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Sind Sie spirituell?

17 Aug

Spiritualität für Dummies

Religion mit ihren Dogmen und Priestern will heutzutage nicht mehr überzeugen. Viele Menschen fühlen sich stattdessen “eins mit dem Universum”, sie empfinden eine “tiefe Verbundenheit mit der Natur” und entdecken ihre “spirituelle Ader”. Hoffentlich hören sie bald wieder damit auf.

“Spiritualität ist eine Absurdität”, stellte der Aufklärungsphilosoph Baron d’Holbach einst fest und damit war für ihn das Thema erledigt. Doch heute scheint Spiritualität eine gute Alternative zu sein für Menschen, die zwar mit strengen religiösen Regeln nichts anfangen können, die aber auch nicht mit kalten, gefühllosen “Atheisten” verwechselt werden möchten. Spiritualität ist meiner Ansicht nach etwas, das als abgrenzbares Phänomen gar nicht existiert, trotzdem meinen heute zunehmend viele Religionsfreie, sie müssten spirituell sein – oder dies zumindest von sich behaupten.

Spiritualität ist eine Absurdität

In “Gott, Gene und Gehirn” gibt es eine Reihe an Informationen über Spiritualität. Demnach weist sie die Merkmale “Transzendenz, Ultimative Bezogenheit und Mystik” auf und ist eine Teilmenge der Religiosität. Rüdiger Vaas definiert diese Merkmale wie folgt:

Transzendenz: der Glaube an eine außer- und übernatürliche Macht oder mehrere Mächte

Ultimative Bezogenheit: das Gefühl der Verbundenheit, Abhängigkeit, Verpflichtung und der Glaube an eine Sinngebung und Bestimmung, sowohl für das Individuum als auch für die Gemeinschaft

Mystik: die Erfahrung des „Heiligen“ bis zum Erlebnis von Einheitsgefühlen mit dieser Macht

Transzendenz ist dabei etwas, das Atheisten logischerweise ablehnen, also können sie in diesem Sinne nicht spirituell sein. Die Erfahrung des “Heiligen” halte ich auch für einen ziemlichen Quark. In dem Buch ist sogar ein Spiritualitäts-Test, laut dem ich in etwa so spirituell bin wie eine Betonwand (5 von 20 Punkten): “Sie sind sehr skeptisch und haben keine spirituelle Einstellung.”

Spiritualität ist also das Gegenteil von skeptischem Denken. Genau meine Meinung. Wer Phänomene nicht voneinander unterscheidet – typisch für die wissenschaftliche Methodik – sondern meint, alles wäre sowieso irgendwie eins, der denkt eben “spirituell”, wie eine Nebelschwade.

Meditation ist Zeitverschwendung

Selbst der Hirnforscher Wolf Singer zeigt sich begeistert vom Spirituellen: “Ja, ich bin in ein Sesshin, eine sehr strenge Zen-Praxis, geraten: also acht Stunden am Tag vor der weißen Wand sitzen”. Na, viel Spaß damit. In den meisten Ländern gilt diese Art von Isolationshaft als Folter, aber wenn man unbedingt will… “Das Eins-Sein mit dem Universum habe ich nicht erfahren, so weit bin ich nicht gekommen”, fügt er hinzu. Das mag wohl daran liegen, weil es so etwas nicht gibt. Meditation ist dasselbe wie dasitzen und versuchen, nicht einzuschlafen.

“Donnerwetter, ich kann ja beides gleichzeitig sehen, die Ströme und die Tierchen”, meint Wolf Singer. “Die Mönche haben mir später bestätigt, dass diese Veränderung der Aufmerksamkeit einer der ersten Effekte ist, der sich nach intensiver Meditation einstellt.” Man fragt sich schon, warum es ein Wissenschaftler für nötig hält, für die Beantwortung empirischer Fragen ausgerechnet Mönche zu Rate zu ziehen. Ferner meint Singer sogar, dass Meditation auch der Wahrheitsfindung diene. Sam Harris, Religionskritiker und ehemaliger Bodyguard von seiner Hohligkeit, dem Dalai Lama, sagt ähnliche Dinge.

