
…von Dingen, die es gar nicht gibt. Eine traumatische Erfahrung, die Naturalisten leider täglich machen. Hier habe ich sie zwecks Selbsttherapie verarbeitet in einem satirischen Gedicht:
Eines schönen Tages, da lief ich hin und her
und da traf ich eine schöne Frau,
das war noch nicht mal schwer
und sie hielt meine Hand,
sagte: Wie wäre es mit uns Beiden?
Ich meinte: Liebend gerne
und wir mochten uns gut leiden
Wir lernten uns kennen, sie gab mir einen Kuss.
Das war auf dem Jahrmarkt.
Weil man viel Spaß dort haben muss,
ging sie dort zu einer Wahrsagerin,
die sagte wahr, sagte klar,
dass ich nicht der Mann für sie bin!
Und sie hat mich verlassen!
Nicht weiter schlimm, werd’s überleben
und mir erstmal eine Predigt geben
auf der Beerdigung meiner Oma
zu der sie mich eingeladen hat.
Da steht also dieser Knilch mit seiner Kutte
vor dem Sarg mit meiner Oma rum
und redet von Hölle und Folter,
die sie erwarten, wie dumm,
weil sie nicht katholisch war.
Na wunderbar.
Ich fahre also nach Hause mit dem Bus
weil ich immer an die Umwelt denken muss
dann sitzt da in dem Bus ein Islamist,
und sagt: “Leute, ich bin Terrorist.
Wie gut, dass sonst keiner einer ist.
Dann sind die 72 Jungfrauen für mich.”
Das fand ich einfach lächerlich.
Und darum stieg ich aus und ging nach Hause,
er sprengt den Bus, ich brauch ne Pause.
Leg die Beine hoch, schalt den Fernseher ein,
na, das kann doch wohl nicht sein!
Jetzt hat die Wahrsagerin eine eigene Sendung,
das Wort zum Sonntag spricht der Oma-Priester,
doch ich habe ne Rente von Riester
und kauf mir eine Beerdigung ohne die Biester.
Ich schlafe ein und träume wieder
von den Dämonen aus China.
Sie verfolgen mich im Traum und sagen:
“Willst du dich an Aktien wagen?”
Na klar, es ist doch nur höflich,
wenn ich’s versuche.
Chinas Dämonen müssen das wissen,
sie sind mit Aktien gerissen.
Am nächsten Tag dann an der Börse,
redet ein Astrologe mir rein,
meint, er verkauft mir die neuen Kurse,
denn die Sterne weihten ihn ein.
Gut, die Sterne werden nicht lügen,
die werden mich schon nicht betrügen.
Weit gefehlt: Jetzt bin ich pleite.
Kannte mich gar nicht von dieser Seite.
Ich werde verfolgt, verfolgt!
Von Dingen, die es gar nicht gibt!
Von Dämonen, Göttern, Teufeln
und Leuten, die mich mit Weihwasser beträufeln!
Ich habe genug! Ich habe genug von euch!
Verschwindet, grabt euch ein Loch!
Werft euren Bibelgespensterkoran hinein,
sonst mache ich es noch!









Der mit dem Glauben tanzt
25. April 2009 at 19:26
Das Gedicht ist von dir?
Es kommt mit seltsam bekannt vor…
derautor
25. April 2009 at 20:06
Klar ist das von mir. Es steht auch auf meiner Autorenwebsite und ich glaube, ich habe es schon einmal in einem Forum gepostet. Vielleicht kennst du es daher.
Der mit dem Glauben tanzt
26. April 2009 at 10:40
Na dann: Sehr gut! Ist wirklich gut geworden, restkpe!