grundsätzlich Israel, der Israel-Lobby (was für ein Witz!), dem „Kolonialismus“, „Imperialismus“ oder halt gleich den „Juden“ zuschreibt, ist eher für die Linke typisch.
Generell bleibt halt das Status -nicht wählbar- stehen.
Mir fehlt eine Partei, deren Schwerpunkte im Spannungsdreieck auf SozialGerechtFrei eher auf Freiheit und Gerechtigkeit liegen, als auf dem sozialen (oder auf Lobbyarbeit für Exporte in den Iran und arabische Staaten) und die aus eben diesen Schwerpunkten einen klar anti-islamischen Kurs fährt.
@Thomas nochmal: Und auch recht aufschlußreich ist dieser Bericht:
http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-linkspartei-politik-ID1217241915468.xml
Ich finde es eigentlich sehr schön, dass es so eine lebendige Diskussionskultur in der Partei gibt, wobei auch radikale Strömungen nicht einfach eliminiert werden, solange sie nicht die Partei auseinanderreißen. In jeder Partei gibt es Fundamentalisten, man gedenke z.B. Althaus, der sich offen zum Kreationismus bekannt hat. Was Broder kritisiert, ist die fragwürdige Einschätzung eines Linken-Politikers. Zudem halte auch ich eine israelkritische Haltung zumindest bezüglich des Umgangs mit den Palästinensern für durchaus angebracht. Natürlich darf man deswegen nicht die Gefahr durch Iran verharmlosen, aber ich bin auch nicht sicher, ob man Paech unbedingt auf diese Weise verstehen muss.
Das so dermaßen aufzubauschen und am Ende des Artikels gleich noch so ein extrem pauschlisierendes Fazit zu ziehen, finde ich ziemlich tendenziös.
Nur ist das in der Linkspartei eben nicht die Ausnahme, sondern die Regel bis hin zu Lafontaine.
Und die israelkritische Haltung würde ich auch wesentlich eher abnehmen, wenn denn auch mal ein, wenigstens ein ernsthaft Palästinenser oder gemeinhin Araberkritisches Wort zu vernehmen wäre-
Die von mir aufgeführten Beispiele sind eben absolut KEINE Ausnahmen, sie sind die Regel. Und die radikal israelfeindliche Strömung bis hin zum offenen Antisemitismus ist nicht die Ausnahme in der Linkspartei, es ist eher die Regel. Die Ausnahme ist der Bak Shalom.
Aufgebauscht ist daran überhaupt nichts.
Beschäftige Dich einfach mal mit dem Thema und schau Dir mal an, was und wie sich die Linke seit etlichen Jahren äußert und verhält.
Wo waren denn nun die Aufmärsche, die Protestbriefe, die wütenden Äußerungen der „Linken“ bei den Aufständen im Iran?
Wo die Proteste gegen das Abschlachten von Lehrerinnen in Afghanistan?
etc.
etc.
etc.
Die „Linke“ ist für mich nicht wählbar. Ich verspüre da seit geraumer Zeit bei der extremen Linken eine immer weitergehende Annäherung an die Positionen der extremen Rechten. Ein Beispiel aus jüngster Zeit ist da der gute Elsässer, mit seiner „Einheitsfront“. Aber das geht schon länger. Die deutlich Linke und die weit Rechte sind sich in ihrem Anti-Individualismus, ihrem Kollektivismus, ihrem wirren Anti-Amerikanismus und Anti-“Imperialismus“ (solangs nicht der arabische Imperialismus ist) einfach doch zu ähnlich.
Auch hier ganz gut beschrieben.
http://jungle-world.com/artikel/2003/51/12002.html
Und auf den hier möchte ich dann auch noch verweisen:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623168,00.html
Ich finde es schade, dass sich in solche wirklich guten Artikel mit noch besseren Argumenten immer mal wieder unnötige Spitzen einfinden wie „schafsgesichtige, biersaufende Brezelfresser“.
Das ist für einige lustig, erhöht den Drang es weiterzuleiten und außerdem: Hey, das hier ist immerhin das Internet.