Wenn man “Spiritualität” so versteht wie Daniel Dennett, ergibt das Sinn. Seine Auffassung von dem, wie Meditation das Gehirn beeinflusst – so ähnlich wie Schlaf – sind viel nachvollziehbarer als die “Verschmelzung mit dem Universum”, was immer das heißen soll. Es gibt sogar ein Video von der AAI 2007, in dem sich Dennett und Harris über Meditation streiten. “Ich wäre überzeugter [von den Spiritualisten], wenn sie mal irgendetwas Interessantes von sich gegeben hätten”, meint Dennett und widerspricht der Meinung, dass Meditation zu neuen Erkenntnissen führen kann. Er benutzt das nur, um seinen Blutdruck zu senken.

Auch der Psychologe Rolf Degen ist der Meinung, dass Meditation und gelangweilt Rumsitzen in etwa dasselbe sind: “Alle sorgfältigen empirischen Forschungsarbeiten der letzten Jahre haben die schöngeistigen Gedankengebäude der Versunkenheits-Propheten demoliert wie ein Elefant einen Laden mit chinesischer Keramik. Die Meditation, so das übereinstimmende Fazit der Untersucher, ist vom Effekt her nur eine verkappte Form des Dösens, die keine spezifischen gesundheitlichen Vorteile mit sich bringt” (Lexikon der Psycho-Irrtümer, S. 264). An besonderen Gehirnzuständen beim Meditieren ist genausowenig dran wie am Eins-Werden mit dem Weltall.

Sind Nicht-Spiritualisten keine richtigen Menschen?

Spiritualität ist ein äußerst nebulöses Konzept. Man würde allerdings meinen, dass es innerhalb der wissenschaftlichen Forschung klar definiert wäre, wenn schon nicht im alltäglichen Diskurs. Weit gefehlt. Wie Tom Rees aufzeigt, haben Wissenschaftler ebenfalls keine Vorstellung davon, was Spiritualität sein soll, erstellen aber trotzdem Studien, die das Phänomen untersuchen wollen.

“Wann immer ich den Begriff ‘Spiritualität’ höre, greife ich nach meinem Revolver”, schreibt Tom Flynn, Redakteur des säkular-humanistischen Magazins Free Inquiry. Die “Neue Atheistin” Ophelia Benson definiert Spiritualität als eine Distanzierung von Atheismus und kritischer Vernunft und eine Versicherung, dass man vielleicht nicht an Gott, aber ansonsten genauso nebulös denkt wie religiöse Menschen. Tom Flynn wurde nach einer Vorlesung von Krankenhaus-Schwestern darauf hingewiesen, dass sie ihre Arbeit für “tief spirituell” hielten. Damit meinten sie einfach “menschlich” und “mitfühlend”. Wie behandeln diese Schwestern eigentlich Patienten, die sich nicht “spirituell” nennen?

“Ja, klar”, sagt Benson dazu. “Wir sind Leute, denen Sonnenaufgänge, Musik, Berührungen und Zuneigung egal sind – wir sind in Wirklichkeit nicht einmal menschlich, wir sind nicht einmal Säugetiere; wir sind eine Art fleischiger Mutanten-Roboter.”

Wenn mir also noch einmal jemand mit atheistischer Spiritualität ankommen will: Lasst es bleiben.

