
…der glaubt, dass Religion und Wissenschaft kompatibel sind. So könnte man das Ergebnis einer neuen internationalen Studie des British Council zusammenfassen.
Laut dieser Studie stehen Russland, (48%), die USA (42%), Südafrika (41%) und Ägypten (25%) den wissenschaftlichen Belegen für Darwins Theorie skeptisch gegenüber. Dies sind sogleich die Länder, in denen ein besonders großer Teil von der Vereinbarkeit von Evolutionstheorie und Gottesglaube ausgeht: Russland, USA (53%), Südafrika (54%) und Ägypten (45%).
Wer die Evolution nicht versteht, das ist auch Pat Buchanan, reaktionärer Kommentator beim US-Fernsehsender MSNBC. In einem offenen Brief fordert Biologe Greg Laden die MSNBC auf, Buchanan zu entlassen. Der Gipfel seiner Bemühungen, dem Ansehen der Wissenschaft zu schaden (weil ihre Ergebnisse nicht in sein Weltbild passen), war seine Kolumne: PJB: Making a Monkey Out of Darwin. Darin macht er die Evolutionstheorie für Eugenik, den Ersten Weltkrieg, den Nationalsozialismus, den Kommunismus und den Zweiten Weltkrieg verantwortlich. Außerdem sei die Evolutionstheorie gar keine Wissenschaft, sondern eine Religion, was dann ja wohl bedeutet, dass mit Religion etwas nicht stimmt…
Wer die Evolution nicht so ganz verstanden hat, das war Alfred Russel Wallace, neben Darwin der Entdecker der natürlichen Selektion. Er ging davon aus, dass bestimmte Körperteile und vor allem der menschliche Geist von einem intelligenten Designer erschaffen wurden, was auch der Grund ist, warum ihn Kreationisten heutzutage gerne zitieren. Sein Rang als Wissenschaftler bleibt umstritten.
Wenn die Evolution nicht verstanden wird, dann muss jemand daran schuld sein. Für Chris Mooney, der ein Buch über den „Krieg der Republikaner gegen die Wissenschaft“ geschrieben hat, sind das die Neuen Atheisten. Und nicht nur in einem Artikel – ein ganzes Kapitel seines neuen Buches widmet er dem Thema, wie die Neuen Atheisten religiöse Menschen von der Wissenschaft abbringen, weil sie sagen, dass Religion und Wissenschaft unvereinbar sind. Sollte es nicht wenigstens ein bisschen zählen, was denn nun eigentlich wahr ist, gerade für Wissenschaftler? Oder ist am Ende alles nur Politik? Zudem stützen die Belege Mooneys These überhaupt nicht. Seit Jahrzehnten betreiben Wissenschaftsorganisationen eine versöhnliche Politik und die Kreationisten sind so stark und so zahlreich wie vorher, wenn nicht sogar noch stärker.












Mich wundert das nicht sonderlich. Hab ich doch vor kurzem den Fehler gemacht eine Vorlesung der Theologen an meiner Uni zu besuchen, weil der Titel so interessant und provokativ klang: „Schöpfung oder Evolution?“.
Nachdem dann einige Stunden nur über Mythos, den Wert von Mythos, Myhten unser heutigen Welt, usw. schwadroniert wurde, ließ die Dozentin doch glatt durchblicken, dass sie von Evolutionstheorie eigentlich keine/kaum Ahnung habe, da sie diese nur in der Schule im Biologieunterricht gehabt habe. Wie man aufgrund dieser Wissenslage eine derartige Veranstaltung anbieten kann, ist mir zwar schleierhaft. Aber scheinbar braucht man an deutschen Universitäten nur Schulwissen, wenn man eine Veranstaltung geben will…
Deshalb wundert es mich auch nicht, wenn viele Menschen von der Vereinbarkeit von religiösen Mythen und wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgehen. Sie wissen einfach nicht, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse lauten.
Als Hag.i.D. kann ich locker die Aussage auch umkehren: Sie wissen nicht, was es mit mythischer Sprechweise auf sich hat.
(ohne jetzt zu wissen, woran das liegt, da ich nicht weiß, wer wo die VL gehalten und was gesagt hat)
Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass man, wenn man schon eine derartige Veranstaltung anbietet, auch einen angemessenen Wissensstand zum Thema Evolution haben sollte.
Ansonsten wäre es ratsamer die Veranstaltung weniger reißerisch zu benennen, z.B. „Mythologischer Hintergrund der Schöpfungsberichte im AT“
Aha, was ich noch fragen wollte:
Wo kriegst du eigentlich immer die lustigen Karikaturen her?
Irgendwo aus dem Netz.
Dazu passt auch das hier: http://whyevolutionistrue.wordpress.com/2009/07/02/almost-done-are-science-and-faith-compatible/