UND es zeichnet leider ein Bild von denen, die sich Humanismus und Aufklärung auf die Fahnen schreiben. Unfair, da alle satansanbetenden, morallosen Bibelfresser in einen Topf zu werfen, gell? Aber so ist das nun mal im Internet …
In diesem Fall ist meine Wut aber verständlich, würde ich meinen.
Wo haben wir in diesem Lande denn soetwas wie eine „Trauerkultur“? Und um WAS wird da getrauert? Etwa um die gute alte Zeit?? Das „finstere Mittelalter“ war gar nicht sooooo finster…gab nur noch keine elektrische Beleuchtung.
Vielleicht aber auch um die gute alte Zeit kurz nach Einsatz der Reformation? (von wegen Konfessionalismus — vllt. sollte der 30jaährige Krieg mal in die zweite Runde gehen, oder was??)
Vor kurzem bei der Einweihung des Soldatendenkmals durfen mal wieder zwei dieser … … ihre Gebete und Voodoobeschwörungen veranstalten. Sowas wird damit wohl gemeint sein.
Oder vielleicht auch, dass für das Opfer der beiden S-Bahnschläger (am Bahnsteig?) ein ökomenischer Gottesdienst veranstaltet wird.
(Was mich übrigens dazu veranlasst hat, in mein zukünftiges Testament eine Klausel aufzunehmen, die jegliche religiös geprägte und geleitete Erinnerungsveranstaltungen für mich untersagt, falls ich bei einem derartigen Ereignis getötet werden sollte. Kaum zu glauben, dass man sich als Nichtgläubiger vor so einem Irrsinn schützen muss.)
„Die Organisationen der so genannten Konfessionsfreien sind nicht nur von Größe und Mitgliederzahlen her mit den großen Kirchen und Religionsgemeinschaften nicht vergleichbar, sie stehen – über die Einigkeit in der Ablehnung jeden religiösen Bekenntnisses hinaus – auch nicht für eine einheitliche Werteposition, und sind daher gegenwärtig als Ansprechpartner für die Politik ungeeignet.“
Diesen Scheiß verzapfen die und kommen damit davon? Wenn das eine offizielle Stellungnahme ist, hab ich jez endlich was schriftliches, dass beweist was die CDU / CSU so von einem atheistischen Politiker hält.
„Dazu gehören vor allem die föderale und die konfessionelle Tradition, das besondere Verhältnis zwischen Staat und Kirche und die Verantwortung, die den Deutschen aus den Erfahrungen zweier totalitärer Regime auch für die Zukunft erwächst.“
Aus zwei überlebten Diktaturen, in denen die beiden Großkirchen sich nicht nur angebiedert, sondern offiziell auf die Seite des jeweiligen Terrorregimes gestellt haben hätten wir vor allem lernen sollen was für einen Bullshit das Christentum doch darstellt.
Die Merkel kommt bald mal zu mir in die Gegend, wird unterhaltsam…die bekommt was zu hören!
@Stefan:
„„Die Organisationen der so genannten Konfessionsfreien [..] und sind daher gegenwärtig als Ansprechpartner für die Politik ungeeignet.““
Jo, genau deswegen dürfen z.B. katholische Bischöfe (bisher) ungehindert Konfessionsfreie (die „bösen Gottlosen“) beleidigen.
Darf man sich im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatz auch dieses Recht herausnehmen?
[...] Darkmind-Pathfinder has fytched a comment 4 seconds ago while browsing http://feuerbringer.com/2009/09/15/die-cducsu-tole... [...]
[...] die CDU der Meinung ist, dass wir in einem Christlich-Jüdisch fundierten Staat leben und alle anderen und auch die Atheisten nur geduldet sin…, dann plädiere ich dafür sich für das fliegende Spaghettimonster stark zu [...]
„Schafsgesichtige, biersaufende Brezelfresser“?
Kommt da auch irgendwann noch mal mehr als billige Polemik?
Klar, sobald die CDU/CSU damit aufhört, Atheisten ihre Bürgerrechte abzusprechen. Bis dahin müssen wir ihre Kriegserklärung als solche anerkennen.