 
 

18 Antworten zu Sind Sie spirituell?

  1. Nanomyte

    17. August 2009 at 19:44

    Naja also, Spiritualität ist ein Gefühl, wie das Schwelgen unter speziellen externen Drogeneinflüssen. Man kann es eigentlich mit körpereigenen Fähigkeit des ‘Bekifftseins’ und ‘Erstaunens’ umschreiben, genauso wie Freude, ein orgasmischer Höhepunkt oder Furcht als Nervenkitzel Emotionen sind, die unser Leben auch einen speziellen Leben Reiz geben können.
    Die Tatsache, dass gerade der Mensch nicht in der Lage ist seine Gefühle ordnungsgemäß definieren zu können ist auch der bisher fehlenden Beschreibungsmöglichkeiten der Neurobiologie geschuldet.
    Durch den Mangel an Definitionen, wird bei Gegnern der Homosexualität z.Bsp. der Aspekt des Gefühls der “bedingungslosen Liebe” komplett ausgeblendet, da in einem Diskurs darum, die Emotionen nicht kritisch reflektiert wurden und diese dann nur die Emotionen Ekel oder sexuelle Lust im Kopf haben.
    Diese fehlende Analytik und Reflexion ließ mich einst zu dem Schluss kommen, dass ideologische Fanatiker die Emotion der Liebe garnicht kennen und mit der Emotion der “bedeutungsschwangeren Bekifftheit/Ektase” verwechseln.
    Daher wird Sexualität auch ausschließlich als “Lustgierbefriedigung” diffarmiert und nicht als gelebter Höhepunkt zweier Personen die während des Aktes die Emotion “innige Liebe” verspüren oder ihre symbolischen Synonyme im Denken.

     
    • H. Lektor

      18. August 2009 at 16:31

      Jetzt kann man sich ja wieder schön um Definitionen schtreiten, aber vllt. wäre es besser, sich (wenigstens gebrauchsweise) zu einigen. Bei Spiritualität an sich würde ich weniger von einem Gefühl, und mehr von einer (Lebens)Haltung sprechen wollen, dieweil Gefühle und Stimmungen durch sogen. “spirituelle Erlebnisse” verursacht werden.

      Und nebenbei möchte ich die schöne Vorlage nicht ungenutzt da herumliegen lassen: Wenn schon Liebe erwähnt wird: Man mache sich einmal den Spaß und ersetze gedanklich oder per Textverarbeitungsprogrammm das Wort “Spiritualität” im Artikel durch den Begriff “Liebe”.

      Das Ergebnis wird verblüffen.

       
      • derautor

        18. August 2009 at 17:10

        Ich finde, dass der Ersatz von “Spiritualität” mit “Liebe” gar keinen Sinn ergibt.

         
      • H. Lektor

        19. August 2009 at 10:14

        naja, man müßte noch “Meditation” durch “Sex” ersetzen (und dann Mr. Dennets Blutdruckstelle ignorieren)

         
  2. Stefan

    18. August 2009 at 07:28

    Vom Mangel an Definitionen von Emotionen kann keine Rede sein. Angefangen von Darwins Arbeit über den Emotionsausdruck bis zur modernen Evolutionspyschologie gibt es sehr viele wissenschaftliche Arbeiten und Untersuchungen zum Thema Emotion. Natürlich gibt es nicht DIE Definition von Emotionen. Doch das liegt einfach daran, dass “Emotion” ein a priori-Konstrukt ist. Ein Begriff, der vorgegeben ist, und zu dem man dann sucht, was man darunter verstehen will. Der eine möchte darunter dieses Phänomen verstehen, der andere jenes. Der Hund liegt im Detail begraben: Was gehört zur Emotion, wo ist die Abgrenzung? Da wird es immer verschiedene Meinungen und nicht DIE Definition geben. Doch jede der Arbeiten liefert wertvolle Erkenntnisse – selbst wenn die Theorien widerlegt sind (dabei denke ich vor allem an die Emotionspsychologie Anfang des 20. Jahrhunderts). Worauf sich heutzutage die meisten einigen können ist dabei folgende Merkmale von Emotion: sie ist objektgerichtet, von eng begrenzter Dauer, hat einen spezifischen Erlebnisaspekt und ist von physiologischen Veränderungen begleitet. Bei den letzten beiden Punkten kann man sich vorstellen, wo sich die Psychologen beim Definieren in die Haare kriegen und uneins sind.
    Psychologisch gesehen wäre also die leidenschaftliche Liebe, erlebt während des Sexes, aufgrund der Bezogenheit auf einen Partner, eine Emotion. Zwar kann das Objekt zwar auch nur in der Vorstellung existieren, aber was auch immer man beim Meditieren fühlt – es ist wohl eher keine Emotion. Sondern psychologisch betrachtet eher eine Stimmung: keine Objektbezogenheit, geringere Intensität, zeitlich länger dauernd. Psychologisch betrachtet sind die beiden Empfindungsarten – Emotionen und Stimmungen – zwar eng verwandt, aber doch klar zu unterscheiden.

