
Da freut sich B16: Einer der führenden schottischen Psychologen meint in einer Studie herausgefunden zu haben, dass Hetero-Sex ohne Kondom viel besser für die Gesundheit ist als Sex mit Kondom. Unter Verwendung der „Verhüterli“ komme es zu erhöhtem Stress, einer geringeren mentalen Gesundheit und Depressionen.
Prof. Brody sagte dazu: „Evolution ist nicht politisch korrekt, so kommt es, dass es unter einer Reihe an potenziellen sexuellen Praktiken nur eine ist, die mit besserer physischer und mentaler Gesundheit in Verbindung steht und das ist die eine Sexualpraktik, welche von der Evolution bevorzugt wurde. Das ist kein Zufall.“
Es stimmt schon, dass Evolution nicht politisch korrekt ist und in vielen Bereichen ist ihre schockierende Inkorrektheit noch gar nicht bei der Bevölkerung angekommen. Bislang ging man allerdings davon aus, dass die Evolution sozusagen „nicht bemerkt“, ob man Sex mit oder ohne Kondom hat. Schließlich sind Kondome eine relativ neue Erfindung und kein anderes Tier verwendet sie. Zudem ist die Datenlage eher dünn: Eine Studie mit 210 Personen aus Portugal, basierend auf Fragebögen (in Fragebögen erzählen die Leute tendenziell den gröbsten Unsinn). Darum ist es nicht unbedingt falsch, was Prof. Brody sagt, vielleicht weiß die natürliche Selektion ja doch irgendwie, dass wir einen Trick anwenden, aber ernsthafte Zweifel sind angebracht.
Zudem sollte man nicht vergessen, dass Sex ohne Kondom die Wahrscheinlichkeit für die Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten erhöht und zudem ungewollte Schwangerschaften zur Folge haben kann.












Nun wenn jemand daran glaubt, dass die Benutzung von Kondomen eine Sünde ist, wider der Natur und sonstwie schädlich, dann ist es durchaus verständlich wenn so jemand unter gestresst wird, wenn er sie dann benutzt.
Dann wäre der Stress aber weniger den Kondomen noch der Evolution, als vielmehr der negativen Propaganda geschuldet.
Allerdings könnte das Ergebnis schon sehr wichtig sein, denn wenn man es erreichen könnte, den Stress durch die Benutzung zu senken – was auch immer die genaue Ursache ist – könnte dass dazu betragen, die Benutzung der Lümmeltüten zu erhöhen und damit die Ausbreitung von Krankheiten weiter zu behindern.
Hat man eigentlich auch den Stressfaktor von Oralsex untersucht? Immerhin ist das ja auch eine Sexualpraktik, welche von der Evolution nicht bevorzugt wurde.
Eine Stichprobe von 210 Personen ist völlig unzureichend. Ab in die Tonne mit dieser Studie!
und ob die Evolution die benutzung von Kondomen bemerkt!
denn: die Gesamt-Fitness hängt doch auch mit der Anzahl der gezeugten zeugungsfähigen nachkommen zusammen, oder?oder anders gesprocen: wenn man ein Leben lang nur safer sex praktiziert, kann man seinen Gene-Tick nicht weiterreichen. sollte es also ERbfaktoren geben, die die Verwendung von Kondomen speziell und Verhütungsmitteln allgemein begünstigen (und indirekt ist das durchaus denkbar, z.B. durch verminderte Stressresistenz und dadurch vermehrtes Sich-Um-die-Gesundheit-Sorgenmachen), dannn würden sich die díese entsprechendenn faktoren selber aus dem Genpool kicken. —> Verhütung ist keine erfolgreiche Fortpflanzungsstrategie.
