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Sollte man die Bevölkerung unter Drogen setzen?

05 Mai

Indem man das Trinkwasser mit kleinen Mengen Lithium anreichert, kann die Selbstmordrate gesenkt werden. So lautet das Ergebnis einer neuen Studie von Psychologen der Universität von Hiroshima. Sollte man kleine Mengen an Lithium im Trinkwasser verteilen?

Lithium wird als Medikament gegen Depressionen und schwere psychische Störungen eingesetzt. Bei hoher Konzentration kann es zu Nebenwirkungen kommen, doch genügen bereits geringe Konzentrationen des Mittels, um die Selbstmordrate statistisch signifikant zu senken. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Trinkwasserzusammensetzung japanischer Städte im Vergleich mit ihrer Selbstmordrate.

In den USA, in Irland und in der Schweiz wird das Trinkwasser bereits mit Fluor angereichert, um Karies zu bekämpfen und gegen Osteoporose vorzubeugen. Lithium wäre dann die nächste Bonus-Substanz im Trinkwasser.

 
12 Comments

Geschrieben von - 5. Mai 2009 in Empirische Psychologie, Politik

 

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12 Antworten zu Sollte man die Bevölkerung unter Drogen setzen?

  1. Spaceman_Spiff

    6. Mai 2009 at 11:29

    Gerade als Kampfatheist sollte dir doch bewusst sein wie viele freie Menschen sich Freiwillig für suboptimales Verhalten entscheiden. Da muss man den Leuten teilweise etwas nachhelfen. Natürlich müsste erst gecheckt werden was denn genau mit nicht selbstmordgefährdeten Menschen geschehen würde, aber so rein prinzipiell habe ich nichts gegen eine Verringerung der Selbstmordrate. Man sollte sich halt schon bewusst sein dass da Menschen sterben. Und sosehr ich unsere freie Geselschaft auch mag, ich bin bereit da kleinere Abstriche zu machen sollte für die Bevölkerung mit grösster Wahrscheinlichkeit kein Risiko bestehen. Des weiten müsste es eine Möglichkeit geben sich der Sache zu entziehen (Mineralwasser zum Bsp.). Denn die Wahl möchte ich schon haben.

     
  2. derautor

    6. Mai 2009 at 11:34

    Natürlich könnten Depressive auch einfach zum Arzt gehen und sich Lithium verschreiben lassen…

     
  3. Spaceman_Spiff

    6. Mai 2009 at 13:22

    Genau das meinte ich mit:”wie viele freie Menschen sich Freiwillig für suboptimales Verhalten entscheiden” Die Option Selenklempner haben die Leute ja schon. Doch scheinbar nutzen viele diese Option nicht sondern wählen schlussendlich den Freitod. Man könnte natürlich argumentieren, dass dies ihr gutes Recht ist und wir nicht auf diese Entscheidung Einfluss nehmen sollten, doch dies ist nochmals ein anderes Thema…
    Ich bleibe dabei, wenn man durch Lithiumanreicherung die Suizidzahlen verringern kann, ohne wissend auf den Rest der Bevölkerung einen Einfluss zu haben finde ich das eine Richtige Entscheidung. Denn Suizide sind meist Kurzschlussreaktionen. Viele Leute mit überlebtem Suizidversuch sind vom Todeswunsch wieder abgekommen.

     
  4. Stefan

    6. Mai 2009 at 14:38

    Was wäre, wenn die Selbstmorde auf einen Lithiummangel zurückzuführen wären? Europa gilt seit dank der Eiszeiten als Jodmangelgebiet. Trotzdem kann sich heute kaum einer über Jodmangel beschweren, da dieses Spurenelement in beinahe jedem Nahrungsmittel vorhanden ist. Die Menschen haben praktisch keine Wahl, als sich jodfrei zu ernähren.
    Eine Mangelkompensation mit einem Schuss Lithium im Trinkwasser wäre also nicht wirklich eine Zwangsmedikation.

     
  5. Stefan

    6. Mai 2009 at 17:51

    Ich wollte sagen:
    “…keine Wahl, als sich NICHT jodfrei zu ernähren…”

     
  6. derautor

    6. Mai 2009 at 18:25

    Ja, ihr habt schon gute Argumente. Vielleicht kann ich meine dogmatische Haltung zugunsten einer anderen domatischen Haltung insofern aufgeben. Wenn es nicht über Lithium zu bewusstseinsveränderten Stoffen übergeht, könnte man vielleicht schon mal ein paar Power-Ups ins Trinkwasser schütten. Aber sehr bedächtig und vorsichtig.

     
  7. Martin

    17. Juni 2009 at 09:05

    Nein, sollte man nicht, zumindest nicht in diesem Fall. Das liegt einfach daran, das die therapeutische Breite von Lithium (genauer Lithiumsalzen, nicht Lithium) recht schmal ist, mit recht fiesen Nebenwirkungen. Das Das Zeug ist bereits bei einer Dosierung von 3,0 mmol/l lebensgefährlich.

     
  8. markus

    19. Juni 2009 at 03:12

    puah – grad noch entdeckt, dass im header “satire” steht. hatte die kommentare schon fast ernst genommen… ich wäre in dem zuge flächendeckend für einen ritalin/prozac-cocktail. so 2mg/l bzw. 5mg/l wären nett. das lithium arbeitet dann auch schön gegen die eventuell auftretenden selbstmordgedanken an. dann könnten 80% aller eltern und des aufstrebenden mittelstands die dauernden arzneimittelgebühren sparen und auch mal effektiver am eigenen totaldelirium arbeiten, privatfernsehen ist da immer noch t o t a l überbewertet.

     
  9. derautor

    19. Juni 2009 at 11:00

    Das ist keine Satire. Nicht jeder Beitrag ist humoristisch, eigentlich bereite ich ernsthafte Informationen meist nur humoristisch auf.

     
  10. alex

    15. August 2009 at 09:52

    Nachdem mich die “Götter” wieder einmal mit Diagnosen beschossen haben, werde ich mich jetzt dazu entschließen mein Leben,meine mentale und physische Gesundheit selbst in die Hände nehmen. Ich werde Lithium nehmen, da ich von dieser Gesellschaft an Reizen überflutet werde, so dass ich Angst bekomme ich werde wahnsinnig.
    Stellt Euch vor Ihr wäret sensibel für diese ganzen Auffälligkeiten, die beim Lügen entstehen. Stellt Euch vor Ihr würdet Euch ständig Gedanken darüber machen warum Euer Gegenüber Euch belügt … und das bei Dingen, bei denen überhaupt keine Lügen notwendig sind … vollkommen sinnfrei sind. Es geht um das aufrecht Erhalten von Fassaden, hinter denen immer mehr Menschen sich und ihre Probleme verstecken.
    Lithium für ALLE?
    Niemals … diese Gesellschaft würde noch tumber und viel mehr würden sich für einen Freitod entscheiden als bisher.

     
    • derautor

      15. August 2009 at 10:02

      Ich denke, du solltest besser mit deinem Arzt darüber reden. In zu hoher Dosis kann Lithium gefährlich sein.

      Inzwischen denke ich doch, dass man Lithium ins Trinkwasser schütten sollte.

       
 
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