     
  3. Stefan

    18. August 2009 at 07:40

    Da kommt mir gerade ein Gedanke, warum Meditation subjektiv vielleicht so viel Eindruck macht. Emotionen sind wegen der Bezogenheit auf Objekte klar und völlig unrätselhaft. Stimmungen dagegen beziehen sich nicht auf Objekte und haben damit subjektiv(!) immer eine potentiell rätselhafte Natur. Im Alltag sind Stimmungen eher nur Hintergrundrauschen, Störungen, nichts worauf man sich eigentlich konzentriert. Meditation dagegen lenkt die Aufmerksamkeit auf die erzeugte Stimmung. Und da die Stimmung objektlos ist, scheint mir das ein guter Kandidat für das mystische Erleben zu sein: Ein Gefühl, das einfach da ist, keine subjektive Ursache hat, sondern einfach ist. Eine Rationalisierung könnte dann sein, dass diese Stimmung das gesamte Universum als Grundlage hat. Denn etwas ohne Ursache … das mögen wir nun gar nicht.

     
  4. Linus (ex)Heilig

    18. August 2009 at 09:28

    “Denn etwas ohne Ursache … das mögen wir nun gar nicht”.

    Die genial einfache Motivation aller spirituellen Schöngeisterei. Jetzt schlägt das Axiom aller Doktrinen (Latrinen) erbarmungslos zu: “Es kann nicht sein, was nicht sein darf”. Den Singer-Auftritt beim letzen Scobel fand ich auch eher peinlich, hatte gehofft, dass er Halluzinationen wissenschaftlich erklärt und den Humbug, den der Mensch dabei ossoziert. Sehr erleuchtend soll ja der reale Übergang vom Leben zum Tod sein. Vor was hat der Kerl denn Angst? Religionskritische Äuserungen schaden der wissenschftlichen Karriere?

     
  5. folgsam

    18. August 2009 at 11:22

    “Vor was hat der Kerl denn Angst? Religionskritische Äuserungen schaden der wissenschftlichen Karriere?”

    Vielleicht is der ganze Komplex auch noch nicht ganz so gut verstanden wie du das gerne hättest, und er möchte sich nicht allzuweit aus dem Fenster lehnen.

    Ist doch auch ne Möglichkeit.

     
  6. Linus (ex)Heilig

    18. August 2009 at 13:48

    ” aus dem Fenster lehnen”. Eben, ich fürchte auch den Fenstersturz. Einverstanden, die Qual der Wahl, ich achte Ihn und seine Forschung sehr.

    Aber er hat ja keinen Artikel für die BILD geschrieben, wieviel Inteleluelle sehen 3sat? Im konkreten Fall wollte ich dem Autor Andreas den Rücken stärken und auf voreilende Selbstzensur hinweisen. Bei mir hat das Autogene Trainig gegen Schlaflosigkeit gewirkt, ohne Nirwanaassoziationen, aber mit Alphawellen.

