Missverständnisse

Islam: Die Religion des Friedens

Islam: Die Religion des Friedens

Fernsehdiskussionen mit Theologen sind für Atheisten ungemein absurd. Warum das so ist, versuche ich in folgender Satire anschaulich zu machen. Es geht dabei nicht nur um den Islam, sondern um Christentum und Judentum genauso:

Interview des Moderators der “Modernen Aufklärung” mit dem wallischen Theologen Josephus Ali:

“Ich freue mich, Sie hier begrüßen zu dürfen, Herr Ali.”

“Wallus sei mit dir.”

“Womit wir auch gleich beim Thema wären: Infolge des wallischen Extremismus ist die gesamte Religion des Wallus in Verruf geraten. Viele Leute haben Angst, dass die Fanatiker die heilige Schrift vielleicht gar nicht so falsch interpretieren…”

“Ja, Laien fällt es leicht, so etwas zu glauben. Doch lassen Sie mich zunächst eine der umstrittensten Stellen aus der heiligen Schrift zitieren:

“Ich bin Wallus, dein Gott, der dich nach Ägypten geführt hat. Und ich befehle dir, alle Ungläubigen zu suchen, zu töten und ihre Körper zu zerstückeln. Keine Blumen sollen ihr Grab zieren.”

“Nun, für einen Laien klingt das ja auch recht eindeutig…”

“Ja, aber auch nur für einen solchen. Lassen Sie mich diese Stelle erklären: Zunächst einmal stellt sich Wallus als der Gott der wallischen Glaubensgemeinschaft vor. Er erinnert sein Volk daran, wie er sie nach Liechtenstein geführt hat…”

“Aber sie sagten doch Ägypten, oder nicht?”

“Ja, aber das ist nur eine Rückprojektion des Volkes. Gemeint ist Liechtenstein. Deshalb leben die meisten Wallianer heute auch vor allem in dieser ehemaligen Grafschaft.”

“…wo sie die Einheimischen vertrieben und/oder ermordet haben…”

“Das geschah ihnen auch ganz Recht, angesichts ihrer Pläne, die Welt zu beherrschen!”

“Viele Kritiker der wallischen Glaubensgemeinschaft behaupten allerdings, sie hätten sich die Sache mit der Weltherrschaft Liechtensteins nur ausgedacht… Wie dem auch sei, was bedeutet denn nun die Stelle mit dem Suchen und Töten von Ungläubigen?”

“Das heißt nicht viel mehr, als dass man auf Andersgläubige zugehen soll…”

“…um sie zu ermorden?”

“Nein, natürlich nicht! “Töten meint hier nur, zu versuchen, sie vom wallischen Glauben zu überzeugen.”

“So ist das… Und warum sollte man dann ihre Körper zerstückeln?”

“Aber doch nicht ihre Körper! Das Wort “Körper” meint im wallischen Glauben “Hass”. Schließlich schlagen und morden Menschen mittels ihres Körpers.”

“So wie sie auch sonst alles mit ihrem Körper tun…”

“Es ist als Symbol zu verstehen. Das darf man nicht wörtlich nehmen.”

“Nun gut… Und warum soll man keine Blumen auf ihr Grab stellen?”

“Das hat schlicht die Bedeutung, dass man dem Hass der Andersgläubigen nicht nachtrauern soll.”

“Schön. Gut. Äh. Dann gäbe es da noch eine Frage, die uns unsere Zuschauer gestellt haben: In der heiligen Schrift des Wallus steht:

“Dein Weib ist deinem Vieh gleich. Und wie dieses sollst du sie mit deiner Faust oder mit einem stumpfen Gegenstand schlagen, bis sie dir ein wohlgeratenes Weib geworden ist. Sollte sie ihre heiligen Pflichten zu oft vernachlässigen, so darfst du sie zu mir führen, auf das ich mich ihrer annehme.”

“Ja, eine beliebte Stelle. Lassen Sie sie mich erläutern: Das Weib ist die Ehefrau, die in der wallischen Religion eine wichtige Rolle trägt, für die sie respektiert wird. Es handelt sich um den Aufzug von Kindern und das Hüten des Heimes. Dass sie dem Vieh gleich sei, ist viel mehr eine Ehre für die Frau. Schließlich sind Tiere für uns Wallianer Götter. Mit dem “schlagen” ist natürlich nicht die körperliche Gewalt gemeint. “Schlagen” bedeutet “überzeugen” und der stumpfe Gegenstand stellt eine Metapher für “überzeugende Argumente” dar. Dass man die Ehefrau zu Wallus führen soll, heißt nur, dass man ihr raten möge, sie solle vielleicht einen Tempel des Wallus besuchen, um von ihrem unrechten Wege abzukommen. Wallus wird sie dann zur Erleuchtung führen.”

“Ja, ist schon Recht! Ähm, ich meine, dass ist sicher das gute Recht des Mannes… aus Ihrer Sicht. Wie dem auch sei, ich denke sie haben heute viele Missverständnisse und Vorurteile abgebaut. Vielen Dank für das Gespräch, Herr Ali.”

“Keine Ursache. Ich möchte Sie auch gerne einmal in unsere Gemeinde einladen.”

“Danke, äh, vielen Dank, aber ich, ähm, muss heute abreisen – ich muss heute noch nach Mekka pilgern oder sowas. Äh, auf Wiedersehen, Herr Ali.”

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2 Kommentare Leave a comment.

  1. Jetzt weiß ich auch, warum mit dieser Text und das Gedicht einige Beiträge zuvor so bekannt vorkamen:
    Die stehen alle auf der “Satire”-Rubrik von terryrotter.de.vu ^^

  2. Ja, die stehen auf meiner Autorenwebsite. Die wird aber weitaus seltener gelesen als der Blog, also lasse ich hin und wieder mal eine Satire von dort hier einfließen.


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