„Verhütung ist keine erfolgreiche Fortpflanzungsstrategie.“
–>Das sehe ich anders. Denn wenn ich mittels Verhütung dafür sorge, dass ich nur z.B. 2 Kinder zeuge anstatt 10 oder mehr Kinder, kann ich (und meine Partnerin) diesen 2 Kinder einen gleich großen (bzw. wahrscheinlich sogar größeren) Ressourcenumfang zum Aufwachsen zur Verfügung stellen. Dies hat zur Folge, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit für jedes dieser 2 Kinder größer ist und auch ihre Fitness bzw. Qualität größer ist. Sie müssen sich Nahrung, Bildung/Erziehung, medizinische Versorgung, usw. usw. nicht mit 8 oder mehr weiteren Kindern teilen.
Geht man jetzt noch weiter und hebt die absurde gedankliche Trennung von Natur und Technik auf, kann eine konsequente Geburtenregelung und technisch optimierte Zeugung (d.h. genetische Optimierung des Nachwuchs unter vernünftiger Berücksichtigung möglicher langfristiger Risiken) dafür sorgen, dass die Fitness der einzelnen Individuen noch weiter steigt. Denn die relativ konstante bzw. nicht so rasant anwachsende bzw. sinkende Ressourcenmenge kann dann auf eine recht konstante Menge von Individuen verwendet werden. Auf Individuen von hoher geistiger und gesundheitlicher Qualität, die bei entsprechenden Stand der Wissenschaft nur noch durch ausgewöhnliche Ereignisse frühzeitig ableben sollten.
Demgegenüber halte ich die Masse-statt-Klasse-Lösung der ungehinderten „natürlichen“ Roulette-Fortpflanzung nicht zwangsläufig für erfolgreicher. Sie ist nur bei Fehlen bestimmter technischer, kultureller und/oder wissenschaftlicher Kenntnisse die zwangsläufige Konsequenz.
hello and welcome to the brave new world…undnein, ich bin kein kompletter kultur- und technik-feind. ich glaube nur nicht an die menschliche vernunft.
Blablabla…
Dieser Verweis auf Huxleys Roman soll wohl ein Gegenargument sein, oder?
Dann erklär mir doch mal, was an der Welt in diesem Roman schlecht ist bzw. inwiefern die nach deiner Sicht schlechten Teilen die Vorteile gegenüber unserer Welt überwiegen.
Es gibt in Brave New World keinen Hunger, keinen Krieg, keinen Mangel, kein Leid, fast jeder stirbt ohne Schmerzen eines natürlichen Todes, selbst für Außenseiter ist gesorgt, indem sie abseits der restlichen Gesellschaft ihren Bedürfnissen nachgehen können.
Einzig das Kastensystem sehe ich kritisch, da ich doch vermute, dass die Tätigkeit der niederen Arbeitskasten problemlos von Maschinen erledigt werden könnte. Aber selbst das, ist eine Lappalie gegenüber den Kriegen, Morden, Folterungen, der Unterdrückung und Ausbeutung, Vergewaltigung, dem Verhungern und Krepieren in unser Welt.
Nunja, da es sich hier scheinbar um ein Geschmacksurteil handelt, kann das „argumentieren“ nicht viel bringen. Was könnte ich schon gegen die Abwesenheit von Kriegen, Morden, Folterungen, Unterdrückung und Ausbeutung, Vergewaltigung, Verhungern und Krepieren vorbringen wollen…eigentlich nur zweierlei: einmal WERDEN alls non-Alphas von den Alphas ex natu unterdrückt und ausgebeutet, und dann ist mir der Preis, der für diese harmonische Gesellschaft gezahlt wird doch zu hoch: Denn es gibt auch einen ´Mangel, und zwar einen Komplett-Mangel an Leben. Ist ja schön, daß die Außenseiter toleriert werden (und in dem Zusammenhang kann man von nicht mehr als Toleranz sprechen), aber es kann ja wohl keine Rede davon sein, daß man sich inen freiheraus anschließen könnte. Sind alle zu sehr auf ihre Happyness fixiert, um überhaupt drüber nachdenken zu können/wollen.
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