    Das ist ja die Krux mit der komplexen Verständlichkeit alles Virtuellspirituellen. Noch letztes Jahr dachte ich, es wird nicht wahrer dadurch, dass man es ständig wiederholt. Seit Dawkins Memplex und der Junk-DNA kann man wissen, wenn man will, dass es gerade duch Wiederholungen wahrer wird. Oh heiliges Mandra, unabhängig vom Wahrheitsge- und -inhalt. Das darf man doch sagen? Warum tut mans nicht? Was gibt es da zu verquasen? Wieviel Ozeane voll virtueller Tinte sollen noch gefüllt werden? Derweilen hat die Evolution alle Menschen lamaisiert und B16 zum Rückzug mutiert.

     
  7. HFRudolph

    18. August 2009 at 14:19

    Es fehlt in dem Artikel die Angabe darüber, um welche Art von Meditation es geht.

    Wenn man das geklärt hätte, wäre zu fragen, was das mit Spiritualität zu tun hat?

    http://freenet-homepage.de/Naturalismus/Meditation.html

     
  8. HFRudolph

    18. August 2009 at 14:34

    Bei besstimmten Formen der Medition handelt es sich um ein Mittel, eine Methode, auf das eigene Wesen, auf das Befinden die eigene Stimmung und auf die Gedanken einzuwirken. Zudem ermöglichen bestimmte Meditationen beliebige Autosuggestive Einwirkungsmöglichkeiten.

    Es leuchtet mir nicht ganz ein, inwieweit diese Selbsteinwirkung und Selbststeuerung „Zeitverschwendung“ wäre. Man kann das auch umkehren und sagen, dass bestimmte Tätigkeiten Zeitverschwendung sind, wenn man nicht die erforderliche Konzentration oder Ruhe aufbringt oder dass auch bestimmte Tätigkeiten unsinnig sind, wenn man nicht die erforderliche Stimmung oder das nötige Selbstbewusstsein aufbringt oder wenn man nicht „man selbst“ ist.

    Wenn das „Einssein mit der Umwelt“ angestrebt wird, sollte man sich tatsächlich zunächst fragen, wozu das gut sein soll. Gerade bezüglich der von spiritistischen oder religiösen Gruppen wie Buddhisten/ Zen-Buddehisten teilweise vorausgesetzen Zielen sind mit Vorsicht zu genießen und von einer rationalen gezielten Herangehensweise strikt zu trennen.

     
    • O.

      2. Oktober 2009 at 01:03

      > Wenn das „Einssein mit der Umwelt“ angestrebt wird, sollte
      > man sich tatsächlich zunächst fragen, wozu das gut sein
      > soll.

      Das Einssein mit seiner Umwelt kann man eh nicht
      abwerfen. Sie ist da – sowieso. Die Trennung macht der Verstand.
      Warum es sinnvoll sein soll, das, was eh da ist,
      anzustreben? Warum soll es nicht sinnvoll sein?

      Von wem hast Du Deine Sprache? Ist sie in Dir entstanden, oder bist Du bloß Träger der Information… und zwar bloß fraktaler Träger…. eben NICHT unabhängig von der Umwelt. Dies nur ein Beispiel.

      Ein paar Minuten ohne Atmung, das wars dann.

      Auch da keine Trennung möglich.

      Die Trennung und das Ich sind Illusion.

      > Gerade bezüglich der von spiritistischen oder
      > religiösen Gruppen wie Buddhisten/ Zen-Buddehisten

      Was haben “spiritisitische” oder “religiöse” Gruppen
      mit Buddhisten / Zen-Buddhisten zu tun?

      Du verwürfelst hier was.

      > teilweise vorausgesetzen Zielen sind mit Vorsicht zu
      > genießen und von einer rationalen gezielten
      > Herangehensweise strikt zu trennen.

      Da du nicht weißt, was Du redest, wird Deine Kritik nicht funktionieren und dient nur Deiner Selbst-Bestätigung als ach-so-rationaler-und-ach-so-attheistischer-Freidenker.
      (letztlich wird auch das nicht funktionieren, hahah)

      Sorry, aber ich sehe da nur Geschwafel bei Dir.

      Was Du nicht verstanden hast: Der Kern des (Zen-)Buddhismus dreht sich genau um das, was die Neurobiologie seit einer Weile postuliert: es gibt kein Ich. Daher ist das T-Shirt von dem Meditations-Fritzen “No Ego” ja ganz sinnvoll…. obwohl er selbst sicherlich nix von dem, was er da erzählt, wirklich erlebt hat… sieht mir nach typischem Guru-Geschwätz aus.

       
      • O.

        2. Oktober 2009 at 01:15

        > > teilweise vorausgesetzen Zielen sind mit Vorsicht zu
        > > genießen und von einer rationalen gezielten
        > > Herangehensweise strikt zu trennen.
        >
        > Da du nicht weißt, was Du redest, wird Deine Kritik
        > nicht funktionieren und dient nur Deiner
        > Selbst-Bestätigung als
        > ach-so-rationaler-und-ach-so-attheistischer-Freidenker.
        > (letztlich wird auch das nicht funktionieren, hahah)

        OK, vermutlich kritisierst Du die vielen Laberköppe, die sich als Guru auftun, weil sie sich ihr eigenes Ego kitzeln wollen… sowie den eigenen Geldbeutel… weil ja Spiritualität “in” ist.

        Du beziehst Dich dabei aber auf die Karrieristen, die bekanntlich auch in nicht-religösen/nicht-spirituellen sozialen Zusammenhängen bekanntlich jene Menschen sind, die zwecks eigenem Fortkommens auch gerne Sand in die Augen der Zuhörer/Zuseher streuen, da diese Kunden es ja gerne so haben wollen und dafür auch gut bezahlen (mit Geld, mit Zeit, mit Leibeswonnen usw.)

        Der Kern der Dinge beim zen-Buddhismus hingegen würde Dich weit überholen und als armseligen Gläubigen zurücklassen. Erstarrt über die kalte Welt des Nichts würdest Du Dir sicherlich schnell einen Gott kreieren…. und wenn er auch nur Ratio-Guru hiesse.

         
      • O.

        2. Oktober 2009 at 01:20

        > Warum es sinnvoll sein soll, das, was eh da ist,
        > anzustreben? Warum soll es nicht sinnvoll sein?

        es macht keinen Sinn es anzustrben, DA es schon da ist.

        Anzustreben ist nur, dies auch zu erkennen.

         
  9. Oolon Coluphid

    21. August 2009 at 16:30

    Sind Sie spirituell?

    Zum Glück nicht. :)

    Ich kann das Wort “spirituell” nicht leiden, was heißt das eigentlich, “ich bin leicht zu verarschen”?

     
  10. Clemens

    4. September 2009 at 22:42

    Waum reden hier soviele Blinde von der Farbe?

     
  11. Linus (ex)Heilig

    14. Oktober 2009 at 09:10

    “Vielleicht is der ganze Komplex auch noch nicht ganz so gut verstanden wie du das gerne hättest” vom 18.08. und “leicht verarschbar” vom 21.08.

    Spätestens seit Alfred Binder, siehe http://hpd.de/node/7985, düfte zumindest die Äquivalenz spirituell=verarschbar offensichtlich sein. Ich gehe davon aus, dass Prof. Singer das Buch schon gelesen hat.

     
  12. Linus (ex)Heilig

    15. Oktober 2009 at 10:37

    Na also, aktuell dank Epigenetik.

    http://giordanobrunostiftung.wordpress.com/.
    Wie sich das Erbgut organisiert.

    Die Erbanlage “verarschbar” ist genetisch nachweisbar und damit vererbbar. Das durch Indoktination aktivierte Gen/Mem heißt “Glauben an den Glauben”. Das freut Darwin.

     
 
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